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Fassaden-Demokratie und Tiefer Staat

Fassaden-Demokratie und Tiefer Staat

KenFM im Gespräch mit Rubikon-Kolumnist Ullrich Mies, Mitherausgeber von „Fassaden-Demokratie und Tiefer Staat“.

Während eine Diktatur keinen Hehl daraus macht, wer konkret und absolut das Sagen hat, ist die Repräsentative Demokratie den ganzen Tag und auf allen Ebenen damit beschäftigt, die Bürger überall auf der Welt über die tatsächlichen Machtverhältnisse zu täuschen. Das fängt bei der Bildung an und hört im Parlamentarismus auf.

Die Schlüsselrolle in dieser Fake-Demokratie haben die Medien. Ihr Hauptziel, um Noam Chomsky zu zitieren, besteht darin, uns von allem wichtigen fernzuhalten. Wir sollen uns mit Shopping, Sport oder Sex befassen. Was wir nicht sollen, ist hinter die Kulissen zu schauen. Wer es dennoch wagt und diese Demokratie-Show entzaubert, indem er der Dauer-Propaganda echte Fakten entgegenhält, wer sich seine eigene Meinung bildet, anstatt die der herrschenden Elite zu übernehmen, bekommt es unmittelbar mit dem zu tun, was man Tiefenstaat nennt.

Der Tiefenstaat ist so unsichtbar wie die Software in einem Computer, aber niemand würde auf die Idee kommen zu behaupten, es gäbe auf einem Rechner nur die Benutzeroberfläche.

Die Benutzeroberfläche des Tiefenstaates ist die Repräsentative Demokratie. Unter dieser Oberfläche existiert ein bewährtes, stabiles Netz der Macht, bestehend aus Geheimdiensten, Militär, Medien und Banken. Ein Kartell, das längst global agiert, Kriege anzettelt, Meinungen macht und über Think-Tanks und Stiftungen dafür sorgt, dass jeder, der stellvertretend in eine Machtposition gehievt wird, gar nicht mitbekommen hat, dass man ihn schon von frühester Jugend an dressiert und damit „abgerichtet“ hat.

Menschen in Schlüsselpositionen, die gar nicht wissen, dass „ihre“ Haltung gar nicht von ihnen stammt sondern via Gruppenmanipulation verabreicht wurde, sind nützliche Idioten, wenn es darum geht, im Falle X auch Kriege zu rechtfertigen. Demokratische Kriege, wohlgemerkt.

Es reicht ein Blick auf die Verteilung des Reichtums auf diesem Planeten, um zu erkennen, dass von fairer Teilhabe der Macht keine Rede sein kann, wenn gerade einmal acht Personen soviel besitzen wie die ärmere Hälfte der Menschheit, sprich 3,7 Milliarden Menschen. Das sind 3.700 Millionen! Ökonomische Macht korreliert stets mit politischer Macht. Geld regiert die Welt, weiß der Volksmund und hat absolut recht.

KenFM traf den Autor Ullrich Mies, der sich in seinem aktuellen Buch intensiv mit dem Status quo der Macht auseinandergesetzt hat und dabei zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens zum Tiefenstaat zu Wort kommen lies. Das Buch trägt den bezeichnenden Titel „Fassadendemokratie und Tiefer Staat“ und wurde im Mainstream, der konzerngelenkten Presse, natürlich totgeschwiegen. Warum sollte man sich selber enttarnen?!

KenFM versteht sich nicht als alternatives Medium. Wir machen Presse und schaffen Transparenz. Die, die uns als Alternative Medien bezeichnen, sind in Wahrheit selber die Alternative. Eine alternative zu dem, was man Wahrheit nennen könnte.

Die Massenmedien als Teil der Gehirnwaschmaschine des Tiefenstaates lügen nicht, sie lassen nur den Teil der Realität weg, den man benötigt, um sich ein vollständiges Bild der Gegenwart zu machen. Mit dem Internet hat dieses System ein gigantisches Datenleck bekommen. Dieses Leck ist der Hauptgrund der „Krise“ der Demokratie und des Tiefenstaates. Das Volk weiß inzwischen zu viel. Macht und Transparenz widersprechen sich in diesem System, nur hat es keinen Sinn, Menschen, die fest in Schlüsselpositionen installiert wurden, dazu zu bewegen, mal über den Tellerrand zu blicken, Zweifel zuzulassen. Wir, die wir außerhalb des Systems Position bezogen haben, müssen den Wandel zu echter Demokratie voranbringen, denn:

„Es ist schwierig, einem Menschen etwas begreiflich zu machen, wenn sein Gehalt davon abhängt, es nicht zu begreifen“ – Upton Sinclair.

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