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Werben fürs Sterben

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Die neue Bundeswehr-Serie „Survival“ macht keinen Hehl daraus, dass sie Jugendliche seelisch verrohen will.

„Wo aber Gefahr ist, da wächst / Das Rettende auch“, dichtete Friedrich Hölderlin einst. Besser als mit diesem Doppelvers könnte man das Band zwischen der RUBIKON-Jugendredaktion und der Bundeswehr kaum beschreiben, eine Beziehung, die sich am treffendsten mit der zwischen Harry Potter und Lord Voldemort vergleichen lässt. So lieferte die Bundeswehrserie „Die Rekruten“ vor zwei Jahren den Anlass für unseren Jugendredaktionsleiter Aaron Richter, einen ausführlichen Verriss über den Auftakt dieser Militär-Propaganda-Chose zu verfassen. Dieser war zugleich der erste Artikel der „Jungen Federn“.

Kaum hatte sich unser fünfköpfiges Gründungsteam zusammengefunden, nahmen wir uns den Nachfolger „Mali“ vor. Wir zerlegten diese Serie mit insgesamt fünf Artikeln faktisch, analytisch, historisch, empirisch und humorvoll nach allen Regeln der Kunst und schworen uns von da an, keine weitere We(r)bserie der Bundeswehr mehr gewähren zu lassen, ohne ihr einen Gegenpol der Vernunft des Herzens entgegenzustellen, auch wenn das Kräfteverhältnis in etwa dem asymmetrischen Zweikampf von David und Goliath vergleichbar war und ist.

Die Gebirgsjäger im Januar 2018 ließen wir aufgrund ihres Mini-Serien-Charakters unkommentiert davon kommen; bei den „Springern“ zückten wir erneut unsere Federn, kritisierten und persiflierten den noch dreisteren Versuch, junge Menschen für den Kriegsdienst zu begeistern. Eine lange Pause gewährte man uns nicht. So folgte im Herbst gleich der nächste Streich: „KSK“.

Und nun steht uns schon wieder eine neue Serie ins Haus — „Survival“. In der Nahrungsbeschaffung beweist die Bundeswehr einen langen Atem und krächzt mit ihren aufgerissenen Geierschnäbeln immer fordernder nach neuem Kanonenfutter. Was also tun? Wieder mit zehn Litern Kaffee und Notizblock vor YouTube sitzen und stundenlang dieses heroisierte Soldaten-Dschungelcamp zu Gemüte führen und analysieren?

In unseren vorherigen Artikeln, mit denen wir diese Schund-Serien flankierten, haben wir breit und ausführlich dargelegt, dass die Bundeswehr sich PR- und Medienprofis der Extraklasse rekrutiert, die die Indoktrination der Militär-Ästhetik bestens beherrschen. Hochglanz-Videoproduktionen, kurze Videos im Hochformat für Facebook- und Instagram-Storys, Memes, Werbekampagnen auf der Gamescom, um die Grenze zwischen Ego-Shooter und Real-Life verschwimmen zu lassen, Live-Update per Messenger-Services und sogar einen eigenen Soundtrack gibt es für jede einzelne Serie.

Statt wie bei Ostermärschen die immer gleichen Phrasen wiederzukäuen, will ich hier einen ganz anderen Aspekt betrachten, die neue „Survival“-Serie nur als Aufhänger nutzend — für philosophische Fragen: Welche Rolle kommt der Jugend angesichts omnipräsenter Militarisierung zu? Welche seelischen Dispositionen müssen vorliegen, damit ein junger Mensch sich dazu entschließt, seinen Körper der Bundeswehr zur Verfügung zu stellen? Wie verformt, verbiegt und bricht der Militärdienst junge Menschen?

Daneben drängt sich noch eine weitere Frage auf, die sich vermutlich kaum einer gestellt hat, die durchaus — bei allem Negativen — zu erheitern vermag. Diese aber will ich mir für den Schluss aufheben und mich zunächst durch den Morast der gestellten Fragen wühlen.

Weiterlesen, Kamerad!

„Abi-Stress? — Hier ist dein Ablenkungsmanöver!“ — so lautet die Überschrift eines der „Survival“-Plakate. Dieser Slogan offenbart so viel, dass man kaum weiß, wo man beginnen soll.

Los geht es zunächst damit, dass die Bundeswehr die Schülerinnen und Schüler lockt, indem sie ihnen einen Ausweg aus dem tristen und zumeist stressigen Schulalltag bietet. Von der Schulbank in das Abenteuer, das echte Leben, so lautet die Verheißung. Was für eine perfide Verschleierungstaktik, die kaum in Worte zu fassen ist: Schüler, die jahrelang in hässlichen Betonbauten auf Gehorsam gedrillt wurden — wenn nötig mit Ritalin — werden nun in eine neue Form der Unterdrückung gelockt — mit dem Unterschied, dass nicht das Abitur die „Schikane“ ist, sondern ein sich die Kehle aus dem Hals brüllender Oberbefehlshaber.

Deutliche Parallelen zwischen der Glorifizierung von Abitur und Bundeswehrdienst sind unverkennbar. Das Abitur, die Hochschulreife, wird — wie der Name vermuten lässt — mit einer gewissen Reife gleichgesetzt und sei zudem etwas, das es zu feiern gelte. Es sei doch so toll, dass man sich da durchgequält und Dinge auswendig gepaukt habe, die man nie wieder benötigt. Man habe diesen Abi-Stress überlebt — Stichwort „Survival“– und nicht sonderlich anders ist es doch bei der Bundeswehr. Zu oft hörte ich schon von unterschiedlichen Leuten meines Alters Sätze wie:

„Der ist so faul und undiszipliniert, dem hätte es nicht geschadet, wenn er ein Jahr zum Bund gegangen wäre.“ „Beim Bund wäre ihm wenigstens Ordnung und Disziplin beigebracht worden.“ „Was du beim Bund lernst, hilft dir später im Berufsleben.“

Derartige Argumentation machen mich jedes Mal sprachlos und baff, ob der Bereitschaft und Willfährigkeit, sich einem cholerischen Schreihals in Camouflage-Klamotten unterzuordnen und das dann auch noch als etwas Positives für die eigene Entwicklung zu betrachten. Sich vorschreiben zu lassen, wie man sein Bett macht, wie die Klamotten angeordnet sein müssen, wie man zu gehen habe und so weiter.

Glatte, faltenfreie Bettlaken; auf Falte gebügelte Klamotten; makellos geputzte Stiefel — die Kasernenstube als perfekter Spiegel des Inneren eines jeden Soldaten, seiner Seele. In der wird auch alles akkurat gefaltet, jede Regung des verbliebenen kümmerlichen Restes des eigenen Selbst, der Persönlichkeit, wird glattgebügelt, wenn sie den Befehlen zuwiderläuft. Marschschritte werden genauestens orchestriert, Individuen zu einer Einheit verschmolzen, innerhalb der jede Abweichung strengstens bestraft wird — wieder eine Parallele zu einigen Schulen.

Jugendliche werden oft bereits in der Schule ihrer Kindheit, ihrer Kreativität, ihrer Talente beraubt — die Bundeswehr versetzt den Heranwachsenden den Gnadenstoß zur Transformation eines empathischen und begabten Menschen zu einem kahlrasierten Befehlsempfänger.

Sehen wir uns doch einmal zwei der für „Survival“ typischen Charaktere — die diesmal nicht in Einzelvideos mit eigener „Homestory“ vorgestellt werden — genauer an. Jeder der sieben Akteure ist Leutnant in der Offizierslaufbahn an der HSU, der Helmut-Schmidt-Universität, sprich der Universität der Bundeswehr Hamburg.

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Quelle: Screenshot YouTube / Bundeswehr Exclusive — Der Eingangstest | SURVIVAL | Folge 1 — Chrissi

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Quelle: Screenshot YouTube / Bundeswehr Exclusive — Der Eingangstest | SURVIVAL | Folge 1 — Jan

Chrissi (23) und Jan (24) sind beide Studenten der Bildungs- und Erziehungswissenschaften an der HSU Hamburg.

Was für ein Soldaten-Bild wird hier vermittelt? Dem Anschein nach — alle Protagonisten wurden ja wohl als Vorbild inszeniert — liefern die beiden wohl das Bild junger Menschen ab, wie es der durch Europa wehende Geist der Militarisierung verlangt: Harte, unerschrockene Mädchen und Knaben, die vor nichts zurückschrecken, die gerne an ihre Grenzen gehen und ohne mit der Wimper zu zucken bereit sind, den als „Feind“ deklarierten Gegner augenblicklich zu Fall zu bringen. Nicht umsonst setzt eine Offizierslaufbahn die Bereitschaft voraus, an Auslandseinsätzen der Bundeswehr teilzunehmen.

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Quelle: Facebook / Bundeswehr Exclusive

Betrachten wir die Protagonisten noch einmal genauer. Wirken die beiden glücklich? Auf mich wirkt Chrissis Lächeln gezwungen, gequält, versteinert. Apropos „versteinert“: Würde ein Theaterregisseur von seinem Schauspieler verlangen, eine brutale und versteinerte Miene aufzusetzen, wäre er doch von Jan schier begeistert, oder? Was sagt uns die Mimik? Auch wenn die Bilder schweigen, kann man „nicht nicht kommunizieren“ (Watzlawick). Während sich Chrissis Ausdruck dem Betrachter nicht so recht offenbaren mag, ist er bei Jan umso eindeutiger:

„Ich knall dich ab!“

Natürlich ist es absurd, anhand eines Bildes auf den gesamten Charakter eines Menschen zu schließen. Schließlich sind Bilder nur Momentaufnahmen einer Millisekunde aus dem Leben eines Menschen. Doch die Bewegtbilder der Serie bestätigen diesen ersten Eindruck immer wieder: Attribute wie „Abgebrühtheit“ und „Grobheit“ werden in „Survival“ glorifiziert und von den Protagonisten personifiziert.

Als Junge in die Kaserne gehen, als Mann wieder rauskommen

Nicht allzu lange ist es her, dass für einen BRD-Jugendlichen kein Weg an der Bundeswehr vorbeiführte. Erst vor acht Jahren wurde die Wehrpflicht abgeschafft, erst seit 2011 heißt es: „Ihr kriegt uns nicht mehr“. Bis dahin war es mit großem bürokratischen Aufwand verbunden, sich dieser „Bürgerpflicht“ zu entziehen. In Zeiten des Kalten Krieges musste man sich gar einer unverfrorenen Befragung unterziehen, was denn die persönliche Veranlassung sei, nicht dem eigenen Land dienen zu wollen? Was man denn tun würde, wenn man mit seiner Freundin im Wald spazieren gehe und plötzlich ein bewaffneter Russe aus dem Gebüsch springen würde?

Dass junge Menschen bis vor wenigen Jahren noch in den Wehrdienst gezwungen und dort ihrer Jugend beraubt wurden, ist ein nahezu unausgesprochener Schrecken und eine Traumatisierung, die hierzulande noch kaum Beachtung fand.

Wie oft berichten Mütter, dass sie ihre Kinder nach dem Militärdienst nicht wiedererkennen? Dass diese danach gealtert schienen? Nicht mehr die gleichen waren? Wortkarg, leblos und oftmals unglücklich.

Selbst wenn man sich aus den Fängen der Wehrpflicht befreien konnte, so war die Musterung für alle 17-jährigen „Knaben“ in der BRD verpflichtend — eine Verweigerung galt als Ordnungswidrigkeit und wurde mit einem Bußgeld geahndet. Allein das war für einen (jungen) Menschen hochgradig traumatisierend: wie ein PKW in die Werkstatt zum TÜV einbestellt und schamverletzend auf die Tauglichkeit für den Militärdienst getestet zu werden.

Das abrupte Absägen der Jugend — nichts anderes war und ist der Wehrdienst — kommt einer zweiten Nabelschnurtrennung gleich.

Da ist man mitten in der Blüte der Jugend, der Nachgeschmack des ersten Kusses haftet vielleicht noch auf den Lippen, die Knie sind von dummen Jugendstreichen aufgeschürft — und plötzlich wird man in die Kaserne eingezogen. Haar ab! Uniform an! Salutieren!

Die Kommentare bornierter Konservativer und „Wie-ein-Mann-Proleten“ zu meiner Haltung hallen jetzt schon durch meine Schädeldecke:

„Ja, mein Gott! Das ist halt so! Irgendwann muss halt der Ernst des Lebens beginnen, ne?! Irgendwie musst du ja auch lernen, ein Mann zu sein! Zähne zusammenbeißen und durch! Da mussten wir alle durch! Da lernst du mal was für später. Und wenn du dann als Mann zurückkommst, stehen auch die Weiber auf dich und nicht auf die Schwuchtel, die ihren Zivildienst im Seniorenheim gemacht hat.“

Sinnsuche beim BUND

Konnte man Jugendliche früher zu diesem unsäglichen Dienst einfach zwingen, muss heute um sie gebuhlt werden. „Mach, was wirklich zählt!“ heißt es jetzt. Das zündet! Was zählt denn heute noch? Wir haben heute keine „großen Krisen“ (Tyler Durden) mehr. Steile Karrieren — so man sie überhaupt einschlagen möchte — bringen oft keine persönliche Befriedigung. Und abseits vom Berufs- und Schulleben bleibt freie Zeit, die sich der junge Mensch vertreibt, mit sinnlosen Hobbys, mit teuren — und deswegen nicht immer erschwinglichen — Eventhopping oder drogenreichen Partynächten. Ein Sinnvakuum entsteht. Es muss gefüllt werden. Das Leben lechzt gierig nach einem höheren Sinn, einer Mission, einer Bestimmung. Und genau hier kommt die Bundeswehr mit scheinbar wichtigen Vorschlägen.

„Die Rekruten“ taumeln von einem falschen Leben ins nächste. Dazu passt dann auch ganz gut der Titel der neuesten Serie, „Survival“, also zu Deutsch „Überleben“. Zur Unterscheidung zwischen „Leben“ und „Überleben“ hat der Traumaforscher Franz Ruppert in der neuesten Ausgabe von KenFM Positionen an dieser Stelle wunderbare Worte gefunden.

Der Titel „Survival“ ist sinnbildlich für den Dienst bei der Bundeswehr, aber auch für das falsche, normopathische Leben unserer Gesellschaft (Hans-Joachim Maaz). Es geht nicht mehr um ein echtes, authentisches Leben, in welchem man sich selber fühlt, in dem man mit sich selbst im Kontakt ist, sondern um einen einzigen, egoistischen Überlebenskampf. So dreht sich die „Survival“-Serie, wie sie selbst behauptet, auch um einen „Einzelkämpferlehrgang“. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen.

Bundeswehr raus aus Schulen! Hier sind sowieso schon keine Schüler mehr!

Kehren wir noch einmal zu Chrissi und Jan zurück. Bezeichnend ist, dass beide Bildungs- und Erziehungswissenschaften studieren. Mit was für einer heranwachsenden Generation müssen wir rechnen, wenn solche Menschen unsere Kinder „erziehen“? Aber schwarze Pädagogik, die darauf ausgerichtet ist, den Willen des Kindes zu brechen, mit harten, grausamen Erziehungsmethoden, ist langsam wieder en vogue, wie die von vielen Medien hochgelobte Dokumentation „Elternschule“ besorgniserregend gezeigt hat. So greifen hier die Zahnrädchen Schule und Bundeswehr perfekt ineinander. Könnte man meinen. Doch wie sieht es denn aktuell in der Schule und insbesondere bei den Jugendlichen aus?

Geht es bei der Serie „Survival“ nur um ein Überlebenstraining, oder übt man vielleicht nicht sogar klammheimlich die Aufstandsbekämpfung im Hambacher Forst?

In „Survival“ wird die Natur grundsätzlich als etwas Bedrohliches dargestellt, nicht als Welt, von der wir ein Teil sind, sondern als ein uns umgebendes, bedrohliches Etwas — die Umwelt. Und genau hier liegt die letzte Frage, die wie versprochen für Heiterkeit sorgen kann und für die der Hambacher Forst ein wunderbarer Aufhänger ist.

An Schulen ist es gemeinhin üblich, dass die letzten Stunden vorm Wochenende etwas entspannter angegangen werden. Klischeehaft hierfür steht das „Filme gucken“, etwa im Geschichtsunterricht. Freitags sind des Öfteren Projekttage, beispielsweise zur Berufsvorbereitung. Gerne wird hier auch die Bundeswehr eingeladen.

Gegenwind ist nicht zu fürchten, denn selbst die SPD-Proteststimmen gegen Bundeswehr-Werbung an Schulen werden aus den eigenen Reihen niedergemacht, schließlich dürfe man doch Jungoffiziere nicht davon abhalten, beim großen Arbeitgeber Bundeswehr für Nachschub zu sorgen. Die SPD eben, die Zeit ihrer Existenz schon immer das willfährige Luder war, welches dem Militär gegenüber die Beine spreizte. Aber das ist ein anderes Thema.

Kommen wir nun zur abschließenden Frage — Sie ahnen es vielleicht schon: Wie viele Schüler sind freitags denn aktuell noch in der Schule? Ja, es ist wahrlich ein zum Brüllen komisches Kopfkino, sich das betretene, verständnislose Gesicht eines Jungoffiziers mit herunterhängender Kinnlade in einem schülerleeren Klassenzimmer vorzustellen, in dessen Türrahmen eine schulterzuckende Lehrkraft nur anmerkt, dass die Kinder heute für ihre Zukunft streiken.

Fridays for Future. Not Fridays for Fights!

War die Bundeswehr vergangenes Jahr noch auf Platz 3 des Trendence-Schülerbarometers der beliebtesten Arbeitgeber, dürfte es heute schwerer sein, die für Klimaschutz demonstrierenden Jugendlichen für die Armee zu begeistern.

Das Militär ist nämlich einer der größten Klimasünder überhaupt. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die Forderungen der jungen Aktivisten, zu denen auch eine Steuer auf Treibhausgasemissionen mit 180 Euro pro Tonne CO2 zählt. Sollte dies realisiert werden, könnte Panzerfahren so richtig teuer werden. Wie lautet eine Parole der Kids so schön?

„Es gibt kein Recht auf Kohlebaggerfahren!“

Das lässt sich leicht umdichten:

„Es gibt kein Recht auf Leopardpanzerfahren!“

Doch nicht „nur“ aufgrund des ökologischen Aspekts wird sich die Bundeswehr die Zähne an den Schulverweigerern ausbeißen. Abgesehen davon, dass die Bundeswehr höchstens ihrer Tarnfarben wegen, nicht aber durch den Umweltschutz „grün“ ist, wird sie bei den Kids keinen Anklang finden, da diese zunehmend für den Militärdienst untauglich werden. Während die körperlichen Voraussetzungen in den meisten Fällen gegeben sein dürften, fehlt jedoch eine ganz andere entscheidende Komponente: der Gehorsam!

Mit Fridays for Future wächst eine Generation von Befehlsverweigerern heran, die — wenn auch nicht alle — ihren eigenen Kopf haben.

Ein eigenwilliger Kopf lässt sich weder mal eben kahl rasieren, noch wartet er darauf, Befehle entgegenzunehmen, weil er bereits in der Schule gelernt hat, dass das Ignorieren von Vorschriften und Anweisungen Wirkung haben kann. Und jeder dieser Köpfe ist aufgrund seiner Dickköpfigkeit und seines Wissens — um die Werte und die notwendigen Handlungen für eine lebenswerte Zukunft — schon zu groß, als dass ihm noch ein Stahlhelm übergestülpt werden kann.

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