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Im Falschen Leben

Im Falschen Leben

Die globale Oligarchie möchte die letzten Bastionen der Freiheit endgültig zu Fall bringen. Teil 2/2.

Entbehrlichkeit der herrschenden Klasse

Um die politisch-gesellschaftliche Gegenwart der Bundesrepublik zu verstehen, verweist Dutschke auf im Exil geleistete „Faschismusarbeiten“, insbesondere auf die von Richard Löwenthal (1908 bis 1991, Pseudonym Paul Sering) und seine in Zeitschrift für Sozialismus 1935 und 1936 veröffentlichten Analysen über „Faschismus und Monopol Kapitalismus“. Der promovierte Nationalökonom, Soziologe und Journalist aus Berlin emigrierte 1935 zunächst nach Prag (CSR) und schließlich nach London.

Das „Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, HAIT“ an der Technischen Universität Dresden hat 2009 unter dem Titel „Faschismus — Bolschewismus — Totalitarismus. Schriften zur modernen Weltanschauungsdiktatur, Einleitung von Mike Schmeitzner“ eine umfangreiche Auswahl der Texte von Richard Löwenthal herausgegeben. Der Rezensent dieser Sammlung der „Analysen Löwenthals zum Nationalsozialismus, Faschismus, Kommunismus und Totalitarismus aus den Jahren 1935 bis 1986“, David Jünger, weist unter anderem darauf hin, dass dieser kurz nach Beginn des Zweiten Weltkrieges schrieb, „dass dessen Ausgang darüber entscheide, ob die Welt faschistisch wird, oder ob es in unserer Zeit wieder Möglichkeiten des Fortschritts zu einem freiheitlichen Sozialismus geben wird“.

„Die Herausgabe der Schriften Richard Löwenthals durch Mike Schmeitzner ist zunächst ein großes Verdienst“, so Jünger, „weil sie die Reflexionen eines deutsch-jüdischen Intellektuellen auf die weltpolitischen Ereignisse und Katastrophen des 20. Jahrhunderts und die Entwicklung von Analysen und Begriffen zu deren Erklärung nachvollziehbar macht.“ Die Einleitung des Werkes durch den Geschichtsprofessor und Wissenschaftlichen Mitarbeiter am HAIT hingegen kritisiert Jünger, ebenfalls promovierter Historiker und Wissenschaftlicher Mitarbeiter — an der Universität Rostock — als „ärgerlich“ und verfälschend. Allein schon der Titel sei „irreführend“, denn bei Löwenthal „taucht der Begriff Bolschewismus kaum auf“. Jünger kritisiert die erkennbar unlautere Intension des Herausgebers, „Karl Marx für den Stalinismus in die Verantwortung zu nehmen und die marxistische Interpretation gesellschaftlicher Entwicklungen durch Löwenthal zu diskreditieren“ (1).

Mit seiner Kritik dürfte der Rezensent eher als der Herausgeber des Buches selbst auf der „Linie“ von Hannah Arendt (1906 bis 1975) liegen. Denn, so schreibt die wohl weltweit noch immer bedeutendste Totalitarismusforscherin in ihrem Brief vom 3. Juni 1949 aus den USA an ihren in die Schweiz übergesiedelten wissenschaftlichen Mentor und lebenslangen Freund Karl Jaspers (1883 bis 1969):

„Man hat nicht nur Angst den Namen Karl Marx in den Mund zu nehmen, sondern jeder kleine Idiot glaubt nachgerade, er habe das Recht und die Pflicht auf Marx herabzuschauen“ (2).

In der begonnenen Atmosphäre der, so Arendt, „Roten-Hetze“ in den USA tat sich besonders der republikanische Senator Joseph McCarthy hervor.

Die „Politiktheoretikerin“ plante, ihr erstmals 1951 in New York erschienenes „Hauptwerk“ „The Origins of Totalitarianism“ (deutsche Übersetzung „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“, erschien 1955) mit einer „fundiertere(n) Beurteilung des Marxismus“ zu ergänzen. „Denn“, so Alois Prinz in seiner Biographie „Hannah Arendt oder Die Liebe zur Welt, „Arendt gefällt es gar nicht, dass ihre Gleichsetzung von Hitler und Stalin bei den notorischen Anti-Kommunisten in Amerika Beifall gefunden hat“ (3).

1948 kehrt Löwenthal als britischer Korrespondent nach Deutschland zurück. Der ehemalige Kommunist, bis 1929 Mitglied der KPD, danach der Leninistischen Organisationen von Walter Löwenheim und „Neu Beginnen“ trat der SPD bei. 1961 wurde er auf Deutschlands erstmals eingerichteten Lehrstuhl für Außenpolitik am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin berufen (4).

Die zentralen Ergebnisse von Löwenthals Forschungen über den Faschismus aus den Jahren 1935/36 fasst Dutschke folgendermaßen zusammen:

„In diesem Aufsatz wird auf die wachsenden Kosten für den Verteidigungs- und Verwaltungsapparat, auf die den Subventionsstaat immer stärker belastenden faul fräs (toten Kosten) hingewiesen. Durch die vom Staat ausgehaltenen unproduktiven Schichten treten neue Tendenzen in der Klassendynamik auf, die das traditionelle Schema von Lohnarbeit und Kapital nicht mehr erfassen kann. Die Unentbehrlichkeit der Produktionsintelligenz für die Reproduktion des Systems wird immer größer, die Entbehrlichkeit der herrschenden Klasse wird auch immer vollständiger. Da die sozialistische Arbeiterbewegung unfähig war, die Wirtschaftskrise sozialistisch zu gestalten, wurde sie zum Objekt der Krise, wurde die ‚Volksgemeinschaft des Bankrotts‘, die in allen Schichten und Klassen zu finden war, immer mehr die bestimmende Kraft der Gesellschaft“ (5).

Daraus leitet Dutschke im Februar 1968 in seiner auf dem „Internationalen Vietnam-Kongreß in West-Berlin“ gehaltenen Rede über „Die geschichtlichen Bedingungen für den internationalen Emanzipationskampf“ ab: „Die historische Funktion des Faschismus war, die proletarische Revolution zu verhindern.“

Und:

„Der heutige Faschismus steckt in den autoritären Institutionen und im Staatsapparat. Den letzten zu sprengen ist unsere Aufgabe, und daran arbeiten wir“ (6).

Geschichtsbewußtsein und praktisch-umwälzende Tätigkeit

Dutschke führt im Einzelnen Gründe für das Scheitern der von der sozialistischen Arbeiterbewegung getragenen „November-Revolution“ von 1918 im Widerpart zur Konterrevolution, desjenigen Lagers also, das im Interesse der geschichtlich überholten und für die Reproduktion des Systems entbehrlichen herrschenden Klasse deren „alte Ordnung“ gewaltsam durchsetzt. Dabei verweist er auf Karl Marx, wonach jede Klasse „ihre historische Mission geschichtlich ‚verpassen‘“ und scheitern kann.

„Andere ‚Klassen‘ müssen dann unter neuen historischen Bedingungen ‚alte Kampfe‘ austragen. Geschichtsbewußtsein und verantwortungsbewußte praktisch-umwälzende Tätigkeit allein vermögen dies zu leisten“ (7).

Dadurch, dass sich die Kräfte der Konterrevolution durchgesetzt haben, „ist es uns nicht erspart geblieben“, so Dutschke. „ihre negative Spitze, den Faschismus, konkret zu erleiden. Die damit verbundene ungeheuere Entmündigung und Erniedrigung der Menschen, die fast vollständige Entpolitisierung der Massen, die Vernichtung der intellektuellen, politischen, menschlichen und wirtschaftlichen Reichtümer bildeten für den ersten Anlauf einer demokratischen Umwälzung die denkbar schlechtesten Voraussetzungen.“

Ernüchternd stellt er zum Fortgang der bundesrepublikanischen Geschichte fest:

„Der Tag der Befreiung sah in den Westzonen die Mitverantwortlichen des Krieges, die Vertreter des Militärs, der Bürokratie, der liberalen Bourgeoisie, die Repräsentanten der ‚inneren Emigration‘ gegen Hitler, kurz, all die Gruppen, die den Faschismus halben Herzens ablehnten und den Kapitalismus mit ganzer Seele liebten, friedlich vereint: sie waren gekommen, um die wieder einmal mögliche und noch notwendigere völlige Verschiebung der Macht- und Eigentumsverhältnisse mit der geschickten Formel von der ‚Wiederherstellung der Freiheit und des Rechtsstaates‘ erneut zu verhindern. Die durch Krieg und Verfolgung geschwächte Sozialdemokratie und die von der Sowjetunion völlig abhängige KPD waren weder willens noch fähig, den Kräften der Restauration ein radikaldemokratisches Programm, die endliche Einlösung der Forderung von 1918, entgegenzuhalten.“

Außerdem erhielten die konservativen Kräfte in der Bundesrepublik „die zusätzliche Chance, durch Beschwörung der kommunistischen Gefahr, durch ideologische Schaffung eines Feindkomplexes, die Mehrheit des Volkes von der Erkenntnis der notwendigen Beseitigung der Wurzeln des Faschismus, der kapitalistischen Produktionsweise, abzulenken“ (8).

Unproduktive Arbeit und tote Kosten

Rudi Dutschke analysierte die politische Lage im Kapitalismus vor mehr als 50 Jahren. Dieser Zustand trifft, inzwischen monopolkapitalistisch/neoliberal zugespitzt, in seinen Grundzügen noch immer zu:

„Mit der Verringerung der Möglichkeiten, die Schranken der Akkumulation durch Ausdehnung des kapitalistischen Feldes zu überwinden — die Welt ist aufgeteilt, die Dritte Welt hat ihren Kampf begonnen — mit dem dadurch bedingten Ausmaß der Kapitalvernichtung, durch Rüstung, künstliche Aufblähung eines gigantischen Bürokraten- und Verwaltungsapparates, struktureller Arbeitslosigkeit, unausgenutzen Kapazitäten, Reklame etc., das heißt also mit dem Anwachsen der gesellschaftlichen toten Kosten, mit dem wachsenden Zurückbleiben der Produktionssteigerung hinter ihren technischen Möglichkeiten treten neue Tendenzen in der Dynamik des Klassenkampfes auf, verändert sich das traditionelle Theorie-Praxis-Verhältnis im Marxismus“ (9).

Auf diese den Reichtum der Gesellschaft aufzehrenden „toten Kosten“, um sie in die Rüstung und andere unproduktive Bereiche des aufgeblähten Subventionsstaates umzuleiten, geht auch David Graeber (1961 bis 2020), Widerstandsaktivist („Occupy Wall Street“) und Autor von unter anderem „Schulden: die ersten 5000 Jahre“ und „Bullshit Jobs“, ein. Für ihn sind „gut und gerne die Hälfte aller Beschäftigungsverhältnisse Schwachsinns-Jobs“ (10).

Und genauso erlebt auch der Großteil der Menschen in den Industriestaaten ihren Arbeitsalltag. „Warum“, so gibt Nils Minkmar vom Spiegel Graebers zentrale Frage wieder, „vergeuden wir unsere Zeit mit sinnlosen Tätigkeiten, wenn wir doch das Leben verbessern können?“ (11)

Der zuletzt an der London School of Economics lehrende Anthropologe verweist auf den englischen Ökonom John Maynard Keynes (1883 bis 1946), der bereits vor mehr als 80 Jahren voraussagte „dass wir alle zu Beginn des 21. Jahrhunderts nur noch vier Stunden täglich arbeiten würden“. „Tatsächlich“, so Graeber im Interview mit Stefan Fuchs, „könnte der technologische Fortschritt unsere Arbeitszeit in dieser Weise reduzieren“. Angesichts der Krise würden wir stattdessen sogar aufgefordert, noch mehr zu arbeiten. Graerber will „bewusst eine bestimmte Arbeitsmoral herausfordern, die wir alle tief verinnerlicht haben wie etwas tief Religiöses“ (12).

Im Interview mit Lea Fauth erinnerte der aus den USA stammende Aktivist an ein in Polen durchgeführtes Experiment, bei dem ausprobiert wurde, „was bei der Abschaffung von Verkehrsregeln passiert: Die Zahl der Unfälle sank, denn die Leute mussten auf einmal darüber nachdenken, was sie tun. Man will uns glauben machen, dass wir Irre sind, die für alles eine Vorschrift brauchen“ (13).

Natur ist alles — Technik ist (im Vergleich) nichts

Auch Dutschke geht es um den „Zusammenbruch der repressiven Arbeitsmoral“ und damit der sich „darauf berufenden sozialen Institutionen in ihrer ganzen Vielschichtigkeit“ und ihren Herrschaftsformen. Diese versuchen „transzendierendes Denken“ durch das Primat der technologischen Rationalität auszuschließen. „Ist doch ein solches für die herrschende Rationalität irrational, ‚politisches Verbrechen‘ und ‚technische Dummheit‘“.

Die Mechanismen der Konformität „gehen von der technologischen zur sozialen Ordnung über; sie beherrschen die Leitungen nicht nur in den Fabriken und Läden, sondern auch in den Büros, Schulen und schließlich im Bereich der Erholung und Unterhaltung“, zitiert der „revolutionäre Sozialist“, der sich selbst dem „antiautoritären Lager“ zurechnet (14), „Herbert Marcuse (Some Social Implications of Technology, in Zeitschrift für Sozialforschung, 1941, S. 421)“.

Dutschke zieht daraus den Schluss, so in seinem Brief „Genehmigte Demonstrationen müssen in die Illegalität überführt werden“ vom April 1965:

„Die tendenziell völlige Arbeitslosigkeit muss für uns, für unsere Praxis, der entscheidende Fixpunkt sein. Von diesem für uns ökonomischen Endziel des technologischen Prozesses her muß sich unsere Strategie konstituieren, müssen sich die einzelnen Schritte theoretisch ausweisen lassen“ (15).

In Graeblers Analysen und Schlussfolgerungen will sich der Autor dieses Beitrags in Zukunft tiefer gehend einarbeiten und zum Thema eines weiteren Beitrags machen. Außerdem mit den Viten, Wirken und Werken wegweisender „Stimmen“ aus dem Kreis des Widerstandes, der Systemkritik und der Revolution — des vergangenen Jahrhunderts — allen voran mit Rosa Luxemburg (1870 oder 1871 bis 1919, ermordet) und Karl Liebknecht (1871 bis 1919, ermordet) sowie mit Eugen Leviné (1883 bis 1919, hingerichtet), mit Erich Mühsam (1878 bis 1934, in KZ-Gefangenschaft gefoltert und ermordet) und Leo Trotzky (1879 bis 1940, ermordet), außerdem weiterhin mit Kurt Tucholsky (1890 bis 1935, vermuteter Freitod), Carl von Ossietzky (1889 bis 1938, an den Folgen der Haftbedingungen und Folterungen in KZ-Gefangenschaft gestorben), mit Nikolai Bucharin, (1888 bis 1938, hingerichtet), Sophie Scholl (1921 bis 1943, hingerichtet), Julius Leber (1891 bis 1945, hingerichtet), Dietrich Bonhoeffer, 1906 bis1945, nach „Standgerichtsurteil“ im KZ hingerichtet), Mahatma Gandhi (1869 bis 1948, ermordet), Ernesto „Che“ Guevara (1928 bis 1967, ermordet), Martin Luther King, (1929 bis 1968, ermordet), Salvador Allende (1908 bis 1973, ermordet), Ulrike Meinhof (1934 bis 1976, „offiziell“ Freitod im Gefängnis Stammheim) (16), Rudi Dutschke (1940 bis 1979 an den (Spät-)Folgen des 1968 an ihm verübten Attentates gestorben), außerdem mit Thomas Sakkara (1949 bis 1987, ermordet) (17) und Chris Hani (1942 bis 1993, ermordet) (18) und anderen.

War das Attentat auf Rudi Dutschke Teil einer Verschwörung?

Dutschke erinnert in seinem Beitrag „Ermordetes Leben (Im Gedenken an die Genossin Elisabeth Käsemann)“ an den 1919 hingerichteten Aktivisten Eugen Leviné, der „nach der Niederlage der Bayrischen Räterepublik vor Gericht, kurz vor der zu erwartenden Erschießung (… gesagt hat): ‚Wir Kommunisten sind Tote auf Urlaub‘“.

„Aber“, so Dutschke, „damit ist weder das Leid und die Qual der Betroffenen, noch die Bitterkeit derer beseitigt, die wissen, wer wieder verlorengegangen ist. Ja, gerade das Wissen darüber, wer, warum, wann und unter welchen Bedingungen von der Konterrevolution ermordet wurde, macht erst jene nachdenkende und solidarische Leidenschaft frei, die für den Klassenkampf unerläßlich ist“ (19).

Zu dem Mordversuch an Rudi Dutschke, dem Attentat vom 11. April 1968, schreibt seine Witwe und Herausgeberin dessen Tagebücher, Gretchen Dutschke:

„Rudi selbst hat die Einzeltäterthese als nicht ausreichend betrachtet. Zu der Zeit waren mehrere Menschen aus der weltweiten Bewegung umgebracht worden, so zum Beispiel Martin Luther King genau eine Woche vor dem Attentat auf Rudi. Wer tötete Martin Luther King? (Ungeklärt ist auch nach wie vor, wer John F. Kennedy erschossen hat, der zwar nicht zur linken Bewegung zählte, aber doch die Feindschaft ultrareaktionärer Kreise auf sich gezogen hatte.) (...) Vielleicht gibt es in Geheimdienstarchiven Hinweise, vielleicht auch nicht. Interessant ist, daß Rudi selbst eine Verschwörung für möglich hielt“ (20).

Auch der Sozialdemokrat Olof Palme, seinerzeit Ministerpräsident Schwedens, wurde 1986 Opfer des von einem „Einzeltäter“ verübten Attentats (21).

In den menschheitsliebenden, emanzipierenden und unbestechlichen Agitatorinnen und Agitatoren sahen die jeweils Herrschenden für sich, für „ihren“ Besitz und „ihre“ Vorrechte, schon immer, zu recht, die größte Gefahr.

Ganz oben in dieser „Reihe der Gefährder“ und „Galerie der Gerechten“ gehörte für Rudi Dutschke der vor rund 2000 Jahren agierende Wanderprediger aus Judäa. In seinem Tagebucheintrag vom 27. März 1964 schreibt Dutschke:

„In diesen Stunden verschied im keuchenden Morgenland der Welt größter Revolutionär — Jesus Christus; die nichtwissenende ‚Konterrevolution‘ schlug ihn ans Kreuz; Christus zeigt allen Menschen einen Weg zum Selbst — diese Gewinnung der inneren Freiheit ist für mich allerdings nicht zu trennen von der Gewinnung eines Höchstmaßes an äußerer Freiheit; die gleichermaßen und vielleicht noch mehr erkämpft sein will“ (22).

Mit den „Pandora Papers“ steht dem umgekehrt eine Liste von Bestechlichen, Raffgierigen und „Schurken“ der Gegenwart gegenüber. Erstellt hatte sie das „Internationale Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ)“. Im Oktober 2021 wurde die Existenz der Papiere bekannt gemacht. Knapp 12 Millionen Dokumente haben Hunderte Journalisten aus 117 Ländern über mehrere Monate ausgewertet, schreibt Werner Rügemer in seinem „Lunapark 21“-Beitrag: „Pandora Papers: Weißwäsche des westlichen Finanzsystems — Es fehlen die wichtigsten Finanzoasen und deren Nutzer“.

In guter Gesellschaft — mit „Geldwäschern“ und „Steuerbetrügern“ in Delaware

Aufgedeckt wurden tausende mutmaßlicher Fälle von Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Betrug. Neben Milliardären, wie dem Unternehmer und seinerzeit amtierenden tschechischen Premierminister Andrej Babiš, und viele andere reiche „Wirtschaftskapitäne“ und Prominenz finden sich unter den „Ertappten“ mehr als 300 Politiker, davon zwei noch aktive Amtsinhaber: der seinerzeit niederländische Finanz- und heutige Außenminister Wolke Hoekstra. Bei dem von ihm über seine Briefkastenfirma heimlich ins Ausland transferierte Vermögen soll es sich vergleichsweise um „Peanuts“ gehandelt haben. Der zweite „steuervermeidende“ Amtsträger ist der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, der ebenfalls eine eigene Briefkastenfirma betreibt (23). Dabei, so heißt es in dem Eintrag zu den „Pandora Papers“ bei „Wikipedia“, „hatte er, vor Amtsantritt seinen Vorgänger noch für selbige Praxis kritisiert“ (24).

Rügemer, Autor unter anderem des Buches „BlackRock & Co. enteignen! Auf den Spuren einer unbekannten Weltmacht“ von 2021, schränkt allerdings ein, dass es in allen Fällen noch unklar sei, ob es sich tatsächlich um Gesetzesverletzungen gehandelt hat. „Das müssten nun die Staatsanwälte klären.“ Er kritisiert an dem Journalistennetzwerk hingegen, dass es mit seiner Dokumentation allenfalls die Hälfte der Wahrheit erzählt. Dessen „investigativer“ Blick richtete sich auf die eher kleinen, und schon bekannten, „Steueroasen“.

„Der größte Standort von Unternehmens- und Banken-Briefkästen der Welt, der US-Bundesstaat Delaware, wird genausowenig erwähnt wie der größte Kapitalorganisator der Welt, BlackRock, der hier seinen rechtlichen und Steuersitz hat und für einen Teil seiner Kunden hier Briefkästen unterhält.“

Der gegenwärtige US-amerikanische Präsident Joe Biden hielt bis 2009 über 35 Jahre lang das Amt des Senators in dem Bundesstaat — mit der Folge, dass heute „die Zahl der Briefkastenfirmen in Bidens homeland (...) mindestens doppelt so hoch (ist) wie die Zahl der Wahlberechtigten“. BlackRock-Topmanager gehören zu seinem Regierungsteam, sie beraten die UNO und die EU — ausgerechnet beim Thema „Nachhaltigkeit“ — und führen, mit Friedrich Merz, in Deutschland die Partei der Christlich Demokratischen Union (CDU) an.

Einen anderen Sinn ergeben die „Aufdeckungen“ der „investigativen Journalisten“, wenn man erfährt, dass die hohen Aufwendungen für ihre internationalen Recherchen und die Koordination durch die ICIJ, mit Sitz in Washington, vor allem „von den Open Society Foundations des bekannten Großspekulanten und US-Multimilliardärs George Soros“ bezahlt werden. Dieser, so Rügemer, finanzierte bereits „die Öffnung ganzer Staaten Osteuropas für die westlichen ‚Werte‘ und Investoren mit Hilfe zahlreicher ‚bunter Revolutionen‘ und mit Hilfe von Stipendien für Journalisten, Oppositionsgruppen und Jungpolitiker, zum Beispiel für Viktor Orban, der dann zum Ministerpräsidenten Ungarns aufstieg“.

So kommt der Rezensent zu dem Schluss:

„Solange ‚Enthüllungen‘ im Stile von ICIJ so ausfallen wie jetzt wieder die Pandora- Papers, dienen sie nicht der Aufklärung, sondern der Gegen-Aufklärung: Greenwashing des westlichen Finanzsystems und Hetze gegen die von der US-Regierung vorgegebenen Hauptfeinde Russland und China“ (25).

Bei geplanten künftigen Beiträgen leiten lassen will ich mich weiterhin auch von der 2021 veröffentlichten Analyse „Vernunft in Quarantäne — Der Lockdown als Zivilisationsbruch und Politikversagen“ von Rudolph Bauer und seinen Folgerungen, wonach es bei der sich immer offenkundiger werdenden „Vermögensspreizung“ im erreichten Stadium des imperialistischen Kapitalismus für die Drahtzieher nur noch zwei Auswege gibt: „entweder die kriegerische Zerstörung im Außen, d. h. die territoriale Eroberung von Ressourcen und Märkten, sowie Wiederaufbaumaßnahmen im Gefolge der Zerstörungen“.

In diesem Zusammenhang nennt der Sozialwissenschaftler, bildende Künstler und Publizist Russland und China, die von der imperialistischen NATO zu Feindbildern stilisiert werden.

„Oder/und das kapitalistische System erzwingt im Inneren eine grundlegende Umwälzung der Produktionsweise. Ziel ist es, die Produktivkräfte im Sinn der industriellen Revolution des ‚Great Reset‘ (Schwab/Malleret 2020) grundlegend umzuschichten und von oben nach unten neu auszutarieren. In diesem Kontext wiederum gilt die Staatsordnung der VR China den westlichen Eliten als Vorbild“ (26).

Vor der von Richard Löwenthal seinerzeit aufgezeigten Alternative steht, meiner Ansicht nach, die Menschheit erneut, beziehungsweise noch immer:

Die Welt versinkt im Faschismus, mit den von Löwenthal beschriebenen Hauptmerkmalen (Steigerung der toten Kosten, Kapitalvernichtung durch militärische Aufrüstung und Aufblähung des Staates, neue reaktionäre Form gesellschaftlicher Organisation) (27) — heute zu ergänzen mit den totalitären Tendenzen der permanenten Überwachung jedes Einzelnen durch „smarte“ Technik und digitales Geld. Oder die Menschen erwachen und stehen auf für ein „Reich der Freiheit“ unter Gleichen und Gerechten.

Dann gelingt der „Turnaround“ des Jugendrat der Generationen Stiftung (28), der „freiheitliche Sozialismus“ — „die Internationale erkämpft das Menschenrecht“. Die Revolution von 1918 würde von „neuen Klassen“ unter neuen historischen Bedingungen nachgeholt, wie von Dutschke angestrebt und, seinerzeit, 1926, auch schon von Kurt Tucholsky herbeigesehnt, so in seinem Lied von 1926 „Vor acht Jahren“ (letzten Strophe): „(...) Ja, damals —! Wie haben sie das getauft? Revolution? Das war keine. Sie haben dich verraten und verkauft. Du denk immer das eine: 1918? Gesegnete Zahl. Nächstes Mal besser. Nochmal. Nochmal“ (29).

Der Hauptfeind steht im eigenen Land

Entscheidend für den Erfolg sind, nach Dutschke, „Geschichtsbewußtsein und praktisch umwälzende Tätigkeit“. Eine Bedingung ist somit aufzuklären und dem Vergessen und der Geschichtsamnesie der gegenwärtigen politischen Führung wirkungsvoll entgegenzutreten. Denn, so Karl Liebknecht:

„Die Feinde des Volkes rechnen mit der Vergeßlichkeit der Massen — wir setzen dieser Spekulation entgegen: Alles lernen, nichts vergessen!“ (30).

Als Zeitdokument und zum Ermutigen folgen drei Fotos von wachen Menschen, die sich bereits für eine bessere, eine friedliche, freie und gerechte Welt in Bewegung gesetzt haben.


Quellen und Anmerkungen:

(1) David Jünger, „R. Löwenthal: Faschismus — Bolschewismus — Totalitarismus, rezitiert für H-Soz-Kult“, H-Soz-Kult Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften, redaktionell betreut durch Michael Lemke, 28. Februar 2011, https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-13671
(2) „Hannah Arendt, Karl Jaspers Briefwechsel 1926 — 1969“, Brief von „Hannah Arendt an Karl Jaspers, 3. Juni 1949“, Lotte Köhler, Hans Saner, Hrsg, München, 2. Auflage, 2001, S. 172 f .;
(3) Alois Prinz, „Hannah Arendt oder Die Liebe zur Welt“, Berlin, 16. Auflage, 2001, S. 151 f.
(4) Richard Löwenthal, „Chruschtschow und der Weltkommunismus“, Angaben zu dem Autoren, Stuttgart 1963;
vergleiche wikipedia, „Neu Beginnen (NB), auch Leninistische Organisation (Org.; LO) oder Miles-Gruppe war eine marxistische Organisation des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus“, Recherche am 24. November 2022, https://de.wikipedia.org/wiki/Neu_Beginnen
(5) Rudi Dutschke, „Ausgewählte und kommentierte Bibliographie des revolutionären Sozialismus von Karl Marx bis in die Gegenwart“, 1966, in: „Geschichte ist machbar — Texte über das herrschende Falsche und die Radikalität des Friedens“, Ausgabe: Berlin, 1981, S. 57
(6) Rudi Dutschke, „Die geschichtlichen Bedingungen für den internationalen Emanzipationskampf (Rede auf dem Internationalen Vietnam-Kongreß in West-Berlin, Februar 1968)“, aaO, S. 105 f.
(7) Rudi Dutschke, „Ausgewählte und kommentierte Bibliographie …“, aaO., S. 45 f.
(8) Rudi Dutschke, „Demokratie, Universität und Gesellschaft (Wir sind dabei die akademische Würde zu verlieren — und das ist gut so)“, Mai 1967, aaO, S. 61 f.
(9) Rudi Dutschke, „Professor Habermas, Ihr begriffsloser Objektivismus erschlägt das emanzipierende Subjekt! (Redebeitrag auf dem Kongreß in Hannover am 9. Juni 1967)“, „Bedingungen und Organisation des Widerstandes“, Kongress unmittelbar nach der Beerdigung von Benno Ohnesorg, der am 2. Juni 1967 auf der Anti-Schah-Demonstration in Berlin von einem Polizisten erschossen worden war, aaO., S. 76 f.
(10) Stephan Lessenich, „Buch über Bullshit-Jobs — Sinn ist halt eine knappe Ressource“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Oktober 2018, https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/bullshit-jobs-david-graeber-auf-sinnsuche-15786827/david-graeber-15819691.html
(11) Nils Minkmar, „Zum Tod von David Graeber, spiegel.de, 3. September 2020, https://www.spiegel.de/kultur/david-graeber-gestorben-nachruf-auf-anthropologen-und-occupy-vordenker-a-051d812f-92cf-4fbd-934a-a34a907aa5b0
(12) Stefan Fuchs, „Nur der Vier-Stunden-Tag kann uns noch retten“, Der Freitag, 11. Juli 2013, https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/nur-der-vier-stunden-tag-kann-uns-retten
(13) Lea Faut interviewt David Graebler, „Man will uns irre machen — Bürokratie gründet immer auf Gewalt und führt zu Dummheit“, Der Freitag, 19/2016, https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/man-will-uns-irre-machen;
vergleiche „Gesetze entstehen aus gesetzwidrigen Aktivitäten“, „Das Kapitalismustribunal — Zur Revolution der ökonomischen Rechte (Das rote Buch)“, Alix Faßmann, Anselm Lenz und Hendrik Sodenkamp, hrsg., Haus Bartleby e.V. Passagen, Wien, 2016, S. 85—87;
vergleiche Salih Muslim, „David wird in unserem Kampf weiterleben — Nachruf Rojava trauert um David Graeber, der sich stets für die Sache der KurdInnen stark machte, schreibt Salih Muslim, der Ex-Vorsitzende der PYD“, Der Freitag, 6. September 2020, https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/david-wird-in-unserem-kampf-weiterleben
(14) Rudi Dutschke, aaO, S. 116, und unter anderem S. 73, S. 101;
vergleiche Roland Rottenfußer, „Mord mit Ansage — Heute vor 50 Jahren wurde auf Rudi Dutschke geschossen“, Rubikon, 11. April 2018, https://www.rubikon.news/artikel/mord-mit-ansage
(15) Rudi Dutschke, „Genehmigte Demonstrationen müssen in die Illegalität überführt werden (Brief zum Münchner Konzil der ‚Subversiven Aktion’, April 1965)“, aaO, S. 27 f.
(16) Michael Sontheimer, „Ulrike Meinhofs Selbstmord 1976 — Meisterin des Moralisierens“, Der Spiegel, 9. Mai 2016, https://www.spiegel.de/geschichte/ulrike-meinhofs-selbstmord-1976-meisterin-des-moralisierens-a-1090361.html;
vergleiche „Exklusiver Text von Ulrike Meinhof — In diesem Land möchte ich alt werden“, Der Spiegel, 14. August 2016, https://www.spiegel.de/spiegel/ulrike-meinhof-lesen-sie-hier-einen-bislang-unbekannten-essay-a-1107444.html;
vergleiche „Brief von Gustav Heinemann an Ulrike Meinhof“, Südfunk Aktuell, Kurt Sauerborn, Moderation, SWR2 Archivradio, 16. Dezember 2022, https://www.swr.de/swr2/wissen/archivradio/brief-von-gustav-heinemann-1974-an-ulrike-meinhof-100.html;
vergleiche Alois Prinz, „Lieber wütend als traurig — Die Lebensgeschichte der Ulrike Marie Meinhof“, Weinheim Basel, 2007

(17) Paul Soldan, „Wie viel Zeit denkt ihr, haben wir?“, Multipolar, 3. Mai 2022, https://multipolar-magazin.de/artikel/wie-viel-zeit-denkt-ihr-haben-wir;
vergleiche Jeremy Loffredo & Whitney Webb; „Tansanias verstorbener Präsident Magufuli: „Wissenschafts-Leugner“ oder Bedrohung für das Imperium?“, Linke Zeitung, 4. April 2021, https://einarschlereth.blogspot.com/2021/04/tansanias-verstorbener-prasident.html;
(18) „Chris Hani — Das Porträt“, Taz, 13. April 1993, taz.de, https://taz.de/Chris-Hani/!1621100/;
vergleiche Marjorie Jobson, „Darf der Mörder von Chris Hani auf freien Fuß“, Afrika Süd, Heft 2/2016, Hrsg, issa Informationsstelle südliches afrika, https://www.afrika-sued.org/ausgaben/heft-2-2016/darf-der-moerder-von-chris-hani-auf-freien-fuss-/
(19) Rudolf Dutschke, „Ermordetes Leben (Im Gedenken an die Genossin Elisabeth Käsemann)“, aaO, S. 172;
zu der Ermordung von Elisabeth Käsemann durch den Geheimdienst der argentinischen Militärjunta 1977 vgl. Katharina Graça Peters und Maria Marquart (Mitarbeit) „Sadisten von ‚El Vesubio‘“,spiegel.de, 12. Juli 2011, https://www.spiegel.de/politik/ausland/folteropfer-elisabeth-kaesemann-argentiniens-richter-urteilen-ueber-die-sadisten-von-el-vesubio-a-772209.html und
„Folter, Mord und Schweigen — Der Fall Käsemann und die deutsche Nationalelf“, Focus online, 5. Juni 2014, https://www.focus.de/politik/deutschland/es-ist-nicht-zu-entschuldigen-folter-mord-und-schweigen-der-fall-elisabeth-kaesemann_id_3900755.html sowie
Jürgen Vogt, „Errmordete Elisabeth Käsemann — Die Guerilla; Die 1977 in Argentinien ermordete Studentin Elisabeth Käsemann war keine Pazifistin. Sie sei aktives Mitglied der PRT-ERP gewesen, sagt ihr Lebensgefährte“, Taz, 8. Juli 2014, https://taz.de/Ermordete-Elisabeth-Kaesemann/!5038219/
(20) Gretchen Dutschke, „War das Attentat eine Verschwörung?“, in „Rudi Dutschke; Jeder hat sein Leben ganz zu leben — Die Tagebücher 1963 — 1979“, Köln 2005, S. 390 f.
(21) Dietmar Pieper, „Fall Olof Palme nach 34 Jahren gelöst — Der Mörder tarnte sich als Zeuge“, spiegel.de, 10. Juni 2020, https://www.spiegel.de/ausland/mord-an-olof-palme-aufgeklaert-ein-einzeltaeter-keine-verschwoerung-a-4aa08ffa-3ee8-4631-9bf1-dfcedbf9e3aa; vergleiche Andreas Förster, „Attentat auf Olof Palme — So nah war die Stasi am Mordverdächtigen dran“, Cicero, 12. März 2016, (https://www.cicero.de/aussenpolitik/mordfall-olof-palme-zum-30-jahrestag-des-schwedischen-kennedy-attentats/60604;
(22) Rudi Dutschke, „27. April 1964, Berlin“, „Tagebücher“, aaO, S. 20
(23) Werner Rügemer, „Pandora Papers: Weißwäsche des westlichen Finanzsystems — Es fehlen die wichtigsten Finanzoasen und deren Nutzer“, Lunapark 21, 56/2021, S. 20 f., https://www.lunapark21.net/pandora-papers-weisswaesche-des-westlichen-finanzsystems/
(24) „Pandora Papers“, wikipedia, Recherche am 30. November, 2022, https://de.wikipedia.org/wiki/Pandora_Papers
(25) Werner Rügemer, aaO
(26) Rudolph Bauer, „Vernunft in Quarantäne — Der Lockdown als Zivilisationsbruch und Politikversagen“, Bergkamen, 2021, S. 5 f.
vergleiche Daniel Sandmann, „Kapitalismus als Karzinom — Rudolph Bauer zeigt in seinen Aufsätzen, dass linke Corona-Kritik zwingend ist“, Rubikon, 2. Juni 2021, https://www.rubikon.news/artikel/das-karzinom-des-kapitalismus
(27) vergleiche Rudi Dutschke, aaO, S. 57
(28) Franziska Heinisch unter anderem, „Turnaround statt Selbstauslöschung und Zerstörung“, in: „Ihr habt keinen Plan. Darum machen wir einen — 10 Bedingungen für die Rettung unserer Zukunft“, Der Jugendrat der Generationen Stiftung, Claudia Langer, Hrsg., 2. Auflage, München 2019, S. 46 f.
(29) Kurt Tucholsky (Pseudonym Theobald Tiger), „Vor acht Jahren“, Die Weltbühne, 16. November 1926
(30) Karl Liebknecht, „Der Hauptfeind steht im eigenen Land!“, Flugblatt von Mai 1915, zitiert aus: „Reden und Schriften gegen Militarismus und Krieg“, Berlin 2019, S. 173 f.,
vergleiche Alexander Neu, „Das wiederholte Versagen der SPD“, Nachdenkseiten, 20. September 2022, https://www.nachdenkseiten.de/?p=88234

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Durchblick, unter der Brücke am Bahnhof Friedrichstraße. Auf der Abschlusskundgebung der von „Querdenken Stuttgart 711“ organisierten Großdemonstration am 1. August 2020 in Berlin verkündet Michael Ballweg — zur Zeit aus angeblich nicht politischen Gründen eingesperrt im Gefängnis Stammheim — das „Ende der Pandemie“. Vier Wochen später, auf dem ebenfalls maßgeblich von dem Aktivisten organisierten „Fest der Freiheit“ spricht auch Robert F. Kennedy Jr. , https://tagesereignis.de/2020/08/politik/rede-robert-kennedy-auf-der-querdenken-demo-simultan-auf-deutsch/18408/. Foto: Falke

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Bei der Auftakt-Demonstration zur „Woche der Demokratie“ am 1. August 2022 zeigen Mütter, was sie von dem Nachgeplapper der Vorgaben aus Pharma-Monopolen und ihrer multimillardenschweren Eigentümer durch deutsche und EU-Politikerinnen und -Politiker halten: „alles Lüge!“ und „nichts!“. Ihre Kinder geben sie für deren Genexperimente — und Profite — jedenfalls nicht her. Foto: Falke

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Bürgerinnen und Bürger mit klaren Vorstellungen und souveräner Haltung stehen auf für „Frieden jetzt! Ohne Waffen!“. Zum Schluss, am 5. November 2022, auf dem Berliner „Alex“, zwischen Karl-Liebknecht-Straße und Karl-Marx-Allee, trug der Musikproduzent und „Die Linke“-Politiker Diether Dehm erstmals seine Neukomposition „Ami go home“ vor (https://www.youtube.com/watch?v=4P3DQpC1OwI). Foto: Falke

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