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Pax terra musica: You gotta fight for your right to party!

Pax terra musica: You gotta fight for your right to party!

Wie man mit Diffamierung umgeht und angstfrei Frieden feiert.

Wenn man das Etikett „Feiern mit Verschwörungstheoretikern“ oder „esoterischer Hetzer“ verliehen bekommt, hat man alles richtig gemacht.

Man wird von kriegsbefürwortenden Interessengruppen, die mit verdecktem Visier kämpfen, als so einflussreich wahrgenommen, dass sie sich bedroht fühlen und medial vermittelt zum Angriff übergehen. Das ist gut. Sogar sehr gut. Warum? Man greift nur den an, der den Ball hat!

Die Friedensbewegung hat den Ball, und zwar schon seit einer ganzen Weile.

Das Pax Terra Musica-Festival ist ein Beleg dafür, dass es eine Friedensbewegung gibt, die immer stärker wird und sich immer weiter vernetzt. Es ist ein Beleg dafür, dass eine große Anzahl an Menschen keinen Krieg wollen und sich für Frieden engagieren, indem sie beispielsweise das Festival finanziell per crowdfunding unterstützen, oder sich anderweitig einsetzen. Ein Blick auf die Homepage des Festivals genügt, um einen Eindruck davon zu bekommen, welche Größenordnung das Festival inzwischen eingenommen hat.

Der Mensch ist ein soziales Wesen und handelt gemäß „sozialer Erwünschtheit“, um Nachteile oder Ausgrenzung aus einer Gemeinschaft zu vermeiden. Deshalb orientiert er sich danach, wie es die anderen machen und passt sich gegebenenfalls an. Wenn also durch Diffamierungskampagnen und Indoktrinationstechniken vermittelt wird, dass es sozial unerwünscht und bedrohlich für die Gesamtgesellschaft sei, ein Friedensfestival zu feiern, verunsichert das die meisten Menschen im Kern und löst Ängste aus.

In Zeiten von Krieg wurden schon immer diejenigen diskreditiert und diffamiert, die sich für Frieden eingesetzt haben. Da mit Kriegen sehr viel Geld verdient werden kann, ist das nur logisch und lässt sich nicht vermeiden. Die Angst lässt sich dementsprechend nicht dadurch verhindern, dass man Diffamierung verhindert.

Das heißt nicht, dass ich die Augen verschließe vor den Anfeindungen gegenüber dem Festival und dessen Initiatoren oder vor der Diffamierung der Unterstützer des Festivals, beispielsweise Daniele Ganser oder Jens Wernicke. Aufklärung und Information über Techniken der Diffamierung ist sehr wichtig.

Gleichzeitig ist jedoch auch die Frage wichtig: Wie gehe ich mit der Angst, die Diffamierung auslöst so um, dass ich die reflexhaft eintretenden Folgen wie Flucht oder Erstarrung, verhindern kann?
Stephan Bartunek, der vor kurzem aufgrund einer Diffamierungskampagne das Wiener Symposium „Angst essen Zukunft auf“ hat absagen müssen und nun rechtlich gegen die Diffamierungen vorgeht, appelliert ganz richtig:

„Wichtig ist mir, dass ich mich nicht zu sehr emotional von diesen Methoden treffen lasse, und ich bitte auch ausdrücklich die vielen Menschen, die mit uns solidarisch sind, sich nicht von der negativen Art dieser denunzierenden Netzwerke anstecken zu lassen.“

Doch wie geht „sich nicht zu sehr emotional treffen lassen“ genau? Den Teppich innerlich hochnehmen und Verunsicherung und Angst darunter kehren kann nicht funktionieren. Das hätte einen ähnlichen Effekt wie bei einem Ball, den man unter Wasser drückt und der, sobald man ihn loslässt mit voller Wucht zurückschnellt.

Wie kann das im konkreten Fall, dem größten Friedensfestival in diesem Jahr, aussehen? Zunächst kann man sich selbst fragen: Wie mache ich das eigentlich, wenn ich feiern will und die, die man nicht eingeladen hat, machen im Vorfeld schlechte Stimmung? Sage ich die Party ab? Gebe ich der Angst nach, dass alle Gäste sich verunsichern lassen und am Ende niemand kommt? Oder versuche ich stattdessen meine eigene Party stark zu machen? Ich weiß ja, wen ich eingeladen habe. Vertraue ich also meinen Gästen, dass sie die Party zu der besten machen, die es seit langem gegeben hat? Oder ist es besser, Zeit und Energie aufzuwenden, um herauszufinden, was die anderen geplant haben?

Zwei Fragen bringen bei einer privaten Party wieder Ruhe Entspannung:

  1. Was will ich feiern und warum?
  2. Wer und was ist dazu bereits vorhanden?

Die erste Frage führt wieder zurück zum Ursprung, zu den „basics“, und das ist im Falle des Pax Terra Musica-Festivals Frieden.

Bei einem Festival, das sich gegen Krieg und alle Systeme, die Krieg unterstützen wendet geht es um etwas sehr Grundsätzliches: Leben und Tod!

Auch wenn wir nicht im Bombenhagel sitzen, ist es das Hauptanliegen, Krieg und damit sinnloses Sterben von Menschen zu verhindern. Das ist der kleinste gemeinsame Nenner mit größtmöglicher Bedeutung.

Das Leben ist also eine ziemlich wichtige Sache. Es lohnt sich demnach, das Leben zu feiern, und zwar nicht in einem oberflächlichen und hedonistischen Sinn, sondern in Relation zu Millionen von Kriegstoten weltweit. Frieden und damit ein harmonisches Leben gehört zu den existentiellen Dingen, die es zu schützen gilt.

Gemessen an der Wertigkeit jedes Lebens ist eine Orientierung an Kategorien wie rechts, links, oben oder unten eine völlige Nebensächlichkeit. Die Bedrohung kommt von Menschen, die nicht verstanden haben, wie wertvoll und schön das Leben ist und die sich am Sterben von anderen Menschen bereichern. So kompliziert ist das nicht.

Es ist auch nicht so, dass der Einsatz für das Leben und das Feiern des Lebens im Geheimen stattfindet. Feste sind im Allgemeinen nicht besonders geheim. Der Vorwurf von „Feiern mit Verschwörungstheoretikern“ ist demzufolge absolut sinnfrei und dient nur den Interessen von Kriegstreibern und -profiteuren.

Was feiert also das Pax Terra Musica - Friedensfestival? Nichts anderes als das Leben. Das Leben bietet so viel Fülle und Schönheit, bietet Musik und Tanz, Harmonie und Gemeinschaft. Es macht Lust, das zu bewahren, was am wichtigsten für jeden Menschen ist: Sein Leben und das Leben von anderen.

Die sich anschließende Frage nach dem, was schon an Frieden und harmonischem Zusammenleben vorhanden ist, kann dem ängstlichen und verunsicherten Menschen auch beim Pax Terra Musica – Festival wieder sicheren Boden unter die Füße bringen.

Wie sieht es mit den Gästen aus, die eingeladen sind? Ein Blick auf die Homepage des Festivals macht klar, dass sehr viele Gäste kommen, vor allem auch solche, die sich nicht abhalten lassen von den Stänkereien derjenigen, die nicht eingeladen sind. Bereits jetzt gibt es über vierzig Aussteller, die sich vorstellen, Diskussionen und Vorträge oder Künstlerisches anbieten, Zahl steigend. Die Party wird also auf jeden Fall ein Knaller und wie es immer so ist mit einer guten Party: Sie wird positive Nachwirkungen haben, denn es wird mehr Menschen geben, die Lust haben, ebenfalls eine Feier oder ein anderes Projekt für Frieden zu organisieren.

Folgende Schritte gehören also in das „Diffamierungs-Erste-Hilfe-Set“:

  1. Rechtliche Möglichkeiten ausschöpfen.
    Vom Beschwerdebrief bis hin zur Klage ist meist mehr möglich als man denkt

  2. Eigene Verunsicherung und Angst beobachten und wahrnehmen, ohne sich überwältigen zu lassen

  3. Sicherheit gewinnen durch Besinnen auf Grundlagen
    Worum geht es mir im Kern? Was ist das Wichtigste?

  4. Sicherheit gewinnen durch Blick auf das bereits vorhandene Positive
    Was läuft gut? Wie kann man das, was an Ressourcen schon da ist, größer machen?

  5. Feindbilder aller Art abschaffen und konsequent auf das Verbindende sehen
    Jede Art von Trennung ist eine Illusion, also eine falsche Vorstellung.
    Wir sind in dem Moment schon auf eine Strategie reingefallen, wenn wir denken, dass die Friedensbewegung eine Sache ist, die von anderen getrennt ist.

  6. Konzentration auf die Sachebene
    Dinge sehen, wie sie sind. Wenn jemand Krieg als Interesse hat, weil er daran verdient ist es nur logisch, dass er alles daran setzt Kriegsgegner zu bekämpfen. Ein Blick auf die Ausgaben für Rüstung in der eigenen Gemeinde oder im eigenen Land sind Fakten, die man sich auch selbst relativ leicht erschließen kann.

  7. Gedankenkontrolle
    Die Gedanken sind frei. Erinnern wir uns daran. Kein Rufmord, kein physischer Schaden kann verhindern, dass unsere Gedanken sich frei nach Liebe und Frieden ausrichten. Also tun wir gut daran, auf unsere Gedanken zu achten. Darauf, dass sie frei und friedlich bleiben, auch bei Diffamierung. Dann sind wir unabhängig. Also sperren wir unsere Gedanken nicht in „finstere Kerker“ und legen sie in Ketten. Wenn wir dauernd über die Diffamierung nachdenken, dann legen wir unsere Gedanken in Ketten und sperren uns selbst in Gefängnisse der Angst.

Fazit: Man wächst an dem Widerstand, der sich einem in den Weg stellt. „Eine ruhige See macht keinen guten Seemann“, heißt es sprichwörtlich.

Wir sollten nicht erlauben, uns das grundlegende Recht auf unseren Frieden, das Recht auf Glück, das Recht auf Liebe, das Recht auf Fülle nehmen zu lassen. Wir sollten feiern, dass es uns gibt! Wir sind viele friedliche Menschen. „love peace and happiness“ ist die Formel, auf die auch dieses Festival gebracht werden darf, und muss.

Richten wir den Blick nicht auf unsere Angst vor Gegnern, sondern auf das, was das Allerwichtigste ist: Frieden. Ohne den wären wir nicht hier.

Lernen wir, umzuwandeln, was uns entgegenkommt.

Dann sind wir gefeit gegen jede Art von Diffamierung, denn die wird es immer geben. Verhindern können wir sie nicht, aber transformieren.

Dieser Bewusstseinswandel ist wichtig.

Der Glücksforscher Ha Vinh Tho weist in seinen Büchern und Vorträgen immer wieder auf ein wichtiges Prinzip hin: „Hinterlasse jeden Ort, den Du verlässt besser als er vorher gewesen ist.“
Das gilt auch für die gesamte Erde.

Feiern wir also gemeinsam ein riesiges Friedensfest und kümmern uns darum, dass die Erde friedlicher ist als sie es zu dem Zeitpunkt war, als wir sie betreten haben. Tun wir dies mit dem, was alle Menschen und alle Kulturen gemeinsam haben: Mit Musik. Feiern wir Pax Terra Musica!

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