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Leipzig im Herbst

Leipzig im Herbst

Es ist nötiger denn je, auf „solche“ Demonstrationen zu gehen — auch wenn Anfeindungen und vereinzelte Fehler von Teilnehmern dabei nicht ausbleiben.

Demonstration in Leipzig

Die Initiatoren der Querdenkenbewegung luden erneut zu einem friedlichen Protest ein. Unter dem Titel „Freiheit durch Einheit — die zweite friedliche Revolution“, sollte am 7. November 2020 in Leipzig ein deutliches Zeichen gegen die Maßnahmen der Regierung gesetzt werden, die ich fotografisch begleitete. Ich schätze, dass es an die vierzigtausend Menschen waren, die dem Aufruf des friedlichen Protests folgten.

Die bekanntesten Sprecher waren der Kabarettist Uwe Steimle, Ex-Fußballnationalspieler Thomas Berthold und der Chefredakteur der Zeitschrift „Demokratischer Widerstand“ Anselm Lenz. Menschen jeglicher Couleur und allen Alters waren zugegen. Sie alle lauschten friedlich den Reden, bis die Stadt gegen 15 Uhr die Demonstration offiziell beendete, da der Mindestabstand nicht immer eingehalten und gegen die Mund-Nasenschutzverordnung verstoßen wurde, gegen die die Teilnehmer vorrangig protestieren.

Die Masse der Demonstranten entschied sich jedoch, durch die Stadt zu ziehen und trotz allem ein Zeichen zu setzen. Die Polizei setzte dem friedlichen Marsch erfreulicherweise nichts entgegen und ließ die Menschen ziehen. Es gab vereinzelte Ausschreitungen, von denen jedoch nicht mit Gewissheit gesagt werden kann, ob sie von den Teilnehmern oder Provokateuren ausgingen. Die Medien suggerierten im Nachhinein, dass es zu schlimmen Ausschreitungen kam, ohne dabei zu erwähnen, dass ein Großteil dieser Szenen in einem ganz anderen Stadtteil stattfanden und auch nicht von den Teilnehmern der Querdenken-Demonstration ausgingen.

Die genauen Vorfälle kann ich aber nicht belegen. Ich persönlich habe nur friedliche Menschen gesehen. In meinen Bildern versuche ich, die Stimmung wiederzugeben, die vorherrschte. Unterstrichen habe ich es mit einem Bildstil, der an die achtziger Jahre erinnern soll.

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Persönliche Gedanken

Immer öfter erhält man erstaunte Reaktionen und wird mit der Frage konfrontiert, weshalb man zu Demonstrationen dieser unverantwortlichen und unsolidarischen Menschen geht. Neulich wurde ich gefragt, wo denn meine Freiheit eingeschränkt worden sei. Ich antwortete recht ausführlich und versuchte die Komplexität dieses Themas dennoch kurz und knapp zu beschreiben.

Ich erwähnte unter anderem, dass es merkwürdig sei, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO die Standards zur Ausrufung einer Pandemie vor kurzem gesenkt hatte und folglich nun in der Lage sei, in der Zukunft jede Krankheit als Pandemie auszurufen. Ich empfahl eine Arte-Reportage mit dem Titel „Profiteure der Angst“, in der vor Jahren schon die gleichen Protagonisten Panik verbreiteten und Experten wie Dr. Wolfgang Wodarg Beachtung geschenkt wurde, was heute nicht mehr der Fall ist.

Des Weiteren verwies ich darauf, dass noch Anfang des Jahres die Personen, die nun in jeder Hinsicht Panik verbreiten, selbst öffentlich postulierten, es gäbe keine Evidenz dafür, dass eine Maske gegen Viren helfen würde. Auch wurde erklärt, dass man nicht unermesslich testen solle, da die Fehlertoleranz des Tests zu erhöhten Falsch-Positiven-Ergebnissen führen würde. Lange Zeit wurde auch nicht unterschieden, ob man an oder mit der Krankheit gestorben ist, beziehungsweise welche Vorerkrankungen und welches Alter vorlag. Auch wurde explizit darauf hingewiesen, die Verstorbenen nicht zu obduzieren. Eine Menge ungeklärter Fragen also, die nicht ausreichend in der Öffentlichkeit debattiert worden sind.

Viele Menschen hätten sich von Anfang an eine wissenschaftliche Diskussion mit Befürwortern und Gegnern gewünscht, gerade in Hinsicht auf solch ein einschneidendes Ereignis.

Hätte es sie gegeben, wäre mit Sicherheit kein Riss in der Art durch die Bevölkerungen gegangen. Dies ist auch der entscheidende Punkt. Denn ohne die wissenschaftliche Opposition auch nur anzuhören, wurde sie diskreditiert, zensiert, ausgeschlossen und eine Pandemie nationaler Tragweite ausgerufen. Man fragt sich unweigerlich, wozu das alles?

Warum die weltweite Wirtschaft drosseln, die Menschen zum Tragen von Masken zwingen und sie dazu nötigen, die unterschiedlichsten und zum Teil unverständlichsten Verordnungen umzusetzen, wenn all diese Fragen nicht ausführlich beantwortet wurden? Diese Diskrepanz ist es, die die Menschen auf die Straße treibt und den Unmut Vieler schürt. Für sie ist es ein schreiendes Unrecht, was auf dieser Welt geschieht, denn ihre Fragen werden nicht berücksichtigt, schlimmer noch, sie werden dafür gesellschaftlich geächtet.

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Der große Wandel

Berücksichtigt man parallel dazu noch die Bestrebungen einiger einflussreicher Kreise, die sich dafür einsetzen, eine Art Neustart des weltweiten Systems voranzutreiben, kommt man schon ins Grübeln. Keine Frage, so wie wir in den vergangenen Jahrzehnten gelebt haben, wie die Natur und die Menschen ausgebeutet worden sind, kann es nicht weitergehen.

Doch was für Leute sind das, die einfach mit einem Fingerschnipsen entscheiden, wie dieser Wandel vonstattengehen soll? Sind sie es nicht bisher gewesen, die die Welt ins Unglück stürzten, in dem sie die Bevölkerungen gegeneinander aufhetzten, mit ihrer Profitgier unermessliches Unheil anrichteten und die Welt genau dahin gebracht haben, wo sie jetzt ist? Wie können so viele Menschen nur glauben, dass genau diese Kreise uns nun wohlmeinend gegenüberstehen und uns retten wollen? Sollten diese Personen es tatsächlich gut meinen mit uns?

Ich habe da meine Zweifel. Also lasst uns aufhören, über die Symptome zu sprechen, und diskutieren wir über den offensichtlichen Kern des Ganzen. Es geht nicht um rechts oder links, schwarz oder weiß, Veganismus oder Fleischfresser, Mann oder Frau, alt oder jung, Religion oder Atheismus und dickoder dünn, es geht um alle Menschen dieses Planeten. Sie alle vereint eine einzige Sache und zwar, dass sie es nicht zulassen sollten, dass einige wenige die Welt als ihren Spielball sehen und Gott spielen wollen.

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Die Welt als Schachbrett

Aus diesen Gründen setze ich mich persönlich für eine offene Debatte ein und gehe auf Demonstrationen wie diese, um dieser Unglaublichkeit etwas entgegenzusetzen. Ich möchte nicht in dieser „schönen neuen Welt“ leben, in die wir nur noch als transhumanistische Zombies ohne freien Willen angesehen werden, in der alles vernetzt und transparent für Dritte ist, in der es keine unbeobachtete Transaktion mehr gibt und sämtliche Opposition final im Keim erstickt wird. Was soll das für ein Leben sein?

Ich kann verstehen, dass es viele Menschen gibt, die sich das nicht vorstellen können und einwerfen, dass ich das viel zu schwarz sehe, doch was, wenn nicht? Wann, wenn nicht jetzt gibt es die ideale Möglichkeit, all das, was den Globalisten im Weg steht, endlich über Bord zu werfen? Wann wenn nicht jetzt, kann man das Bargeld abschaffen, die Freiheiten global beschneiden und Techniken einführen, die wir uns noch nicht einmal vorstellen können?

Die Welt ist ein Schachbrett für diese Menschen und wir nur ihre Figuren. Hören wir auf, nach ihren Regeln zu spielen. Hören wir auf, uns weiter zu spalten und einander anzufeinden. Ignorieren wir diese Medien, die uns permanent in Angst und Schrecken halten. Hören wir den Lakaien dieser Konglomerate nicht mehr zu, sondern lasst uns als Spezies vereinen und gemeinsam nach oben sehen.

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Meine Intention

Ich will nicht spalten. Im Gegenteil: Ich versuche, einen Teil dazu beizutragen, dass wir uns wieder zuhören, dass wir offen aussprechen, was uns bewegt und möchte dazu anregen, die Dinge aus der Vogelperspektive zu betrachten. Auch mir gelingt das nicht immer, auch ich verliere das eine oder andere Mal die Contenance, was mir im Nachhinein oft leidtut. Alles was ich möchte, ist, dass wir Menschen im Frieden miteinander leben. Deswegen reiche ich jedem Andersdenkenden die Hand und hoffe, dass ich ein paar versöhnlichere Bilder liefern kann, als die meisten der Qualitätsmedien.


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Fotos: Ulli Frühhaber, Quelle: earlyhaver.de


Redaktionelle Anmerkung: Dieser Text erschien zuerst auf earlyhaver.de.

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