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Im Töten vereint

Im Töten vereint

Die Vereinten Nationen verfügten über Atomwaffen und hatten auch vor, diese einzusetzen.

Doch ist tatsächlich etwas dran, an dem ungeheuerlichen Vorwurf, dass die UNO praktisch über Atomwaffen verfügte und diese gedachte, auch einzusetzen?

Um den Krieg in Korea zu verstehen — vor allem die Art und Weise, wie er von Seiten der UNO geführt wurde — muss man sich in die damalige Zeit und das vorherrschende gesellschaftliche Klima hinein versetzen (a1). Wieder ist es verblüffend, welche Parallelen sich zur Gegenwart auftun. So ist die im Jahr 2018 konstruierte Skripal-Affäre nicht nur als Manipulation der Bevölkerung, sondern auch als Zeichen einer zunehmenden Hysterie politischer Entscheidungsträger vor den allenthalben lauernden Feinden anzusehen.

Gesellschaftliche Psychose

Paranoia ist das Symptom einer gestörten Psyche mit übersteigerten Angstzuständen. Jedes Vertrauen weicht tiefem Misstrauen, überall werden Feinde gewittert und umgehend bekämpft. Die damit verbundene zunehmende Einsamkeit wird mit geradezu religiösem, selbstzerstörerischem Eifer kompensiert. Das ist nicht neu, erfasste doch eine gleichermaßen gestörte Psyche 1947 schon einmal den Machtapparat der Vereinigten Staaten von Amerika vollständig und leitete die sogenannte McCarthy-Ära ein.

Der Tod des im Jahr 1949 gerade entmachteten US-Kriegsministers James Forrestal steht geradezu symbolisch für die Psychose im Machtapparat der USA, in der zunehmend erst einmal grundsätzlich jeder als ein Agent Moskaus einzuschätzen war, solange er nicht überzeugend Stellung auf der „guten Seite“ bezogen hatte. Forrestal hatte sich am 22. Mai 1949 aus dem Fenster einer Klinik gestürzt, gefangen in tiefen Depressionen und Wahnvorstellungen von den die einzigartige Nation angreifenden Russen.

„Mein Gott, George [ein Freund Forrestals], du und ich und Bill Bullitt [damaliger US-Botschafter in der UdSSR] sind die einzigen Leute um den Präsidenten, die die Russen durchschauen“ (1).

Dieser Wahn verursachte — im Zusammenspiel mit dem sich im Entstehen befindlichen militärisch-industriellen Komplex der USA, der sich goldene Zeiten der Hochrüstung erträumte — geradezu irrsinnige Pläne von Atomkriegen gegen die Sowjetunion. Die Strategen der einzigartigen Nation liefen zur Hochform auf und entwickelten die Konzepte des Containment und dann des Rollback.

In Denkfabriken wie dem Council on Foreign Relations (CoFR), RAND und Tavistock ging man davon aus, dass der Mensch von Natur aus ein selbstsüchtiges Wesen sei, dem man grundsätzlich zu misstrauen habe. Entsprechend stellten sich den Eliten in den USA auch Gesellschaften dar. Nur die eigene Person und die eigene Gesellschaft nahm man „ganz rational“ aus diesem Bild heraus. Die Paranoiden — unfähig der kritischen Selbstreflexion — spiegelten also ihre Paranoia und rechtfertigten jede ihrer Handlungen als die pure Selbstverteidigung.

So ließ sich — leider — das Selbstverständnis der US-amerikanischen Gesellschaft als Ganzes beschreiben. Eine Mary Whitman schrieb im Juli 1950 an ihren US-Präsidenten und was sie da schrieb, bringt den kollektiven Selbstbetrug einer Gesellschaft — bei völliger Unkenntnis der Ereignisse vor Ort (in Korea) — in beeindruckender Weise zum Ausdruck (b1):

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Abbildung b1.

„Let’s have complete mobilization now“ hat seine Entsprechung in der Rede eines deutschen Propaganda-Ministers sieben Jahre zuvor, als er suggestiv sein Publikum befragte: „Wollt ihr den totalen Krieg?!“. Die Propaganda der Mächtigen manipuliert ja nicht nur ihre Bevölkerung sondern koppelt auch auf die Propagandisten zurück und festigt somit die Angst schürende Stimmung. Solchermaßen geschürte und sich selbst verstärkende Gruppen-Emotionen kipp(t)en irgendwann in Hysterie. Schließlich schrieb die schier übermächtige Angst vor, dass alles, was nicht in die eigene, selbstredend unfehlbare Strategie passte, als Angriff des Kommunismus zu werten war.

Damit war aber auch jedes Mittel legitim, Bedrohungen weltweit zu erkennen und natürlich auch weltweit zu bekämpfen. Wo auch immer auf dem Globus Politik geführt wurde, die der eigenen hoch verletzbaren Unfehlbarkeit entgegenstand, wurde die Hysterie auf die Spitze getrieben und die Rettung des Abendlandes auf die Agenda gesetzt. Das wurde auch noch vom sogenannten Gremium der Völkergemeinschaft — den Vereinten Nationen — kritiklos mitgetragen. Wenn Sie meinen, dass das doch verrückt ist, dann stimme ich Ihnen da durchaus zu.

Doch Vorsicht: Wir selbst sind vor solch einem Irrsinn auch nicht gefeit, wir sind sogar sehr empfänglich dafür, weil es auf unsere Empfindungen zielt. Propaganda gab es nur bei den Kommunisten? In Zeiten von Hysterie sah Propaganda der sogenannten freien Welt folgendermaßen aus (b2):

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Abbildung b2.

Die gleichen Empfindungen, um Kriegsbereitschaft zu erzeugen, werden heutzutage mit ausgefeilteren Methoden geschürt, zum Beispiel dem geschwollenen „Responsible to Protect“ (R2P), der „Verantwortung zu schützen“.

Fakt ist, dass so das Bild eines angeblichen nordkoreanischen Aggressors, der mit Hilfe Moskaus ein armes, unschuldiges und zum Hort der Freiheit stilisiertes Südkorea so einfach mir nichts, dir nichts überfallen haben soll, um dort den Kommunismus einzuführen, in der gesamten US-amerikanischen Gesellschaft tief lebendig war.

Douglas MacArthur und eine Polizeiaktion mit Atombomben

General MacArthur — in den USA als Weltkriegsheld gefeiert und von seiner eigenen Größe überzeugt — spielte im totalen Krieg in Korea eine besondere Rolle. Die UNO hatte sofort mit Kriegsbeginn den USA das vollständige Mandat zur Kriegführung übertragen — mit der Maßgabe, dass über dem Krieg neben der US-Flagge, die der UNO flattern sollte. In Person erhielt MacArthur den Oberbefehl über die UNO-Truppen und fortan erhielten US-Politik und -Militär faktisch Narrenfreiheit in Korea.

Er, Douglas MacArthur, ist ein überzeugendes Beispiel, wie weit Menschen in ihrer Selbstüberschätzung jeden Sinn für Realität, aber vor allem auch für Menschlichkeit verlieren und zunehmend das Verhalten eines Wahnsinnigen annehmen. In dieser Hinsicht unterschied er sich kaum von James Forrestal oder auch dem greisen Südkoreaner Syngman Rhee, mit dem er eng befreundet war.

Der totale Krieg ist auch ein Krieg der verbrannten Erde, einer der den Menschen jegliche Lebensgrundlage entziehen soll — und ein solcher Krieg fand in Korea statt. Wörtlich sprach ein britischer Bericht aus dem Spätherbst 1950 von einer „Wildnis aus verbrannter Erde“ in Nordkorea (2). MacArthur war ein totaler Krieger und ordnete nach Aussage des britischen Militärattachés im Hauptquartier des US-Generalstabes Anfang November 1950 an:

„alle Kommunikations- und Versorgungseinrichtungen und alle Fabriken und Städte und Dörfer zu zerstören“ (3).

Um der Rolle Chinas in diesem Krieg vorzugreifen, sei darauf hingewiesen, dass all dies vor der Intervention Chinas in Nordkorea erfolgte.

MacArthur jedenfalls hatte das moralische Recht der westlichen Wertegemeinschaft auf seiner Seite — so wie das heute bei „Friedensmissionen“ der USA auch der Fall ist — und durfte daher auch außergewöhnliche Maßnahmen zur Befriedung durchführen. Alles, was an konventionellen Waffen in den Beständen der US-Armee lagerte, wurde in Korea auch angewendet — nochmals: bei einer Polizeiaktion der UNO! Da kann es nicht mehr überraschen, dass auch die gezielte Tötung der nordkoreanischen Regierung ins Auge gefasst wurde. Dafür setzte man um die Jahreswende 1950/1951 die damals weltweit größte Bombe ein, die Tarzan, mit einer Explosionskraft von sechs Tonnen TNT (4).

Zu jener Zeit war bereits monatelang der Einsatz von Atomwaffen in Korea diskutiert worden.

Seien wir froh, dass es nicht passiert ist. Aber die immer im Raum stehende Nutzung der atomaren Option hätte der Farce einer UNO-geführten Mission zur Rettung der Demokratie in Korea die Krone aufgesetzt.

Am 9. Juli 1950 forderte Douglas MacArthur zum ersten Mal die Bereitstellung atomarer Waffen für den Korea-Krieg — gerade einmal zwei Wochen nach Beginn der Kampfhandlungen und drei Wochen bevor eine UN-Resolution den Krieg überhaupt offiziell mandatierte (5). Umgehend schickte der US-Generalstab ein Team auf die Halbinsel, um Möglichkeiten zur Verwendung von Atomwaffen zu prüfen (6). MacArthur hatte folgendermaßen argumentiert:

„Korea ist in meinen Augen eine Sackgasse. Die einzigen Straßen, die von der Mandschurei und Wladiwostok nach Korea führen, laufen über viele Tunnel und Brücken. Hier sehe ich eine einmalige Einsatzchance für die Atombombe, denn damit könnte man diese Strecke blockieren; die Reparatur würde sechs Monate dauern. Und meine B-29-Flotte kann sich erholen“ (7).

Vergegenwärtigen wir uns das immer und immer wieder: Eine sogenannte durch die Vereinten Nationen gedeckte Friedensmission — deklariert als Polizeiaktion, durchgeführt als totaler Krieg — erörtert zwei Wochen nach dem Ausbruch eines innerkoreanischen Konflikts, den die „Weltgemeinschaft“ in hohem Maße mit zu verantworten hat, den Einsatz von Atomwaffen in diesem fernen Land. Das ist Grund genug, ernsthaft daran zu zweifeln, ob die Menschheit tatsächlich die intelligenteste Spezies auf dem Planeten Erde ist.

300 bis 450 abwurfbereite Atombomben hatten die USA zu jener Zeit — und sie wollten sie einsetzen! Die USA und damit die UNO waren während der gesamten Dauer des Korea-Krieges extrem nah am Atomkrieg und das war ganz und gar nicht General Douglas MacArthur allein anzulasten. Die Konflikte innerhalb der politischen und militärischen Führung spielten auf das Wie und die Dimensionen des zu führenden Atomkrieges an. Allgemein herrschte jedoch die Meinung vor, dass solch ein Krieg technisch durchführbar war und moralische Bedenken hatte man schon gar nicht (8).

Über die abartigen Atomkriegsplanungen gegen Nordkorea ist noch mehr zu sagen, doch führen wir das weiter, nachdem wir einen wichtigen Aspekt — der auf die Atombomben-Träume der US-Militärs nämlich außerordentlich motivierend wirkte — behandelt haben und das ist Chinas Eingreifen in den Korea-Krieg.

Die Intervention Chinas

China hielt sich in den ersten Monaten aus dem Korea-Konflikt im Prinzip komplett heraus. Die nordkoreanische Regierung — die es nach US-amerikanischer Lesart gar nicht gab, aber trotzdem bekriegt wurde — hatte lange um Beistand beim großen östlichen Nachbarn gebeten. Doch spätestens als MacArthurs Truppen den 38. Breitengrad überschritten hatten und immer weiter auf die nordkoreanisch-chinesische Grenze zumarschierten, sah China seine eigene Souveränität in Gefahr.

Fast überflüssig ist es zu erwähnen, dass diese Überschreitung des 38. Breitengrades durch die UN-geführten Truppen kein gültiges Mandat der Vereinten Nationen vorweisen konnte. Die US-Amerikaner meinten, es sich durch die Hintertür erschleichen zu können und hatten damit tatsächlich Erfolg. Sie benutzten die UNO und die UNO ließ sich benutzen.

Es ist nämlich so, dass Resolutionen, die praktische Fragen und vor allem das verbindliche Vorgehen bei internationalen Konflikten beinhalteten — was, bezüglich des „international“, in Korea schon einmal gar nicht der Fall war —, nur durch den UN-Sicherheitsrat verabschiedet werden konnten (9).

In diesen war die UdSSR Ende August 1950 zurückgekehrt und es war nun sicher, dass eine Resolution, welche die Besetzung Nordkoreas mit dem Ziel der Vereinigung Koreas ganz nach Gutdünken der USA beinhaltete, von der Sowjetunion mit ihrem Veto verhindert werden würde. Nach dem in Südkorea schon in den Vorjahren umgesetzten Prinzip strebten die USA die Bildung einer UN-geführten Kommission, der „United Nations Commission for the Unification and Rehabilitation of Korea“, kurz UNCURK, an, um das Verfahren kontrollieren zu können (10).

Also verlegten die USA die Entscheidung über eine Invasion Nordkoreas in die UN-Generalversammlung, dort, wo sie sich einer komfortablen Mehrheit für diese Invasion sicher sein konnten (a2, a3).

Wider besseren Wissens ließen die Vereinten Nationen nicht nur die Debatte und Abstimmung in der Generalversammlung zu, sondern deckten auch nachfolgend die Invasion der US-geführten UNO-Truppen in Nordkorea. Nur aufgrund dieser Tatsache griff China überhaupt in den Konflikt ein.

China war von Beginn an einer Verhandlungslösung in Korea stärker zugetan als einer kriegerischen. Im Gegensatz zur koreanischen Führung witterte China sofort eine Falle, als die nordkoreanischen Truppen rasch nach Süden vordringen konnten. Repräsentanten der chinesischen Führung erklärten bereits Ende August 1950,

„dass China, sollten die Nordkoreaner [die zu jener Zeit noch immer auf dem Vormarsch nach Süden waren] bis zur mandschurischen Grenze zurück getrieben werden, nicht warten würden, bis der Feind ins eigene Land eindränge, sondern ihn jenseits der Grenzen bekämpfen würde“ (11).

Die Chinesen hofften, dass die Gegenoffensive der durch die USA geführten und maximale Luftunterstützung genießenden Truppen am 38. Breitengrad Halt machen würde und ließen entsprechende Signale vor allem durch ihren damaligen Ministerpräsidenten und Außenminister Tschu En-lai kommunizieren (12, b3).

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Abbildung b3.

In diesen Signalen wurde ausdrücklich vor einem Vormarsch in Richtung des Yalu-Flusses gewarnt, weil man das als eine Bedrohung des eigenen Territoriums ansah. Der Yalu — im Nordwesten Nordkoreas — ist über hunderte Kilometer der Grenzfluss zu China.

Nachdem die US-Amerikaner im Jahr zuvor ihren Einfluss in China — Jahrzehnte betrieben durch das von ihnen finanzierte und ausgerüstete Regime des Tschiang Kai-shek — verloren hatten, deklarierten sie mit der Truman-Doktrin, der Politik des Containment und später des Rollback, des Zurückrollens des Kommunismus, ihre ganz speziellen Konzepte der Einmischung in die Belange anderer Staaten, um der „stalinistisch-kommunistischen Expansionspolitik“ — so die Wortwahl in der deutschen Wikipedia — Einhalt zu gebieten.

Nur wenige Tage vor dem Ausbruch des Korea-Krieges war John Foster Dulles, einer der Architekten der Rollback-Strategie und späterer US-Außenminister, zu Besuch beim südkoreanischen Diktator Syngman Rhee gewesen und hatte diesem uneingeschränkte Unterstützung im Falle eines innerkoreanischen Krieges versprochen (13,14,15). Kurz zuvor hatte sich eben jener Dulles mit General MacArthur in Tokio getroffen — eigentlich recht viele Zufälle kurz vor Ausbruch der „völlig überraschenden“ „Aggression der nordkoreanischen kommunistischen Truppen“ (16).

All diese Signale nahm die chinesische Führung, aber auch die Sowjetunion sehr ernst. Die US-Militärs glaubten jedoch nicht an die Ernsthaftigkeit deren Warnungen und so drangen UNO-Truppen ab Ende September 1950 in Richtung chinesischer und russischer Grenze vor (17, 18).

Vom koordinierten Vorgehen eines — nennen wir es mal so — von Moskau gesteuerten Weltkommunismus konnte bei Chinas nun folgender entschlossener militärischer Reaktion keine Rede sein. Trotz eines im Februar 1950 abgeschlossenen Partnerschafts-Abkommens waren die Beziehungen zwischen den beiden Staaten nicht ohne Spannungen. Stalin misstraute dem nationalistischen, eigenen Weg, den Maos China beim Aufbau des Sozialismus gehen wollte, was auch Mao selbst bedauerte (19).

Wir können davon ausgehen, dass das Eingreifen der Volksrepublik China in den Korea-Krieg eine souveräne Entscheidung deren Führer war. Dabei ging es gar nicht vordergründig um die Unterstützung für die kommunistischen Klassenbrüder in Nordkorea. Allerdings passte solch eine Sprechweise sehr gut in das Narrativ der westlichen Meinungshoheit von einem rein ideologischen Bündnis des Weltkommunismus. Entweder war man bei den „Guten“ oder bei den „Kommunisten“ — den „Bösen“.

Alles was auf internationalem Parkett geschah, wurde durch die neue Weltmacht auf diesen Nenner herunter gebrochen. Auch aus diesem Grund wurde in den politischen Stellungnahmen der westlichen Entscheidungsträger — samt der selbstverständlich vor allem ideologisch völlig unabhängigen Medien (hust) — bei der chinesischen Armee immer von „kommunistischen Truppen“ gesprochen, was natürlich nicht der Wahrheit entsprach aber das Feindbild stützte. Nicht die chinesische Armee musste bekämpft werden, sondern die Kommunisten. Der Freibrief schlechthin für jeden noch so schmutzigen Krieg (20).

Nein, die VR China war gerade gegründet, wirtschaftlich am Boden und benötigte dringend den Frieden, um das Land aufzubauen. China war sich seiner Schwäche wohl bewusst und absolut nicht an kriegerischen Abenteuern interessiert. In einer Rede am 15. Oktober 1950 sagte Tschu En-lai:

„Falls Korea unter das Joch des US-Imperialismus gerät, ist eine Stabilisierung unseres Nordostens unmöglich. Die Hälfte von Chinas Schwerindustrie befindet sich in der Mandschurei und die Hälfte der mandschurischen Industrien liegt in ihrem Südteil, alles innerhalb des feindlichen Bombardierungs- und Bedrohungsradius. Zwölfmal haben Flugzeuge des US-Imperialismus in den beiden Monaten vom 27. August bist gestern Chinas Luftraum verletzt. In der jüngsten Zeit haben sie ihre Einschüchterungen, Spionageflüge, Angriffe und Bombardierungen nicht mehr auf die Yalu-Zone beschränkt, sondern sind sogar bis nach Kuandian geflogen“ (21).

Folgerichtig fragte Tschu En-lai:

Wenn der US-Imperialismus den Krieg bis an die Yalu-Grenze ausdehnt, wie könnten wir dann unsere Produktion aufrechterhalten? (22).

Den Bevölkerungen westlicher Staaten wurde suggeriert, dass chinesische, kommunistische Truppen, einer dumpfen menschenfeindlichen Ideologie folgend, ihren Kampf um die Weltherrschaft auf koreanischem Boden ausgefochten hätten. Die chinesische Führung hätte — in ihrem Drang und auch noch als Vasall Moskaus dienend — daher hunderttausende ihrer Soldaten wie Lemminge auf dem Schlachtfeld geopfert. Das ist absolut unsinnig, ja es wäre die blanke Sehnsucht nach Selbstvernichtung. China trieben ganz andere Aufgaben um, welche der Krieg, der da in Korea auf Chinas Grenzen zuschwappte, massiv bei ihrer Lösung behinderte:

„Chinas Aufbau benötigt einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren, um zuerst einmal die Produktion wieder in Gang zu bringen und wir sind gerade mit der Durchführung solcher Wiederherstellungsarbeiten befasst. Der kürzlich ausgearbeitete Wirtschaftsplan für das Jahr 1951 war von dem Gedanken bestimmt, die Militärausgaben zu senken, um stattdessen die Ausgaben für den Wirtschaftsaufbau sowie Kultur und Erziehung zu erhöhen“ (23).

Über Wochen verhandelte die chinesische Führung intern, ob sie diesen Krieg wagen konnte und ließ über diplomatische Kanäle immer und immer wieder anklingen, dass es ihr einzig um die Akzeptanz des 38. Breitengrades als allgemein anerkannter Demarkationslinie zwischen Nord- und Südkorea ging. Keineswegs lag der Fokus auf einer ideologischen Auseinandersetzung zwischen Kommunismus und Imperialismus. Mao Tse-tung hat in jenen Tagen gesagt:

„Sobald unsere Armee eingreift, ist es mit der traditionellen chinesisch-amerikanischen Freundschaft vorbei! Wer weiß, wann sie dann jemals wieder zustande kommt! Und selbst wenn wir eingreifen und es nicht gelingt, die USA-Armee zurückzuschlagen, was wird dann?“ (24).

Die Arroganz der USA gegenüber China war dagegen schier grenzenlos. Sie taten alles, um friedliche Lösungen — die eine Einbeziehung der Volksrepublik natürlich erfordert hätten — zu untergraben. Außerdem zeigte die Art und Weise, wie der Korea-Krieg von den UN-Truppen geführt wurde den Chinesen, dass eine unterlassene Hilfe für die Koreaner den eigenen Frieden keineswegs sicherer machen würde:

„Falls es dem Feind gelingt, Korea zu okkupieren, so wird er es dabei nicht bewenden lassen. Unter den Gesichtspunkten ‚Koreas Stellenwert für den Fernen Osten‘ und ‚Zukunftsperspektiven‘ bleibt uns also keine andere Wahl, als zu helfen, und gleiches gilt im Hinblick auf unser schicksalhaftes Nachbarschaftsverhältnis. Es ist der Feind, der das Feuer bis vor unsere Tür ausgedehnt hat und es ist keineswegs so, dass wir in einem selbstgelegten Feuer schmoren“ (25).

Nur wenige Tage vor Kriegsbeginn hatte General MacArthur den entthronten Tschiang Kai-shek auf Formosa — dem heutigen Taiwan — besucht und ihm Hoffnungen für eine Rückkehr auf das chinesische Festland gemacht, was einem Affront gegenüber der chinesischen Regierung gleichkam (26). Die USA verhinderten aktiv die Anerkennung der Volksrepublik China und damit auch deren Einzug in den UN-Sicherheitsrat. So wie mit Nordkorea gab es auch keine diplomatischen Beziehungen der USA mit China, stattdessen pumpte man Hilfen in einen Kunststaat Republik China (eben jener Kai-sheks auf Taiwan). Kontakte mit den USA seitens Chinas bedurften daher indischer und schwedischer Vermittler.

Schauen Sie in die Gegenwart: Die USA haben keine diplomatischen Beziehungen mit Syrien, führ(t)en dafür einen mehr oder weniger verdeckten Krieg gegen das Land und züchteten im Osten Syriens einen künstlichen Staat, um Syrien zu spalten. Ihre Hegemonialpolitik haben sie immer nur wieder kopiert. Sie haben diesbezüglich nichts gelernt.

Mit Beginn des Krieges sperrten sie durch die 7. US-Flotte die Formosa-Straße für chinesische Schiffe, obwohl China überhaupt nicht in den Korea-Krieg involviert war. Mit dem Spin aber, dass der Korea-Krieg ein angeblich von der Sowjetunion lancierter Angriff auf die „Völkergemeinschaft“ gewesen sei, konnte man natürlich wunderbar argumentieren, dass die chinesischen Kommunisten Formosa überfallen würden (27, 28).

Was der manipulierten Öffentlichkeit dabei nicht klar war: Es hätte sich damals auch im Falle von Formosa (Taiwan) — ganz wie bei Korea (!) — um ein innerstaatliches Problem gehandelt, was den USA völkerrechtlich überhaupt keine Handhabe zur Einmischung gab. Doch mit der roten Gefahr — wie auch heute zu erleben bei den Erzählungen „vom bösen Russen“ — ließ sich alles rechtfertigen.

Wir dürfen daher zum wiederholten Male festhalten: Emotionen der Angst waren und sind das Elixier von Machtpolitik.

Für den 5. November 1950 war die Zerstörung aller Brücken über den Yalu durch US-Bomber geplant und dieser Befehl wurde später auch nur teilweise durch US-Präsident Truman zurückgenommen. Da der Fluss die gemeinsame Grenze zwischen Korea und China bildet, stellte das eine weitere flagrante Verletzung der Souveränität eines Staates dar. Die USA trampelten auf dem Völkerrecht, das sie durch ihre Delegierten bei der UNO ständig hoch und runter bete(te)n, mit einer Unverfrorenheit herum, die jeden aufmerksamen Beobachter nur noch sprachlos machen konnte (29, 30, b4).

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Abbildung b4: Bombardierung einer Brücke über den Yalu durch US-Kampfflugzeuge am 15. November 1950.

Am 20. November schließlich erreichten US-amerikanische Truppen den Yalu — und wurden wenig später von dem chinesischen Angriff völlig überrascht (31). Wenige Tage zuvor hatte Chinas Außenminister noch einmal unmissverständlich betont:

„Jetzt, da die amerikanischen Streitkräfte beginnen, den 38. Breitengrad in großem Maßstab zu überqueren, kann das chinesische Volk angesichts einer so ernsten Situation, die durch die Invasion in Korea entstanden ist, nicht tatenlos zusehen“ (32).

Die US-Amerikaner erfuhren einen völlig „unerwarteten und unvorhersehbaren Angriff kommunistischer Truppen“ (33), aber nur durch ihre eigene Borniertheit, ihre Arroganz anderen Völkern, Gesellschaften und Regierungen gegenüber. Einen Tag nach der Ankunft von MacArthurs Truppen am Yalu hatte im US-Außenministerium eine Besprechung stattgefunden. Dort wurde noch beratschlagt, in wie weit die chinesische Armee durch die UNO-Truppen „ausgetestet“ werden sollte (34).

Allein das spricht bereits für die Denkweise von Hasardeuren. Doch wurde in jener Sitzung außerdem deutlich, dass man sehr wohl um die strategische Bedeutung Nordkoreas in Bezug auf die chinesische Mandschurei wusste und hier decken sich die Erkenntnisse eines Oliver Franks exakt mit den mahnenden Worten Tschu En-lais (siehe weiter oben):

„Sir Oliver Franks erwähnte gestern gegenüber dem Sekretär, dass die gesamte Geschichte dieses Teils der Welt auf die Sorge um Korea als Eingang zur Mandschurei hinweist. Sir Oliver hat erwähnt, dass die Russen, Japaner und Briten allesamt nach diesem Konzept vorgingen. Wenn das wahr ist, […] kann man ein gewisses Verständnis für die Besorgnis entwickeln, die Russland und die chinesischen Kommunisten über die Nutzung Koreas als Hauptzugang [zur Mandschurei] haben“ (35).

Eine ignorante, sich maßlos überhebende Führungsclique der Vereinigten Staaten von Amerika war über Monate unfähig gewesen, anzuerkennen, dass sie am Yalu ein massiver Angriff ereilen würde. Ihr Größenwahn führte zu einer katastrophalen Niederlage von MacArthurs Truppen in Nordkorea.

Noch heute erzählen westliche Historiker von einem „völlig überraschenden“ Angriff.

Doch ideologisch verblendet war damals eben nicht China, sondern die westliche Führungsmacht, die deshalb blind für die unzähligen Signale von chinesischer Seite war, wo man die eigene Souveränität auf das Ärgste gefährdet sah. So war der Krieg in und gegen Korea, sowie gegen China ein ideologischer Krieg des Westens (b5).

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Abbildung b5: Propaganda-Poster der US-Regierung von 1951. Der Thai-sprachige Text im schwarzen Pfeil lautet: 44 Nationen verurteilen Rot-China.

Die heißen Krieger zeigten mit dem Finger auf ihre Opfer und heute vergießt man Tränen über zehntausende tote US-Soldaten in Korea, um gleichzeitig Millionen tote Koreaner und Chinesen still und leise in der Geschichte verschwinden zu lassen — es waren ja nur „kommunistische Truppen“. Ideologisch verblendet sind für mich daher auch Historiker, die sich nicht aus der Schwarz-Weiß-Welt vom Kampf Gut gegen Böse trennen können und deshalb den Wald vor lauter Bäumen nicht erkennen.

Um so bezeichnender war die Reaktion der US-amerikanischen Regierung und ihrer Militärs. Statt inne zu halten und ihren immer maßloser werdenden Krieg zu hinterfragen, den sie da in einem ihnen praktisch völlig fremden Land führten, hatte sie nur eine Antwort: „Dann müssen wir eben noch mehr Krieg führen.“

Wenn alle so verrückt sind und in diesen Gesang des Krieges einstimmen, dann sind jene, die zur Mäßigung aufrufen, die als Verrückte Abzustempelnden.

Normal dagegen waren jene, die nun rasch wieder die Ideen des Einsatzes von Atombomben aus der Kiste holten.

Atomare Lösungen der „Vernünftigen“

Die „Vernünftigen“ erzählten nun der Welt allen Ernstes, dass ein Rückzug der US-geführten UNO-Truppen aus Korea gleichbedeutend mit der Gefahr eines Dritten Weltkrieges sei und daher nicht in Frage kommen könne (36).

Und (fast) alle nickten. Wer will schon zu den „Verrückten“ gehören.

Bereits Wochen vorher, am 5. November, gab der US-Generalstab — was gleichbedeutend mit dem UN-Generalstab war — Weisung zur Vorbereitung von „Vergeltungsangriffen“ in der Mandschurei, sollten chinesische Truppen oder Kampfflugzeuge den Yalu in Richtung Korea überqueren (37).

Kaum wurde das Ausmaß der chinesischen Offensive klar, bemühte sich der Weltkriegsheld Douglas MacArthur erneut um die Genehmigung, Atomwaffen einsetzen zu dürfen. Wenige Tage später schloss auch der US-amerikanische Präsident Truman die Verwendung von Atombomben nicht mehr aus (38). Am 30. November, dem gleichen Tag, gab er General Vandenberg den Befehl, das Strategic Air Command (SAC) anzuweisen:

„unverzüglich Bomben mittleren Kalibers in den Fernen Osten zu entsenden — diese Aufstockung (des Arsenals) sollte auch atomare Waffen einbeziehen“ (39).

Chef des SAC war damals General Curtis LeMay — jener, der im März 1945 Tokio mit Napalm einäschern ließ, was mindestens 100.000 Menschen das Leben kostete. LeMay vertrat die Ansicht, dass der Einsatz der Atombomben in Korea weniger von Nutzen sei. Dahinter steckte aber kein humanitäres sondern rein praktisches Kalkül. Denn von Nutzen sah er den Atombombeneinsatz sehr wohl — allerdings als Teil eines

„umfassenden atomaren Feldzuges gegen Rotchina“ (40).

Der Krieg in Korea richtete sich ganz klar von Anfang an auch gegen die junge Volksrepublik China.

Die — wie immer absolut unvoreingenommen und objektiv berichtenden (wieder hust) — Massenmedien sind auch heute noch gern bereit, den Menschen die Hirne zu vermanschen. Weder lässt sich der Sowjetunion eine Rolle als Luntenleger des innerkoreanischen Konflikts nachweisen, noch der als Strippenzieher der Intervention chinesischer Truppen. Was juckt das schon die Medien? Brav wird bis heute immer der gleiche Mist heraus geblasen:

„Wie ernst man in Washington die Lage beurteilte, zeigte sich daran, dass der Präsident am 16. Dezember den nationalen Notstand ausrief und in einer Rundfunkansprache die Versuche Moskaus anprangerte, ‚eine freie Nation nach der anderen zu überwältigen‘“ (41).

Nicht die Sowjetunion führte Krieg in Korea, die USA waren es — mit hunderttausenden Soldaten. Kriege brauchen aber auch die medialen Sekundanten — und die waren zur Stelle und sind es auch heute noch.

Am 9. Dezember 1950 stellte MacArthur jedem Kommandeur frei, Atomwaffen einzusetzen — sobald sie zur Verfügung standen. Passend zum Weihnachtsfest forderte MacArthur an Heiligabend 1950 34 Atombomben, einschließlich ihrer Einsatzgenehmigung an. In einem Interview sagte er diesbezüglich später:

„We would have dropped between 30 and 50 atomic bombs […] strung across the neck of Manchuria a belt of radioactive cobalt, which has an active life of between 60 and 100 years“ (42).

Für mich bestehen kaum Zweifel, dass dieser MacArthur in seinem Wahn zu jener Zeit schon ein Fall für den Psychiater war (a4), seine Worte lassen sich in etwa so ins Deutsche übersetzen:

„Wir hätten zwischen 30 und 50 Atombomben abgeworfen […] über den Hals der Mandschurei gespannt einen Gürtel aus radioaktivem Kobalt, der eine aktive Lebensdauer von 60 bis 100 Jahren hat“ (a5).

MacArthur glaubte allen Ernstes, durch einen atomar verseuchten Landstrich den Rücken für die eigene Armee freihalten und die Nordkoreaner niederringen zu können. Der totale Krieg, der jede Menschlichkeit für das eigene deformierte Ego in den Boden stampft, war keinesfalls dem Dritten Reich vorbehalten (43).

Der General bestand darauf, 50 Atombomben nach eigenem Gutdünken einsetzen zu dürfen und beabsichtigte die Wasserkraftwerke am Yalu mit mehreren von B-29 abgeworfenen Atombomben zu zerstören (44). Am 10. März 1951 erneuerte MacArthur vehement seinen dringenden Bedarf an Atombomben und forderte gar den offenen Krieg mit und in China. Am 6. April des Jahres unterschrieb Truman eine Order, die — unter nicht näher definierten Umständen — den Einsatz von Atombomben in Korea genehmigte (45). Berücksichtigen wir bei all dem, dass MacArthur freundschaftliche Beziehungen zu Tschiang Kai-shek und Syngman Rhee unterhielt, die chinesischen und koreanischen Proxies der USA, ohne Mandat ihrer Bevölkerungen, dafür in und durch die Eliten der USA sozialisiert und von einem tiefen Hass gegen den Kommunismus durchdrungen.

Der geradezu manische Hunger MacArthurs nach der Atomwaffe, wie auch nach dem Krieg gegen die Volksrepublik China für seinen Duz-Freund Tschiang Kai-shek war dann aber selbst dem US-Präsidenten nicht mehr geheuer und führte am 10. April 1951 zu MacArthurs Entlassung aus all seinen militärischen Ämtern, einschließlich der als Oberbefehlshaber der 8. US-Armee und des Fernost-Kommandos der US-Truppen (46, a6).

Nun war es nicht so, dass die US-amerikanische Bevölkerung die Ablösung dieses durchdrehenden Kriegshasardeurs als Erleichterung empfand. Ganz im Gegenteil waren die Menschen in „Gottes eigenem Land“ zutiefst darüber bestürzt. Eine Abschiedsrede des Generals, die im gesamten Land live mittels Rundfunk und Fernsehen übertragen wurde, rührte die Menschen zu Tränen. Ein Mensch, der bedenkenlos das Menetekel des Einsatzes von Atombomben „für die Freiheit“ fortführen wollte, wurde als Held gefeiert. Das sagt viel, sehr viel über die kollektive Hysterie und den Grad an Manipulation aus, dem sich fast die gesamte US-Gesellschaft unterworfen hatte (47).

Nach der Abberufung MacArthurs als Oberbefehlshaber der UN-Truppen in Korea wurden die Pläne für atomare Bombardierungen nordkoreanischen und chinesischen Territoriums keinesfalls aufgegeben. In der englischsprachigen Wikipedia findet man diesbezüglich einen interessanten Artikel, der sich kurz mit der Operation Hudson Harbor beschäftigt. Über diese wurde im September und Oktober 1951 das vollständige Szenario eines Einsatzes von Atombombern vom Typ B-29 über Nordkorea geübt — mitsamt dem Abwurf von Atombomben-Attrappen (48, 49).

Im März 1951 waren die Atombomben einsatzbereit. SAC-Chef, General Vandenberg schrieb:

„Finletter und Lovett sind wegen der Diskussionen über Atomwaffen alarmiert. Denke, alles ist einsatzbereit“ (50).

Ende März waren auch die Bestückungsanlagen für die Atombomben in der Luftwaffenbasis Kadena auf dem besetzten japanischen Okinawa in Betrieb und man wartete nur noch auf die Bomben. Am 8. April befahl der Vereinigte Generalstab — also nicht Douglas MacArthur — einen sofortigen „atomaren Vergeltungsschlag“ gegen die Militärbasen in der chinesischen Mandschurei, falls China US-Ziele angreifen sollte (51).

Die USA legten — tausende Kilometer fern der Heimat — Staaten in Schutt und Asche und übten „Vergeltung“, wenn die Opfer das nicht demütig hinnahmen?

Was ist Irrsinn? Wann denken Sie, sind Menschen verrückt? (b6).

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Abbildung b6: Atombombe vom Typ Mark IV (Fat Man).

Ebenfalls am 8. April und zwei Tage nach Trumans Zustimmung begann der Leiter der US-Atomenergiekommission, Gordon Dean, Vorbereitungen zu treffen, um neun Atombomben vom Typ Mark-IV an die 9. Bomberflotte der US Air Force auszuliefern. Der US-Präsident hatte bereits einen Befehl zum Einsatz der Atombomben gegen Ziele in Nordkorea und der Mandschurei erteilt, während die 9. Bomberflotte nach Guam verlegt wurde (52).

Behalten wir immer im Kopf, dass dies alles im Rahmen einer von der UNO geführten „Friedensmission“ geschah.

Zur gleichen Zeit steigerte sich die Hysterie in den USA ins Unermessliche, weil die Bevölkerung glaubte, die Sowjetunion könnte jederzeit die USA mit Atombomben angreifen.

Wie verrückt ist das? Wie kann es sein, dass wir eine Geschichtsschreibung aufschnupfen, die von — wie soll man das anders nennen — Verrückten diktiert wurde?

Denn diese Verrückten fühlten sich — bei allem, was sie in Korea taten — ununterbrochen bedroht! Warum hat sich eigentlich die Forschung noch nie ernsthaft mit den Psychogrammen dieser politischen Entscheidungsträger befasst?

Sicher nicht zufällig testeten die US-Militärs auf Weisung des US-Präsidenten im Januar und Februar 1951 die Mark IV über dem eigenen Staatsgebiet — in der Wüste von Nevada. Da ja selbst MacArthur im November 1950 von einem „Strahlengürtel“ gesprochen hatte, der menschliches Leben auslöscht, waren sich die Militärs und Politiker in den USA durchaus schon bewusst, was Atomtests in der Atmosphäre bedeuteten. Unter anderem fünf Mark IV wurden in 300 bis 500 Meter Höhe über dem Boden gezündet (53, 54).

Die Mark IV war die Nachfolgeversion der Plutoniumbombe, die 1945 auf Nagasaki abgeworfen wurde (Mark III) und hatte eine Sprengkraft von bis zu 31.000 Tonnen TNT (55, 56). Ganz der „Stimmung“ im Zentrum der Macht in den USA entsprechend gingen die Atomkriegsträume — auch nach der Abdankung MacArthurs — ungebrochen weiter.

Im Juni 1951 prüfte das Joint Strategic Command (JSC) erneut den — diesmal als „taktische Variante“ vorgesehenen — Einsatz von Atombomben. Im Monat zuvor hatte bereits General Ridgway — als Nachfolger von MacArthur — diesmal 38 Atombomben beim Vereinigten Generalstab angefordert. Noch im Jahr 1953 drohte der neue US-Präsident Eisenhower und der Nationale Sicherheitsrat (der USA) über Vermittler den Koreanern und Chinesen mit dem Einsatz von Atomwaffen, sollten sie nicht den Waffenstillstandsvertrag von Pamunjong unterschreiben (57, 58).

Noch eine Episode ist es wert, ein weiteres Mal erzählt zu werden:

„Anfang 1951 wurde ein junger Mann, Samuel Cohen, in geheimer Mission vom US-Verteidigungsministerium als Kriegsbeobachter nach Seoul geschickt, das ein zweites Mal von den Alliierten erobert wurde. Seine Aufgabe war es, eine Methode zu entwickeln, mit der man den Feind vernichten kann, ohne die Stadt zu zerstören. Cohen wurde der Vater der Neutronenbombe“ (59).

Fazit

Die in diesem Artikel beschriebene Strategie eines führbaren Atomkrieges und das korrespondierende Selbstverständnis der handelnden Akteure war die eines Krieges der Vereinten Nationen. Als die Mitglieder der UNO es zuließen, dass in einem jeden Völkerrecht Hohn sprechenden Krieg gegen ein fernes Volk auch noch Atomwaffen als legitimes Mittel akzeptiert wurden, hatte die UNO ihre eigene Legitimität komplett verspielt. Die UNO hatte sich — egal welche Gründe deren Mitglieder auch umtrieben — offen als das offenbart, was sie schon immer war: ein Kriegsbündnis, dass dem Mächtigsten gehörte.

Die UNO folgte ihrem Herrn und das war die neue auf Weltherrschaft getrimmte Elite der Vereinigten Staaten von Amerika. Seit 1945 hatte die UNO als Ganzes dessen Interessen umgesetzt und die Weltorganisation in ihrer Gesamtheit fand auch 1950 nicht den Mut, den Gang in den Krieg zu verhindern. Die Apokalypse in Korea war gleichzeitig die Apokalypse der Vereinten Nationen. Er war ein Verrat an der Menschlichkeit und den Idealen des friedlichen Zusammenlebens der Völker. Die UNO ist verantwortlich für den Tod von 4,5 Millionen Koreanern, Chinesen und außerdem tausenden Soldaten aus aller Welt, die in Korea allerdings nichts, aber auch gar nichts zu suchen hatten.

Zu glauben, dass die UNO auch nur einen Tag lang eine „über den Dingen stehende“, ausschließlich dem Frieden und der Völkerverständigung dienende Weltorganisation gewesen wäre, ist eine billige, bequeme Illusion. Denn das war sie nie und sie konnte es auch nie.

Bitte bleiben Sie schön aufmerksam.


Quellen und Anmerkungen:

(a1) Konsequent wird in diesem Artikel von einem Krieg der UNO, einem der sogenannten Vereinten Nationen, einem der "Völkergemeinschaft" gesprochen. Ein Herunterbrechen auf "nur" einen Krieg der USA, die sich der UNO bediente, entließe die UNO aus ihrer Verantwortung für den Korea-Krieg. Den aber hatte sie ohne Zweifel. Alle diplomatisch-politischen Akte, welche die Spaltung Koreas zur Folge hatten, die Gräueltaten, einschließlich der Massenmorde in Südkorea, einschließlich des Einsatzes von Massenvernichtungswaffen, einschließlich der permanenten und vielfältigen Verletzung des Völkerrechts und schließlich auch der des ernsthaften und planmäßig vorbereiteten Einsatzes von Atomwaffen in Korea und China erfolgten im Rahmen eines UN-Mandats und unter gehisster UN-Flagge. Die UNO als deklarierte Organisation der Völkergemeinschaft zur Erhaltung des Weltfriedens bewies in Korea, dass sie genau das nicht ist.

(a2) Ist es Zufall, dass - ausgerechnet nach dem Präzedenzfall der Übertragung von Hoheiten des UN-Sicherheitsrates auf die UN-Generalversammlung zum Zwecke der Kriegsführung - die USA am 3. November 1950 eine Erweiterung der Rechte der UN-Generalversammlung zur Aufweichung dieses Prinzips in Resolution 377 (V) durchsetzten (60)?

(a3) Nach dem gleichen Muster wie im Falle der Überschreitung des 38. Breitengrades durch die UNO-Truppen ließen sich die Vereinten Nationen benutzen, als das Ansinnen der USA, Maßnahmen gegen die VR China im Sicherheitsrat durchzuboxen, am Veto der UdSSR scheiterte. Die USA verlagerten das Prozedere in die UN-Generalversammlung und bekamen am 1. Februar 1951 "ihre" Verurteilung Chinas als Aggressor mit Resolution 498 der Generalversammlung (61). Einer jener Vertreter, die nicht zustimmten, begründete es so (Hervorhebung durch Peds Ansichten):

"Die Annahme des Vorschlags der Vereinigten Staaten würde den Krieg nicht beenden, sondern eher verlängern. Sollte der Krieg verlängert werden, würden die Vereinten Nationen gegen eine Bevölkerung von etwa 800 Millionen Menschen kämpfen müssen." (62)

Es war der Vertreter Syriens.

(a4) Bruce Cumings - ein Kenner der koreanischen Geschichte und speziell des Korea-Krieges - schrieb mehrere Bücher über diesen Konflikt. Er bezeichnete Douglas MacArthur als "warmongering lunatic", als einen kriegstreiberischen Wahnsinnigen. (63)

(a5) Bob Considine und Jim Lucas führten besagtes Interview mit MacArthur im Jahre 1954. Die Veröffentlichung erfolgte am 9. April 1964 in der New York Times (64). Im Internet kursieren verschiedene Versionen des Zitats, die jedoch inhaltlich allesamt gleichgeartet sind (65).

(a6) Interessanterweise hat General MacArthur in jener Zeit, in der er die UN-Truppen in Korea befehligte, kaum einen Tag in Korea zugebracht, sondern führte die Aufgabe vom sicheren Tokio aus durch (66).


Allgemein:

Der Text ist als neunter Teil in Fortführung der Korea-Reihe (Die UNO - Machtinstrument gegen Korea) zu betrachten. Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Die Erstveröffentlichung erfolgte zeitgleich auf den Online-Plattformen KenFM und Rubikon sowie dem Blog Peds Ansichten. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann der Artikel gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden.

Anmerkungen:

(1) 4.3.1964; http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46163347.html
(2) Korrespondenz Stratemeyer [General der Luftwaffe] an MacArthur, 8.11.1950; MacArthur Archives, RG6, box 1; Public Record Office (London), FO 317, piece no. 84072, Bouchier to Chiefs of Staff, 6. November 1950; piece no. 84073, 25. November 1959.
(3,7,49-52,64) Bruce Cumings; 10.12.2004; http://www.monde-iplomatique.de/pm/2004/12/10.mondeText.artikel,a0034.idx,8; Primärquelle: http://hnn.us/articles/9245.html
(4) Truman Presidential Library, PSF, CIA file, box 248, Report vom 15. Dezember 1950; entnommen bei: http://www.monde-diplomatique.de/pm/2004/12/10.mondeText.artikel,a0034.idx,8
(5) https://de.wikipedia.org/wiki/Resolution_85_des_UN-Sicherheitsrates; entnommen: 2.1.2019
(6,42,47,54,56) John Kim; 2005; https://www.veteransforpeace.org/files/2113/3348/4164/korea_timeline.pdf
(8,37,44) https://www.b-29s-over-korea.com/NorthKorea-A-Bomb/US-Planned-To-A-Bomb-N-Korea-In-1950-War_02.html; entnommen: 3.1.2019
(9) https://de.wikipedia.org/wiki/Sicherheitsrat_der_Vereinten_Nationen#Aufgaben; entnommen: 2.1.2019, 18:30 Uhr
(10) Domingos de Oliveira; http://www.oliveira-online.net/wordpress/die-rolle-der-vereinten-nationen-im-koreakrieg/?cn-reloaded=1; entnommen: 2.1.2019
(11,12) Bernd Bonwetsch; 1986; https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1986_2_5_bonwetsch.pdf
(13) 2014; http://www.fsmitha.com/mistakes/victory-korea.htm
(14) Policy and Direction: the First Year; James F. Schnabel; 1972; https://history.army.mil/books/PD-C-02.HTM
(15) Speech, John Foster Dulles to ROK National Assembly, 19.6.1950, quoted in MacArthur Hearings; S. 2020
(16,26,28) John Pratt; britisch-chinesische Freundschaftsgesellschaft; 1951; London; aufbereitet von Paul Flewers; entnommen bei: https://www.marxists.org/history/international/comintern/1951/korea.htm
(17) Policy and Direction: the First Year; James F. Schnabel; 1972; https://history.army.mil/books/AMH/AMH-25.htm; S. 556; entnommen: 3.1.2019
(18,45) Theo Sommer; 21.6.2000; https://www.zeit.de/2000/26/Ueberfall_im_Morgengrauen/komplettansicht
(19) Bernd Bonwetsch; 1985; https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1985_1_2_bonwetsch.pdf; S. 44/45
(20) „United States Courses of Action with Respect to Korea,“, Report 81/2, James S. Lay, Jr. to National Security Council, 14.11.1950. Truman Papers, President’s Secretary’s Files. Meetings: 72: 22.11.1950;  https://trumanlibrary.org/whistlestop/study_collections/koreanwar/documents/index.php?documentid=ci-3-5&pagenumber=3
(21-23,25) Rede des chinesischen Außenministers Tschu En-lai vom 15.10.1950 vor dem Ständigen Ausschuss der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes; Originalquelle: Kang Mei yuan Chao, baowei heping (Widerstand gegen die USA und Hilfe für Korea, den Frieden schützen) in: Tschu En-lai xuaoji (Ausgewählte Schriften Tschu En-lais), Band 2, Peking 1984; S. 50-54; entnommen bei: https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1986_2_5_bonwetsch.pdf; S. 274
(24) Verrat; Ming Wang; S. 231; entnommen aus: https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1985_1_2_bonwetsch.pdf; S. 72/73
(27) Einschätzung des US-Außenministeriums zur Lage in Korea; 28.6.1950; Elsey Papers, Harry S. Truman Administration File; https://trumanlibrary.org/whistlestop/study_collections/koreanwar/documents/index.php?documentid=ki-3-1&pagenumber=3
(29,31,38,41) 18.7.2006; https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/politik/stalins-unerklaerter-krieg-1359099.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0
(30) Weisung des US-Generalstabs an Douglas MacArthur; 6.11.1950; Truman Papers, Naval Aide Files https://trumanlibrary.org/whistlestop/study_collections/koreanwar/documents/index.php?documentdate=1950-11-06&documentid=ki-22-14&pagenumber=1
(32) Policy and Direction: the First Year; James F. Schnabel; 1972, S. 233; https://history.army.mil/books/P&D.HTM; Primärquelle: China Crosses the Yalu; Whiting; S. 115; https://www.journals.uchicago.edu/doi/10.2307/2126755 
(33) 28.11.1950; Minutes of the National Security Council Meeting with Harry S. Truman, November 28, 1950. Truman Papers, President’s Secretary’s Files;  https://trumanlibrary.org/whistlestop/study_collections/koreanwar/documents/index.php?documentid=ci-2-11&pagenumber=2
(34,35) Notes Regarding State Department Meeting; 21.11.1950; Acheson Papers, Secretary of State File; S. 2; Truman Library; https://trumanlibrary.org/whistlestop/study_collections/koreanwar/documents/index.php?documentid=ki-15-10&pagenumber=2
(36) Lagebesprechung des US-Generalstabes; 9.11.1950; https://trumanlibrary.org/whistlestop/study_collections/koreanwar/documents/index.php?documentdate=1950-11-09&documentid=ci-3-6&pagenumber=1
(39,40) Hoyt Vandenberg Papers, box 86, Schreiben von Stratemeyer an Vandenberg vom 30.11.1950; Schreiben von LeMay an Vandenberg vom 2.12.1950; entnommen bei: http://www.monde-diplomatique.de/pm/2004/12/10.mondeText.artikel,a0034.idx,8
(43) Bernd Stöver; 23.8.2017; https://www.zeit.de/2017/35/korea-krieg-kalter-krieg-frieden/seite-2
(46) Policy and Direction: the First Year; James F. Schnabel; 1972, S. 365; https://history.army.mil/books/P&D.HTM; Primärquelle: Rad, JCS 88180, Bradley (Personal) for MacArthur, 11.4.1951 
(48) https://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Hudson_Harbor; entnommen: 2.1.2019, 20:10 Uhr
(53) https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Ranger; entnommen: 4.1.2019, 22:35 Uhr
(55) 30.4.1979; http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40351665.html
(56) https://en.wikipedia.org/wiki/Mark_4_nuclear_bomb; entnommen: 4.1.2019, 21:50 Uhr
(57) https://de.wikipedia.org/wiki/Fat_Man; entnommen: 4.1.2019, 21:50 Uhr
(58,63) Bruce Cumings; 1.10.2005; http://historynewsnetwork.org/article/9245
(59) The Wizards of Armageddon; Fred Kaplan; New York (Simon & Schuster) 1983; S. 220. Über Oppenheimer und das Projekt Vista siehe auch Cumings (Anm. 8), S. 751 f., und: Project Vista and Nuclear Weapons in Europe; David C. Elliot; International Security 2 no. 1 (Summer 1986), S. 163–183.; entnommen bei: http://www.monde-diplomatique.de/pm/2004/12/10.mondeText.artikel,a0034.idx,8
(60) UN-Resolution 377 (V); 3.11.1950; http://www.un.org/depts/german/gv-early/ar377.pdf
(61) https://en.wikipedia.org/wiki/United_Nations_General_Assembly_Resolution_498; entnommen: 5.1.2019
(62) 1951 Part 1: The United Nations. Section 3: Political and Security Questions. Chapter F: The question of Korea Page 224; https://www.unmultimedia.org/searchers/yearbook/page.jsp?bookpage=224&volume=1951
(65) Blaine Taylor; 14.8.2017; https://warfarehistorynetwork.com/daily/military-history/douglas-macarthur-atomic-bombs-will-win-the-korean-war/
(66) The Coldest Winter: America and the Korean War; David Halberstam; 2007; New York: Hyperion; ISBN 978-1401300524; S. 498; entnommen bei: https://en.wikipedia.org/wiki/Korean_War#Fighting_around_the_38th_parallel_(January%E2%80%93June_1951)

Bildquellen:

(b1) Mrs. Ronald Whitman, Jr., to Harry S. Truman with Reply From William D. Hassett, August 4, 1950. Truman Papers, Official File. OF 471-B: Comments re President’s statement of 6/27/50- re Korean situation, PRO (W folder #2); https://trumanlibrary.org/whistlestop/study_collections/koreanwar/index.php?action=pdf&documentid=ki-11-2; Public Domain
(b2) Propaganda aus den USA im Korea-Krieg; Propaganda Posters Distributed in Asia, compiled ca. 1950 – 1955; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stop_Criminal!-_NARA-_5730086.jpg; Lizenz: Public Domain
(b3) Karte der koreanischen Halbinsel; entnommen bei Wikimedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Koreanische_Halbinsel#/media/File:Karte_der_Koreanischen_Halbinsel.png; erstellt: 22. Februar 2009; Lizenz: Creative Commons CC BY-SA 3.0
(b4) Navy AD-3 dive bomber (top center) pulls out of dive after dropping a 2,000 lb. bomb on Korean side of a bridge crossing the Yalu River at Sinuiju, into Manchuria on November 15th, 1950. (U.S. Department of Defense/U.S. Navy); Lizenz: Public Domain; entnommen bei: http://archive.boston.com/bigpicture/2010/06/remembering_the_korean_war_60.html
(b5) Poster of 1951 (produced by the American government) allusive to the resolution. The text is in thai. The text in the arrow translates „44 nations condemn red China“. The names of the countries that approved the resolution appeared; 3.5.1951; https://en.wikipedia.org/wiki/United_Nations_General_Assembly_Resolution_498#/media/File:44_Nations_Condemn_Red_China_-NARA-_5729953.jpg; Lizenz: Public Domain
(b6) Mark IV, Fat Man, Atombombe; https://en.wikipedia.org/wiki/Mark_4_nuclear_bomb#/media/File:Mk4_Fat_Man_bomb.jpg; Lizenz: Public Domain

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