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Party on, Friedensbewegung!

Party on, Friedensbewegung!

Feiern wir auf dem Pax Terra Musica-Festival die Menschheitsfamilie.

In Bewegung bleiben

Diese Arbeit am Fundament und die Pflege einer Kultur des Friedens unterscheidet das Pax-Terra-Musica-Festival von anderen Festen in der Friedensbewegung. Man kann sich kennenlernen und vernetzen, so dass man erfährt, wer alles dazugehört und wie unterschiedlich Friedensarbeit aussehen kann. Doch außer Musik, Party und Tanz gibt es auch viele Vorträge und Workshops, in denen gezeigt und diskutiert wird, wie man Friedensfähigkeit auf unterschiedliche Weise erreichen kann. Sich treffen und gemeinsam mit Spaß und Freude eine Kultur des Friedens zu schaffen, finde ich dabei besonders interessant.

Kaum jemand kennt in seiner Umgebung einen Menschen, der für Krieg ist. Dennoch ist es schwierig, sich gemeinsam mit vielen Menschen für Frieden zu engagieren. Die Friedensbewegung bekommt das ebenfalls zu spüren, denn sie unterliegt massiven Spaltungsversuchen. Pax Terra Musica startete im letzten Jahr das erste Mal und hat nicht nur begeisterte Friedensaktivisten angezogen, sondern auch Diffamierungen als „rechts“ und „überhaupt irgendwie unseriös“ erfahren. In diesem Jahr gingen die Verleumdungen zwar zurück, dennoch bin ich mehrfach persönlich oder in sozialen Medien angesprochen worden, ob ich tatsächlich für dieses Festival sprechen könne, schließlich sei die Frage, ob man dem trauen könne. Man höre da ja so Sachen. Diesen Versuchen, die Gruppe an Menschen, die sich für Frieden engagieren, in unterschiedliche Gruppen zu trennen und dann gegeneinander aufzubringen, möchte ich mit meiner Arbeit und mit meiner Unterstützung des Festivals entgegenwirken.

Ich schreibe diesen Artikel allerdings nicht nur, weil ich die Idee unterstütze oder weil ich selbst auf dem Festival sein und dort am Samstag einen politischen Achtsamkeitsworkshop anbieten werde. Ich halte Achtsamkeit für eine wichtige und hochpolitische Sache in der Friedensbewegung. Aufklärung über innere Spaltung, über Aggressionen und Empathieverlust im eigenen Innern schätze ich für ebenso relevant und mindestens genauso spannend wie Geostrategie ein. Wie kann man die Friedensbewegung von innen heraus stärken? Warum gibt es immer wieder Streit und Frustration in der Friedensbewegung, obwohl eigentlich alle das gleiche Ziel haben? Das sind Fragen, denen ich in meinem kleinen Institut für Sozial-Kulturelle Arbeit nachgehe.

Aus meiner langjährigen theoretischen und praktischen Arbeit heraus kann ich meine Erfahrungen teilen und sagen, dass ein tiefes Verständnis des Wesens von Konflikten und deren Dynamiken bewirken kann, friedlicher zu handeln und mehr Frieden in das eigene Innere und das eigene Umfeld zu bringen.

Mir ist auch wichtig zu zeigen, wieviel Spaß es machen kann, gemeinsam mit anderen Menschen Friedensfähigkeit zu erlernen, zu erforschen und auszuhalten, dass und wenn man an die Grenzen der eigenen Friedfertigkeit kommt.

Es ist eine Arbeit am Fundament einer friedlichen Kultur, an einer der Säulen der Friedensbewegung, wie Malte Klingauf in seinem Artikel zum Festival richtig geschrieben hat.

Inneren Gewaltverhältnissen entgegenwirken

Ich bin seit den 80er Jahren Teil der Friedensbewegung, bin auf Demos gegangen, habe als Schülerin ehrenamtlich beim BUND gearbeitet und Diskussionskreise in meinem Umfeld initiiert. Die 80er Jahre waren meine friedenspolitische Sturm- und Drangzeit bis zum Studium. Doch irgendwann war die Luft raus und die Friedensbewegung kaum wahrnehmbar, was nicht nur an meiner Familien- und sonstigen Lebensplanung lag. Ich habe im Laufe der Zeit viele Friedensinitiativen oder Friedensinstitute auf- und wieder untergehen sehen. Das war sehr frustrierend.

Das, was Werner Ruf seinerzeit in einem heute noch relevanten Aufsatz „Quo vadis Friedensforschung" zusammengefasst hat, habe ich persönlich miterlebt, auf der Straße, beim Diskutieren, Feiern und in der Forschung: In der Geschichte der Friedensforschung und in der Friedensbewegung, die sich aus selbiger speist, gibt es seit Jahren immer wieder Brüche, Trennungen und Spaltungen. Ruf fordert in genanntem Beitrag zu Recht, „strukturelle Gewaltverhältnisse“, welche die Gesellschaft bis in das einzelne Individuum hinein durchziehen, zu benennen und zu überwinden. Das hat zur Folge, dass es sowohl eine Aufklärung über äußere Gewaltverhältnisse und -strategien als auch eine Aufklärung über „innere Gewaltverhältnisse“ geben sollte.

Das ist eine wichtige Forderung, denn sie führt zusammen, was in den 80er Jahren noch als getrennt gesehen wurde: Äußere und innere Friedensarbeit. Letztere wurde als unpolitisch abgetan und durchweg als subjektive Anpassungsleistung an „das System“ abgeurteilt. Meine These ist, dass dieses undifferenzierte Urteil stark dazu beigetragen hat, die Friedensbewegung in unterschiedliche Gruppen zu spalten und damit zu zerschlagen.

Die Folgen der Schwächung der Friedensbewegung ließen sich im als „humanitär“ deklarierten Krieg gegen Serbien erleben. Nach 50 Jahren Frieden und trotz des Falles der Mauer zwischen Ost- und Westberlin wurde im deutschen Parlament Ende des Jahres 1998 der Bombardierung von Serbien 1999 zugestimmt, unter Beteiligung der deutschen Bundeswehr (1). Die Rufe der Friedensbewegung in den 80er Jahren „Frieden schaffen ohne Waffen“ und „Nie wieder Krieg“ verhallten scheinbar ungehört.

Aufklärung über Geostrategie und Medienkompetenz hätten das vielleicht verhindert. Doch es fehlte noch etwas anderes Wichtiges: Menschen, die empathisch waren und reflektieren konnten, dass humanitäre Kriege ein Unsinn sondergleichen sind, weil Kriege nun mal per se eine sehr inhumane Sache sind.

Wie konnte es passieren, dass Solidarität, Mitgefühl und der Wunsch, dass alle Menschen ein gutes Leben verdient haben, weil sie zur Menschheitsfamilie gehören, verloren gingen?

Innere Friedensarbeit hätte dazu beitragen können, eine Antwort auf die Frage bereitzuhaben, wann man selbst seine Empathie verliert oder Feindbilder konstruiert. Dann wäre der Friedensbewegung im Vorfeld des Krieges gegen Serbien vielleicht aufgefallen, dass es in Konflikten ganz natürlich ist, eine verzerrte Wahrnehmung zu haben, an deren Ende Empathieverlust steht. Doch dazu mehr an späterer Stelle.

Aus Fehlern lernen

„Aus Fehlern wird man klug, darum ist einer nie genug“, heißt es im Volksmund und da ist auch in Bezug auf die Friedensbewegung viel Wahres dran.

Wenn man sich für Frieden engagiert, ist es also wichtig, Wissen und Kenntnisse darüber zu haben, was überhaupt in Konflikten abläuft. Es gibt zum Beispiel bestimmte Konfliktarten, wie Rollenkonflikt und Verteilungskonflikt, und dementsprechende Konfliktdynamiken. Es gibt Konflikte zwischen einzelnen Menschen, Gruppen und Institutionen.

Sich für Frieden zu engagieren darf also nicht heißen, dass man einfach den frommen Wunsch nach Frieden hat. Es braucht den willentlichen Entschluss, das eigene Konfliktverhalten zu studieren, sich also über sich selbst aufzuklären, um Gewohnheiten im Verhalten und in der Kommunikation zu ändern. Das ist nichts für Weicheier.

Konflikt ist nicht das, was die anderen haben

Leichter ist es, wenn Konflikt nur das ist, was die anderen haben. Insbesondere in der Friedensbewegung ist die Tendenz stark, sich eher auf die großen kriegsführenden Mächte als „die Kriegstreiber“, was sie auch sind, zu konzentrieren und die eigenen Aggressionen völlig davon abzukoppeln. Dann kann es passieren, dass man auf eine Friedenskonferenz geht, auf der viel über Frieden geredet wird, und dann erlebt, dass beim gemeinsamen Mittagessen ein heftiger Streit darüber ausbricht, was das gesündeste Essen sei. Viele kennen die Frustration darüber, dass man enthusiastisch eine Friedensinitiative gegründet hat, in deren Verlauf sich die zentralen Protagonisten Machtkämpfe aller erster Klasse liefern, bis nach einiger Zeit das gesamte Projekt scheitert.

Ein fehlendes Betrachten des Zusammenhanges von inneren und äußeren „Kriegsschauplätzen“ ist also problematisch und in vielen Fällen sogar verhängnisvoll (2).

Hurra, wir streiten uns!

Doch was heißt das jetzt? Dürfen wir uns in der Friedensbewegung nicht streiten, weil wir die besseren Menschen sind? Oder ist der Mensch von Grund auf schlecht und in die Nähe von animalischer Aggression zu setzen?

Wir bekommen viel zu oft medial vermittelt, dass der Mensch zwingend des Menschen Wolf sein muss. Es ist kein Naturgesetz. Der Mensch ist frei und kann sich entscheiden, wie er anderen Menschen begegnet: gut oder böse. Das Potential zu beidem ist da und es ist einseitig zu behaupten, der Mensch sei grundsätzlich und immer schlecht.

Einige von uns kennen vielleicht noch den Slogan der Friedensbewegung „Frieden schaffen ohne Waffen“, der seinerzeit aus der Umwelt- und Antiatomkraftbewegung hervorgegangen ist.
In seiner Aktualität hat diese Forderung nichts eingebüßt. Doch was gehört zur gewaltfreien Auseinandersetzung dazu?

In einem im Juni geführten Gespräch mit Rubikon wurde Eugen Drewermann, bekannter Theologe, Psychotherapeut und Friedensaktivist, gefragt, warum es so leicht sei, Menschen zu spalten, obwohl sie eigentlich etwas anderes wollen – Frieden zum Beispiel. Drewermann nannte als einen zentralen Faktor von vielen die gezielte und frühzeitige Entfremdung des Menschen von sich selbst. Die Menschen würden mit einer Scheinzufriedenheit ruhiggestellt, zu dem Preis, dass sich die vielen einzelnen Menschen gar nicht mehr selber kennen würden. Dadurch sei es leicht, sie für Meinungen zu mobilisieren, die sie im Grunde ihres Herzens ablehnen.

Um so wichtiger ist es, Gemeinschaften gezielt aufzusuchen, in denen es möglich ist, sich selbst und andere Menschen kennenzulernen und einander wirklich zu begegnen.

Die eigene Psyche zum Forschungsgegenstand machen

Der Traumaforscher Franz Ruppert sagte kürzlich, ebenfalls in einem Interview: „Die Trennung vom Ich ist das Einfalltor für Trennung und Spaltung, der die Friedensbewegung sich ausgesetzt fühlt. Da trifft sich im Äußeren, was im Inneren sich findet.“

Das ist ein zentraler Gesichtspunkt und führt unter anderem zu weiteren Fragestellungen:
Wie kommt es zu Empathieverlust? Ich kann den anderen nicht ändern, also den anderen zur Empathie „zwingen“, aber ich kann mich selbst aufklären und mich fragen, wie bin ich in Konflikten? Was ist ein Konflikt überhaupt genau? Ist es schon ein Konflikt, wenn ich eine Meinung habe und ein anderer eine andere? Wir hören von der Gewaltspirale. Haben nur bestimmte Menschen ein Gewaltproblem oder alle, also auch ich?

Ein Gespräch über Frieden ist beispielsweise noch lange kein Friedensgespräch. Ein Gespräch mit dem Ziel, friedlich zu enden, Frieden zu erreichen, allerdings schon. Es kommt auf die Absicht an, die man in ein Gespräch legt.

Das fällt uns in politischen Diskussionen ausgesprochen schwer. Schließlich wollen wir aufklären. Vor allem die anderen! Sich über sich selbst aufzuklären, zum Beispiel darüber, wann man selbst anfängt strategisch und manipulativ oder (sprachlich) gewaltvoll seine eigenen Interessen durchzusetzen, ist dagegen kein Forschungsprojekt von Interesse. Schließlich sind wir die Guten! Allein schon dadurch, dass wir sagen, wir sind in der Friedensbewegung.

Aus der Konfliktforschung weiß man: Ein Streit um Meinungen ist im Grunde kein Konflikt, er ist unlösbar! Man muss mit unterschiedlichen Meinungen einen Umgang finden. Das ist aber etwas anderes. Wer bei einem Meinungsstreit nach einer Lösung sucht, muss über kurz oder lang verzweifeln und entweder mit Resignation oder Dauerstreit leben. Darauf weist unter anderem der österreichische Politikwissenschaftler und Konfliktforscher Friedrich Glasl hin.

Es lohnt sich also nicht, sich um Meinungen zu streiten. Es lohnt sich aber sehr wohl, auf zwei wesentliche Gesichtspunkte zu achten:

  1. Wie steigt man aus dem Kampf aus? – Rüdiger Lenz hat hier Pionierarbeit geleistet, indem er unter anderem verdeutlicht hat, dass derjenige, der aus einem Kampf aussteigt, körperlich und seelisch unversehrt bleibt. Wenn man in einen Kampf einsteigt, hat man im Grunde schon verloren.
  2. Wie kommuniziere ich? Kann ich zum Beispiel Zuhören? Der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Paul Mackay weist in dem von ihm herausgegebenen Buch „Friedensfähigkeit heute“ auf die Wichtigkeit hin, Gemeinschaften zu finden, die kontinuierlich am Thema Frieden arbeiten, und innerhalb derer sich die Fähigkeit entwickeln kann, „den anderen auf der eigenen Seele aussprechen zu lassen (3).

Der Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser weist darauf hin: „Die innere Arbeit ist die beste Investition, die man überhaupt machen kann.“ (6)

Tiefes Verständnis der menschlichen Psyche kann dazu führen, dass ich achtsam bleibe und meine Aggression nicht nur bemerke, sondern sie auch in Verständnis und Empathie umwandeln kann.

Woher nehmen wir die Kraft zur Veränderung?

Umwandeln kostet Kraft. Woher nehmen wir die? Wenn ich eine Arbeit zu tun habe, ist es leichter, wenn ich sie gemeinsam mit anderen erledige. In Gemeinschaft mit anderen kann ich viel eher lernen, weil ich sehe, dass andere Menschen ebenfalls versuchen, sich selbst und andere Menschen besser zu verstehen.

Ich habe die Vision, dass Menschen auch bei unterschiedlichen und aufeinanderprallenden Interessen, Meinungen und Lebenslagen friedlich miteinander leben können.

Ich erlebe in meiner Arbeit, wie schön es ist, wenn Menschen sich positiv einander zuwenden, obwohl sie ganz verschieden sind. Wenn es einen geschützten Raum gibt, und den kann man in einem Seminar herstellen, ist man frei, sich wirklich zu zeigen, in seiner ganzen Größe, aber auch mit seinen Schattenseiten, wie beispielsweise der eigenen Fähigkeit zur Aggression.

Gemeinsam ringt es sich also leichter um Frieden. Es ist auch eine Neugier, ein Interesse am anderen Menschen: Wer ist da noch? Was sind das für Menschen, die sich für Frieden engagieren? Was haben sie für Potential? Was kann ich geben? Was kann ich von anderen Menschen lernen?

Ruppert lädt in seinen Büchern und Vorträgen ein, bei sich selbst anzufangen. „Ich lebe das Leben, das ich will. Ich tue, was ich für richtig halte. Für mich ist alles viel einfacher geworden. Ich habe nicht das Gefühl, ich verschwende Lebenszeit mit etwas. Schau, guck hin. Hör auf, andere zu bekämpfen. Hör auf, dich davon abhängig zu machen zu denken: Erst muss das und das geändert sein, dann kann ich weitermachen.“

Wir müssen der eigenen inneren Wahrheit auf den Grund gehen, ohne zu verzweifeln. Das geht mit anderen Menschen zusammen leichter, weil es Unterstützung und Solidarität gibt.

Friedensbewegung und Identität

Wie Florian Ernst Kirner in einem Interview auf Rubikon gesagt hat, ist es also wichtig, die „Weltinnenpolitik“ in den Blick zu nehmen.

Das können und müssen wir nicht alleine tun. Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig stärken, denn die Frage „Wer bin ich?“, also die Frage nach der Identität (Ruppert) ist auch für die Friedensbewegung von zentraler Bedeutung.

Sich vom Ich zu trennen, keine Identität zu haben, wenn man zum Beispiel wie Kinder, die etwas angestellt haben, sagt: „Ich war das nicht“ bedeutet bereits eine erste Spaltung. Diese findet sich dann im Konfliktablauf wieder „Ich habe das nur gesagt, weil Du …“

Das wiederum hat zur Folge, dass es ganz leicht für jemanden mit Gegeninteressen ist, eine Ersatzidentität anzubieten: Links, Rechts, Demogänger, Achtsamkeitscoach, Veganer, Vegetarier, et cetera.

Hat die Friedensbewegung keine Identität, hat sie keine Orientierung und ist ständig mit Identitätsbehauptungen (Schimank) von ihrer eigentlichen Kraft abgelenkt. Damit gräbt sie sich selbst das Wasser ab, wie man in der Geschichte der Friedensbewegung erkennen kann.
Das Friedensfestival Pax Terra Musica bietet nun eine Gelegenheit, sich zu begegnen und sich zu stärken, die wir sinnvoll nutzen sollten.

Ausblick

Die Friedensbewegung ist ein Teil der Menschheitsfamilie. Natürlich gibt es in Familien Streit. Doch gleichzeitig gibt es auch Verständnis, Verzeihen, Solidarität, Austausch von Ideen, gemeinsames Weiterentwickeln und Liebe. Bei welcher Gelegenheit kommt man am ehesten dorthin? Wann erinnert man sich am ehesten an das Gute? Ein gemeinsames Fest kann eine solche gute Gelegenheit schaffen. Musik, Tanz, Gesang, Austausch und Begegnung sind Dinge, die uns stärken und nähren. In jeder Kultur gibt es Feste zur Stärkung der Gemeinschaft.

Wenn wir uns vom Feiern abbringen lassen, lassen wir uns von dem abhalten, was uns verbindet und was uns nährt. Für die Friedensbewegung ist es wichtig zu verstehen, was Konflikt überhaupt bedeutet und was sich darin abspielt, um die Fähigkeit erlangen zu können, friedlich zu sein. Es ist eine Art alchemistischer Prozess. Alchemie bedeutet nicht, die Zutaten alle schon zu kennen und nur in der richtigen Zusammensetzung anwenden zu können, sondern es bedeutet, Zutaten, die man für wertvoll hält, zusammenzubringen und auszuprobieren, ob es eine wirksame und heilende Mischung ist.


Quellen und Anmerkungen:

(1) Ganser, Daniele (2016): Illegale Kriege. Wie die NATO-Länder die UNO sabotieren. Eine Chronik von Kuba bis Syrien. Zürich.
(2) Ruppert, Franz (2009): Symbiose und Autonomie. München.
(3) Mackay, Paul (2016): Friedensfähigkeit heute. Dornach.

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