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Ignorantes Imperium

Ignorantes Imperium

Die USA testen scheinbar gar nicht erst auf das Coronavirus — und belügen die eigene Bevölkerung.

von Larry Romanoff

„Tests auf das Coronavirus sind in New York City noch nicht verfügbar.“ Alle Berichte besagen, dass die US Centers for Disease Control (CDC), nicht auf das neue Coronavirus testen und dass es in den USA ohnehin keine zuverlässigen Tests gibt. Das ist in diesem Bereich bar jeder rationalen Erklärung. In den USA gibt es vielleicht viele Tausende von Coronavirus-Infektionen, was jedoch niemand weiß, da die CDC nicht auf das Virus testet. Die CDC hat eine Reihe von Testkits produziert, die reine Zufallsergebnisse, positiv oder negativ, lieferten, dem folgte die Anweisung, die Testkits als unzuverlässig zu verwerfen (1).

Mehrere US-Bundesstaaten sagten, dass die neuen Testkits nicht funktionierten, andere erklärten, sie seien völlig unzuverlässig (2). New York City berichtete, dass die von der Regierung ausgegebenen Tests fehlerhaft seien und „man sich nicht darauf verlassen könne, dass sie ein genaues Ergebnis liefern“. Diese fehlerhaften Testkits wurden jedenfalls in die ganze Welt verschickt, aber meines Wissens hat die CDC diese Informationen an niemanden außerhalb der USA weitergegeben.

Zudem haben amerikanische Krankenhäuser infizierte Patienten auf der Grundlage dieser fehlerhaften Tests entlassen, wobei die CDC erklärte, in vielen Situationen seien die Testergebnisse bei denselben Patienten abwechselnd negativ und positiv ausgefallen (3).

Eine US-Medienquelle sagte, dass Kalifornien im gesamten Bundesstaat nur 200 geeignete Testkits habe und nur ein paar weitere irgendwo anders im Land. Ich konnte jedoch keinen Beweis dafür finden, dass die CDC scheinbar nichts weiter tut, als neue Testkits vorzubereiten. Die Ursache, warum die CDC keine COVID-19-Infektionen feststellen kann, liegt wohl darin begründet, dass die CDC nicht testet, auf jeden Fall nicht in der Lage ist, zuverlässige Tests durchzuführen.

Man kann seine Freude daran haben, über die USA zu spotten, darüber, dass sie nicht in der Lage sind, zuverlässige Tests durchzuführen. Da die Amerikaner nicht generell unfähig sind, wirft das leider viele Fragen auf.

Es scheint bizarr, dass die CDC zwar schnell zuverlässige Tests entwickeln und landesweit anwenden könnte, es aber offenbar vorzieht, dies nicht zu tun, und das zu einer Zeit, in der Kalifornien und andere Staaten bereits den Notstand erklärt haben und das Weiße Haus Flüge nach China storniert und 2 Milliarden Dollar für die Finanzierung der Virusinfektion beantragt hat. Medienberichten zufolge haben die USA nur etwa 450 Tests durchgeführt, während selbst viel kleinere Nationen viele Zehntausende testen konnten (4).

Die erste US-Patientin mit einer Infektion aus unbekannten Quellen wurde erst getestet, nachdem sie fast eine Woche lang auf der Intensivstation an einem Beatmungsgerät gelegen hatte. Das Krankenhaus behauptete, dass es „fünf Tage lang nicht in der Lage war, sie testen zu lassen, und behauptete, die CDC lehnte es ab, Infizierte zu testen, die nicht in die von dem Ausbruch betroffenen Regionen gereist waren“. Es scheint, dass die CDC sich einfach weigerte, einen Test durchzuführen, obwohl sich die Patientin in einem kritischen Zustand befand (5).

In der Zwischenzeit hat eine chinesische Firma einen präzisen Test für COVID-19 in die Massenproduktion gegeben, der die höchste europäische Zertifizierung erhalten hat und nun weltweit vermarktet wird. Das chinesische Unternehmen für genomische Sequenzierung BGI hat internationale Anerkennung und umfangreiche Aufträge für seine Testkits auf das neuartige Coronavirus erhalten. Es wurden bereits viele Hunderttausende in mehr als 25 Länder geliefert und das Unternehmen bearbeitet Aufträge für weitere 25 Länder. Wenn die CDC zuverlässige Tests haben wollte, könnte sie sie zum Beispiel einfach in China bestellen (6).

Laut Schätzungen der CDC hat es in dieser Grippesaison mindestens 29 Millionen Erkrankungen, 280.000 Krankenhauseinweisungen und 16.000 Todesfälle gegeben (16). Sowohl Japan als auch Taiwan gaben an, dass die amerikanischen Coronavirus-Todesfälle — potenziell zu Tausenden — durch Todesfälle verdeckt werden, die auf die saisonale Grippe zurückgeführt werden, da nicht getestet wurde. Falls diese Todesfälle doch getestet wurden, werden die Ergebnisse nicht veröffentlicht (7, 8).

Die chinesische Nachrichtenwebsite Huanqiu (9) berichtete über einen Fall in den USA, bei dem Ärzte dem Verwandten einer Frau gesagt hatten, sie sei an der Grippe gestorben, auf dem Totenschein aber das Coronavirus als Todesursache angegeben war. Am 26. Februar berichtete das KJCT8 News Network der ABC News Network, eine Frau habe kürzlich den Medien berichtet, ihre Schwester sei an einer Coronavirusinfektion gestorben. Almeta Stone aus Montrose, Colorado, sagte:

„Sie (das medizinische Personal) informierten uns darüber, dass es sich um eine Grippe handelte, und als ich den Totenschein erhielt, war als Todesursache das Coronavirus angegeben“ (10).

Wir können die Anzahl solcher Fälle in den USA nicht ermitteln, aber da die CDC offenbar keine zuverlässigen Tests hat und nur wenige oder keine Tests auf das Virus durchführt, könnte es noch weitere Fälle geben. Wie ich bereits in einem früheren Artikel (11) erwähnt habe, kamen Virologen aus Japan und Taiwan zu dem Schluss, dass dies auf die bereits erfolgte Ausbreitung des Coronavirus in den USA hindeuten könnte, wobei die Symptome jedoch offiziell anderen Krankheiten zugeschrieben und somit möglicherweise verschleiert wurden.

In bedeutenden chinesischen Medien, die normalerweise nichts Spekulatives veröffentlichen, wurde ausführlich über Folgendes berichtet: Der US-Bürger Dr. Paul Cottrell sagt, er habe die Kopie einer Nachricht zwischen einem Mitarbeiter der US-CDC und einem Hörer seines Senders erhalten. Laut der offiziellen Webseite der CDC betrug die Zahl der insgesamt bestätigten Coronavirus-Fälle in den USA zum 21. Februar 2020 35, aber in der an Cottrell kopierten Nachricht stand:

„Es gab bereits über 1.000 Fälle in den USA, obwohl sie in den Nachrichten die Dinge vorerst nur verschweigen und der Öffentlichkeit weit weniger berichten.“

In der Nachricht gab die angebliche CDC-Quelle an, dass „die CDC zu diesem Zeitpunkt Fälle in über 32 Staaten vermutet“. Cottrell sagt, er habe bisher keine Bestätigung der Nachricht oder ihres Inhalts von der CDC erhalten können, aber auch kein Dementi. Cottrell ist Doktorand, hat sein Premed-Studium (Anmerkung der Übersetzerin: Die Bezeichnung pre-med kommt daher, dass Medizin in den USA ein Graduiertenstudiengang ist. Pre-med Studenten sind Studenten in Bachelorstudiengängen, deren Curriculum auf die Bedürfnisse im späteren Medizinstudium zugeschnitten ist) absolviert und ist derzeit in einem Biologie-Masterprogramm in Harvard eingeschrieben (12).

Darüber hinaus bemüht sich nun ein hoher Beamter des Gesundheitsministeriums, HHS, um bundesstaatlichen Schutz vor Versuchen, ihn zum Schweigen zu bringen, nachdem er behauptet hatte, dass die US-Regierung keine angemessenen Vorkehrungen gegen den COVID-19-Ausbruch getroffen habe. In der Beschwerde wurde angegeben, dass Mitarbeiter des Bundesgesundheitsdienstes „unsachgemäß eingesetzt“ wurden, um den aus Wuhan, China, evakuierten Amerikanern in Quarantäne zu helfen, und dass sie „nicht angemessen ausgebildet oder ausgerüstet waren, um in einer Notfallsituation des öffentlichen Gesundheitswesens zu operieren“, so ein Bericht der Washington Post und Auszüge der Beschwerde, die sie von anderen Medien erhalten hatten (13).

Da gibt es aber noch ein weiteres, sehr merkwürdiges Teilchen dieses scheinbaren Puzzles. Im August 2019 schloss die CDC das Biowaffenlabor des US-Militärs in Fort Detrick (USAMRIID) wegen „Biosicherheitsgefahren“ vollständig. Sie erließ eine Unterlassungsanordnung, die gesamte Forschung bis auf weiteres sofort einzustellen, aber interessanterweise nahmen die US-Medien von diesem Ereignis fast keine Notiz. Man könnte meinen, dass angesichts einer solch drastischen Maßnahme stark zunehmende Tests obligatorisch wären, aber in diesem Fall offenbar nicht. Dennoch berichteten die taiwanesischen Medien im September 2019 über COVID-19-Infektionen von Taiwanern, die aus den USA, aus Hawaii, stammten. In den letzten beiden Oktoberwochen fanden in Wuhan die World Military Games statt (14, 15, 16)

Es mag erwähnenswert sein, dass dies nicht das erste Mal war, dass solche Bedenken aufkamen. Zwischen 2005 und 2012, dafür habe ich die letzten genauen Daten beziehungsweise Zahlen, erhielt die CDC 1.059 „Freisetzungsberichte“ — das ist die durchschnittliche Zahl der Vorfälle, die alle paar Tage stattfinden, bei denen gefährliche Krankheitserreger „gestohlen, verloren, freigesetzt wurden, die eine berufliche Exposition verursachen oder außerhalb der primären Bioabdichtungsbarrieren freigesetzt wurden“.

Die New York Times und die westlichen Medien stellten China wegen mehrerer kleiner Lecks, wo ein Virus vor zehn Jahren freigesetzt wurde, an den Pranger, aber die Amerikaner hatten 1.057 ernsthaftere Freisetzungen als China im gleichen Zeitraum, viele davon mit tödlichen Krankheitserregern (17, 18, 19, 20, 21, 22)


Redaktionelle Anmerkung: Dieser Text erschien zuerst unter dem Titel „Why is the US apparently not testing for the COVID-19 Coronavirus". Er wurde von Patricia Kölb aus dem ehrenamtlichen Rubikon-Übersetzungsteam übersetzt und vom ehrenamtlichen Rubikon-Korrektoratsteam lektoriert.


Quellen und Anmerkungen:

(1) https://www.independent.co.uk/news/world/americas/coronavirus-tests-new-york-us-cases-kits-trumpcdc-results-a9365921.html
(2) https://www.reuters.com/article/us-china-health-usa-idUSKBN2062HT
(3) https://www.shine.cn/news/world/2003023225/
(4) https://www.washingtonpost.com/health/2020/02/25/cdc-coronavirus-test/
(5) https://www.shine.cn/news/world/2002283012/
(6) https://www.chinadailyhk.com/article/123275
(7) https://www.thedailybeast.com/coronavirus-testing-in-the-us-is-somehow-looking-worse-by-the-day
(8) https://www.cdc.gov/flu/weekly/index.htm
(9) https://www.huanqiu.com/
(10) https://www.shine.cn/news/world/2003023225/
(11) https://www.globalresearch.ca/china-coronavirus-shocking-update/5705196
(12) http://en.people.cn/n3/2020/0224/c90000-9661463.html
(13) http://en.people.cn/n3/2020/0228/c90000-9663208.html
(14) https://www.medicaldaily.com/cdc-shuts-down-militarys-deadly-diseases-lab-over-safety-concerns-440475
(15) https://cbrn.dfns.net/2019/08/07/cdc-shuts-down-usamriid-lab/
(16) https://www.nytimes.com/2019/08/05/health/germs-fort-detrick-biohazard.html
(17) https://www.scientificamerican.com/article/cdc-botched-handling-of-deadly-flu-virus/
(18) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK285575/
(19) http://www.documentcloud.org/documents/2842494-CDC-2008-Autoclave-Potential-Exposure-Incident.html
(20) https://www.cdc.gov/media/releases/2014/p0711-lab-safety.html
(21) https://www.usatoday.com/story/news/2016/06/02/newly-disclosed-cdc-lab-incidents-fuel-concernssafety-transparency/84978860/
(22) http://www.documentcloud.org/documents/2842405-CDC-Email-13May2011-Re-Tech-Leaving-Lab-Without.html


Larry Romanoff ist Unternehmensberater und Geschäftsmann im Ruhestand. Er hatte leitende Positionen in internationalen Beratungsfirmen inne und besaß ein internationales Import-Export-Geschäft. Er war Gastprofessor an der Fudan-Universität in Shanghai und präsentierte Fallstudien zu internationalen Angelegenheiten für leitende EMBA-Klassen. Romanoff lebt in Shanghai und schreibt derzeit einer Serie von zehn Büchern, die sich allgemein auf China und den Westen beziehen. Er arbeitet häufig für Global Research.

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