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Harter Schlag gegen Amazon!

Harter Schlag gegen Amazon!

Die Aktien des Börsengiganten brechen ein, nachdem eine deutlich bessere Version von Alexa entdeckt wurde.

Er sah sich in der Kneipe um und entdeckte einige der Bardame ähnliche Modelle. Nachdem er zwei, drei angesprochen hatte, war er erfolgreich: Elaxe war nicht abgeneigt, sich mit ihm anzufreunden. Nach einigen Wochen, in denen Elaxe schon wie erwartet verschiedene Aufträge erfüllt hatte, zog sie bei ihm ein.

„Leg mal Bier in den Kühlschrank, saug mal Staub, das Bad ist dreckig, bring mir mal einen Schnaps, mach mal Frühstück, schalt mal den Fernseher ein, leg mal meine Lieblings-CD auf, hol die Zeitung rauf“, alles lief wie am Schnürchen.

Besonders gefiel ihm, dass er Elaxe, anders als Alexa, auch mit ins Bett nehmen konnte. Auch da erfüllte sie alle seine Wünsche, auch die geheimsten.

Getrübtes Glück

Mit der Zeit veränderte sich das Verhalten von Elaxe aber. Sie hatte den Wunsch nach einer neuen Handtasche und neuen Schuhen, die zu ihrem grünen Kleid passen. Als diese Handtasche dann aber 800 Euro kosten sollte, musste Horst doch schlucken.

Der nächste Schritt ließ nicht lange auf sich warten: „Bring Du mal den Müll runter, Du kannst Dich ruhig mehr bewegen“. Und die Aufforderung, Bier zu holen, konterte Elaxe mit einem „Mach Du das mal. Und Du kannst mir dann auch gleich einen Wein mitbringen“.

Es wurde immer schlimmer. Nach einigen Wochen saß Elaxe nur noch vorm Fernseher; auch im Bett ließ die Wunscherfüllung zu wünschen übrig.

Elaxe freundete sich in den nächsten Wochen dann mit vergleichbaren Modellen an, die Sie auch immer häufiger besuchte. Besonders ärgerte Horst, dass sie offenbar mit Ihren Freundinnen über ihn sprach, beziehungsweise über ihn herzog, wie er eines Tages zufällig beim Telefonieren mithören konnte: Er sei ein fauler Sack, im Bett ein Versager und würde immer fetter.

Es ist aus

Schon häufiger hatte Horst sich in letzter Zeit gefragt, ob Alexa nicht doch die bessere Assistentin war. Aus dem Haus jagte Horst Elaxe aber erst, als er mitbekommen hatte, dass sie hinter seinem Rücken seine Post las, ihm nachspionierte, wenn er auf Kneipenbesuch war, und, das brachte dann die Entscheidung, sich Zugang zu seinem Konto verschafft hatte und auf seine Kosten Einkäufe machte.

Ungetrübtes Leben mit Alexa

Nun war es wie früher. Alexa spielte seine Lieblingsmusik ab, las ihm die Nachrichten vor, bestellte Bier, regelte die Heizung, schlug Reiseziele vor und buchte eine gewünschte Reise auch, … nur in der Nacht hatte Horst manchmal noch Sehnsucht nach Elaxe und fragte sich dann, ob es nicht hätte besser laufen können, wenn er wenigstens auf einige ihrer Bitten eingegangen wäre.

Mit der Zeit passierten jedoch merkwürdige Dinge, über die Horst sich wunderte.

Wieso verstand sein Smartphone immer besser seine Sprache, wieso bekam er auf seinem Laptop Werbung zu der von Alexa gebuchten Reise, warum machte ihm Alexa nach einer Bestellung bei Amazon Vorschläge für ergänzende Produkte? Aus allen Wolken fiel Horst aber, als er Alexa beauftragte, einen üppig ausgestatteten PC für Spiele zu bestellen. Alexa reagierte mit der Warnung: „Horst, Dein Konto ist doch seit 6 Monaten stark überzogen. Das mache ich nicht!“

Sollte auch das Leben mit Alexa nicht ungetrübt bleiben?

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