Zum Inhalt:
Liebe und Leidenschaft

Liebe und Leidenschaft

Der Rapper Kilez More besingt die Voraussetzungen für eine erfolgreiche „Friedensbewegung“.

„Wenn du heutzutage für den Frieden bist / musst du ‘ne Schutzweste tragen, denn man zielt auf dich“, rappt Kilez More. Bereits die ersten Zeilen lassen erkennen, dass der österreichische Sprechgesangskünstler in der Tradition des politischen Protestraps steht, der auf gesellschaftliche Missstände hinweist. Wer ihm jedoch weiter zuhört, erkennt schnell, dass es sich eher um eine Hommage an die Friedensbewegung handelt. So heißt auch sein Song aus dem Jahr 2019, der nicht nur kritisch ist, sondern auch starke Punchlines enthält.

Mit geistreichen Sprachbildern beschreibt Kilez More, was die Friedensbewegung ausmacht: Standhaftigkeit, Leidenschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl. Das macht sich allein darin bemerkbar, dass er im Gegensatz zur gängigen Rapper-Attitüde nicht sich selbst in den Vordergrund rückt, sondern stets das Kollektiv beschwört. Es ist ausschließlich von „wir“ und „uns“ die Rede, von einer Aktivistenbewegung, die sich trotz heftigem Gegenwind für den Frieden einsetzt.

Die Hook demonstriert diese Willensstärke in aufpeitschenden Zeilen:

„Wir rufen ‚Peace‘ und wir ziehen auf die Straße / Gegen Krieg, sind aktiv, wir sind die Friedensbewegung.“

Der Rap wirkt wie ein euphorischer Rausch, bei dem sich Hochgefühl, Hoffnung und innere Stärke vermischen. Wer ihn hört, wird sofort von dem Verlangen erfasst, sich ebenfalls für den Frieden einzusetzen.

Damit dieser Impuls nicht verblasst, schiebt Kilez More eine geschickt formulierte Punchline hinterher: „Ihr wollt ‘nen Satz zum Zitieren“, fragt er rhetorisch — und liefert ihn dann tatsächlich: „Der erste Weltfrieden ist das Ziel einer Friedensbewegung.“

Möge sich dieser Satz weltweit verbreiten. Er darf und soll gerne zitiert werden, insbesondere jetzt, wo in Europa wieder Krieg wütet.


Kilez More - Friedensbewegung


Medienpartner

Nacktes Niveau (Paul Brandenburg), Punkt.preradovic, Kaiser TV,
Hinter den Schlagzeilen, Demokratischer Widerstand,
Eugen Zentner (Kulturzentner), rationalgalerie (Uli Gellermann), Protestnoten, Radio München (Eva Schmidt), Basta Berlin, Kontrafunk und Ständige Publikumskonferenz.

Weitere können folgen.

Ablauf

Samstag 9.7.2022 SONG Fortunate Son (Creedence Clearwater Revival)
TEXT Marcus Klöckner, Die Doppelmoral der Kriegsmacher — zur Aktion Friedensnoten

Samstag 15.7.2022 SONG Redemption Song (Bob Marley)
TEXT Jens Fischer Rodrian, Botschafter für eine gerechte Welt — zur Aktion Friedensnoten

Samstag 23.7.2022 SONG Friedensbewegung (Kilez More)
TEXT Eugen Zentner, Kilez More Friedensbewegung — zur Aktion Friedensnoten

Samstag 30.7.2022 SONG Es ist an der Zeit (Hannes Wader)
TEXT Roland Rottenfußer, Der wirkliche Feind — zur Aktion Friedensnoten

Samstag 6.8.2022 SONG War — what is it good for? (Edwin Starr)
TEXT Lüül, Wozu ist Krieg gut? — zur Aktion Friedensnoten

Samstag 13.8.2022 SONG Feeding off the love of the land (Stevie Wonder)
TEXT Nina Maleika, Zurück zur Verbundenheit — zur Aktion Friedensnoten

Samstag 20.8.2022 SONG Anthem (Leonard Cohen)
TEXT Madita Hampe, In Allem ist ein Riss — zur Aktion Friedensnoten

Die Reihe wird fortgesetzt.

Spenden per SMS
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann senden Sie einfach eine SMS mit dem Stichwort Rubikon10 an die 81190 und mit Ihrer nächsten Handyrechnung werden Ihnen 10 Euro in Rechnung gestellt, die abzüglich einer Gebühr von 17 Cent unmittelbar unserer Arbeit zugutekommen.
Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Weiterlesen

Der Kreislauf des Krieges
Thematisch verwandter Artikel

Der Kreislauf des Krieges

Joan Baez sang in ihrem Friedenslied „Where have all the flowers gone?“ über die sinnlose Todesspirale des Krieges, aus der die Menschen bisher keine Lehre ziehen.

Europas Selbstmord
Aktueller Artikel

Europas Selbstmord

Im Rubikon-Exklusivgespräch diskutiert Walter van Rossum mit den Publizisten Mathias Bröckers und Dirk Pohlmann über den Stand der Dinge zum Ukraine-Krieg.