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Die Pandemie der Umverteilung

Die Pandemie der Umverteilung

Die weltweiten Lockdown-Maßnahmen lassen die Schere zwischen Arm und Reich in historisch beispiellosem Ausmaß auseinander gehen.

Monatelang informieren alle Mainstream-Medien permanent über den Nachweis viraler RNA beziehungsweise DNA mithilfe des PCR-Testes und das meist anschaulich bebildert durch Grafiken. Auf dieser Basis werden Geschäfte geschlossen, Menschen eingesperrt und der soziale Austausch wird gesetzlich auf ein Minimum eingeschränkt.

Das Leben reduziert sich auf die Wohnungen, ein Großteil der Arbeitstätigen in der westlichen Welt muss nun zu Hause ein Büro einrichten. Nach der Arbeit findet das Leben zunehmend an den Bildschirmen statt — Schwimmbäder, Sportstätten, Theater, Kinos, Museen, Bibliotheken, Restaurants, Bars sind geschlossen.

Universitäten, Schulen und Kindergärten werden zugesperrt, diejenigen, die noch arbeiten, müssen nun zusätzlich neben dem Beruf sich um ihre Kinder kümmern, vor allem um deren Bildung.

Wer noch reisen sowie Grundnahrungsmittel besorgen darf, muss Masken tragen. Inwiefern diese Maßnahmen gerechtfertigt sind und inwieweit diese die zunehmende Konzentration von Kapital in den Händen weniger begünstigen, untersucht dieser Essay.

Am 30. März 2020 verkündete der österreichische Bundeskanzler: „Bald wird jeder von uns jemanden kennen, der an Corona gestorben ist“ (1), bevor er mit Zustimmung des Parlaments den ersten Lockdown in der Geschichte Österreichs beschloss. Im gleichen Jahr machte er 36 Milliarden Euro Schulden. Damit erhöhte er die zuvor rückläufige Staatsverschuldung von 70 Prozent auf circa 84 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP).

Der Europäische Stabilitäts- und Wachstumspakt, welcher eine maximale Neuverschuldung unter 3 Prozent vom BIP vorschreibt, ist damit um beinahe das Fünffache gebrochen. Im Gegensatz dazu wurde die Arbeitslosigkeit verschleiert, indem kurzfristig staatliche Arbeitsplätze zur Virusverfolgung geschaffen wurden und die Privatfirmen Kurzarbeitergeld erhielten.

Nachdem sich Österreich innerhalb von zehn Monaten mittlerweile im dritten Lockdown befindet, darf die Frage erlaubt sein, was das Einsperren der Menschen und die Zwangsverordnung zum Stillstand des wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens den Einwohnern bringt.

Die Evidenz zur Verminderung der Sterblichkeit ist nicht gegeben, sie ist jetzt eine Bringschuld der Regierung. Ein Blick auf die „European mortality monitoring activity“ belegt, dass die Übersterblichkeit in Österreich von November 2019 bis Ende Februar 2020 mit der Übersterblichkeit der selben Periode 2016/2017 vergleichbar ist. Ansonsten ist im gesamten Jahr 2020 keine Übersterblichkeit zu erkennen.

Die „Notmaßnahmenverordnung“ dient laut amtlicher Darstellung „zur Verhinderung der Verbreitung von Covid-19 und zur Verhinderung eines Zusammenbruchs der medizinischen Versorgung“ (2).

Rückblickend auf 2020 hat die Auslastung der Intensivstationen noch nicht einmal 60 Prozent erreicht (3). Der Hinweis auf die gefürchteten „Triagen“ diente demnach eher der Verängstigung, wenn auch schwächer als die im März prophezeiten Worte, dass jeder bald jemanden kennen würde, der an SARS-CoV-2 gestorben wäre.

Nachdem also das Gesundheitssystem weit vom Zusammenbruch entfernt war, bleibt die Frage, ob und wie man das Virus eindämmen könnte. Dies lässt sich meiner Meinung nach noch nicht abschließend bewerten. Ein vergleichender Blick auf das „schwedische Modell“, welches die Mündigkeit der Bürger nicht einschränkte, zeigt, dass dort die Mortalität bei circa 2 Prozent liegt.

Wahrscheinlich ist sie sogar noch niedriger aufgrund der Dunkelziffer nicht gemeldeter Infektionen und der fehlenden Unterscheidung „an/mit Corona“. In Österreich liegt laut offizieller Statistik (4) die Mortalität bei circa 1,9 Prozent, also in etwa gleich. Weißrussland hat nie einen Lockdown erklärt, noch Schulen geschlossen und weist eine SARS-CoV-2-assoziierte Mortalität von weniger als 1 Prozent auf (5).

Irreparable Schäden

Allerdings muss man sich die Frage stellen, welchen Effekt die nicht pharmakologischen Maßnahmen (NPI) der Regierung auf die Gesundheit der Menschen haben. Die Great Barington Declaration hat mittlerweile über 750.000 Unterschriften von Ärzten, medizinischem Personal und normalen Bürgern gesammelt. Sie will darauf aufmerksam machen, dass es Risikogruppen zu schützen gilt, bis eine Herdenimmunität erreicht ist, und dass die Lockdown-Beschränkungen — unter denen die Schwächsten der Gesellschaft am stärksten zu leiden haben — irreparable Schäden für die Gesellschaft nach sich ziehen werden (6). Diese irreparablen Schäden betreffen nicht nur das wirtschaftliche Überleben, sondern vor allem die Gesundheit.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definierte 1946 Gesundheit als „a dynamic state of complete physical, mental, social well being and not merely the absence of disease or infirmity“ (7). Damit wurde mehr oder minder dem biopsychosozialen Modell Ehre erwiesen, welches einen holistischen Bezug auf den Menschen nimmt, das heißt diesen betrachtet als ein Zusammenspiel aus der physischen, psychischen, sozialen und der vierten — der intermediären Sphäre.

Mit den NPI der österreichischen Regierung wird also bewusst ein wesentlicher Teil der Gesundheit ignoriert. Das öffentliche Leben, der soziale lebendige Austausch, das kulturelle Leben, das politische Leben wurde den Menschen genommen, und damit auch der soziale Teil der Gesundheit.

Der lebendige Austausch mit Familie, Freunden, Bekannten innerhalb der Gesellschaft wird reduziert auf einen künstlichen, virtuellen Austausch. Was sind die Auswirkungen auf die Psyche?

Sicherlich spielen Rückzug und die Zeit, die man mit sich allein verbringt, eine wesentliche Rolle für das Wohlbefinden. Doch Geselligkeit, Gemeinschaftsgefühl, gemeinsames Singen, echte aufrichtige Gespräche, gemeinsames Lachen und Weinen sind zutiefst menschlich, sind gesund, ja verlängern vermutlich das Leben und sind vor allem essentiell für die frühkindliche Entwicklung! Was geschieht mit Kindern, die unter sozialer Distanzierung aufwachsen, die nicht in mit anderen Kindern spielen dürfen, die die Mimik der Menschen aufgrund von Masken nicht mehr sehen können?

Was wird aus einer Gesellschaft, die den Dialog verliert? Was wird, wenn man nur noch Einkaufen gehen darf und ansonsten auf das immer stärker reglementierte private Leben beschränkt wird? Wenn Regierungen behaupten, dass die Einsperrmaßnahmen erfolgreich seien, um die Gesundheit zu bewahren, so ist dies eine These, die es zu beweisen gilt. Wie oben gezeigt wurde, ist es einerlei, ob man die Menschen einsperrt wie in Österreich oder ihnen die Freiheit lässt und auf Selbstverantwortung setzt wie in Schweden.

Vorherrschaft der Bürokraten

Es ist ein Reduktionismus, nur von Zahlen zu sprechen. Die bloße Reduktion des Menschen auf Infizierte, auf den physischen Teil offenbart das vorherrschende Denken in Systemtheorie und Abstraktion. Die Vorherrschaft der blutleeren Bürokratiesoldaten, der Zivilisationspuppen und Menschenroboter hat es möglich gemacht, dass sich aufgeklärte, vernunftbegabte Menschen dem Diktat von Spezialisten und Politikern beugen.

Man bedenke zudem, dass keine Standardisierung bei PCR-Tests vorliegt, es existieren zahlreiche Anbieter (mono–multiplexkits) und unterschiedliche Protokolle zur Aufreinigung der Proben — auch hier unterschiedliche Anbieter — sowie eine unterschiedliche Anzahl von Zyklen, 20 bis 40 PCR-Zyklen, die jedes Labor im eigenen Ermessen festlegt. Im Zuge der Pandemie erhielten viele Labore vorläufige Zulassungen, wenige eine tatsächliche Akkreditierung. Dennoch dienen die Ergebnisse der Politik zur Rechtfertigung harter Maßnahmen.

Fernab von der fehlenden Standardisierung der SARS-CoV-2-Nachweise existiert jedoch ein tiefer liegendes geistesgeschichtliches Phänomen: die Überbetonung der physischen Seite der Gesundheit. Diese entspringt dem vorherrschenden Reduktionismus eines noch tiefer reichenden Materialismus, welcher den Menschen auf eine Jauchegrube aus biochemischen Prozessen herabwürdigt. Wie erbärmlich, wenn man bedenkt, wie reichhaltig das Menschenbild der Hochscholastik und Frührenaissance war, als Paracelsus vom Menschen als dem „Mikrokosmos“ und die Renaissance vom „großen Wunder Mensch“ (8) sprach.

Die letzten Rätsel des Immunsystems sind keineswegs geklärt, die junge Disziplin der Psychoneuroimmunologie und andere Ansätze gehen bereits über die Physiologie hinaus. Die Epigenetik hat inzwischen die Genetik abgelöst und berücksichtigt immer mehr, wie wichtig Bewegung, Stress, Erfolg, Nähe, Musik, Bücher et cetera für die Ausbildung oder Methylierung der Erbanlagen sind.

Es ist ein Novum, dass sich Staaten zum Oberarzt aufschwingen und glauben, die Ausbreitung von Mikroorganismen mittels NPIs aufhalten zu können — man bedenke, das Mikrobiom des Menschen macht circa 3 Kilogramm des Körpergewichtes aus. Die aktuellen NPIs finden noch dazu unter völliger Ausblendung des individuellen Gesundheitszustandes statt — abgesehen von Risikogruppen — und erklären einen Virus zum alleinigen Protagonisten.

In einem solchen Geistesklima ist es möglich, dass Virologen aufgrund ihrer Nähe zu diesem Protagonisten politische Maßnahmen empfehlen, die zwar für die Binnenrationalität der Virologie vernünftig sind, aber im gesellschaftlichen Kontext verheerende Wirkung entfalten. Ein weiterer Teil des Reduktionismus ist der Fetisch in Form der Messbarkeit der RNA mittels PCR- oder Antigentests auf Oberflächenproteine.

Oder um es als Handlungsanleitung für die Politik mit den Worten des Generaldirektors der WHO zu formulieren: „Once again, our key message is: test, test, test“ (9).

Diese Tests wurden dann als Fieberkurve — oder Alibi? — für den Gesundheitszustand der Bevölkerung verwendet. Als ob mathematische Modelle von der Ausbreitung der Viren die einzig wahrhaftigen Prognosen liefern würden. Die unheilvolle Verbindung aus Experten und der blutleeren Hand der Bürokratie hat dazu geführt, dass die Rechtsstaatlichkeit sowie Grundrechte zur Versammlungsfreiheit, Freizügigkeit weitestgehend ausgesetzt wurden. Die freiheitliche Demokratie hat zur Bekämpfung der Viren sehr rasch Züge eines autokratischen Staates angenommen, geführt von Politikern, die mit militärischem Jargon Angst verbreiten, beispielsweise Macron mit „We are at war“ (10).

Da die Medienberichterstattung die gesamte Aufmerksamkeit auf Zahlen reduziert, sollen an dieser Stelle gleiche „Geschütze aufgefahren“ werden, um Bewusstsein für die Sterblichkeit auf der Welt zu schaffen.

Im Jahr 2020 waren weltweit täglich circa 240.000 neue SARS-CoV-2-Nachweise zu verzeichnen, etwa 4.900 Menschen sind pro Tag an/mit Sars-CoV-2 gestorben. Dabei ist hervorzuheben, dass jede verstorbene Person mit positivem Test, unabhängig von der tatsächlichen Todesursache, in diese Statistik einfließt. Die Infektions-Todesrate bei unter 70-Jährigen liegt weltweit durchschnittlich bei 0,05 Prozent (11) und ist damit wesentlich niedriger, als noch vor 10 Monaten angenommen. Die Sterblichkeitsrate bei über 70-Jährigen liegt demnach bei 5 bis 10 Prozent, je nach Risikogruppe.

Im gleichen Zeitraum starben täglich circa 12.600 Menschen an den Folgen von Feinstaub, fast doppelt so viele, 24.000 Menschen, pro Tag an den Folgen von Hunger und Mangelernährung. Wer Zahlen über Tote veröffentlicht, muss diese unbedingt in einen Kontext setzen, sonst können sie, je nachdem womit sie verglichen werden, der Manipulation dienen.

Das wesentliche Problem liegt in der Verdinglichung und Reduktion des Menschen. Was den Menschen heraushebt von allen Lebewesen, ist seine Würde, als einziges Geschöpf ist er „geboren worden unter der Bedingung, dass wir das sein sollen, was wir sein wollen“ (12), frei von Fremdbestimmung. Eigenverantwortlich darf und soll der Mensch selbstbestimmt mit seinem Leben umgehen, ohne dass ein Staat die Elternrolle übernimmt.

Bisher hat die Menschheit jede respiratorische Erkrankung überlebt, noch nie zuvor wurden die Menschen weltweit eingesperrt und von den Mitmenschen abgeschnitten.

Aus meiner Sicht hat Professor John Ioannidis — Autor zur Metastudie um die Infektionstodesrate — mit seiner Aussage zum Evidenzfiasko den Nagel auf den Kopf getroffen (13). Die Grundlage für die Politik waren nicht kranke Menschen, sondern Menschen mit einem Virusnachweis. Angst und mediales Spektakel waren Mittel zur Ablenkung.

Profitiert haben bisher die Aktienmärkte, vor allem die großen Technologieunternehmen wie Apple, Amazon, Alphabet und andere.

Die Menschen werden auf das Internet als Kommunikationsmedium zurückgeworfen. Die daraus resultierende Datenmenge spielte den Technologiekonzernen zusätzlich in die Hände, welche nun noch mehr Daten sammeln konnten und gesellschaftliche Trends viel früher erkennen, als dies für den Einzelnen oder eine Gruppe möglich ist. Man bedenke, welchen Wert dieses Wissen am Aktienmarkt hat.

Weiterhin sei erwähnt, dass das Vermögen der Milliardäre während der Coronapandemie um 500 Milliarden US-Dollar (14) gewachsen ist, während auf der anderen Seite 200 Millionen Menschen in die Armut gefallen sind — mit weniger als 2 Dollar pro Person und Tag (15).

Im Rahmen der Coronapandemie wurden neue Staatsschulden gemacht und die Notenpressen der Zentralbanken öffneten alle Geldschleusen, um der wirtschaftlichen Krise zu begegnen. Allein die Europäische Zentralbank druckte im Jahr 2020 ganze 1,14 Billionen neue Euro (16), das einspricht einem Zuwachs von rund 40 Prozent der zuvor bestehenden Geldmenge, oder anders ausgedrückt, nahezu einer Verdopplung der Geldmenge in einem Jahr! Welche Wohltaten für die Menschen wären mit einer solchen Summe möglich! Der größte Teil davon blieb jedoch bei den Banken, und wiederum ein Anteil floss in die indirekte Staatsfinanzierung. Was beim einzelnen Europäer ankommt, das bleibt abzuwarten.

Gott sei Dank treffen sich bald die Technokraten der Welt in Davos, um einen großen Neustart der Ökonomie einzuleiten. Die Mitgliedschaft im World Economic Forum beginnt ab 60.000,- CHF und reicht für den erlesenen Zirkel bis zu 600.000 CHF, sodass die demokratische Anteilnahme einem jeden Bürger offen steht. Der Gründer des World Economic Forums hat übrigens in seinem Buch „Covid-19 — The Great Reset“, publiziert am 9. Juli 2020, vermerkt, dass es sich bei Covid-19 um die „mildeste Pandemie der letzten 2000 Jahre“ handelt (17).

Beim Meeting der Eliten werden sehr wahrscheinlich die bestehenden Trends zur Digitalisierung wie E-Impfpass, digitales Zentralbankgeld und Zentralisierung der Gewalt und Entscheidungskraft weiter forciert. Gerade hier würde die Chance liegen, die unermessliche Ungleichheit der Welt zu beseitigen, beispielsweise Obergrenzen für das Privatvermögen zu beschließen — nach dem Motto Leo Tolstois „wie viel braucht der Mensch“ — und die Einkommen des obersten 1 Prozent mit 99 Prozent zu besteuern.

Um der hemmungslosen Bereicherung, die auf der Armut der Massen basiert, ein Ende zu setzen und die Vorteile der Reichen nicht länger „auf dem Unvermögen und Schwäche, oder freiwilligen Anerkennung der Menschen“ (18) beruhen zu lassen, ist es notwendig, über die wahren Umstände auf der Welt aufzuklären. Noch nie war der Reichtum der Erde, der allen Menschen gleichermaßen zusteht, so ungleich verteilt.

Alle Kämpfe zwischen Männern und Frauen, Schwarzen und Weißen, Immigranten und Staatsangehörigen, Konfessionen, politischen Parteien sind nur bloßes Spiegelfechten, im Kampf, den es eigentlich zu kämpfen gilt: der Kampf um eine gerechte Verteilung des Wohlstandes, der Deckelung des Reichtums und der Gier.

Wenn acht Männer über so viel Reichtum verfügen wie die Hälfte der Welt (19), so ist davon auszugehen, dass sich der Reichtum in Zukunft in immer weniger Händen finden wird und die Mehrheit der Menschen um das, was ihr als Naturrecht zusteht, betrogen wird.

Ab einem gewissen Niveau ist die Akkumulation von Kapital und Geld gesellschaftlich nicht mehr tragbar, da im Kapitalismus zu große Konzentration von Kapital mit Macht gleichzusetzen ist. Zu viel Macht in den Händen weniger bedeutet einen Rückschritt in der soziokulturellen Entwicklung, zurück in eine Art Oligarchie oder Neofeudalismus. Gleichermaßen fehlt das Geld an anderer Stelle, wird aber nicht freigesetzt für die Bedürftigen, sondern bleibt konzentriert bei einer Elite. Dort wird es erneut der Akkumulation zugeführt, um noch mehr anzuhäufen.

Siebzehn Firmen (20), die alle untereinander durch Investitionen verbunden sind, verwalten zusammen 41,1 Billionen US-Dollar. Da globalisierte Privatunternehmen mittlerweile Staaten ausspielen und mehr Geld besitzen, als einige Länder im Jahr erwirtschaften, hat sich eine neue Form politischer Macht ergeben, die eine bestimmte Politik durch Geld gekauft werden kann. Damit verwalten diese siebzehn Unternehmen im Kollektiv mehr Geld, als alle Waren und Dienstleistungen, die in den USA, China und Europa zusammen in einem Jahr angeboten und produziert werden, Wert sind.

Noch dazu sind Staaten im Rahmen der Globalisierung einem zunehmenden „Wettbewerbs“-Druck unterworfen, die Spielregeln der Privatindustrie zu übernehmen, anstelle selbst die regelnden, ausgleichenden und kontrollierenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Der Kapitalismus hat durch mangelnde Deckelung des Reichtums die Tür offen gelassen, um unbegrenzt Macht zu akkumulieren. Die zunehmende Verschuldung der Staaten, die zunehmende Armut auf der Welt, bei gleichzeitiger Bereicherung privatwirtschaftlicher Unternehmen, wirft die Frage nach der Verantwortung der Unternehmen auf.


Quellen und Anmerkungen:

(1) kleinezeitung.at
(2) BGBLA_2020_II_598
(3) statista.com
(4) github.com
(5) ourworldindata.org
(6) gbdeclaration.org
(7) World Health Organisation has already realized the need of the 4th dimension of health, i.e. the spiritual health to be considered as an important element of health. In the words of Derek Yach (14) (World Health Assembly May, 1998): „From the inception, it was felt that the 4th Dimension of health was missing from its definition. The special group of the WHO Executive Board (1998) proposed that the Preamble of the Constitution should be amended as follows (…)“
(8) Giovanni Pico della Mirandola, Über die Würde des Menschen
(9) who.int
(10) bbc.com
(11) John P. A. Ioannidis, Bulletin of the World Health Organization; Type: Research
Article ID: BLT.20.265892
(12) Giovanni Pico della Mirandola, Über die Würde des Menschen
(13) statnews.com
(14) businessinsider.com
(15) news.un.org
(16) diepresse.com
(17) Klaus Schwab & Thierry Malleret (2020): Covid-19: The Great Reset
(18) Adam Weisshaupt, S. 39 Geschichte der Vervollkommnung der Menscheit
(19) oxfam.org
(20) Peter Phillips, Giants the global Power Elite, S. 11, Seven stories press 2018

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