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Ganzheitlicher Frieden

Ganzheitlicher Frieden

Dada Madhuvidyananda, Gründer der Bewegung „Menschliche Welt“, spricht im Exklusivinterview über seinen Ansatz, Frieden für Gesellschaft und Individuum zu schaffen.

Die exotische Erscheinung des Dada — langes Haar, grauer Bart und die orangene Mönchsrobe samt Turban — lässt auf dem ersten Blick nicht vermuten, dass er mit seiner Partei in die klassisch politischen Vertretungsorgane Deutschlands und Europas einziehen möchte. Anstatt zurückgezogen in buddhistischen Klöstern oder in kleinen Yoga-Runden zu kontemplieren und seine spirituellen Lehren in eingeschworenen Kreisen zu verkünden, wagt der charismatische Mönch den offenen Schritt in das politische Herz Deutschlands und möchte Menschlichkeit sowie Spiritualität zu einem festen Bestandteil der parlamentarischen Politik machen.

Diese parteipolitischen Bestrebungen, so der Dada, gehören zu seiner ganzheitlichen dreigliedrigen Strategie, um nachhaltig Frieden und Gerechtigkeit in der Welt zu schaffen. Um in der Friedensarbeit wirklich erfolgreich sein zu können, müsse sich zunächst jeder Mensch in einem inneren Frieden gründen. Das stelle das erste Glied des Ansatzes dar und könne beispielsweise durch Achtsamkeitspraktiken, wie Meditation und Yoga, erreicht werden. Auf dieser Grundlage müsse man als Kollektiv wacher und friedensbewegter Menschen gemeinsam eine Kultur des Friedens schaffen, beispielsweise durch Kunst und Musik. Auch die parlamentarische Opposition und der friedliche Protest gegen die herrschenden Verhältnisse gehören laut Dadas ganzheitlichen Philosophie zum zweiten Glied des Ansatzes.

Um jedoch die individuelle und kulturelle Friedensarbeit in konkrete und wirkmächtige Friedenspolitik umwandeln zu können, erachtet der gelehrte Yoga Mönch das dritte Glied, die parlamentarische Arbeit, als unerlässlich.

Dominik Lauer, Schüler des Dada und freiwilliger Vollzeitmitarbeiter der Partei „Menschliche Welt“, betont den Aspekt, dass sich die drei Glieder des Ansatz gegenseitig ergänzen: eine wirklich fruchtende kulturelle Friedensarbeit könne nur stattfinden, wenn das Individuum für sich selbst den inneren Frieden praktiziert. Andersherum wirke sich das gesellschaftliche Engagement auch positiv auf den inneren Entwicklungsprozess aus.

In Anbetracht der akuten Kriegsgefahr, den geopolitischen Spannungen und der Umweltzerstörung ist nach Ansicht des Dada aber eine gewisse Gelassenheit und Geduld gefragt. Der Weg zum Frieden sei ein langwieriger Entwicklungsprozess, und bei einem überstürzten Anlauf würde es in einen unnachhaltigen Scheinfrieden münden.

Die Strategie des dreigliedrigen Ansatzes müsse zudem von wohlwollenden Führungspersönlichkeiten begleitet werden. Der Mensch brauche die Führung von reflektiert und altruistisch handelnden Menschen, die die Masse zu einem Wandel bewegen können.

Anders als an den Infoständen der etablierten Parteien, wo vornehmlich kurz vor den Wahlen um die Stimmen der Passanten gerungen wird und interessierte Bürger mit auswendiggelernten Phrasen und Kugelschreibern mit Parteilogo abgefertigt werden, fanden wir am Infostand des Dada empathische und tiefgründige Menschen vor, mit denen man offen und kritisch über jedes Thema diskutieren kann. Bei einem Wahlerfolg der Partei „Menschliche Welt“ wäre es sicherlich ein erster Schritt hin zu einem „menschlicheren Parlament“.


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