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Totaler Propagandakrieg

Totaler Propagandakrieg

Zwischen Joseph Goebbels‘ „Sportpalastrede“ und den Durchhalteparolen heutiger Corona-Hardliner bestehen beträchtliche rhetorische Parallelen.

Wir veröffentlichen hier Auszüge aus der Propaganda-Rede von Joseph Goebbels, die er am 18. Februar 1943 im Berliner Sportpalast gehalten hat. Der bekannteste Satz darin ist die Frage: „Wollt Ihr den totalen Krieg?“. Uns interessieren hier aber andere Aussagen, die faschistische Sprache, die erkennbaren Motive und die manipulative Verstellung der Wirklichkeit. Stellen wir damit die Reden unserer „Lockdown“-Verordner in den Bundes- und Landesregierungen mit der Rede des Faschisten Goebbels gleich? Nein. Vergleichen heißt nicht gleichsetzen. Vergleichen heißt: vergleichen ― Ähnlichkeiten und Unterschiede ausmachen. Und der Vergleich ist berechtigt.

Auch die Ausdrucksweise unserer Krisenverantwortlichen trägt die Merkmale einer totalitären Sprache. Maßnahmen sind „alternativlos“, Maßnahmengegner sind „Feinde“, „Leugner“, „Terroristen“, „Volksfeinde“ und Schlimmeres mehr. Die Sprache in der Corona-Krise ist durchsetzt von faschistoiden Elementen der Diffamierung, Verfolgung, Ausgrenzung. Und auch das „Nationale“, die „Verantwortung“, das „Volk“ und seine „Volksgesundheit“ finden sich immer wieder. Auch die Kriegsrhetorik ist Teil der Corona-Inszenierung: „Krieg“ und „Kampf“ gegen das Virus, „Bekämpfung“ der Widersacher, „Isolation“ und „Absonderung“, „Bestrafung“ Andersdenkender.

Die letzten Äußerungen von Markus Söder erreichten hier einen neuen Höchstwert auf der nach oben offenbar offenen Richterskala der Entgleisungen. Seine Aussage: „Corona ist wie die Pestilenz. Sie kriecht in jede Ritze.“ ist in jeder Hinsicht sachlich falsch. Corona ist eine seltene Erkrankung, die kaum Auswirkung auf die Volksgesundheit entfalten kann. An gleicher Stelle zitiert ihn Die Welt:

„Es ist verheerend. Endlose Fake News und Lügen führen dazu, dass Leute sich in Scheinwelten und Parallelwelten begeben. Es ist wie eine sektenähnliche Entwicklung. Die Leute werden wie einer Gehirnwäsche unterzogen.“

Daher müsse gelten: „Wir lassen uns unsere Demokratie nicht kaputtmachen.“

Damit wendet Söder in seiner Rede auf dem Neujahrsempfang der CDU klassische Manipulationstechniken an. Er verkehrt die Wirklichkeit ins Gegenteil: Die Demokratie wird derzeit nicht von den Menschen gefährdet, die die volle Geltung der Grundrechte fordern, sondern von der Exekutive ― also von Merkel, Söder und Co.

Die Bürgerrechtsbewegung ist keine Schar von Idioten, welche die Existenz von Coronaviren verneint oder abstruse Verschwörungstheorien verbreitet. Es sind in weit überwiegender Zahl Bürger aus allen Bereichen der Gesellschaft, die sich um unsere Demokratie sorgen. Denn die repräsentative Demokratie ist eine mittelbare Volksherrschaft über die Parlamente ― und nicht ein totalitäres Herrschen der Exekutive und Bürokratie mittels Verordnungen. Der Kern unserer demokratischen Grundordnung sind die Grundrechte, die überwiegend außer Kraft gesetzt wurden.

Die Fake News werden in erster Linie von den regierungsamtlichen Stellen und der regierungsnahen Presse verbreitet. Auch nach 11 Monaten „Pandemie“ haben wir keine belastbare Zahlenbasis. Wir zählen alles, was irgendwann irgendwie positiv getestet wurde als „infiziert“, nutzen ungeeignete Tests, setzen ungeprüfte Impfstoffe ein und ignorieren die tatsächlichen Sterbefallzahlen und Erkrankungsfälle. Wir reduzieren die Intensivbetten, schließen Krankenhäuser und betrachten Länder wie Schweden mit Verachtung, die ohne totalitäre Maßnahmen gut durch die saisonalen Erkältungswellen kommen. Aber missliebige Wahrheiten gefährden das politische Geschäft der Pandemiker. Deshalb gibt es Zensur.

Die Zensur erfolgt durch das Ausgrenzen der meisten echten Epidemiologen und Virologen und durch die offene Zensur in allen Medien. Kritische Wissenschaftler werden diffamiert, kritische Autoren werden entfernt, kritische Videos und Kanäle werden gelöscht. Die Zensur-Community der IT-Multis macht dabei auch nicht vor wissenschaftlichen Kanälen und Beiträgen Halt. Wikipedia-Einträge werden umgeschrieben und die mit Zwangsgebühren finanzierten öffentlich-rechtlichen Staatsmedien haben zum Teil völlig unverhohlen einen Bann über jede andere Sichtweise zur Coronakrise gesprochen und durchgezogen.

Die Spaltung ist Teil der Propaganda, das „Feindbild“ ist eine strategische Notwendigkeit, um die „Rechtschaffenen“ zu definieren. Die Bestrafung der wenigen ist die Erziehung der Masse.

Echte Demokraten würden sich anders verhalten: Sie würden bürgernah und transparent kommunizieren, sie würden alle erfahrenen Experten in die Analyse und den Diskurs einbeziehen und sie würden die Kollateralschäden im Blick haben, die sie mit ihren Maßnahmen anrichten können.

Doch all das geschieht nicht und geschah nie. Und wer die Corona-Propagandamedien analysiert, erkennt, dass die willfährigen Journalisten mit den gleichen Begrifflichkeiten arbeiten, die Spaltung befördern und dazu noch falsche Tatsachenbehauptungen, falsche Zahlen und falsche Prognosen verbreiten. Sie können nicht unterscheiden zwischen positiv, falsch-positiv, infiziert, krank, an oder mit Infekt Verstorbenen und addieren fleißig alle Zahlen zu einem kumulativen Haufen Datenmüll.

Von taz bis FAZ, von Spiegel bis Zeit: Ernsthafte Analysen sucht man vergeblich. Die Medien verzichten hartnäckig auf ein Überprüfen der Maßnahmen, der Zahlen und der wissenschaftlichen Fakten. Sie sind somit Teil der Propagandamaschine.

Der Sound unserer Potentaten erinnert an dunkelste Zeiten. Es fehlt nicht mehr viel, bis die Hassreden unserer „Demokraten“ von denen der NS-Faschisten nicht mehr zu unterscheiden sind. Nur dass wir derzeit als „Krieg“ den „Kampf“ gegen einen Erreger einer Atemwegserkrankung definiert haben, der als Begründung für die Vernichtung und Spaltung der Gesellschaft herhalten muss — und zugleich die Legitimation für eine massive Ermächtigungsstrategie der politischen Kaste schafft. Der Krieg ist ein anderer, die Worte ähneln sich.

Zitat (Hervorhebungen durch die Redaktion):

„Die Front hat angesichts der übermenschlichen Opfer, die sie täglich zu bringen hat, ein elementares Anrecht darauf, daß auch nicht ein einziger in der Heimat das Recht für sich in Anspruch nimmt, am Kriege und seinen Pflichten vorbeizuleben. Aber nicht nur die Front fordert das, sondern auch der weitaus überwiegende anständige Teil der Heimat. Die Fleißigen besitzen einen Anspruch darauf, daß, wenn sie zehn und zwölf und manchmal vierzehn Stunden täglich arbeiten, sich direkt neben ihnen nicht die Faulenzer räkeln und gar noch die anderen für dumm und nicht raffiniert genug halten. Die Heimat muß in ihrer Gesamtheit sauber und intakt bleiben. Nichts darf ihr kriegsgemäßes Bild trüben.

Es sind deshalb eine Reihe von Maßnahmen getroffen worden, die dieser neuen Optik des Krieges Rechnung tragen. Wir haben beispielsweise die Schließung der Bars und Nachtlokale angeordnet. Ich kann mir nicht vorstellen, daß es heute noch Menschen gibt, die ihre Kriegspflichten voll erfüllen und gleichzeitig bis tief in die Nacht in Amüsierlokalen herumsitzen. Ich muß daraus nur folgern, daß sie es mit ihren Kriegspflichten nicht allzu genau nehmen. Wir haben diese Amüsierlokale geschlossen, weil sie anfingen, uns lästig zu fallen, und das Bild des Krieges trübten. Wir verfolgen damit durchaus keine muckerischen Ziele. Nach dem Kriege wollen wir gern wieder nach dem Grundsatz verfahren: Leben und leben lassen. Während des Krieges aber gilt der Grundsatz: Kämpfen und kämpfen lassen!

Auch Luxusrestaurants, deren Aufwand in keinem Verhältnis zum erzielten Effekt steht, sind der Schließung verfallen. Es mag sein, daß der eine oder der andere auch während des Krieges noch in der Pflege des Magens eine Hauptaufgabe sieht. Auf ihn können wir dabei keine Rücksicht nehmen. Wenn an der Front unsere kämpfenden Truppen vom Grenadier bis zum Generalfeldmarschall aus der Feldküche essen, so glaube ich, ist es nicht zu viel verlangt, wenn wir in der Heimat jeden zwingen, wenigstens auf die elementarsten Gebote des Gemeinschaftsdenkens Rücksicht zu nehmen. Feinschmecker wollen wir wieder nach dem Kriege werden. Heute haben wir Wichtigeres zu tun, als den Magen zu pflegen.

Auch ungezählte Luxus- und Repräsentationsgeschäfte sind mittlerweile zur Auflösung gekommen. Sie waren für das kaufende Publikum vielfach ein ständiger Stein des Anstoßes. Zu kaufen gab es dort praktisch kaum noch etwas, höchstens einmal, wenn man hier und da statt mit Geld, mit Butter oder mit Eiern bezahlte. Was haben Geschäfte für einen Zweck, die keine Waren mehr verkaufen und nur elektrisches Licht, Heizung und menschliche Arbeitskraft verbrauchen, die uns anderswo, vor allem in der Rüstungsproduktion, an allen Ecken und Enden fehlen. (...)

Wir werden die Menschen, die dort untätig in den leeren Geschäften herumstanden, einer nutzbringenderen Tätigkeit in der öffentlichen Kriegswirtschaft zuführen. Dieser Prozeß ist eben im Gange und wird bis zum 15. März abgeschlossen sein. Er stellt natürlich eine riesige Umorganisation unseres ganzen wirtschaftlichen Lebens dar. Wir gehen dabei nicht planlos vor. Wir wollen auch niemanden zu Unrecht anklagen oder Tadel und Vorwurf nach allen Seiten verteilen. Wir tun lediglich das, was notwendig ist. Das aber tun wir schnell und gründlich.

Wir wollen lieber ein paar Jahre geflickte Kleider tragen, als einen Zustand heraufbeschwören, in dem unser Volk ein paar Jahrhunderte in Lumpen herumlaufen müßte. Was sollen heute noch Modesalons, die Licht, Heizung und menschliche Arbeitskraft verbrauchen. Sie werden nach dem Kriege, wenn wir wieder Zeit und Lust dazu haben, neu erstehen. Was sollen Frisiersalons, in denen ein Schönheitskult gepflegt wird, der ungeheuer viel Zeit und Arbeitskraft beansprucht, der für den Frieden zwar sehr schön und angenehm, für den Krieg aber überflüssig ist. Unsere Frauen und Mädchen werden einmal unseren siegreich heimkehrenden Soldaten auch ohne friedensmäßige Aufmachung gefallen. (...)

Überhaupt muß jeder es sich zu einem selbstverständlichen Gebot der Kriegsmoral machen, auf die berechtigten Forderungen des arbeitenden und kämpfenden Volkes die größte Rücksicht zu nehmen. Wir sind keine Spielverderber, aber wir lassen uns auch nicht das Spiel verderben.

Auch an Kleinigkeiten entzündet sich manchmal der öffentliche Unmut. Es ist beispielsweise aufreizend, wenn junge Männer und Frauen morgens um 9 Uhr in Berlin durch den Tiergarten reiten und dabei vielleicht einer Arbeiterfrau begegnen, die eine zehnstündige Nachtschicht hinter sich hat und zu Hause drei oder vier oder fünf Kinder betreuen muß. Das Bild einer wie im vollen Frieden vorbeigaloppierenden Kavalkade kann in der Seele dieser braven Arbeiterfrau nur Bitterkeit erregen. Ich habe deshalb das Reiten auf öffentlichen Straßen und Plätzen der Reichshauptstadt für die Dauer des Krieges verboten.

Wenn beispielsweise gewisse Männer und Frauen sich wochenlang in den Kurorten herumräkeln, sich dort Gerüchte zutratschen und schwer Kriegsversehrten und Arbeitern und Arbeiterinnen, die nach einjährigem, hartem Einsatz Anspruch auf Urlaub haben, den Platz wegnehmen, so ist das unerträglich und deshalb abgestellt worden. Der Krieg ist nicht die richtige Zeit für einen gewissen Amüsierpöbel. Unsere Freude ist bis zu seinem Ende die Arbeit und der Kampf, darin finden wir unsere tiefe innere Genugtuung. Wer das nicht aus eigenem Pflichtgefühl versteht, der muß zu diesem Pflichtgefühl erzogen, wenn nötig auch gezwungen werden. Hier hilft nur hartes Durchgreifen.

Es macht zum Beispiel auf das Volk keinen guten Eindruck, wenn wir mit einer Riesenpropaganda die Parole ausgeben: ‚Räder müssen rollen für den Sieg!‘, das ganze Volk daraus die Folgerung zieht und keine unnützen Reisen antritt, dagegen arbeitslose Vergnügungsreisende dadurch nur mehr Platz in der Eisenbahn bekommen. Die Eisenbahn dient heute kriegswichtigen Transporten und kriegsnotwendigen Geschäftsreisen“ (Zitat Ende).

Die vollständige Rede von Joseph Goebbels vom 18. Februar 1943 findet sich hier zum Nachlesen.

Hier die Rede von Joseph Goebbels zum nachhören.

Der Wikipedia-Eintrag zur Rede im Sportpalast. Daraus ein Zitat:

„Goebbels bezeichnete seine Rede im Anschluss unter Vertrauten als ‚Stunde der Idiotie. Wenn ich den Leuten gesagt hätte, springt aus dem dritten Stock des Columbushauses, sie hätten es auch getan.‘“

Wikipedia verweist auf einen Eintrag des Spiegel.


Redaktionelle Anmerkung: Dieser Text erschien zuerst unter dem Titel „Der Sound der Potentaten ist immer gleich“ auf Laufpass.

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