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Die Viruskirche

Die Viruskirche

Der Covidismus wurde zu einer neuen ökumenischen Weltreligion — viele Rituale und Begriffe der Corona-Politik haben quasisakralen Charakter.

Coronoïa ist meine Bezeichnung für den jetzigen Zustand der Gesellschaft — in Anlehnung an Paranoïa (französische Schreibweise mit Trema), von griechisch pará = gegen und noús = Verstand, Geist, also die Krönung davon.

Ich beginne mit den Parallelen zwischen Coronoïa und religiösem Wahn in manchen Konfessionen beziehungsweise Kirchen, die mir so sehr ins Auge springen, dass ich mich wundere, wie wenig es anderen bewusst ist.

Die für mich auffälligste Gemeinsamkeit ist das Erzeugen hochgradiger Schuldgefühle, in christlichen Kirchen — davon kenne ich nur die katholische und die griechisch-orthodoxe — ebenso wie von Beginn an im Corona-Zirkus. Eine beliebte Zielscheibe sind dabei die Kinder. Ich erinnere ans geheime Strategiepapier des deutschen Bundesministeriums des Inneren vom 27. März 2020. Auf Seite 13 steht: „Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung verdeutlicht werden. Wenn Kinder ihre Eltern anstecken und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, schuld daran zu sein, weil sie zum Beispiel vergessen haben, sich die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind erleben kann (...).“ Und genau das war und ist politische Absicht, nicht nur in Deutschland. Dies lässt sogleich den Verdacht aufkommen, dass es einzig und allein um Macht geht: Denn Menschen mit schlechtem Gewissen lassen sich leichter beherrschen und gängeln.

Auch Angstmacherei und „Hölleheißmachen“ sind eine offensichtliche Gemeinsamkeit: Einschüchterung vor einem zornigen, strafenden Gott oder vor einer vernichtenden Seuche. Das Verderben besteht aus einer Beschmutzung, sei es durch einen Mikroorganismus oder durch die Erbsünde. Vor zwei Jahren wurde immer nach „Patient 0“ gefahndet, das entspricht dann wohl Eva. Seit Adam und Eva sind wir von Grund auf verderbt — so wurde es mir zumindest im Religionsunterricht eingebläut; in der Coronoïa ist jeder potenziell schlecht, unrein und für jeden anderen eine tödliche Gefahr durch seinen Atem, Symbol des Lebens.

Ein Teil der Schöpfung ist böse und kann nicht integriert werden, muss also ausgemerzt werden. Man ist entweder „positiv“ oder „negativ“.

Spaltung als probates Mittel der Machtausübung kommt ausgiebig zur Anwendung: hier die Guten, die Schafe, dort die Bösen, die Böcke. In der Verblendung – egal ob religiös oder medizinisch-politisch – wird das Böse immer auf „den anderen“ projiziert. Angesagt ist, nicht zuzuhören, sondern zu verurteilen, in Schubladen zu stecken.

Die oberste Gottheit wird in den Kirchen vertreten durch eine Priesterschaft — der Götze Medizin hat als Vertreter die vom Volk „Weißkittel“ oder „Halbgötter in Weiß“ Genannten. Das Wort dieser Vertreter der absoluten Wahrheit darf nicht angezweifelt werden, so wenig wie das des Vatikans oder — analog — der WHO. Christian Drosten hat den Posten des deutschen Corona-Papstes inne. Hierarchie muss sein, wie in jeder Kirche.

Ketzer werden unerbittlich aus der Gemeinschaft ausgegrenzt. Dazu dienten die Exkommunikation oder der Kirchenbann, heute das Gelöschtwerden auf YouTube und andere Zensur, der Ausschluss von Forschern mit unorthodoxen Schlussfolgerungen aus der wissenschaftlichen Gemeinschaft und den Medien, das Berufsverbot für kritische Ärzte. Wer sich nicht bekehren lässt, wird in der Hölle braten müssen oder unter Qualen ersticken.
Die Inquisition hat heute moderne Mittel wie Tracing, Daten abgreifen und verwerten, das Durchleuchten der Privatsphäre durch Kommunikationsindustrie, staatliche Kontrollinstanzen, Drohnenüberwachung — Gott sieht alles, Big Brother auch.

Fanatismus wird geschürt und zum Denunzieren von andersgläubigen Nachbarn ermuntert. Hexenjagd in den Medien, mit modernen Beschimpfungen wie „Aluhut“ sowie traditionellen, weiterhin aktuellen Unterstellungen, die ganze Gesellschaft mit dem Bösen anzustecken und ins Verderben zu stürzen. Heute wird jemand, der im Verdacht steht, mit Satan im Bunde zu sein, als Verschwörungs„theoretiker“ betitelt, alternativ oder zusätzlich als rechtsextrem. So wird abgelenkt von den Taten der Verschwörungs„praktiker“. Und jedenfalls müssen schwarze Schafe ausgesondert werden. Die weißen Schafe werden von den schwarzen übrigens gern als Schlafschafe betitelt.

Aus der Tierwelt stammt ebenfalls der Sündenbock des Judentums und der Sanitärdiktatur. Indem eine falsche kausale Verbindung hergestellt wird zwischen der Bedrohung und einem ausgewählten Sündenbock, hat diese Projektion auch heute für die Bevölkerungsmehrheit eine identitätsstiftende Funktion: „COVID-free“-Versammlungen, sich überlegen fühlende, gehorsame Gutmenschen und so weiter.

In den vergangenen Jahrhunderten war Kritik an der Religion gesellschaftlich sehr problematisch, teils sogar lebensgefährlich. Zur Bekehrung von Heiden, Häretikern und Agnostikern sind alle Mittel recht – der Zweck „heiligt“ die Mittel, heißt es so schön entlarvend —, in religiösen Diktaturen Gewalt bis hin zu Scheiterhaufen und Kreuzzügen, die über Leichen gehen, oder, wie sich Emmanuel Macron, Staatspräsident von Frankreich, und Xavier Bettel, Premierminister von Luxemburg, sinngemäß ausdrücken: „Wir werden die Widerspenstigen mit Genuss drangsalieren, bis sie nicht mehr können.“

Derweil wird mit Nachdruck Exorzismus durch den politischen und medizinischen Klerus versucht: das gewaltige, gewaltvolle, pausenlose Einhämmern derselben audiovisuellen Botschaften in Radio, Fernsehen, Presse soll abweichlerische Besessene vom Narrativ überzeugen.

Faltblätter und Plakate im öffentlichen Raum, Briefkastensendungen, persönliche Vorladungen zu Test und Genspritze et cetera ersetzen den Katechismus zur Verbreitung des Dogmas. In den multimedialen „Predigten“ werden alle Register der Vernebelung und Gehirnwäsche, der Indoktrination oder, wie die Franzosen sagen, des Schädelvollstopfens (bourrage de crâne) gezogen, damit bloß niemand vom Baum der Erkenntnis esse oder auch nur koste, von den Erkenntnissen andersdenkender Wissenschaftler zum Beispiel oder einfach nur aufgrund seines gesunden Menschenverstands.

Als hypnotisierend wie eine Gebetsmühle beschreibt Jürgen Fliege die Wirkung des Herunterbetens des ewig Gleichen: „Man spinnt gemeinsam einen Kokon, der davor schützt, mit dem Fremden konfrontiert zu werden.“

Doch eine frohe Botschaft wird verkündet: Ein Erlöser wird kommen! Der heißt heute Big Pharma. Es gibt ein Mittel zur Errettung vorm Verderben, und zwar nur ein einziges — die Genspritze —, und das darf nicht infrage gestellt werden, dazu ist unerschütterlicher Glaube notwendig. Glaube, Liebe, Wahrheit und Hoffnung sind auch heute noch Schlüsselbegriffe. Nächstenliebe wurde etwas benutzerfreundlicher ersetzt durch Solidarität, was in der Praxis Gleichmarsch bedeutet.

Absolution ist schwer zu bekommen. Nur besonders Befugte dürfen sie erteilen. Während es früher für allergische Kinder schon mal eine — zwar nur unter großem Aufwand erhältliche — Impfunfähigkeitsbescheinigung gab, scheint diese heutzutage durch die aufgestellten Hürden unmöglich; allein die Idee kommt schon einem Sakrileg gleich, in dessen Verdacht kein Arzt geraten möchte. Meine von einer ersten C-Spritze anhaltend geschädigte Freundin, der ein solches Zertifikat sicher zustehen würde, fühlt sich von allen Stellen — Gesundheitsministerium und Nebenwirkungsmeldestelle in Nancy — abgewimmelt.

Leider ist mir noch keine Parallele zum Ablassgeld eingefallen – denn ich wüsste etliche Menschen, die diese Möglichkeit gerne nutzen würden! Mit „Bußgeld“ kann man sich zurzeit in manchen Ländern, wie Griechenland, Italien und bald weiteren, nur gerade mal kurzzeitig vor der Genmanipulation schützen. Wo religiöser Wahn zur Staatsreligion wird, hat man es als Gutbetuchter anscheinend leichter, sein Grundrecht auf körperliche Unversehrheit zu retten.

Es ist sehr aufreibend, ständig als Sünder dazustehen! Ungetauft — das heißt ohne die erlösende Spritze, ohne die „boosternde“ Erst-, Zweit- oder Drittkommunion und am Ende ohne die „Letzte Ölung“, die Injektion, die einem den Rest gibt.

Ohne Maulkorb — was beispielsweise in Griechenland zu existenzbedrohenden Geldstrafen führen kann. Frei atmend oder sogar küssend, umarmend, lachend, aerosolverbreitend oder gar Polizisten beißend – wie damals in dunkler Zeit, als der Dämon des HI-Virus umging und uns Millionen Tote vorausgesagt wurden — an was erinnert mich das bloß …?! In einer körperfeindlichen Religion oder einem lebensfeindlichen Medizinwahn — schließlich bedeutet leben frei atmen! — bricht man damit die Zehn oder mehr Gebote der Neuen Sozialen Isolation auf Befehl von oben, und das wird unerbittlich geahndet. Bei unvernünftigen Jugendlichen, die sich gar verbotenerweise zu einer Party treffen wollen, wird gleich über Sodom und Gomorrha gewettert.

Rituelle Handlungen versprechen Milderung der Auswirkungen des Zornes Gottes oder des Virus:

  • Beim Betreten eines Kultur- oder Konsumtempels oder einer sonstigen modernen Kirche die Hände mit Alkohollösung — in Anlehnung an Weihwasser — zu benetzen, bedeutet nicht einfach nur Desinfektion, sondern Reinwaschung – denn wir sind ja unrein von Geburt an —; es bedeutet, seine Hände in Unschuld zu waschen und über jeden Zweifel erhaben zu sein.
  • Die vor bald zwei Jahren oft zu Werbezwecken gezeigten Bilder von Menschen mit geschlossenen Augen oder andächtig-angespanntem Blick, denen eine auf sie heruntergebeugte, weiß gekleidete Person etwas in Mund oder Nase steckt, erinnern mich stark an die kniende, demütige Haltung der Gläubigen beim Erteilen einer Hostie auf die herausgestreckte Zunge durch den herabgebeugten Priester.
  • Regelmäßiges Zum-Testen-Gehen erinnert mich an den Gang in den Beichtstuhl; es ist die Stunde der Wahrheit, hier wird die Spreu vom Weizen getrennt, der Makel wird offenkundig bekannt.

Die aufgebrummte Mindestbuße betrug bei mir früher zwei Ave Maria; dem entsprechen heute dann ein paar Tage „Quarantäne“, Isolationshaft, Sippenhaft …, verschieden in der Dauer je nach Laune des Gesetzgebers.

Besteht das Ablassgeld vielleicht in der Entrichtung der mal hohen, mal niedrigen, mal vom Staat großzügig übernommenen Testgebühren? Hier wie bei anderen Maßnahmen entzieht sich dem Normalsterblichen die Logik der sich ständig wandelnden Vorgaben – Mystik, Mystizismus? Hat jedenfalls mit „mystikó“ zu tun, griechisch für Geheimnis. Klerus und Kurie bereicherten sich am florierenden Ablasshandel, heute klingeln die Kassen der Pharmaindustrie und anderer Profiteure dieser „Krise biblischen Ausmaßes“ (Klaus Schwab).

Prozessionen gibt es auch: Demos und Anti-Demos. Protestdemonstrationen haben mit Karnevalsumzügen nur das Tragen von Masken — bei einigen Teilnehmern — gemeinsam; das Anliegen ist ernst und heilig: Es geht um Würde und Menschenrechte. Anti-Demos bedienen das offizielle Coronoïa-Narrativ, wenn sie auch selbst Ausdruck des Druckes sein mögen, unter dem die Anti-Demonstranten leiden. Oder winken dafür vielleicht Prämien?

Gibt es eigentlich für besondere Frömmigkeit, wie allein im Auto sitzen und Maulkorb tragen, und für vorauseilenden Gehorsam, noch bevor Zwangsmaßnahmen obligatorisch sind, einen reservierten Platz im Himmel?

Zur neuen Religion gehört wie gehabt der Aufruf zum Opferbringen, zum Verzichten, zu Entbehrung und Askese: zu Hause bleiben, Freizeitaktivitäten sausen lassen, sich klaglos Geselligkeit, Menschenwürde und Grundrechte nehmen lassen — Verzicht auf Demokratie leider auch.

Ein Knockdown ist übrigens wie eine längere unfreiwillige Fastenzeit anzusehen.

Das Mindeste, was als Kasteiung erwartet wird, vor allem nach einem Fehltritt, ist häufige Selbsttestung. Dabei sind Verletzungen in Nase oder Hirn, genau wie andere unfreiwillige Opferdarbietungen, Kollateralschäden genannt — Arbeitsverlust, Insolvenz oder sogenannte Nebenwirkungen —, zu leisten als Tribut an den Gott oder Götzen.

Das aufgezwungene penetrante Stochern in der Nase mit Teststäbchen lässt dabei schon mal an Vergewaltigung denken, die aufgezwungene Spritze sowieso! Hatten und haben wir solche Grenzüberschreitungen nicht oft als Nebenprodukt kirchlicher oder sonstiger Macht?

Wo es Einheitsdenken oder eine Heilslehre gibt, da muss es auch Verführung geben. Bei Coronoïa natürlich nur Verführung zum rechten Handeln durch beispielsweise Hämburger, Bratwurst oder Geldgeschenke fürs Spritzenverpassenlassen, in Griechenland gratis Mobiltelefoneinheiten, saftige Prämien beim Ausstellen eines C+-Totenscheines und jedenfalls, zumindest in Luxemburg, sehr verlockende Entlohnung für die Arbeit im „Vaccinodrom“ oder Testzentrum.

Auch Märtyrer kommen vor, zum Beispiel junge, mutige, pionierhafte, vor Leben strotzende Stars, die heute stolz im Fernsehen ihre nackte, angestochene Schulter zeigen und morgen oder nach zwei Wochen unerwartet weg vom Fenster sind — einfach tot. Völlig unerklärlich … Im Gegensatz zu anderen Märtyrern fallen sie aber schnell dem Vergessen anheim.

Doch wo sind bei der Coronoïa die Erleuchteten? Ich kenne keine. Aber vielleicht ihr?

Wie jede religiöse oder auch politische Diktatur benutzt auch der heutige medizinisch-politische Totalitarismus eine entsprechende Semantik. Ihre Anhänger zeichnen sich aus durch den Gebrauch neuer Sprachschöpfungen, welche Propaganda transportieren und festigen. Nicht länger Erbsünde, Sünder, Sühne, Buße, Sakramente, Kommunion, der rechte Weg, die Gerechten, der gute Hirte, Papst, der Heilige Stuhl, Konzil, Ablass, Himmelreich, Fegefeuer, Lästerer, Abtrünnige, Ungläubige, Heidenkinder, Hexe, Hexensabbat, Hexenhammer sind heute das angesagte Vokabular, sondern Fälle, Infizierte, Cluster, Pandemie, Lockdown, Krise, Homeoffice, Übersterblichkeit, Inzidenz, 7-Tage-Index, Quarantäne, RKI, C-Check, Faktencheck, wissenschaftlich erwiesen, Herdenimmunität — da sind sie wieder, die Schafe —, Large Scale, Dosis, Green Pass, 3G-2G+ — die sollen wohl ablenken von der 5G-Technologie, deren Antennen ungestört während des strengen Knockdowns weiter aufgebaut wurden —, Verschwörungstheoretiker, Schwurbler, Leugner, Antivax, Covidiot, Booster, Variant, Mutant … und das halbe griechische Alphabet.

Ein härenes Gewand ließ früher einen Sünder von Weitem erkennen, heute tut es der Maulkorb. Das beste Theater der Welt könnte nicht mehr Symbolik finden für Unfreiheit, Unterwerfung, Gleichschaltung, Entmenschlichung, Entwürdigung, Mundhalten und Gehorchen als dieser möglicherweise chemisch behandelte Lappen, der uns regelrecht knebelt, uns die Luft nimmt, uns im Schweiße unseres Angesichts schuften lässt und eine Ahnung vermittelt von etwas Transhumanem.

Diesmal könnte man eine Parallele ziehen zur obligatorischen Gesichtsverschleierung weiblicher Menschen in manchen islamischen Vorschriften, zu deren Rechtfertigung ebenfalls der Schutz angeführt wird. In Luxemburg — von anderen Ländern weiß ich es nicht — besteht seit 2017 ein Gesichtsmaskierungsverbot im öffentlichen Raum durch nationales Gesetz und kommunale Reglemente; der jetzige medizinische Ausnahmezustand erlaubte, dies ins Gegenteil zu verkehren. Was man am Anfang für eine kurzzeitige Farce hielt, riskiert zur Dauermaskerade zu werden, zum neuen Normalzustand, wie es so beschönigend heißt.

Diese Maskierung ist gerade für junge Menschen äußerst beunruhigend und seelenschädigend, ganz zu schweigen von Neugeborenen, deren biologisches Programm auf menschliche Mimik eingestellt ist. Gebärenden Frauen — und allen anderen auch — wird damit die Sauerstoffzufuhr gedrosselt; Schwerhörige haben es schwer, weil sie nicht mehr die Lippenbewegungen wahrnehmen – aber das sind ja nur Minoritäten.

Kleinkinder zu opfern hat auch Tradition: Die Bibel berichtet von Herodes‘ Zornesaktion zur Zeit von Jesu Geburt, alle Säuglinge umzubringen.

Aus allem Vorherigen ergibt sich, sowohl im religiösen wie auch im medizinischen oder in sonst einem Wahn, eine tiefe Traumatisierung der Bevölkerung, die in den Geschädigten und den Kindern den Grundstein legt zu einem neuen Zyklus des Traumatisierens anderer nach Abspaltung des zugefügten unverdaulichen Horrors.

Wir Menschen lernen eben nicht aus der Vergangenheit; im Gegenteil, die Wiederholung der Geschichte ist unvermeidlich, bis wir genau hinschauen, in uns selber hinein, und unser Trauma heilen oder hinter uns lassen.

Eine entscheidende Frage ist das Thema Blasphemie. Das Wort bedeutet Rufschädigung oder Gotteslästerung. Ist die Anmaßung, mit einer genmanipulierenden Spritze und sonstigen geplanten „Optimierungen“ den Menschen nachbessern zu wollen, nicht genau das? Sie setzt voraus, dass Gott bei der Erschaffung des Menschen Fehler gemacht hat – eine ziemlich „teuflische“ Unterstellung!

Die uns dazu verführen oder zwingen wollenden Zauberlehrlinge werden sich dafür vor dem Jüngsten Gericht verantworten müssen – den weltlichen Gerichten, Ethikkommissionen und so weiter scheinen sie sich zurzeit noch entziehen zu können.

„Die Virologen behaupten allen Ernstes, wir seien mit einem fehlerhaften Immunsystem geboren, mit einem Immunsystem, das einen Makel enthalte, der nur mithilfe ihrer Kirche der Pharmagläubigen zu beseitigen sei. Sie ignorieren ihre eigene Fachliteratur, die genau das Gegenteil sagt (…) – genau wie die katholische Kirche ihre eigene und grundlegende Fachliteratur ignoriert: Im Neuen Testament steht nichts über eine Erbsünde, Jesus sagt kein Wort davon; im Gegenteil, er bezeichnet sich als Erster unter Gleichen“ (Hans Tolzin bei seiner Neujahrsansprache in Heilbronn).

Genug der Parallelen; ich möchte jetzt einen wesentlichen Unterschied hervorheben zwischen religiösem Bewusstsein und dem Coronoïa- oder sonst einem medizinischen Wahn:

Die heute weltweit vorherrschende „westliche“ Medizin ist einem Kontrollwahn verfallen, der wirkliche Religiosität ausschließt, denn diese erkennt an, dass alle Kontrolle bei einer übermenschlichen höheren Instanz liegt; der Schöpfergeist schenkt und nimmt Leben.

Die „westliche“ Gesellschaft will den Tod abschaffen. Letztlich ist das doch die größte Angst, die wir auf das Kronenvirus projizieren: die Angst vor dem Tod. Die ebenso die Angst vor dem Leben ist. Die Außenwelt spiegelt die Innenwelt.

Ich finde es ein ziemlich starkes Stück an Menschenverachtung – man könnte auch sagen an Scheinheiligkeit —, mit all den Zwangsmaßnahmen „vulnerable“ Menschenleben in reichen Ländern zu schützen vorzugeben und gleichzeitig Millionen Leben anderswo zu opfern: Die Voraussagen der Vereinten Nationen Anfang 2020, dass die Lockdowns und anderes zu Hungersnöten führen würden, hauptsächlich in Teilen der Welt, die uns Satten aus den Augen, aus dem Sinn liegen, sind leider eingetreten. Und es ist ein ziemlicher Hohn zu behaupten, mit einer genmanipulierenden Spritze Leben zu schützen und dabei so viele Tote und Geschädigte in Kauf zu nehmen, wahrscheinlich auf Generationen hinaus, wie man jetzt nur erst erahnen kann. Zynisch wie die Kreuzzüge im Namen Gottes.

Wenn eine Gesellschaft den Tod tabuisiert und leugnet, lehnt sie auch diejenigen ab, die sich ihm nähern: Alte und Kranke. Unter dem fadenscheinigen/scheinheiligen Vorwand des „Schützens“ werden alte Menschen ihrer Kontakte, ihrer Würde und Selbstbestimmung beraubt, werden isoliert, infantilisiert, interniert, immobilisiert — Zimmerhaft! —, zwangsinokuliert, verarscht, an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Man denke nur an die Entsorgung der angeblich an einem C-Virus Gestorbenen: mit Chlorbleiche übergossen nackt in einen „Bodybag“ (Leichensack) gesteckt.

Wenn irgendein Wahn mit Staatsgewalt zusammenkommt, dann wird es lebensverachtend und gemeingefährlich. Oft war oder ist es ein religiöser Wahn; in unserer Zeit ist es nun weltweit die Verquickung von Politik und Wirtschaft mit einer Art Medizinreligion.

Die neue ökumenische Weltreligion „Covidismus“ hat es durch Verbreitung von Angst und Schrecken fertiggebracht, quasi sämtliche Unterschiede aufzuheben zwischen Anhängern der größten monotheistischen Religionen, die bisher in heftigstem Streit lagen – eine kulturelle Leistung ersten Ranges!

Der Covidismus ist missionarisch äußerst rege. In dem Sinne sind sicher demnächst auch karitative Aktionen zu erwarten, wie das internationale Spenden von überzähligem oder bald abgelaufenem Teufelszeug an „unterentwickelte“ und rebellische Länder, welche bekannterweise sowieso von einer Bevölkerungs- und Fruchtbarkeitsreduktion nur profitieren können, nicht wahr?

Und damit komme ich zum Schluss. Und zur wahren Re-ligio, das bedeutet auf lateinisch Wieder-Anbindung.

Und was ist das? Vielleicht bedeutet es, mich wieder zu erinnern und anzubinden an meine Essenz, an mein wesentliches Sein? Mich selbst zu erkennen und damit auch den anderen?
Die Maske niederzulegen, das heißt mir meiner fiktiven Person („persona“ heißt auf lateinisch Maske, ein Begriff aus dem antiken Theater) bewusst zu werden? Meine Identifikationen mit ihr aufzugeben oder zumindest aufzuweichen, freiwillig, weil ich mich wieder anbinden will ans Sein, ans Licht, das keinen Schatten wirft? Das ist doch leicht etwas anderes als eine von oben durch einen Stofflappen aufgezwungene Ent-Individualisierung!

Bedeutet das, statt zu versuchen, die Welt zu verändern, zu bekämpfen und mir untertan zu machen, „die Welt zu überwinden“? Sich vom System dieser Welt zu emanzipieren, zu erkennen, dass sie auf der Trennung von Gott beruht? Sicher werden in der Liebe Gottes? Den eigenen kleinen Willen aufzugeben? Mich anzuvertrauen: „Dein Wille geschehe“?

Zitate zu dieser Aussage aus dem Johannes-Evangelium:

„Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat“ (5:4).

„Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist“ (5:5)?

„In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden“ (Jesus in der Nacht vor seiner Hinrichtung, 16:33).

Bedeutet es, die Welt als die Illusion zu durchschauen, von der alle Weisheitslehren sprechen? Im Wesentlichen die Illusion von Trennung und Alleinsein, von Unterschieden — auf die die Coronoïa gerade so sehr pocht? Auf dem Höhepunkt der Spaltung und der Absurdität die Einheit erfahren, indem ich mich darauf rück-besinne und mich danach ausrichte?

Jesus spricht vom „ewigen Leben“, natürlich nicht im Sinne der medizinischen Allmachtsfantasien vom Abschaffen des Todes. Zum wahren Leben erwachen, heißt das: zu erkennen, wer oder was wir wirklich sind? Die Er-innerung wiederfinden, nach innen, in die Tiefe gehen?

Dabei muss das „Ichlein“ den Platz räumen — und fühlt sich der Tod des Egos nicht wie Sterben an, dem wir ja auf allen Ebenen lieber ausweichen wollen? Vielleicht könnten wir anfangen, das unangenehme Ego-Loslassen zu üben? Könnten wir uns darin üben, jeden Moment zu sterben und zu etwas Neuem geboren zu werden?

Gerne empfehlen wir den „Schlafschafen“, endlich aufzuwachen. Wie ernst ist es mir mit dem Aufwachen? Dann bin ich also in einem Traum, den ich für die Wirklichkeit halte? Kann ich mich als Träumerin wiedererkennen? Ich meine nicht den Albtraum Coronoïa, der irgendwann vorbeigeht; ich meine nicht einen schlechten Traum, einen Traum mit einem Fehler, den ich korrigieren könnte, um dann angenehmer weiterzuträumen. Ich meine einen Traum als etwas Unwirkliches, im Gegensatz zur Wirklichkeit. Unwirklich ist alles, was endet, das heißt wohl alles Menschengemachte, alles, was nicht von Gott kommt. Alles, woran ich anhafte.

Die Befreiung wäre: aussteigen. Dann muss ich nicht mehr für das Gute kämpfen und das Böse hervorbringen. Wie dringend ist es mir, aus dem Traum auszusteigen? So sehr dringend wie einer Ertrinkenden, die schon zwei Minuten unter Wasser ist? Oder will ich noch herumspielen?

Kann ich erkennen, dass ich verantwortlich bin für die Welt, die ich sehe, da meine Gedanken das erschaffen, was ich sehe? Der Verstand kann das nicht erfassen, denn Ursache und Wirkung finden gleichzeitig statt.

Wenn die Welt die Wirkung meiner Gedanken ist und nicht deren vermeintliche Ursache– was nützt es, an der Wirkung zu basteln, statt die Ursache zu beheben, die in meinen Gedanken liegt? Nicht versuchen, die Welt zu verändern, sondern meine Gedanken über die Welt ändern?

Gott spricht zu uns durch die Plandemie. Kann ich lauschen? Dafür muss ich still werden. Wenn ich still und in Frieden mit mir bin, wenn ich präsent BIN, ändert sich meine Beziehung zur Welt. Dient vielleicht das ganze Leben nur dazu, mich selbst beziehungsweise Gott zu erkennen?

Alles, absolut alles, lässt sich als Steigbügel zur Selbsterkenntnis nutzen. So eine Coronoïa-„Krise“ (griechisch krísis = Entscheidung, Unterscheidung) könnte dabei ein gewaltiger „Booster“ sein …

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