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Endlos spannende Zeiten

Endlos spannende Zeiten

Die Abnormalität unserer Zeit beginnt sich zu normalisieren — schon stehen nach Corona neue selbstgemachte Krisen in den Startlöchern.

Ein paar Wochen nur liegt die E-Mail zurück. In der hieß es:

„In einer Zeit der Umbrüche und Zeitenwenden, der Krisen und Verwerfungen gab und gibt es eigentlich viel zu berichten und zu kommentieren.“

Dem ist kaum etwas hinzuzufügen, die Welt wird fremder. Die Welt wird totalitärer, die Mechanismen sind offensichtlich: Zensur, Propaganda, Überwachung, Reglementierung, Eindämmung des Bewegungsradius. Vernunft und Freiheit scheinen in lange Ferien gegangen. Nur Fragen verbleiben und sind zu stellen, etwa danach, wer sich veranlasst sah, uns diese Art Zeiten zu bescheren. So schreibt der Leiter des Weltwirtschaftsforums Klaus Schwab:

„Viele von uns fragen sich, wann wir wieder zur Normalität zurückkehren. Die kurze Antwort ist: nie. Nichts wird je wieder zu dem kaputten Gefühl von Normalität zurückkehren, das vor der Krise geherrscht hat, weil die Coronavirus-Pandemie einen fundamentalen Wendepunkt in unserer globalen Entwicklung markiert. Manche Analysten nennen es eine Weggabelung, andere eine Krise biblischen Ausmaßes, aber im Kern läuft es darauf hinaus, dass es die Welt, wie wir sie in den ersten Monaten von 2020 kannten, nicht mehr gibt. Sie hat sich im Kontext der Pandemie aufgelöst” (1). 

Sind es also Figuren wie George Soros, Klaus Schwab und Bill Gates, die einen detaillierten Plan, „Great Reset“ genannt, verfolgen, denen Corona Waffe und Werkzeug ist?

Schwadronieren Politiker nicht in auffallender Einmütigkeit dieselben Floskeln von Pandemie, Klima, Rassismus, Migration, Gender und so weiter?

Werden die totalitären Strukturen beibehalten, um die Klima-Apokalyptik samt Endzeitstimmung voranzutreiben und in eine Ökodiktatur abzugleiten? Dass es „fünf vor zwölf“ sei, wird allerdings schon seit Jahrzehnten gepredigt. Oder wird sich der Bürger doch daran erinnern, dass ein permanentes, irrationales Angstsystem das Leben verunmöglicht? Länger schon geprobt wurde der Opfergang, die Flaggen waren aufgezogen und flatterten stürmisch bis lau: SARS, H1N1, Ebola, das Zika-Virus. Bis Corona zur Gänze übernahm. Nun scheint es gewiss: Das Leben ist auf dem Altar der Sicherheit darzubringen. Das „kaputte Gefühl von Normalität“ ist das Opfer wert.

„Es sind spannende Zeiten“, wurde in der Mail noch hinzugefügt. Dieses Urteil dürfte allerdings je nach Vergnügungssüchtigkeit variieren und auch Schwab wird noch anmerken: „Es kommen derart radikale Veränderungen auf uns zu.“ In den Einschränkungen der bürgerlichen Rechte, bis hin zur ihrer Liquidierung durch die Regierung Merkel dürften diese Veränderungen unmittelbar sichtbar geworden sein, auch dürften sie sich jedenfalls kaum als liberal oder demokratisch verkaufen lassen. Viel brauchte es tatsächlich nicht, um die dunklen Seiten der kollektiven wie individuellen Psyche zum Leuchten zu bringen.

„Gerade Corona hat uns vor Augen geführt, wie Grundrechte binnen Stunden suspendiert wurden“, betont Hans-Jürgen Papier (2), der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Wohin es die Politik nach der Coronapandemie künftig treibt, liegt eben nicht zuletzt am (un)mutigen Bürger. Denn die Freiheit nimmt ihren Anfang immer beim Einzelnen.

Virus versus Mensch

Es sind somit wohl eher gruselige Zeiten, in denen wir gerade noch vegetieren dürfen. Denn diese „Umbrüche“, diese „Verwerfungen“ braucht es nicht. Weshalb auch? Weil wir Komplexität nicht mehr begreifen? Weil die Lust an Dekonstruktion und Reduktion grenzenlos geworden ist? Der Bürger reduziert und degradiert zum bloß medizinischen Objekt? Die Krankheit andererseits nur im Krankheitserreger gefasst wird und irgendwie messbar ist? Weil eine bestimmte Virenart angeblich eine tödliche Bedrohung darstellt? Dabei sei die „absolute Killervariante“ des Virus sogar erst im Kommen, versicherte ein sogenannter Bundesgesundheitsminister in der Osterzeit des Jahres 2022.

Wiederum dann: Ein Wegsperren als Prävention? Weil es somit eine „pandemische Ausnahmesituation“ (3) gab, die der Universitätsphilosoph Jürgen Habermas unterstellt. Wäre nicht überhaupt grundsätzlich zu prüfen, ob eine pandemische Ausnahmesituation je bestand? Wie sollte aber eine Ausnahmesituation pandemisch sein können? Die Ausnahmesituation ist allenfalls gesellschaftlicher, wirtschaftlicher oder politischer Natur. Oder wollte Habermas ausführen, die Pandemie befände sich in einer Ausnahmesituation? Der Philosoph aber übt Verzicht darin, auf die Voraussetzungen für einen Ausnahmezustand einzugehen, unternimmt dafür — in guter alter Theologenmanier — die dogmatische Setzung: Es gibt eine Ausnahmesituation, weil es eine Ausnahmesituation gibt! Basta! Vermutlich ernstgemeint führte Habermas zudem aus:

„Unter biologischen Gesichtspunkten lässt sich die Bekämpfung der Pandemie als eine (freilich mit ungleichen Waffen geführte) Kriegführung von Species gegen Species verstehen.“

Da ist er dann also der „Krieg“ gegen das Virus: „wie im Krieg besteht das strategische Ziel in der möglichst schnellen Bezwingung des Gegners bei möglichst geringen eigenen Verlusten.“

Virus versus Mensch. Wann aber waren Viren für Menschen und Tiere keine potentielle Bedrohung? Wie hat es die Menschheit bis ins 21. Jahrhundert geschafft ohne Dauerisolierung, Schutzkleidung und Maulkorb im Gesicht? Wie hat sie es bis zum heutigen Tage geschafft, zu existieren, ohne Kultur, Wirtschaft, Gemeinschaft und Kunst vollständig zu ruinieren?

Wie zynisch darf Politik sein, Sterbende zu isolieren — im Namen der Gesundheit?

„Das solidarische Verhalten, das Staatsbürger voneinander erwarten dürfen, wird vielmehr getragen von dem reziproken Vertrauen auf die Bereitschaft des anderen, sich in Zukunft ebenso zu verhalten, sobald sich eine ähnliche Situation mit anderer Rollenverteilung ergeben sollte“, schreibt der „bedeutendste Philosoph der Nachkriegszeit“ Habermas.

Durften somit die einsam in der Klinik, im Pflegeheim oder der Seniorenresidenz Sterbenden, beim Sterben im „reziproken Vertrauen“ erwarten, dass ihre Nachkommen „sich in Zukunft ebenso … verhalten“, also ebenfalls einsam sterben werden?

Normatives Verhalten ist jedenfalls mit einem Vorgriff auf ein imaginiertes Verhalten in der Zukunft nicht begründbar. Hatte Friedrich Nietzsche nicht schon hinsichtlich der Philosophen einen Verdacht?:

„Mitunter … werde ich ärgerlich, wenn ich zeitgenössische Philosophen höre oder lese und ihren Ruf bemerke und frage eindringlich wie jener bekannte Hamlet seine Mutter fragte ‚Habt ihr Augen? Habt ihr Augen?‚ Ich meine, sie haben keine, aber ich kann mich irren und die meinigen sind vielleicht zu kurzsichtig, daß ich einen Esel und ein Pferd verwechsle“ (4).

Offene Fragen

Wie zynisch darf Politik agieren, gegen jedwedes Lebensinteresse und dabei unentwegt bedenkenlos faseln von „Individualität, Diversität und Vielfalt“? Zeigen sich Viren dann bald verärgert, ob der monatelangen Ausgangssperren und werden sich dann doch beleidigt und „bezwungen“ trollen? Wie zynisch darf Politik agieren, Kinder mit täglichem Test- und Maulkorbzwang zu drangsalieren, jungen Menschen ein Liebesleben zu verunmöglichen — mit 14 Jahren aber zukünftig über die eigene Geschlechtlichkeit befinden zu lassen? Und schon wieder wollen sie es tun: Ein angepasstes Gesetz soll auch in diesem Herbst zu Test und Maskierung in Kindergärten und Schulen zwingen.

Drei Jahre Krieg gegen das Virus genügen nicht. So finden sich für solche Politik zuhauf denn Organisationen und Vereine zur Unterstützung. Sie nennen sich gemeinnützig, widmen sich vermeintlich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen und sollten dabei doch besser regierungsnützend genannt werden, wie die „Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V.“, der „Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.“, die „Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie e.V.“ und die „Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V.“.

Wie zynisch ist es überdies, Ausbildung, Studium und Berufsausübung zu verhindern? Warum die Abschottung der Politik, das Vermeiden von Antworten auf schriftliche Anfragen? Warum rufen die Telefone in Partei-, Abgeordnetenbüros, Ministerien ins Leere? Warum das Abändern verlässlicher medizinischer Standards? Weshalb die Endlosschleife des Erfinders von Gefahren- und Panikszenarien? Warum das Aushebeln — einst bewunderter und gefeierter — Verfassungsgrundsätze? Alles sei doch so gut durchdacht und wissenschaftlich abgesichert. Schließlich versichert ein Habermas:

„Die … verfolgte Politik der Bundesregierung konnte sich dabei auf den mehr oder weniger einhelligen Rat der wissenschaftlichen Experten sowie auf die Medienpräsenz einzelner hartnäckiger Fachpolitiker (wie Karl Lauterbach) und einflussreicher Ministerpräsidenten (wie Markus Söder) stützen.“

„Mehr oder weniger“, „hartnäckiger Fachpolitiker“, „einflussreicher Ministerpräsident“ — die Beweise des Philosophen. Was und wem soll das Vegetieren nützen, so aber ist vielmehr zu fragen. Erstarrung, Ohnmacht, Verzweiflung sind Resultate der permanenten Angsteinimpfung.

Die Suizidrate ist seit 2020 in enorme Höhe geschossen, psychiatrische Erkrankungen haben in allen Altersschichten ebenso zugenommen. Der Philosoph Habermas vermeidet solches Fragen.

Vielmehr bedauert er, „dass in der Bundesrepublik seinerzeit das Notstandsrecht auf den Kriegsfall und die militärischen Erfordernisse begrenzt worden ist, so dass eine Pandemie von diesen Regelungen nicht erfasst wird“. Nochmals sei erinnert: Der Kriegsfall gegen das Virus ist ausgerufen, wir marschieren mit dem Maulkorb als Kriegsflagge in die vierte Saison. Krieg überall: Ein „Volkskrieg“ in China. Emmanuel Macron lässt im März 2020 heraus: „Wir sind im Krieg“. „Our big war“, wird Donald Trump seinen Landsleuten zurufen und auch im „besten Deutschland aller Zeiten“ übte sich so mancher in Kriegsrhetorik gegen das Virus.

Doch wo ist festgelegt, dass es Aufgabe des Staates ist, Menschen in ihrem selbstbestimmten Leben unentwegt schützen zu müssen? Denn geht es aktuell nach dem Willen der Berliner Ampelkoalition, plant das „Wir“ bereits bis in den April 2023 pandemisch. Wäre die Aufgabe des Staates nicht vielmehr, dem Wohle des Volkes zu dienen, auf den Willen des Souveräns zu achten und Rahmenbedingungen für das Finanz- und Wirtschaftssystem festzulegen, um ein Leben in Würde zu ermöglichen?

Aus medizinischen Sachfragen entwickelte sich binnen weniger Monate eine Religion, die Bakterien- und Virenschleuder vor dem Mund wurde das neue Zeichen der Religiösen, freilich nannten manche sie gefühlig einen Mund- und Nasenschutz. Wie oft müssen enthemmte Politiker noch erinnert werden:

Die Maskierung ist gesundheitsschädlich!

Ununterbrochen pumpt die Lunge ausgeatmete Luft gegen die Plastikwände der FFP2-Staubmaske, die permanente Rückatmung lässt den Anteil des Kohlendioxids im eigenen Blut steigen. Zu wenig Sauerstoff, Müdigkeit dafür. Die Angstorgel jedenfalls war wohlgestimmt worden und zeigte sich einsatzbereit, offensichtlich rechnete man länger schon mit ihrem Vortrag. Die Sendeanstalten und Qualitätsmedien lieferten den Angst-Ton dazu, wunderbarer Gleichklang entstand, gesendet im Viertelstundentakt, von den Online-Portalen fast ununterbrochen.

Stellt man sich so das Paradies vor? Angst, Angst, Angst … ein Einbrennen, denn schließlich Merkel mit Inbrunst: „Es kommt auf jeden an.“ Ein paar Zweifler verblieben, doch die darf es nicht geben, die Medienmeute wirft sich ins Zeug, so hetzt etwa ein Nikolaus Blome, „Journalist“ bei RTL und Spiegel: „Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich um gesellschaftliche Nachteile für all jene ersuchen, die freiwillig auf eine Impfung verzichten“ (5).

Mündigkeit wird bald eine „Denkpest“ genannt. Die Einspritzung, ach nein, die Impfung bringt die Erlösung, wie man beobachten darf, immer häufiger tatsächlich auch die toxisch-finale. Doch die Qualitätsschreiberlinge, etwa des Schweizer Tagesanzeiger, schaffen es zu verkünden: „Das Impfen schafft eine flüchtige, glückliche Gemeinschaft, eine Impfcommunity, vereint für ein paar Minuten“ (6). „Warum sollte diese Impfung kein Geschenk Gottes sein?“, wird ein wackerer katholischer Kirchenmann in den Raum werfen und die oberste Amtsprotestantin befürchtet gemäß christlicher Hoffnung, die inzwischen freilich längst wieder durch Angst ersetzt ist:

„Sich aus religiösen Gründen nicht gegen Corona impfen zu lassen, könne heißen, Gott herauszufordern.“

„Wir müssen ganz neu denken“

Bedrückende Zeiten sind es, wenn Vernunft und Freiheit sich absentieren. Und an weiteren Baustellen — mitunter auch „große Chance(n)“ genannt — neben der fantasierten Pandemie fehlt es ja nun wirklich nicht: Krieg, Energie, Klima, Gender, Migration … Vor allem nicht vergessen werden darf aber der „Kampf gegen rechts“. Eine Ministerin Nancy Faeser sieht hier besonderen Bedarf, so steht zuvörderst die frühkindliche Demokratieerziehung im Raum. Ein ganz wunderbarer Plan, die ehemalige Ministerin für Volksbildung Margot Honecker zeigte sich vergnügt.

Der Staat schickt sich wiederholt an, frühzeitig die Gesellschaft nach seinem Bilde zu formen, vor allem aber zu deformieren.

Auch „müssen wir den Begriff Heimat positiv umdeuten und so definieren, dass er offen und vielfältig ist“ (7), verbreitet die Ministerin des Innern und für Heimat auf Twitter. Heimat ein negativer Begriff? In der Tat, das hat was. Mir kommt in diesen Tagen immer neu und fast zwangsläufig ein Wort des evangelischen Reichsbischofs Ludwig Müller in den Sinn, erklärte er doch seinerzeit schon programmatisch: „Wir müssen ganz neu denken und auch formulieren!“ (8). „Umbrüche und Zeitenwenden“ sind somit tatsächlich festzustellen, denn Liberale haben vergessen, was Freiheit bedeutet, Konservativen zerbröselt das System von Identität, Heimat, Tradition und Geschichte und bei Sozialisten erscheint das Wissen um die soziale Frage gründlich ausgelöscht, aber da war schließlich noch der Genosse Gustav Noske, der am 6. Januar 1919 rief: „Einer muss der Bluthund werden“. Aus der Geschichte wird somit doch gelernt … „Mit uns zieht die neue Zeit.“

Geschmacklose Parteiensoße

Nicht zuletzt aber verdanken sich die gegenwärtigen sinistren Zeiten vor allem einer völlig enthemmten und korrumpierten Politik. Was unterscheidet denn die Parteien derzeit noch? Die Programme sind austauschbar. Eine Einheitspartei genügt(e), mancher Ossi erinnert sich noch und erkennt sehr besorgt ihre Heraus- und Heranbildung wieder. Was in letzter Konsequenz nur heißen kann, sich erneut bewusst zu werden, was eigentlich Freiheit bedeutet und ebenso Bürgerlichkeit — eine „engagierte Zivilgesellschaft“ jedenfalls nicht. Auch wenn eine Annalena Baerbock vermeint, „Identität im 21. Jahrhundert“, sei „vor allen Dingen zivilgesellschaftliches Engagement, Eingebundensein in die Gesellschaft“ (9).

Individualität soll wieder vom Kollektiv geprägt werden. Doch hatte eine Politik des Größenwahns sich an diesen Vorstellungen in Deutschland nicht schon mehrfach versucht?

Wo bleibt hier wenigstens ein kurzes Aufmucken der FDP, die sich irgendwie doch als liberale Partei versteht? Wird nicht mehr verstanden, dass Menschen die Frage nach dem Sinn des Lebens sehr unterschiedlich beantworten? Das war doch bislang eines der hervorstechenden Eigenschaften der modernen westlichen Staaten und ihre grandiose Kulturleistung, diese Sinnfrage als sehr privat anzusehen. Hier findet sich dann auch der eigentliche Grund der Religionsfreiheit.

Die C-Parteien, die einmal meinten, sie hätten mit Bürgerlichkeit zu tun, haben sich ebenfalls länger schon verabschiedet, sie galoppieren mit Verve grüner Ideologie hinterher. Die AfD wurde erst zum Aussätzigen abgestempelt, dann diffamiert und ausgegrenzt, und ist derzeit offensichtlich nur mit sich selbst beschäftigt. So ist nichts, von den einen, noch den anderen, zu erwarten.

Allein libertäre Gedanken vermögen vielleicht noch Lösungsansätze zu bieten, schnell und einfach werden diese Ansätze freilich nicht umsetzbar sein, müssen sie überhaupt erst freigelegt, ausgelotet und entwickelt werden. Zuviel ist zerstört in dieser Gesellschaft. Denn da ist eben diese implementierte abgrundtiefe Angst, die Furcht zudem vor der eigenen Courage, Desinteresse ohnehin, eine Überforderung ganz sicher ebenso. Auch der Glaube schaltet sich ein, unentwegt. Es kann doch einfach nicht sein!

„Denn so ist der Mensch!“, erkannte schon Nietzsche und schrieb sehr luzide ins menschliche Stammbuch:

„Ein Glaubenssatz könnte ihm tausendfach widerlegt sein — gesetzt, er hätte ihn nötig, so würde er ihn immer für wahr halten“ (10).

Und was kann man auch tun, wenn jeder sachliche und berechtigte Einwand sofort als Beleidigung empfunden wird? Das lässt Gespräche schnell ersterben. Ohne freie und offene Gespräche jedoch wird es nicht gehen. Noch aber ist die Gesellschaft von einem intellektuellen Virus namens Irrationalismus befallen, seine gefährlichen Mutanten heißen Dekonstruktivismus, Genderismus, Postkolonialismus, Geschichtsrevisionismus. Der kritische Rationalismus ist das wirksame Gegenmittel.


Quellen und Anmerkungen:

(1)Schwab, Klaus; Malleret, Thierry: COVID-19: Der Grosse Umbruch, EPUB, Genf, 2020
(2)https://reitschuster.de/post/ex-verfassungsgerichtspraesident-beklagt-missachtung-des-rechtsstaats/
(3)https://www.blaetter.de/ausgabe/2021/september/corona-und-der-schutz-des-lebens
(4)http://www.nietzschesource.org/#eKGWB/BVN-1867,551
(5)https://twitter.com/nikolausblome/status/1335890212136886273?lang=de
(6)https://www.tagesanzeiger.ch/high-vom-impfen-652043311164
(7)https://twitter.com/NancyFaeser/status/1526637717752274946
(8)Schneider, Thomas Martin: Reichsbischof Ludwig Müller, Göttingen, 1993, Seite 212
(9)https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/bulletin/rede-der-bundesministerin-des-auswaertigen-annalena-baerbock--2029552
(10)http://www.nietzschesource.org/#eKGWB/FW-347

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