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Späte Aufklärung

Späte Aufklärung

Der ukrainische Noch-Präsident Poroschenko wurde wegen Verwicklung in das Maidan-Massaker vor Gericht zitiert.

Schon lange gibt es Aussagen und Indizien, dass der Noch-Präsident der Ukraine und von Merkel unterstützte Befürworter einer NATO-Mitgliedschaft des Landes in das Massaker auf dem Maidan im Jahr 2014 verwickelt war. Er hatte außerdem unmittelbar von dem gewaltsamen Umsturz profitiert (1). Nun wird bekannt, dass der Generalstaatsanwalt der Ukraine Poroschenko vorgeladen hat, um ihn über die Ereignisse auf dem Maidan aussagen zu lassen. Mehrere Maidanaktivisten beschuldigen ihn, maßgeblich in die Schüsse verwickelt zu sein, welche 100 Menschen, Demonstranten und Polizisten, im Jahr 2014 töteten.

Ivan Katchanovski, ein ukrainischer Wissenschaftler, der in Kanada lehrt, und sich seit Jahren wissenschaftlich mit den Schüssen auf dem Maidan auseinandersetzt (2), berichtet im Kurznachrichtendienst Twitter darüber (3). Er schreibt, dass es ganz konkrete Vorwürfe gäbe, nach denen Poroschenko sich für die Freilassung von festgenommenen Heckenschützen eingesetzt hatte. Weiter heißt es in dem Bericht, der Kopf der Spezialabteilung des Generalstaatsanwaltes der Ukraine hätte enthüllt, dass Poroschenko sich weigerte, ein Protokoll seiner ersten Aussage aus dem Jahr 2016 zu unterschreiben, obwohl er sieben Male dazu aufgefordert worden war.

Die Maidan-Aktivisten, die ihn belasten, sind keine Unbekannten. Dazu gehört der ehemalige Leiter des Rechten Sektors von Kiew, der öffentlich erklärte, dass der Leiter des Rechten Sektors und Poroschenko dafür gesorgt hätten, dass gefangen genommene Heckenschützen nach dem Maidan-Massaker frei gelassen wurden (4). Die Aussage beschreibt, dass die Einheit Zahrava, deren Anführer er war, den Befehl erhalten hatte, die evakuierten Heckenschützen vor den Demonstranten zu schützen (5).

Der Kopf der Organisation „Patrioten der Ukraine“ in Kiew erklärte auf Facebook, dass Heckenschützen durch Demonstranten festgesetzt worden wären — insbesondere einen Fall erwähnend, der einen von der Svoboda gebuchten Raum im Hotel Ukraine betrifft — und dass diese von Poroschenko evakuiert worden wären (6).

Ein weiterer Aktivist erklärte unabhängig davon, dass er gemeinsam mit anderen Demonstranten Poroschenko entgegengetreten wäre und versucht hätte, ihn aufzuhalten, als dieser die Heckenschützen evakuierte, die im Hotel Ukraine und an anderen Stellen gefangen genommen worden waren (7). In einem Video wird außerdem ein Zusammenstoß zwischen Demonstranten und den Maidan-Anführern dokumentiert, zu denen Jarosch, Parubij, Pashynsky und Poroschenko gehörten. Das war am 21. Februar 2014 circa zwei Uhr morgens, als diese ungefähr ein Dutzend Männer evakuierten. Katchanovski erklärt, dass alle vor der Verhaftung bewahrten Männer, darunter einige Soldaten und Offiziere, zivile Kleidung getragen hätten, und einige unterschiedliche Haarschnitte zu denen der üblichen militärisch kurzen Frisuren, die Soldaten und Offiziere tragen (8).

Katchanovski weist außerdem darauf hin, dass ein georgischer Ex-Soldat im israelischen Fernsehen ausgesagt hatte, dass Poroschenko ihm und anderen georgischen Heckenschützen für das Maidan-Massaker hätte Geld geben sollen (9). Ob diese Aussage jedoch mit den Schüssen auf dem Maidan wirklich in Zusammenhang steht, ist noch nicht bestätigt.

Bisher gibt es nur eine Veröffentlichung auf Englisch, nach der Poroschenko am 07. Mai um 10 Uhr vorgeladen wäre (10).

All diese Informationen sind seit einiger Zeit bekannt und zum Beispiel auch in meinem bereits erwähnten Buch aufgelistet. Sie wurden jedoch von der Bundesregierung und den deutschen Medien missachtet, offensichtlich, weil sie dem gepflegten Narrativ nicht entsprachen. Tatsache ist, dass die Schüsse auf dem Maidan die letzten Gewalttaten waren, die einen gewaltsamen Staatsstreich ermöglichten, bei dem auch Deutschland aktiv beteiligt war.

„Sakwa erwähnt auch nicht, dass die abschließenden Planungen für die Gewalt auf dem Maidan ausgerechnet in der deutschen Botschaft stattfanden. Es war am 20. Februar und schon dunkel, als der deutsche Botschafter Besucher bekam. Es waren der US-Botschafter Pyatt und andere NATO-Diplomaten sowie Andrij Parubij, der den bewaffneten Aufstand leitete. Er war derjenige, welcher für die tödlichen Schüsse vom 18. Februar verantwortlich war. Er erschien in einem gefleckten Kampfanzug mit einer Sturmhaube. Seine Rede war deutlich:

„Wenn die westlichen Regierungen keine entschiedenen Aktionen gegen Janukowytsch unternehmen, der ganze Prozess eine noch wesentlich bedrohlichere Dimension annehmen könne“. (Higgins 2015) Mehr über dieses Treffen im hinteren Teil des Textes. (…) Der Bürgerkrieg war vorprogrammiert. Am 18. Februar waren 28 Menschen getötet worden, darunter Polizisten der Bereitschaftspolizei Berkut. Das war Tag der Heckenschützen, die auf Polizisten UND Demonstranten schossen.

Und längst gehen, wie eingangs erklärt, wissenschaftliche Analysen und investigative Journalisten davon aus, dass für die Toten diejenigen verantwortlich sind, die dann die Macht im Staate über-nahmen. (…) Und trotzdem marschierte der deutsche Bundespräsident Arm in Arm mit einem Verbündeten der Hauptverdächtigen zum Gedenken der Toten am ersten Jahrestag der Morde auf die Straße (Titelbild)“ (11).

Gestern am 7. Mai erschien Poroschenko nicht um 10 Uhr zu der Vernehmung wegen der „Verbrechen gegen den Euromaidan“. Das letzte Protokoll einer Vernehmung hatte er ebenfalls noch nicht unterschrieben.


Quellen und Anmerkungen:

(1) Das war auch der Grund für die Wahl des Titelbildes meines Buches über die Ukraine-Krise und die Lügen der deutschen Regierungen; https://www.nibe-versand.de/Politik/Schattenkriege-des-Imperiums-Das-Ukraine-Narrativ::120.html
(2) https://www.academia.edu/8776021/The_Snipers_Massacre_on_the_Maidan_in_Ukraine Eine umfassende wissenschaftliche Arbeit, die nachweist, dass die tödlichen Schüsse aus den Reihen der Demonstranten heraus abgegeben wurden.
(3) https://twitter.com/I_Katchanovski/status/1125375353826840576
(4) https://t.co/jgAuujYU3J 1:04:13
(5) https://t.co/R7bfFD8VQE 8:45
(6) https://www.academia.edu/8776021/The_Snipers_Massacre_on_the_Maidan_in_Ukraine Seite 57
(7) https://www.youtube.com/watch?v=Hx5ytpefvp8
(8) https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=8YddO4rayik
(9) https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=ITUpAUyeoA8
(10) https://www.unian.info/politics/10540311-special-investigator-horbatiuk-poroshenko-summoned-for-interrogation-on-may-7.html
(11) https://www.nibe-versand.de/Politik/Schattenkriege-des-Imperiums-Das-Ukraine-Narrativ::120.html

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