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Die Weltmacht im Hintergrund

Die Weltmacht im Hintergrund

Die Zukunftsvision des World Economic Forum besteht aus einem autoritären Weltregime sowie einer digitalen Zentralbankwährung. Exklusivauszug aus „Word Economic Forum“.

Dass China seit Jahrzehnten für das WEF eine entscheidende Rolle spielt, liegt nicht, wie viele glauben, daran, dass das Land aufgrund seines außergewöhnlichen Wirtschaftswachstums neue Maßstäbe gesetzt hat. Es liegt vielmehr daran, dass China trotz des Übergangs von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft die zentralistischen Strukturen aus der Zeit des Maoismus beibehalten hat und dass die chinesische Regierung daher viel autoritärer schalten und walten kann als ihre unter parlamentarischen Bedingungen handelnden Kontrahenten.

Das zeigte sich besonders im Rahmen der Corona-Krise, während der das Regime in Beijing mit eiserner Härte vorging und die längsten und schärfsten Lockdowns der Welt verfügte. Das zeigt sich aber auch in Bezug auf ein anderes Projekt, das zurzeit weltweit im Hintergrund vorbereitet und vom WEF unterstützt wird — die Einführung digitaler Zentralbankwährungen, das Herzstück des Great Reset. Allen großen Spielern im Weltfinanzsystem ist klar, dass die durch die weltweiten Lockdowns herbeigeführte Wirtschaftskrise und die anschließende Geldschwemme der Zentralbanken das globale Finanzsystem endgültig zerbrochen haben. Da das bereits seit dem am Jahresende 2018 gescheiterten Versuch, das Ruder herumzureißen (siehe Kapitel 25), abzusehen war, hat man damals angefangen, über ein neues System nachzudenken.

Im Zentrum der Überlegungen stand dabei das Problem negativer Zinsen, die zur Aufrechterhaltung des Systems erforderlich wären. Dabei kam man auf die Idee, das klassische Bankwesen abzuschaffen, den Geschäftsbanken die Kreditvergabe aus der Hand zu nehmen und diese ausschließlich in die Hand der Zentralbanken zu legen.

Konkret sieht das Projekt so aus: Jeder Bürger und jedes Unternehmen soll nur noch über ein einziges bei der Zentralbank angelegtes Konto verfügen. Das würde dem Staat ermöglichen, die Geldmenge zentral festzulegen, Geldströme zu steuern und zu kontrollieren und Zinssätze je nach Bedarf festzusetzen.

Welche Rolle dem WEF bei der Entwicklung und Einführung digitaler Zentralbankwährungen zukommt, wurde im Januar 2020 bekannt, als es das „Global Consortium for Digital Currency“ (Globale Arbeitsgemeinschaft für die Verwaltung digitaler Währungen) ins Leben rief. Dabei handelte es sich um „die erste Initiative, die führende Unternehmen, Finanzinstitute, Regierungsvertreter, technische Experten, Akademiker, internationale Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und Mitglieder der Gemeinschaften des Forums auf globaler Ebene zusammenbringt“.

Die Website, der dieser Text entnommen ist, enthält zudem eine Information, die bei seriöser Berichterstattung der Mainstreammedien wie eine Bombe hätte einschlagen müssen. Dort heißt es:

„Diese Initiative baut auf der Arbeit auf, die das Forum im vergangenen Jahr geleistet hat, indem es eine globale Gemeinschaft von Zentralbanken einberufen hat, um einen politischen Rahmen für die Einführung digitaler Währungen mitzugestalten“ (1).

Hier wird ganz nebenbei erwähnt, dass das WEF mit der Zusammenführung der Zentralbanken de facto die globale Führung bei der Entwicklung eines der für die Zukunft der Menschheit wichtigsten Projekte übernommen hat. Aber das ist noch nicht alles. Das große Problem besteht nämlich nicht nur in der Konzeption, sondern vor allem in der Einführung des neuen Geldsystems. Die Bürger würden sehr schnell mitbekommen, dass der Staat nicht nur jede einzelne Transaktion nachverfolgen, sondern ihnen neben individuellen Zins- auch individuelle Steuersätze oder auch Strafzahlungen auferlegen, das Geld an ein Ablaufdatum oder an ein Sozialkreditsystem nach chinesischem Vorbild binden oder sie von allen Finanzströmen ganz abschneiden könnte.

Im Gegensatz zum autoritären China, wo bis zum Sommer 2022 bereits mehr als 260 Millionen Bürger und Unternehmen ein digitales Zentralbankkonto in Form einer Wallet akzeptiert hatten, dürfte ein solches Projekt unter parlamentarischen Verhältnissen wohl nur gegen erheblichen sozialen Widerstand durchzusetzen sein. Kein Wunder also, dass im Hintergrund auch hier hektisch nach Lösungen gesucht und mittlerweile ganz offenbar eine vermeintliche Lösung gefunden wurde: das universelle Grundeinkommen. Es sieht vor, dass jeder Bürger — unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage — eine gesetzlich festgelegte und für jeden gleiche staatliche finanzielle Zuwendung erhält, ohne dafür eine Gegenleistung erbringen zu müssen. Ein solches Einkommen wird seit Längerem von zahlreichen Sozialverbänden, Religionsgemeinschaften und politischen Kräften der Linken als Hilfe und Unterstützung für einkommensschwache Bevölkerungsschichten gefordert.

Dass der digital-finanzielle Komplex sich diesen Kräften anschließt, hat allerdings nichts mit sozialen Absichten zu tun. Sein inzwischen immer deutlicher werdendes Problem besteht nämlich darin, dass der fortschreitende Abbau von Arbeitsplätzen im Rahmen der vierten industriellen Revolution in unserer konsumgetriebenen Wirtschaft zu einem zunehmenden Rückgang der Nachfrage führt.

Genau da kommt in seinen Augen das auf der Grundlage digitalen Zentralbankgeldes ausgegebene universelle Grundeinkommen ins Spiel: Es würde dem Staat ermöglichen, die Nachfrage anzuheizen und sie zudem — zum Beispiel durch die Bindung des Geldes an ein Ablaufdatum — künstlich zu steuern.

Tatsächlich ist das Projekt schlussendlich zum Scheitern verurteilt, denn es würde eine Welle von Preissteigerungen auslösen, die die Regierung nur durch Preiskontrollen stoppen könnte, die wiederum zu einem verminderten Angebot und damit zu wirtschaftlichem und finanziellem Dauerchaos führen würden. Dass man trotzdem daran festhält, hat einen simplen Grund: Es ist die einzige Möglichkeit, die Herrschaft des digital-finanziellen Komplexes nach dem Zusammenbruch des gegenwärtigen Geldsystems aufrechtzuerhalten — wenn auch nur für eine begrenzte Zeit und unter extrem autoritären Verhältnissen. Deshalb bemüht sich auch das WEF nach Kräften, der Öffentlichkeit das universelle Grundeinkommen nicht etwa als Zwangsakt zu präsentieren, sondern als eine Art humanitären Akt schmackhaft zu machen. Auf seiner Website schrieb es bereits am 17. April 2020:

„Universelles Grundeinkommen ist die Antwort auf die von COVID-19 aufgedeckten Ungleichheiten“ (2).

Interessanterweise gibt das WEF im Zuge desselben Artikels zu, dass es um die Probleme weiß: „Die Neinsager — und davon gibt es viele — werden darauf hinweisen, dass das nicht funktionieren wird, weil es sich kein Land leisten kann, regelmäßig Geld an alle Bürger zu verteilen. Sie werden argumentieren, dass wir unhaltbare Defizite haben werden, die nicht finanziert werden können.“ Genau das ist der Fall. Das WEF aber argumentiert folgendermaßen weiter: „Dies ist eine berechtigte Sorge. Aber die Alternative — die Auswirkungen von COVID-19 nicht ernsthaft anzugehen — wird zu einem noch stärkeren Anstieg der Ungleichheit führen und die sozialen Spannungen verstärken, was die Regierungen noch mehr kosten würde und die Länder einem erhöhten Risiko gesellschaftlicher Konflikte aussetzen würde.“

Hier wird im Grunde offen zugegeben, dass das Projekt zum Scheitern verurteilt ist, man aber wider alle Vernunft daran festhält — aus Gründen, die austauschbar sind: Es könnte COVID-19, aber ebenso gut der Klimawandel, eine Energiekrise oder ein Krieg sein.

Das ist mehr als enthüllend, denn es macht klar, warum die Welt spätestens seit 2020 mit Hilfe des WEF und der von ihm herangezüchteten politischen Kräfte von einer Krise in die nächste geführt wird: Man braucht diese Krisen, um die Einführung des universellenGrundeinkommens voranzutreiben.


Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch „World Economic Forum: Die Weltmacht im Hintergrund“ von Ernst Wolff.


Quellen und Anmerkungen:

(1) https://www.weforum.org/press/2020/01/governing-the-coin-world-economic-forum-announces-global-consortiumfor-digital-currency-governance/
(2) https://www.weforum.org/agenda/2020/04/covid-19-universal-basic-income-social-inequality/

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