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Die Welt-Verbesserer

Die Welt-Verbesserer

Rubikon bittet seine Leserinnen und Leser um Unterstützung für den unabhängigen Journalismus.

„Akzeptieren und weiterlesen“ — Sie kennen diese tückischen Buttons auf Webseiten. Die Betreiber wollen Ihr Surfverhalten ausspionieren und dafür auch noch Ihre Zustimmung erzwingen. Dafür bieten Sie Ihnen nur eine einzige Option an: „Ja.“ Dieses Verhalten von Webseitenbetreibern — so harmlos es wirken mag — ist typisch für die Mentalität, die in unserem gesamten politischen System vorherrscht:

Man will unser Verhalten verengen auf nur eine Möglichkeit und alle Alternativen unsichtbar machen oder verbieten. Management by Nötigung.

Es gibt natürlich trotzdem mindestens eine Alternative: die betreffende Webseite zu verlassen und eine andere aufzurufen. Den Rubikon zum Beispiel. Der ist garantiert cookie- und werbefrei. Sie haben sich daran gewöhnt — selbstverständlich ist dies aber keineswegs.

„Telepolis“, das schon zum Klassiker gereifte alternative politische Webmagazin, erfreut seine Leserinnen und Lesern zum Beispiel in letzter Zeit mit Werbung der Bundeswehr. Nicht immer, aber immer öfter. Wahrscheinlich ist das „nicht so gemeint“. Die Kollegen haben die Auswahl der Werbeanzeigen vermutlich einem Algorithmus anvertraut. Besser wäre es gewesen, sie hätten ihrem eigenen Verstand und Gewissen vertraut.

Ein werbe- und bespitzelungsfreier Rubikon — eine Selbstverständlichkeit? Es ist nicht so, dass nicht auch an uns Versuchungen herangetragen würden. Praktisch jede Woche erhält die Redaktion „unmoralische Angebote“ — wir sollten bezahlte Anzeigen schalten oder als redaktionelle Beiträge getarnte Werbung. Product-Placement sozusagen. Das Cola-Logo zur Finanzierung eines antikapitalistischen Artikels.

Wir haben immer widerstanden und werden das auch weiter tun. Wir wollen uns nicht mit den Worten von Heinrich Heine nachsagen lassen: „Sie trinken heimlich Wein und predigen öffentlich Wasser.“

Leider hat unsere Standfestigkeit, die wir ja auch im Interesse unserer Leser und der Glaubwürdigkeit eines dringend notwendigen systemkritischen Journalismus unter Beweis stellen, auch ihren Preis. Unser Team ist chronisch unterbesetzt.

Krankheit und Personalwechsel führen jetzt sogar zu einer Situation, in der wir die Anzahl der wöchentlich veröffentlichten Artikel in etwa halbieren müssen. Zumindest vorübergehend. Das ist schlecht für unsere Themenvielfalt und bremst viele engagierte Autoren aus.

Zudem kann von uns Rubikon-Macherinnen und -Machern weiterhin niemand finanziell große Sprünge machen. Das geht dauerhaft an die Substanz. Es schleicht sich das Gefühl ein, als hätten wir eine Art Strafe für übermäßigen Idealismus aufgebrummt bekommen. Und mit genau diesen Mitteln zwingt und lockt die kapitalistische Megamaschine gutwillige Journalisten ja immer wieder zurück in die ausgetretenen Pfade „alternativloser“ Meinungsmache.

Dazu kommt: Gerade in dem Moment, in dem wir als Team dabei sind, mit großem Aufwand an Kraft und Kreativität unser Meisterstück zu vollbringen, sehen wir uns zurückgeworfen auf „Normalbetrieb“. Nach unserem ersten E-Book, „Der nächste große Krieg“, und unserem ersten Buch im eigenen Verlag, „Die Öko-Katastrophe“, haben wir kurz vor Weihnachten noch ein weiteres Buch, „Nur Mut!“, mit philosophischen und Mut machenden Texten veröffentlicht.

Wir müssten hier draufsatteln und das Momentum nutzen — mit einer journalistischen Großoffensive gegen ein System, das Kriege, Umweltzerstörung und Ausbeutung hervorbringt wie eine Gewitterwolke den Regen und sich dabei der argumentativen Rückendeckung von „eingebetteten“ Medien stets sicher sein kann.

Gerade in diesem für unser Medienunternehmen historischen Moment fühlen wir uns durch gesundheitliche und personelle Schwierigkeiten jedoch quasi gelähmt — beides Folgen chronischer Unterfinanzierung. Es ist uns zum Beispiel nicht möglich, großartige Fachjournalisten für ihr Expertenwissen und ihre Szenekenntnisse auch ordentlich zu bezahlen.

Die Welt brennt, und diejenigen, die zu den Löscharbeiten beitragen könnten, sind gezwungen, mit halber Kraft zu arbeiten.

Unsere Bitte also an alle Leserinnen und Leser:

  • Spenden Sie für unsere Rubikon-Friedenskasse, damit wir unsere personelle und materielle Ausstattung und somit auch die redaktionelle Qualität noch weiter verbessern können. Nicht zuletzt auch, um der Burnout-Gefahr bei unseren Mitarbeitern vorzubeugen. Damit wir auch morgen noch kraftvoll „zubeißen“ können.
  • Helfen Sie mit, alternative und kritische Inhalte zu den brennenden politischen Fragen bekannter zu machen. Jede Tat beginnt irgendwann im Kopf, und jeder Revolution gehen Erkenntnisprozesse bei einer „kritischen Masse“ von Menschen voraus. Der Rubikon ist eine der Quellen, von denen solche Zündfunken immer wieder ausgehen.
  • Befreien Sie sich von der antrainierten Bravheit, die die Mächtigen so an ihren Schäflein schätzen. Diese ist in der jetzigen, äußerst brisanten Weltsituation jedoch kontraproduktiv. Gehen Sie auf die Straße und, wo Sie können, in die Aktion. Proben Sie den Ungehorsam. Dazu gibt es immer wieder Gelegenheiten, etwa beim großen Klimastreik am 29. November in vielen deutschen Städten.
  • Und unterstützen Sie uns ganz konkret beim Verkauf der überaus lesenswerten Bücher „Die Öko-Katastrophe“ und „Nur Mut!“. Da wir diese in unserem neu gegründeten Verlag herausgebracht haben, kommt ein großer Teil der Einnahmen aus dem Buchverkauf unmittelbar unserer Arbeit und also den Inhalten zugute.
  • Zum Schluss noch eine besonders einfache und nicht einmal teure Möglichkeit, den Rubikon zu unterstützen: Helfen Sie, unsere Bücher „Die Öko-Katastrophe“ und „Nur Mut!“ zu verbreiten: indem Sie sie empfehlen, verschenken und weiterverkaufen. Indem Sie Ihre Buchhändlerin um die Ecke löchern — „Was, Sie haben dieses Buch nicht im Sortiment?!“ — und anstiften, den Büchern einen exponierten Platz in den Regalen zu geben.

Bilden wir Schwarmintelligenz, schwärmen wir aus und schwärmen wir von diesem großartigen Buch! Der Aufwand ist gering, einen eigenen Beitrag zur notwendigen politischen Umwälzung zu leisten.

Sie helfen damit uns und dem kritischen, radikal-humanistischen Journalismus als Ganzes — Sie helfen aber auch sich selbst als an Qualität interessierten Leserinnen und Lesern, als einem Teil des „Ganzen“, also des Gesellschafts- und Ökosystems, in dem wir alle leben.


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