Zum Inhalt:
Verstörte Seelen

Verstörte Seelen

Die Ergebnisse der neuen Lancet-Studie über durch den Lockdown verursachte Folgeschäden für die Psyche dürfen nicht verschwiegen werden!

Ergänzung der Studie in The Lancet durch Veröffentlichung in Save the Children

Dringend möchte ich jedem Leser die gesamte Lancet-Studie zur Lektüre empfehlen. Sie erschien im Original unter dem Titel: „Global prevalence und burden of depressive and anxiety disorder in 204 countries and territories in 2020 due to the COVID-19 pandemic“ (3). RT DE machte unter dem Titel „Studie bestätigt: COVID-Maßnahmen führten zu massiver Zunahme von Depressionen und Angststörungen“ am 10. Oktober 2021 auf die Studie aufmerksam. Eingeführt wird der Artikel mit folgenden Worten:

„Seit eineinhalb Jahren hat die Coronakrise Menschen fest im Griff. Den psychischen Kollateralschäden wurde bislang offiziell wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Nun erschien eine Studie, die sich dieses Themas annahm und brisante Zahlen liefert“ (3).

Eine qualifizierte Ergänzung zu der Studie veröffentlichte RT DE am 11. Oktober mit dem Hinweis auf einen Artikel der Hilfsorganisation Save the Children, der sich auf Daten des „Oxford COVID-19 Government Response Trackers“ bezieht. Titel: „Lockdown-Folgen: Zahl der psychischen Erkrankungen bei Kindern stark gestiegen“. Im Vorspann des RT DE-Artikels heißt es:

„Einer Studie zufolge haben die in der Coronakrise staatlich verordneten Einschränkungen zu einem deutlichen Zuwachs an psychischen Erkrankungen bei Kindern geführt — insbesondere bei Fällen von Depressionen, Angstzuständen, Einsamkeit und auch Selbstgefährdung“ (4).

Der Hilfsorganisation zufolge berichteten mehr als 83 Prozent der Kinder über einen Anstieg von negativen Gefühlen. Werde hier nicht reagiert, heißt es anschließend, könne es zu Langzeitschäden kommen — auch wenn die Beschränkungen aufgehoben würden.

Welche Schlüsse wollen wir aus diesen Studienergebnissen ziehen?

Die Autoren der Lancet-Studie forderten die Regierenden und politischen Entscheidungsträger laut RT DE-Artikel dazu auf, „dringend Maßnahmen zu ergreifen, um die psychosozialen Gesundheitssysteme weltweit zu stärken und der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden“ (5). Die Hilfsorganisation Save the Children forderte die Regierungen auf, „der psychischen Gesundheit und dem geregelten Lernen von Kindern während und nach der COVID-Krise Priorität einzuräumen“ (6).

Doch sind diese Maßnahmen wirklich ausreichend? Ginge es nicht vielmehr darum, sowohl die am meisten betroffenen Frauen als auch alle anderen Menschen und insbesondere die junge Generation auf diesem Erdball vor Tod und Verzweiflung zu bewahren?


Quellen und Anmerkungen:

(1) https://dol.org/10.1018/50140-6736)21)021-43-7; https://de.rt.com/international/125511-erste-studie-ihrer-art-covid-massnahmen-depression/
(2) Am angegebenen Ort
(3) https://de.rt.com/international/125511-erste-studie-ihrer-art-covid-massnahmen-depression/
(4) https://de.rt.com/international/125460-lockdown-folgen-zahl-psychischen-erkrankungen/
(5) https://de.rt.com/international/125511-erste-studie-ihrer-art-covid-massnahmen-depression/
(6) https://de.rt.com/international/125460-lockdown-folgen-zahl-psychischen-erkrankungen/

Spenden per SMS
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann senden Sie einfach eine SMS mit dem Stichwort Rubikon10 an die 81190 und mit Ihrer nächsten Handyrechnung werden Ihnen 10 Euro in Rechnung gestellt, die abzüglich einer Gebühr von 17 Cent unmittelbar unserer Arbeit zugutekommen.
Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Weiterlesen

Das Wagnis des Wissens
Thematisch verwandter Artikel

Das Wagnis des Wissens

Um den psychologisch geschickten Manipulationsmethoden etwas entgegenzusetzen, müssen wir über den Tag hinausdenken.

Wer‘s glaubt
Aktueller Artikel

Wer‘s glaubt

Eine österreichische Bank fordert ihre Kunden auf, an ein „Morgen“ zu glauben, während das Finanzsystem selbst auf seinen Lebensabend zusteuert.