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Zeit für Bildungskultur!

Zeit für Bildungskultur!

Eine Gruppe optimistischer und vorausschauender Denker haben die Hannah-Arendt-Akademie gegründet.

Der Ruf nach radikal neuen Wegen, Wissen zu vermitteln, ist schon seit vielen Jahren ein wesentliches und elementares Thema. Seitdem die Akteure des Systems allerdings so offen diktatorisch mit dem verfahren, was gesagt, geschrieben und gelehrt werden darf, und Zensur nicht nur subkutan, sondern scheinbar staatlich legitimiert und öffentlich geradezu hetzerisch proklamiert wird, ist der Ruf nach alternativen Strukturen für die Bildung der neuen Generation und den Fortbestand der Menschheitsfamilie im Einklang mit der Schöpfung überlebenswichtig geworden.

Es geht nicht um Verbesserungen und Wiederherstellen der alten Bedingungen, auch nicht um eine geführte und in Szene gesetzte Veränderung nach dem Motto „Es muss sich alles ändern, damit alles bleibt wie es ist“ — Guiseppe di Lampedusa —, wie wir es seit der französischen Revolution häufig haben beobachten dürfen.

„Ich glaube an eine Revolution der Gesinnungen und Vorstellungsarten, die alles bisherige schamrot machen wird“,

schrieb Friedrich Hölderlin vor 200 Jahren, von der instrumentalisierten und von Machtinteressen unterwanderten französischen Revolution enttäuscht. Er war seiner Zeit voraus. Inzwischen ist die Zeit reif. Die Global Player demaskieren sich selbst durch Übertreibung, Unwissenschaftlichkeit und Ideologie. Jetzt ist es möglich, das spaltende Spiel zu durchschauen und auszusteigen.

Es geht um eine regelrechte Bewusstseins-Revolution und den längst anstehenden Paradigmenwechsel.

Dieser sollte sich allem voran in der Wissenschaft und der Wissensbildung künftiger Generationen vollziehen. Eine Erweiterung des bisher nur materialistisch definierten Weltbildes tut not, denn sie löst die Sackgassen, in denen wir uns heute befinden, in Luft auf. Doch dieses materialistische Weltbild ist bis heute das in allen Bildungseinrichtungen vermittelte Paradigma, obwohl seit über hundert Jahren die Forschung weitergegangen und ein ganzheitlicher Zugang mit dem der Wissenschaft vereinbar ist. Dies wurde und wird von vielen Pionieren und Wegbereitern konkret gelebt und gelehrt. Wer dieses materialistische Paradigma hinterfragte, wurde jedoch bisher aus den Wissenstempeln der staatlichen Universitäten und Hochschulen ausgeschlossen und diskreditiert.

Jetzt, wo sich die Lage durch menschenunwürdige Maßnahmen zuspitzt und offenbar wird, dass davor mächtig etwas faul war im Staate und in der gesamten zivilisierten Welt, ist es Zeit, nicht nur die sinnentleerten Maßnahmen und die transhumanistische menschen- und lebenverachtende Agenda links liegen zu lassen, sondern die begrenzende und rein technoide Perspektive auf das Sein zugunsten einer ganzheitlichen und multidimensionalen Sicht zu überwinden.

Wir wünschen uns Menschen, die freudevoll und frei, unvoreingenommen, ideologiefrei, lebensbejahend und mit Begeisterung die Vielschichtigkeit der Lebendigkeit untersuchen und reflektieren lernen, im Sinne eines Einklangs mit der Schöpfung.

Uniformes Denken ade!

Eine junge Generation von Freidenkern, die die Gemeinschaft der Menschheitsfamilie individuell und kollektiv neu entwickelt und die Zukunft nicht mehr aus dem Rückspiegel betrachtet, wie es so eindrücklich der Physiker und Philosoph Hans-Peter Dürr, der einst bei Hannah Arendt studierte, zu sagen pflegte. Wir brauchen nicht die Engstirnigkeit in der linearen Anwendung vergangener Konzepte, sondern die kindliche und tänzerische Verspieltheit des Künstlers in allen Bereichen des Lebens. Und all dies soll künftig angelegt werden in einer neuen Akademie: Der Hannah-Arendt-Akademie der Denker.

Akademie im eigentlichen Sinn ist ein Ort, wo man mit Muße — scholä im Altgriechischen — wandelt und schöpferisch tätig ist, wo das Wissen genussvoll erkundet und erfahren wird. Es ist ein Ort der Klarheit und Wahrheitssuche, eigentlich auf ganz unakademische Weise.

Dass scholä im Deutschen das Wort Schule ergeben hat, dem will diese neue Werk- und Bildungsstätte alle Ehre machen.

Es ist ein Ort der Sammlung. Dieses sich Sammeln und Orientieren im Meer aller Möglichkeiten soll das erste Orientierungssemester der Hannah-Arendt-Akademie den Schulabgängern ab dem Wintersemester 2021 bieten.

Hier soll das Wissen nicht mehr uni form, sondern omni versal vermittelt werden. Es gibt keine Denkverbote, Political Correctness und betreutes Denken mehr. Ganz unterschiedliche Ansätze und Standpunkte sollen hier nebeneinander vermittelt werden, sodass sich die jungen Menschen ein eigenes Bild der Welt machen können, das auch das Zeug hat, die bisherigen Grenzen des Denkens zu sprengen.

Auf den Höhepunkt der sogenannten vierten Welle zusteuernd, befinden wir uns am Tiefpunkt der akademischen Alltagskultur. Es ist Zeit für ein ehrliches Eingeständnis: Die Corona-Pandemie führt die alte Universität in das Dilemma von kaltem Maschinenlernen oder repressivem Hygienekrampf. Kein guter Nährboden für die Entwicklung einer Generation von schöpferischen Freidenkern.

Eltern sorgen sich um die Generation Corona. Durch Fernbeschulung oder Online-Semester ist es zu einem Bruch in den Bildungsbiographien gekommen:

Lernrückstände, soziale Vereinsamung, Depression und Perspektivlosigkeit belasten viele junge Menschen. Dies kritisieren auch Dr. Jana-Maria Lehnhardt und Christian Klammer — Unternehmensberater und Eltern von zwei Töchtern im Corona-Abitur-Jahrgang 2021.

„Unsere Töchter haben sich in den letzten 18 Monaten mit viel Disziplin und Engagement — größtenteils, wenn überhaupt, nur durch digitale Unterrichtsveranstaltungen gestützt — auf das Abitur 2021 vorbereitet, zahlreiche Entbehrungen in Kauf genommen und sehen sich nun einer Hoffnungslosigkeit für ihre persönliche Zukunft ausgesetzt.“

In dieser Zeit des politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbruchs zeigt sich einmal mehr, wie wichtig die politische, philosophische und kulturelle Bildung sowie die Medienkompetenz bei der jüngeren Generation ist.

Deshalb starten die Gründungsmitglieder der Hannah-Arendt-Akademie in ein neues Zeitalter der Bildungskultur! Als unabhängiger und unparteilicher Verein von Wissenschaftlern und Experten machen sie es sich zur Aufgabe, Abiturienten und Studenten Zugang zur Orientierung einer akademischen Aus- und Weiterbildung sowie zu einem Studium auf anspruchsvollem wissenschaftlichem Niveau zu ermöglichen.

„Im Gedenken an Hannah Arendt ist es uns ein besonders Anliegen, jungen Menschen wieder Hoffnung und die Chance auf ein selbstbestimmtes und freies Denken zu ermöglichen“, so der Plan von Christian Klammer, Vorstandsvorsitzender der Hannah-Arendt-Akademie e.V. (HAA).

Hierzu wird die Hannah-Arendt-Akademie nach dem Vorbild eines Studium generale mit einem vielfältigen Lehr- und Studienangebot nicht nur Orientierung für die Studienwahl bieten, sondern auch zur umfassenden Allgemeinbildung beitragen, was nach Ermessen der Initiatoren an deutschen und europäischen Hochschulen nicht erst seit Einführung von Master- und Bachelor-Studiengängen viel zu kurz kommt.

Natürlich sollte die Vielschichtigkeit der Bildung nicht erst im Studium einsetzen. Eine grundsätzliche Befreiung der Bildung aus den Fängen des manipulierenden Systems sollte bei den Kleinsten beginnen.

Auch hierfür wird die Hannah-Arendt-Akademie mit entsprechendem Lehrangebot in Richtung Pädagogik, Philosophie und Psychologie sorgen. Es läuft in Richtung der De-Institutionalisierung hin zu „frei sich bilden“, wie es der Philosoph Bertrand Stern proklamiert. Die Hannah-Arendt-Akademie bildet hierfür eine Art Bindeglied zu neuen Ufern auf höchstem Niveau.

Christian Klammer kommt ins Schwärmen, wenn es um das Thema Wissensvermittlung geht. So werden neben regelmäßigen Seminaren aus allen Fakultäten von namhaften Gastdozenten aus der Praxis auch Ringvorlesungen zu den aktuellen wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Themen angeboten, was ganz entscheidend zur Persönlichkeits- und Allgemeinbildung beitragen wird.

Die Dozenten der Akademie genießen uneingeschränkte Wissenschaftsfreiheit. Dies betrifft insbesondere die Auswahl der Methoden, der Themen, der Positionen und Perspektiven. Es herrscht Rede-, Meinungs- und Gedankenfreiheit unter kultivierten und gebildeten Menschen. Dieser freie Ansatz betrifft im Übrigen auch Sprachregulationen im Sinne der Political Correctness, die für absolut unnötig angesehen wird.

Die Hannah-Arendt-Akademie steht für ein von wirklicher Menschlichkeit geprägtes Weltbild, in der — gemäß dem Leitmotiv von Hannah Arendt — der „Wind des Denkens“ wirkt, für eine eigenverantwortliche, friedliche und menschliche Gestaltung der Zukunft.

Damit die Qualität der Hannah-Arendt-Akademie gehalten werden kann, gelten bestimmte Aufnahmekriterien für Dozenten und Studierende gleichermaßen. Die Finanzierung der Akademie wird über Förderbeiträge und Spenden von Bürgern sichergestellt, die ein Interesse an dieser Bildungskonzeption haben und als Teile der Gesellschaft oder Unternehmen künftig davon profitieren werden.

Dass diese Initiative in Bewegung gekommen ist, ist dem ehrenamtlichen Engagement der sieben Gründungsmitglieder des Vereins zu verdanken. Hier zeigt sich einmal mehr, was in Zeiten demokratischer Verwerfungen möglich ist, wenn „Betroffenheit auf Beteiligung“ trifft.

Wenn Sie diese wertvolle Initiative unterstützen möchten — im Rahmen einer Fördermitgliedschaft kann das Projekt auch unterstützt werden.“

In Kürze wird eine Homepage Übersicht über das Angebot geben und die Rahmenbedingungen für den ersten Studiengang 2021/2022 präsentieren. In Kürze wird eine Homepage Übersicht über das Angebot geben und die Rahmenbedingungen für den ersten Studiengang 2021/2022 präsentieren. Für erste Vorabinformationen können Sie sich unter: info@hannah-arendt-akademie.org mit Christian Klammer in Verbindung setzen.


Zeit für Bildungskultur — gelesen von Hans Kremer für die Hannah Arendt — Akademie der Denker

„Eine neue Bildungskultur“ von Freies Feld ist auf Vimeo als Podcast verfügbar.

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