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Die neue Menschheitsfamilie

Die neue Menschheitsfamilie

Durch die Arbeit an uns selbst erschaffen wir Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Die neue Menschheitsfamilie wird nicht wie Pilze im Herbst aus dem Boden schießen, sie wird auch nicht plötzlich da sein, wenn der Widerstand gegen die „Eliten“ endlich Erfolg gehabt haben wird. Weder die Sternenkonstellationen werden das für uns richten noch Retter welcher Art auch immer. Auch wenn das vielbeschworene „Licht“, wie vielerorts versprochen, „gesiegt haben wird“: Das Licht wird es auch nicht tun. Wir müssen es letztendlich selbst schaffen. Und das wird nur gelingen, wenn wir damit anfangen — jetzt. Jeder bei sich selbst, in seinem eigenen Inneren, in seinem Umfeld. Der wichtigste Nächste ist immer der, der gerade da ist. Sogar die eigene Ehefrau ...

Sie wird neu sein, die Gemeinschaft, die aus freiem Willen durch eigene Einsicht, Erkenntnis und mit eigener Kraft aufgebaut werden soll.

Es gibt keine Rezepte, keine bewährten Konzepte, doch es gibt jede Menge gesunden Menschenverstand und sogar viele Experten, die seit langer Zeit immer und immer wieder davon sprechen und Hinweise geben, was funktionieren kann und was nicht. Allerdings sind sich die Experten in diesem Punkt fast alle wohl einig: Erneuerung kommt aus dem Einzelnen, aus seinem Inneren, wenn er sie sich selbst erarbeitet hat.

Am Anfang ist die Idee

Wahrscheinlich gibt es sogenannte Grundvoraussetzungen. Ich greife mal ins Nebulöse und behaupte, eine Grundvoraussetzung wäre, dass man von dieser neuen Menschheitsfamilie träumt, sie ersehnt, sie als ein Ideal in sich trägt. Dann wäre noch entscheidend, dass man das alles hier überlebt und bestenfalls noch angemessen denk- und handlungsfähig geblieben ist. Nützlich wäre auf alle Fälle, die neuen Qualitäten, die wir als Einzelne zu einer neuen Mitmenschlichkeit benötigen, zu üben und zu pflegen, indem man sie anwendet. Jetzt. Hier. Genau dort, wo man gerade ist. Täglich. Das läßt sich nicht verschieben.

Wofür wollen wir uns einsetzen?

Was gibt einer Widerstandsbewegung Kraft? Ich denke, es ist nicht einmal so sehr ein gemeinsamer Feind, es ist, oder muss ich sagen, es sollte die gemeinsame Vision sein, das gemeinsame Ideal, die Hoffnung, das Gute, das wir erringen wollen. Es geht nicht so sehr ums „Weghabenwollen“, es geht darum, dass wir uns doch unser menschenwürdiges Leben erringen wollen. Das verleiht Kraft, auch in den dunkelsten Stunden und Tagen. Es setzt Kreativität frei, dafür kann man Mut aufbringen und dafür kann man kleine Differenzen zugunsten des großen Zieles ab und an großzügig vom Tisch fegen.

Es kann diese Vision sein, die uns vereint, die uns zusammenhalten lässt, die dafür sorgt, dass wir uns umeinander kümmern. Und damit sollte es beginnen, mit dieser Frage: Wie gehe ich jeden Tag mit meinem Nächsten um? Und wie schaffe ich es, so mit ihm umzugehen, wie es richtig wäre angesichts meines Herzensideals?

Ich bin die nahestehendste Person, mit der ich beginnen kann

Es ist dringend notwendig, dass wir gut für uns selbst sorgen, denn es wird, wohl nicht für immer, aber doch vielleicht noch lange dunkel sein. Natürlich muß man ja hierzu erst einmal verstehen, was eigentlich gerade los ist und warum. Ich darf sicherlich davon ausgehen, dass Rubikon-Leser sehr gut informiert sind. Dass sie es wagen oder wagen mussten, das Böse anzuschauen, das sich Stück für Stück über uns erhebt.

So schwer das ist, so nötig ist es auch, und es kann den einen oder anderen schwächen, mutlos machen, Energie rauben, die gerade jetzt so dringend gebraucht wird. Ein kleiner Trost an dieser Stelle: Wenn man die Wahrheit und die Zusammenhänge erkennt und durchschaut, dann ist das schon „die halbe Miete“, denn man ist nicht mehr manipulierbar. Erkennen schützt vor dieser Gehirnwäsche und der Entmenschlichung, die gerade weltweit betrieben werden.

Wie lebendig ist es in mir?

Schaut man jetzt zusätzlich auf Bereiche und Themen, die geradezu verboten zu sein scheinen, mit Tabus behaftet sind, und das nicht erst seit dem Jahr 2020, dann macht man große Schritte nach vorn und auch nach innen, zu sich selbst, und das ist der Ort, wo unsere Menschlichkeit beginnt.

Welches sind diese wichtigen Themen? Wer es nicht weiß: Schau auf das, was verboten ist — es darf nicht mehr gestorben werden. Was ist los mit dem Thema Sterben und Tod? Schafft man es, sich damit wirklich auseinanderzusetzen — was leicht ist, es gibt so viele Informationen, Bücher, Videos dazu —, wird man innerlich viel freier. Und die Sicht auf die Welt, die Sicht auf sich selbst und das Leben an sich verändern sich. Ich kann es nur empfehlen, es lohnt sich sehr.

Weitere Themen wären Spiritualität, in welcher Form auch immer, die Tatsache, dass ein Mensch eine Körper-Geist-Seele-Einheit ist; Kunst, Kreativität, Kindheit, echte Nächstenliebe und viele weitere mehr, immer auch in Bezug zu sich selbst: Was ist damit in meinem Leben, lebe ich das, bin ich in diesen Bereichen lebendig oder bin ich da irgendwie verkümmert, abgestorben? Kann ich diesbezüglich etwas in mir hegen, pflegen, gießen, damit es beginnt zu wachsen, um Früchte zu tragen? Wir werden diese Früchte brauchen, es sind dies die Früchte, die die neue Menschheitsfamilie ernähren sollen, wollen wir vermeiden, dass sie verhungert, noch bevor sie so recht geboren werden kann.

Das ist, was ich unter Heilung auf allen Ebenen verstehe. Meine Quellenangaben hierzu: Schauen wir auf uns selbst und schauen wir auf die Welt. Was normal ist, ist alles andere als gesund. Und erst recht nicht würdevoll oder liebevoll. Hand aufs Herz: Was haben wir diesbezüglich getan, in uns, um uns herum? Haben wir nicht allzu oft in den letzten Jahren und Jahrzehnten das Lebendige, das Menschengemäße vernachlässigt oder uns ohne Not nehmen lassen und uns in Ersatzbefriedigungen gestürzt, die uns immer mehr in den seelischen Hungerzustand brachten? Sind es nicht gerade diese unsere Versäumnisse, die uns in diese Realität gebracht haben, die wir nun zu Recht beklagen?

Schritte auf dem Weg

Es ist Zeit, zu beginnen, uns das zurückzuerobern, was wir brauchen, um leben zu können, mit uns selbst und unseren Mitmenschen und auch mit der ganzen Schöpfung. Wir können das. Die ersten Schritte haben wir getan. Wir informieren uns, wir schließen Augen und Ohren nicht, wir denken selbst, wir sind auf der Suche. Es ist Neuland, wir marschieren ohne Straßenkarte, wir sind Pioniere, wir lernen Weggefährten kennen. Der Weg ist steinig, deshalb brauchen wir genügend Wegzehrung und gutes Schuhwerk. Und geistige Präsenz.

Bei steinigem Untergrund braucht man gute Erdung, will man eine weite Strecke durchhalten. Das darf man wörtlich nehmen. Wir können uns erden, indem wir uns mit der Erde verbinden, jeder auf seine Weise. Wer hier noch rätselt, der kann sich tatsächlich im Alltag für kurze Zeit mit der Natur verbinden, beim Wandern auf sein Bodengefühl achten, fest auf der Erde stehen und sich mit ihr verwurzelt fühlen. Körperübungen können helfen, ebenso wie grundsolide Dinge zu tun, mit seinen eigenen Händen: der Umgang mit Holz, mit Ton, mit Achtsamkeit kochen oder backen. Dies können nur kleine Anregungen sein, es gibt so viel mehr. Und all das macht uns widerstandsfähig und kräftig.

Wegzehrung

Interessanterweise sind genau die Fähigkeiten, die uns schützen vor Manipulation und Gehirnwäsche, auch dieselben, die wir benötigen, um das Ideal der neuen Menschheitsfamilie zu ermöglichen. Wie schon beschrieben, muss man das, was Böses geschieht, die ganze Gewalt in all ihren Formen, erkennen und auch benennen. Es ans Tageslicht zerren und auf den Tisch knallen.
Dazu ist eine geschulte Wahrnehmungsfähigkeit nötig. Geschult wird sie, indem man sie benützt. Und Ehrlichkeit sich selbst und anderen gegenüber schult man ebenso durch tägliches Üben.

Wir gewinnen unsere Freiheit in Denken, Reden und Handeln zurück, indem wir es tun und indem wir es anderen erlauben, in Würde. Es kann helfen, zu erkennen, dass es verschiedene Seiten der Wahrheit gibt und man selbst nicht zwangsläufig die einzig richtige Sichtweise auf die Wahrheit innehat. Schnell tut sich hier die Frage auf: Wie halte ich es eigentlich mit der Kritikfähigkeit? Ist hier noch zu üben?

Wo Konflikte gemieden werden, schleichen sich Tabus ein — ein Gift gegen die Menschlichkeit und gegen die Wahrheit.

Wie sieht es aus mit meinen eigenen Tabus? Mit denen in meiner eigenen Familie? Was steckt dahinter? Raus damit! Ans Licht damit! Es ist die Zeit der Wahrheit jetzt, die Zeit der Heilung. Tatsächlich gibt es kein dankbareres und glückbringenderes Übungsfeld als die eigene Ehe oder Beziehung und die eigene Familie!

Füttere und pflege stets das, was zu mehr Licht und Liebe, zu mehr Freiheit und Wahrheit führt, und verneine das Hätscheln der Dunkelheit. Zieh dich heraus aus allem, was das Licht schwächt in dir, was dir Energie raubt, verweigere den Gehorsam. Fördere das, was das pralle Leben bedeutet, indem du es lebst, was auch immer das für dich Schönste ist: lachen, singen, tanzen, spielen, malen oder zeichnen, musizieren, mit anderen Menschen sprechen, ihnen nah sein, Zärtlichkeit, Berührung, Naturerlebnisse, Tiere streicheln — was es auch sei, gib dem viel, viel mehr Raum und genieße mit allen Sinnen und mit geistiger Präsenz. Das ist, was nun verboten ist — hole es dir zurück, jetzt, ab jetzt.

Freunde auf dem Weg

Und meine Weggefährten, was ist mit ihnen? Wie stehe ich zu ihnen? Wie ist es mit meiner Fähigkeit, echte Bindung, echte Beziehung, echten Kontakt zuzulassen, zu pflegen? Ist das, was ich so nenne, echt und menschengemäß, ist es würdevoll und liebevoll, ist es unterstützend und lebensfördernd?

Klärt man diese Fragen gütig, liebevoll, aber beharrlich für sich oder beginnt man wenigstens damit, heilt man sich selbst Stück für Stück und macht in sich selbst das Licht an. Man wird zunehmend zu einem Leuchtturm in dieser Dunkelheit, standhaft, wehrhaft.

Und jetzt ist man in der Lage, wenn die dunkle Macht an der eigenen Türe klopft, sie als solche zu erkennen und sie abzuweisen, ihr den Zutritt zu verweigern.

Und vor allem: Du bist nicht allein! Da gibt es die Brüder und Schwestern. Brauchen sie dich? Fühlen sie sich allein, weil sie ohne Kollegen sind, ohne Familie, ganz vergessen von allen, auch von den Widerstandsgefährten, die man im Sommer noch auf den Demonstrationen treffen konnte?

Sollen diese nicht verzagen oder aufgeben, brauchen sie unseren Besuch, eine gemeinsame Tasse Tee, einen gemeinsamen Spaziergang, hin und wieder ein Gespräch — auf der analogen Ebene; der Kontakt über Telegram ist eine Illusion. Lassen wir sie nicht allein, lassen wir sie nicht verhungern, sie rufen über so viele Kommentare unter den Videos und Nachrichten ihre Not hinaus, zunehmend ungehört, unbeachtet.

Wo ist sie, die neue Menschheitsfamilie, an genau dieser Stelle, wo die Mitmenschen immer mehr in Not geraten? Es ist so einfach, es kostet nichts. Können wir es sportlich nehmen und das üben und einfach tun, was wir uns als unser Ideal auf die Fahne geschrieben haben?

Was uns davon abhält, ist oftmals Angst, Angst vor dem anderen, aber auch vor uns selbst. So sind wir sozialisiert und denken deshalb, das sei normal. Ja, normal ist das, aber es ist nicht gesund, es ist nicht menschengemäß, es ist nicht liebevoll und nicht würdevoll. Für uns selbst nicht und für unsere Mitmenschen nicht.

Wenn wir heute beginnen, bewusst an diesen Fähigkeiten zu arbeiten, die in uns mehr oder weniger schlummern und warten, dass wir sie zum Leben erwecken, in kleinen Schritten am Anfang und danach, gestärkt, trainiert, in großen Schritten, dann kann keine Dunkelheit uns aufhalten. Wir stehen zusammen, wir gehören zusammen, wir leben die neue Menschheitsfamilie, damit sie als Realität in die Welt kommt, von uns erschaffen.

Dazu brauchen wir jeden Einzelnen, wir können auf keinen verzichten, jeder ist einzigartig und kostbar, jeder ist es wert! Und jeder kleine Schritt ist wichtig und ist ein Schritt nach vorn ins Licht.

Kommen Sie mit, ich bitte Sie, kommen Sie mit! Und vergessen Sie die Brüder und Schwestern nicht, die Ihre Hand brauchen! Diese sind Ihre neue Familie!

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