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Propagandalügen in der Presse

Propagandalügen in der Presse

Für eine wirkungsvolle Propaganda braucht es Massenmedien, die Falschmeldungen, Manipulationen und Verdrehungen bereitwillig verbreiten.

Stellen die obigen Aussagen eine zu harte Kritik an der heutigen Medienlandschaft in Deutschland und anderen westlichen Ländern dar? Als Diskussionsgrundlage und Anschauungsmaterial für diese Thesen seien hier im Folgenden einige Beispiele für Propagandafälschungen der letzten Monate und Jahre aufgeführt, die nicht aufgeklärt wurden oder zumindest nicht so, dass die Mehrheit der Medienkonsumenten die Wahrheit oder verschiedene Standpunkte zu einem Thema kennt und sich selbst eine Meinung bilden kann. Die aufgeführten Geschichten sind allesamt aus dem außenpolitischen Kontext, der – für jeden in den täglichen Nachrichten ersichtlich – unter besonders rigorosem Propagandadauerfeuer steht.

Angeblicher Giftgasangriff der syrischen Regierung auf Khan Sheikhun

Die Geschichte der angeblichen Giftgasattacke durch syrische Flugzeuge – zwischendurch waren es plötzlich angeblich Hubschrauber – auf den auch Chan Scheichun geschriebenen Ort im Al-Qaida-Gebiet Syriens weist für den aufmerksamen Beobachter eine Reihe von Ungereimtheiten auf und ist unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten völlig unplausibel. Der deutsche Syrienexperte Professor Günter Meyer von der Universität Mainz äußerte sich dazu in dem Artikel „Giftgasmassaker war Inszenierung der USA“ unter anderem folgendermaßen:

„Die Trump-Show als Reaktion auf das angebliche Giftgasmassaker von Khan Sheikhun am 4. April 2017 ist ein weltweiter Propagandaerfolg der Weißhelme. […] Wie bei jedem Verbrechen sollte auch hier als erstes die Frage gestellt werden: „Wem nützt es?“ Sicherlich nicht Assad! Die Truppen des Regimes und seiner Verbündeten waren an allen Fronten mit konventionellen Waffen auf dem Vormarsch. Warum sollte Assad, dessen Zukunft dank Trump gesichert schien, in dieser Situation durch einen Giftgaseinsatz politischen Selbstmord begehen?“.

Zahlreiche Experten wie der bekannte Investigativjournalist Seymour M. Hersh oder der ehemalige UN-Waffeninspektor und MIT-Professor Theodore A. Postol wiesen darauf hin, dass es sich um eine Fälschung handelt. In den Medien gilt im Großen und Ganzen immer noch die Täterschaft Syriens. Und das auch, obwohl immer wieder bei anderen angeblichen Giftgasfällen nachgewiesen wurde, dass es sich um False-Flag-Aktionen gegen Syrien handelte. Was allerdings nie richtiggestellt wurde. Hershs Artikel zu Khan Sheikun erschien sogar bei welt.de, allerdings in der deutschen Version – es gibt auch eine englische – hinter einer Bezahlschranke. Besonders viel zur Aufklärung beitragen wird dieses rare Stückchen Wahrheit in der trüben Propagandasuppe der deutschen Medien allerdings kaum. Die Masse macht's und nur wenige Prozent der hiesigen Bevölkerung werden bis heute das Glück gehabt haben, über den Vorfall einigermaßen korrekt informiert worden zu sein.

Angeblich russische U-Boote vor Schweden nahe der Schären Stockholms

Der durchschnittliche Tagesschau-Zuschauer dürfte gleichfalls keine Ahnung davon haben, dass die angeblich russischen U-Boote direkt an der schwedischen Küste ein Bluff waren und 2016 sogar von der schwedischen Regierung eingestanden wurde, dass da keine Russen vor Stockholm aktiv waren, wenn er sich nicht in einigen kleinen unabhängigen Magazinen oder gar russischen Publikationen über die Sache informiert hat. Denn weder in dieser Sendung noch in anderen Massenmedien wurden die Zuschauer und Leser darüber aufgeklärt, dass es sich sogar hochoffiziell um „Fake News“ handelte. In einem Artikel vom Samstag, 11. Juni 2016, berichtete Sveriges Radio (Radio Schweden) , dass die schwedische Regierung beziehungsweise der schwedische Verteidigungsminister Peter Hultqvist mitgeteilt habe, dass das 2014 von Schweden an der Küste Schwedens vermutete russische U-Boot eben kein russisches, sondern ein schwedisches U-Boot war.

In einem weiteren Artikel (Interview) bei Sveriges Radio sagt der Verteidigungsminister sogar, dass diese Information schon seit 2015 vorliegt, aber geheim gehalten wurde. Konkret bezog sich der Verteidigungsminister dabei auf ein Signal, das ursprünglich von den Schweden beziehungsweise internationalen Medien, Politikern und Militärs einem ausländischen, mutmaßlich russischen U-Boot zugeordnet wurde und gleichzeitig als definitiver wie auch als “letzter vorhandener Beweis” für die Existenz des angeblich russischen U-Bootes vor Schwedens Küste galt. Damit gibt es kein “Beweisstück” oder Indiz mehr für ein fremdes, ausländisches, feindliches, unbekanntes und/oder russisches U-Boot vor Schwedens Küsten in den Jahren 2014 und 2015. Genau dies räumte der schwedische Verteidigungsminister ebenfalls ein. Ein berühmtes Foto eines angeblich russischen U-Bootes vor Stockholm, welches auch durch die deutsche Presse ging, stellte sich schon vor geraumer Zeit als falsch heraus. Es zeigte lediglich ein normales Boot, kein U-Boot. Das schwedische Militär teilte dies bereits im April 2015 der Weltöffentlichkeit mit. Diese Information fand in den deutschen Medien allerdings keine Beachtung.

Ebenfalls keine Beachtung fand die endgültige Rücknahme der ohnehin schwachen Story – in Schweden gibt es seit den achtziger Jahren U-Boot-Propaganda und -Paranoia gegen die Sowjetunion beziehungsweise Russland – durch die schwedische Regierung. Dabei hatten deutsche Medien nachweisbar bis zwei Tage vor dem 11. Juni 2016 harte Russisches-U-Boot-Propaganda betrieben und entsprechende Artikel veröffentlicht. Nach der Aufklärung herrschte dann Funkstille in der deutschen Presse. Dabei hätte gerade diese sehr viel Grund gehabt, über die neuen Entwicklungen zu berichten, denn schwedische Stellen behaupteten, es habe sich bei den angeblich gefundenen U-Boot-Signalen um die Signale eines deutschen U-Bootes gehandelt. Darüber gab es dann auch noch kleinere diplomatische Verstimmungen und in der Bundespressekonferenz lachte der Regierungssprecher einen schwedischen Journalisten bei einer entsprechenden Nachfrage aus und machte sich über diesen lustig. Ob die Schweden wiederum tatsächlich solche U-Boot-Daten hatten oder das angeblich deutsche U-Boot eine Ausrede für die nicht mehr haltbare Propaganda war, darüber darf spekuliert werden. Die Bundesregierung weiß offiziell nichts von einem deutschen (pseudorussischen) U-Boot vor Schweden.

Angebliche Invasion der russischen Armee mit hunderten Panzern in der Ukraine

Ein Großangriff im wahrsten Sinne des Wortes auf die Medienkonsumenten unseres Planeten erfolgte am 30. August 2014 im Ukraine-Konflikt. Westliche Medien, Politiker, „Aktivisten“ und Spindoktoren „berichteten“, die russische Armee sei mit hunderten von Panzern in den Osten der Ukraine eingefallen. Außer Propaganda hatten diese „Berichte“ allerdings keinerlei Grundlagen. Sie wurden einfach passend vor der nächsten NATO-Konferenz lanciert. Es gab nicht einmal ein einziges Bild einmarschierender Russen, obwohl heutzutage fast jeder einen Fotoapparat in Form eines Smartphones bei sich trägt und auch einige Journalisten in der Gegend waren. Ein Krieg zwischen den beiden größten Flächenstaaten Europas und nirgends riesige Truppenverbände und ein entsprechendes Schlachtfeld? Hunderte unsichtbare Panzer? Niemand hat diesen angeblichen Einmarsch gesehen und dennoch bestanden die Medien darauf, dass das die Wahrheit und nichts als die Wahrheit sei. Zur Illustration gab's Archivbilder, Symbolbilder oder auch mal Falschbilder von angeblich einfallenden russischen Panzerverbänden.

Die Wut auf die nachfragenden, kritischen Medienkonsumenten war unter den Qualitätsjournalisten allerdings groß und schaffte sich bald darauf etwas Erleichterung mit der Formel „Alle Medienkritiker sind Nazis“, da man später bei einer Pegida-Demonstration einen Mann mit einem „Lügenpresse“-Schild ermitteln konnte. Mit Logik hatte das zwar nichts zu tun, aber was interessiert das die Propaganda? Wenn ein Schweizer sagt „Der Himmel ist blau“ und wenn ich auch sage „Der Himmel ist blau“, dann werde ich doch dadurch nicht zum Schweizer. Auch heute wird an dieser klar erkennbaren Lüge festgehalten, obwohl sogar der deutsche Außenminister vor der UN-Vollversammlung zugeben musste, dass es keinen solchen Angriff einer riesigen Armee gab, oder der ukrainische Präsident bizarrerweise ein Jahr später mitteilte, er fürchte, dass Russland jetzt tatsächlich eine Invasion in der Ukraine durchführen könnte. Auch die OSZE konnte zwei Jahre später immer noch keine russischen Truppen in der Ukraine feststellen. Ebenso berichtete ein französischer General vor der Nationalversammlung davon, dass es keine solche Invasion oder Vorbereitungen dazu gegeben habe. Aber auch das dringt nicht so durch, dass es „offiziell“ wird. Wissenschaftliche Erkenntnisse spielen hier ebenso keine Rolle mehr und werden ignoriert. Die Massenmedien bleiben bis heute bei ihrer Falschmeldung. Und wer da mal ’ne Frage hat, ist ein Nazi. Sagen jedenfalls die Massenmedien.

Angebliche Twitter-Mitteilungen eines kleinen arabischen Mädchens in bestem Englisch

Ein weiterer grotesker Fall ist der Missbrauch des zum Zeitpunkt ihrer ersten öffentlichen Äußerungen siebenjährigen Mädchens Bana Alabed im Syrienkrieg. Diese stellt eine Art Handpuppe dar, mit der Propagandabotschaften transportiert wurden und noch werden. Dies geschieht via Twitter und das in bestem Englisch, wie es natürlich nicht von einem kleinen arabischsprachigen Mädchen kommen kann, welches noch dazu vier Jahre unter der jihadistischen Herrschaft der al-Qaida-Koalition von Aleppo gelebt hat (der ihre Eltern angehören), welche wiederum bereits 2012 alle Schulen schloss. Dass selbst die bei den Massenmedien zumindest zu Zeiten von Präsident Barack Obama äußerst beliebte US-Regierung immer wieder einräumen musste, dass Aleppo von Jihadisten unter al-Qaida gehalten wird, kam in den Massenmedien eigentlich nicht vor. Das US-Verteidigungsministerium ließ beispielsweise im April 2016 bei einer Pressekonferenz zu Syrien und Irak verlauten: „That said, it’s primarily al-Nusra who holds Aleppo”. Al-Nusra ist der syrische Arm von al-Qaida. Die Qaida hielt also nach Angaben des US-Militärs Aleppo beziehungsweise Ost-Aleppo. Mitsamt Bana Alabed, dem Mädchen, das als Twitter-Avatar die gemeinsame Propaganda des Westens und seiner jihadistischen Hilfstruppen gegen die syrische Assad-Regierung (und Russland) bebilderte.

Der Bana-Alabed-Account bei Twitter verkündet Slogans wie „Dear children, never loose hope. You are future of this world, we suffer now but we shall overcome. We are weak now but we shall be stronger“ und zitiert dabei den Protestsong „We Shall Overcome“ oder fordert den dritten Weltkrieg mit den Worten „Dear world, it’s better to start 3rd world war instead of Russia & assad commit #HolocaustAleppo“ oder benutzt beispielsweise in dem Tweet “My name is Bana, I’m 7 years old. I am talking to the world now live from East #Aleppo. This is my last moment to either live or die. – Bana“ eine mehrteilige Konjunktion und redet beziehungsweise schreibt wie ein professioneller englischsprachiger Moderator, der ein Großereignis ankündigt. Des Weiteren macht der Bana-Account haarsträubende Fehler und dichtete beispielsweise dem realen Mädchen Bana eine Schwester an, die sie nicht hat. Bana wurde auch zwischendurch für tot erklärt und feierte dann ihre „Wiederauferstehung“ und so weiter und so fort. Im Herbst bringt die mittlerweile Achtjährige sogar ein angeblich selbstgeschriebenes Buch auf den Markt, natürlich auf Englisch.

Trotz all dieser bizarren Unstimmigkeiten und der klaren wissenschaftlichen Tatsache, dass ein siebenjähriges nichtmuttersprachliches Mädchen, welches, wie Bana Alabed in diversen Videos beweist, eben keine außerordentlich genialen Fähigkeiten hat, niemals so auf Englisch twittern kann, wird diese politisch gewünschte alternative Realität mittlerweile sogar mit juristischer Gewalt als DIE WAHRHEIT durchgepresst. Aufklärung in den Medien? Fehlanzeige! Die komplette deutsche Massenmedienlandschaft wollte sich nicht einmal dazu hinreißen lassen, über einen juristischen Sieg des Magazins Stern vor dem berühmt-berüchtigten Hamburger Landgericht in dieser Sache zu berichten, wie Neues Deutschland genauso süffisant wie treffend in dem Artikel „Twitter-Mädchen aus Aleppo: Bauchredner aus Syrien“ anmerkte, so peinlich ist ihr dieser offenbar. Eine freiwillige gemeinsame Nachrichtensperre der deutschen Massenmedien. Man scheut jeglichen Hinweis: Die Medienkonsumenten könnten ja auf den Fall aufmerksam werden und ordentlichen Journalismus verlangen…


Der Autor dieses Artikels wurde vom Magazin stern in einen Rechtsstreit zu der Bana-Alabed-Geschichte gezwungen, bei dem der stern die Bana-Alabed-Fake-News als die Wahrheit verteidigen will und bei welchem dem Autor zur Zeit auf Betreiben des stern durch das OLG Hamburg bis zu sechs Monate Haft angedroht wird. Für die Prozesse wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Bitte unterstützen Sie diesen Fall. Die Kontodaten lauten: Jens Bernert, IBAN: DE36100100100441152121, BIC: PBNKDEFF

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