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Die Kunst des Lügens

Die Kunst des Lügens

Die Vergabe des Erich-Fromm-Preises 2019 an „Pulse of Europe“ ist proeuropäische Propaganda, die dem Namensgeber nicht gerecht werden kann.

Inhaltsschwerpunkte der Reden

Der Publizist und ehemalige Lokalreporter der Frankfurter Rundschau, Redakteur von Capital und Leutnant der Reserve, Christian Nürnberger, stellt „Schreckens“- und „Glücksmomente“ in den Mittelpunkt seiner Laudatio (1). Nach dem „Glücksmoment“ des Falls der Berliner Mauer suchen ihn nur noch Schreckensmomente heim: „der 11. September 2001“, die „Weltfinanzkrise 2007/2008“, die „Annexion der Krim“ durch „Unhold“ Putin — der „Krim-Schock“ —, der „Brexit-Schock“ und, man ahnt es, die „Wahl Trumps“. Seitdem stehen die wenigen verbliebenen Demokratien „mit dem Rücken zur Wand“, denn sie müssen sich eines „groß angelegten weltweiten Angriffs“ erwehren.

Sogar die „Herzkammer der Demokratie“, nämlich die Medien, die Wissenschaft und die Wahrheit an sich sind bedroht. Dafür tragen das Internet und die sozialen Internetmedien die Hauptverantwortung, denn die „Lügner werden inzwischen geschützt von einem Meer von Lügen.“ Endlich, nach so vielen Bedrohnissen wird dem schon fast Verzweifelten „der große Glücksmoment“ beschert:

„Auf der Bildfläche erschien: das Ehepaar Röder“ und mit ihm geschah das „Wunder“ einer „Massenmobilisierung der Bürger für Europa (...) Es war gelungen, Menschen zu Hunderttausenden auf die Straßen und Plätze zu bringen (...), und zwar auf eine sympathische Art, gewaltfrei, ohne Schaum vorm Mund, überparteilich, fröhlich, cool.“

Ohne Schaum vor dem Mund, aber voll tiefer Dankbarkeit gegenüber ihrem Laudator, analysieren die Geehrten, das Frankfurter Anwaltsehepaar Sabine und Daniel Röder, in ihrer „Erich-Fromm-Lecture“ die Befindlichkeit der Menschen Europas — wohlgemerkt, nicht die der EU (2): Ein „Gefühl des Kontrollverlusts und der Angst“ sucht die Menschen heim. Es gibt nämlich in Europa „noch kein breites Gefühl der Zusammengehörigkeit.“ Das aber ist „Grundvoraussetzung für das Überleben der als Friedensprojekt gestarteten Europäischen Union.“

Längerfristig können diesem Mangel gewisse Rezepte abhelfen, wie zum Beispiel eine europäische Medienöffentlichkeit und ein gesamteuropäischer Feiertag. Über diese langfristige Perspektive hinaus ist kurzfristiges Handeln das Gebot der Stunde, wird doch dieses Europa „auf das Heftigste angegriffen, von innen wie von außen“: von innen seien das die „Orbans, Kaczynskis, Le Pens und Wilders“, von außen die „Putins, Erdogans, Trumps und Bannons". Geführt werde diese Schlacht „nicht mit Panzern und Raketen, sondern mit Mitteln moderner Kriegsführung“ aus dem Internet, also „Manipulation und Lügen in den sozialen Medien durch Trolle und Bots“.

Hierfür machen die Preisredner Russlands — ausnahmsweise nicht Putins — „digitale Armee“ verantwortlich, und natürlich Trump. Nachdem „Brexit, Trumpwahl, Fidez und PiS uns vor Augen geführt haben, dass die freien Gesellschaften in höchstem Maße manipulierbar und dann auch irgendwann nicht mehr frei sind“, so die Preisredner „ist es umso wichtiger, uns jetzt und sofort für die Schlacht um Europa zu rüsten.“ Und um diese „Schicksalswahl“ zu bestehen, sei getreu Erich Fromms Aufruf eine „radikale Änderung des Herzens“ gefragt.

Vom „Unhold Putin“ bis zur „digitalen Armee Russlands“ — Anmerkungen zu den Reden

Zur Sprache

Die Sprache beider Reden lässt Elemente erkennen, die Hass- ja Kriegspropaganda nahe kommen, mit denen uns die Mainstreammedien tagtäglich berieseln (3, 4). So ist in der Laudatio die Rede von „Einschlägen in unsere Demokratien“ — Martialische Sprache; von „Unhold“ Wladimir Putin — Herabsetzung des Gegners; der Brexit ist das Resultat „verlogener Politiker und Medien“ — die Andersdenkenden sind Lügner et cetera. In der Erich-Fromm-Lecture geht es in dieser Art munter weiter: „An dieser Front kämpfen die Orbans (...)“, die Äußerungen Andersdenkender sind „krude“, es wird von „Schicksalswahl“ und hinsichtlich der sozialen Internetmedien von „Lügen“ gesprochen.

Im Gegensatz zur Diffamierungs- und Schreckensrhetorik werden in beiden Reden die angeblichen Leistungen der EU überschwänglich gefeiert. So in der Laudatio als „eine Perle, eine Kostbarkeit, ein Garten des Menschlichen“, in dem „Frieden, Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, soziale Sicherheit, Achtung der Menschenwürde, Bildung für alle“ bis vor Kurzem noch „Utopien“ waren — Überhöhung der eigenen Leistung. Fast gleichlautend mit dem Laudator glorifizieren Preisrednerin und Preisredner dank der EU „eine historisch einzigartige Phase von Frieden, Kooperation und Wohlstand“ sowie „Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit, Wahrung der Menschenrechte“ als Grundlage unseres Zusammenlebens.

Mit der Überhöhung der eigenen Leistung geht die Verharmlosung und Ausblendung eigener Mängel einher: So kümmert es Rednerin und Redner nicht, zu welchen Lasten diese Leistungen gingen und gehen.

Aus der schier endlosen Liste der Verbrechen der EU seien nur angeführt: Externalisierung von Krieg getarnt als humanitäre Einsätze, Export von Rüstungsgütern, oft in Spannungs- und Kriegsgebiete, Hervorrufen von Armut, zum Beispiel durch den Export von Billigagrarprodukten nach Afrika, womit die landwirtschaftliche Infrastruktur zerstört oder gefährdet wird. Export von Umweltbelastung, zum Beispiel Plastikmüll in afrikanische oder asiatische Länder (5).

Ein weiterer Kunstgriff, den Rednerin und Redner heranziehen, um die Leistungen der EU in bestem Licht erscheinen zu lassen, ist der Verweis auf die Schrecken der letzten beiden Weltkriege und des Naziterrors; der Laudator spricht von „Hitlerei“. Gewiss — wenn man die katastrophalen Lebensbedingungen für die meisten Menschen in Europa während der beiden Weltkriege und des Naziterrors als Vergleichsmaßstab festlegt, die Opfer und die Ungerechtigkeit außer Betracht lässt, mit denen der gegenwärtige Lebensstandard erkauft wird, muss die EU den Rednern wahrlich als das Paradies erscheinen.

Der „Unhold“ Putin

Zwar machen auch die Preisrednerin und der Preisredner aus ihrer Abneigung gegen Putin kein Hehl, vermeiden aber wie bei den anderen ihnen missliebigen Personen personenfixierte, verunglimpfende Attacken. Deshalb stammen die folgenden Beispiele überwiegend aus der Laudatio.

Für den Laudator ist Putin ein „Unhold“, der mit der Annexion der Krim „die erste Grenzverschiebung in Europa nach dem zweiten Weltkrieg“ bewirkt habe. Inzwischen hat es sich sogar bis zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung herumgesprochen, dass die Krimfrage nicht so einfach zu entscheiden ist. So lässt das Blatt den Völkerrechtler Reinhard Merkel hierzu differenziert zu Wort kommen (6). Auch die Journalistin Gabriele Krone-Schmalz — seit einem halben Jahrzehnt von den Leitmedien als Putin-, Kreml- oder Russlandversteherin attackiert — schlägt eine solche Betrachtungsweise vor (7).

Trump

Zwar ist Trump für den Laudator kein Unhold, sondern „nur“ ein Lügner. Aber warum kommt Trump mit seinen Lügen durch? Darauf hat der Laudator eine bündige Antwort: „Weil er genügend Gläubige findet unter den schlecht gebildeten und schlecht informierten Klimaleugnern, Kreationisten, Impfgegnern, Homophoben, Xenophoben, den Frauenverächtern und Verschwörungstheoretikern in den sozialen Medien im Internet.“ Dass der Laudator auf Trump „eindrischt", lässt sich noch als pflichtgemäße Anpassungsübung an den tatsächlichen oder vermeintlichen Mainstreamjournalismus oder auch als ehrliche Überzeugung verstehen. Begriffe wie „schlecht gebildete und schlecht informierte Klimaleugner“ et cetera aber sind pure Diffamierungsrhetorik und eine Vorstufe der Stummschaltung ganzer Bevölkerungsgruppen.

Natürlich geht es dem Laudator nicht nur um die USA, sondern er zielt auch auf den deutschsprachigen Raum und auf ganz Europa. Inhaltlich unterstellt er den aufgeführten Personengruppen mangelnde Bildung: Man muss bildungsfern sein, wenn man anderer Meinung oder Einstellung als der des Laudators ist. Gewusst hätte man gerne, aus welchen Bevölkerungsgruppen sich der Überzeugung des Laudators nach die „Frauenverächter“ rekrutieren? Und, wittert der Laudator selbst nicht auch eine Verschwörung, wenn er an anderer Stelle von einem „groß angelegten weltweiten Angriff auf die Demokratie“ spricht?

Brexit

Der Laudator hat den Brexit als „Schock“ erlebt, gegenwärtig glaubt er, dass auch in England immer mehr Menschen aufwachen und zu verstehen beginnen, „dass der Brexit vor allem das Resultat verlogener Politiker und Medien gewesen ist.“ Gewiss stimmt der Laudator der Auffassung zu, dass auch Politiker in Deutschland nicht unbedingt immer die Wahrheit sagen, schon gar nicht zu Wahlkampfzeiten. Wohin das führt, das sehen wir heute.

Internet und soziale Internetmedien

Nach Ansicht des Laudators lässt uns das Internet „geradewegs in eine Desinformationsgesellschaft hineinschlittern, weil sich in den sozialen Medien so etwas wie eine fünfte Gewalt etabliert hat, die von den Lügnern und Propagandaabteilungen dieser Welt okkupiert worden ist.“ Und:

„Die Lügner werden inzwischen geschützt von einem Meer von Lügen. Auf diesem Meer segeln wir in Richtung Orwell-Staat, in dem die Wahrheit Lüge und die Lüge Wahrheit genannt wird (...).“

Wortverbindungen mit „Lügen“, „Lügner“ kommen in der Laudatio fast ein Dutzendmal vor, „nur“ dreimal in der Erich-Fromm-Lecture der Preisredner. Andere der Lüge zu bezichtigen heißt auch: „Wir“ sind die Aufrichtigen. Das Internet bietet eine großartige, wenn derzeit nicht die einzige Chance, das Meinungsmonopol der etablierten Massenmedien in Frage zu stellen, also eine Desinformationsgesellschaft zu verhindern. Hinzugefügt sei, dass auch die sogenannten alternativen Medien kritisch gelesen werden müssen, die seriösen darunter fordern dazu auf. Nicht nur das, sie ermuntern auch zur Lektüre gerade der Mainstreammedien.

Kürzlich berichtete der Spiegel unter der Überschrift: „Russland ändert Taktik bei Wahlbeeinflussung“, nach Erkenntnissen europäischer Geheimdienste bemühe sich Russland, „über soziale Netzwerke oder Medien wie den mehrsprachigen Nachrichtenkanal RT russlandfreundliche oder EU-kritische Parteien zu unterstützen“ (8). Schon aus der Überschrift des Artikels geht hervor, dass Russland die EU-Wahlen beeinflussen will, es ginge dabei lediglich um eine Änderung der Taktik.

Mit der Zeitschrift German Foreign Policy (2019) ist hierzu festzustellen, dass für diese Beeinflussungsversuche keine Belege aufgeführt werden. Stattdessen hieße es in dem Spiegel-Artikel, so die Zeitschrift, „unter Bezug auf die anonymen Geheimdienstler (...) das ‚russische Vorgehen‘ sei ‚bislang weniger sichtbar‘ als in anderen Fällen“ (9). Unter Grundlage beider Artikel wäre jetzt nach Belegen für diese angeblichen Wahlbeeinflussungsversuche seitens Russlands zu fragen.

Auch in der Erich-Fromm-Lecture werden das Internet und die sozialen Netzwerke verteufelt, diese fungierten „seit Jahren als ‚Lernraum‘, in dem hemmungslos beschimpft, beleidigt und verunglimpft werden“ könne.

Allerdings ist seit Jahrzehnten ähnliches auch in den analogen Massenmedien zu beobachten, beispielsweise sei an die Hatz der Springerpresse auf die 68er-Studentenbewegung erinnert, der Benno Ohnsorg und Rudi Dutschke zum Opfer fielen. Eine Schlagzeile in der Bildzeitung einen oder zwei Tage nach dem Anschlag, als Dutschke im Krankenhaus um sein Leben kämpfte, ist mir im Gedächtnis geblieben: „Dutschke flucht wieder“ (10).

Irrtümer und Unterstellungen

In der Laudatio heißt es über die Migration in „unser Land Europa“ in einer Sprache, die für ein Publikum bestimmt sein könnte, dessen Lieblingslektüre die Abenteuerromane Karl Mays sind — der Jugendbuchautor und seine Leser mögen mir verzeihen:

„Zwei Drittel der heutigen Weltbevölkerung priesen sich glücklich, wenn sie in den Genuss jenes Zustands kämen, der heute bei uns als Armut definiert wird. Und die Zehntausende von Flüchtlingen, die täglich aus ihrem Elend aufbrechen, um unter Einsatz ihres Lebens über Tausende von Kilometern an die Grenzen Europas zu gelangen und diese zu überwinden, teilen uns mit: Unser Land ist das Land ihrer Sehnsucht. Hier vermuten sie das bessere Leben. Die es schaffen, hier Fuß zu fassen, sind dann oft enttäuscht. So, wie sie es sich erträumt haben, ist dieses Europa dann doch nicht. Trotzdem will keiner zurück, denn das, was vom Traum übrig bleibt, ist immer noch besser als das, wovor sie geflohen sind.“

Nachweislich falsch ist Nürnbergers Behauptung, niemand der Migranten wolle zurück. Selbst manche Kriegsflüchtlinge kehren zurück (11). Aber Kriegsflüchtlinge scheinen den Laudator nicht zu interessieren. Jedenfalls muss er im Kontext der Migration die Frage nach den Fluchtursachen ansprechen. Im Fall von Kriegsflüchtlingen ist der Westen vielfach zumindest Mitverursacher der Kriege, sei es durch „Intervention“ wie zum Beispiel in Syrien, sei es durch Waffenlieferungen in Kriegs- und Krisengebiete oder durch Waffenlieferungen überhaupt.

Die Fluchtursachen sind äußerst vielfältig, neben Krieg und Gewalt sind es Perspektivlosigkeit und Armut, Diskriminierung und Verfolgung. Rohstoffhandel und Landraub, Umweltzerstörung und Klimawandel (12). An keiner dieser Fluchtursachen ist die EU unbeteiligt. Mehr noch: Indem sie sich zunehmend gegen Flüchtlinge abschottet, ist sie direkt für den Tod Tausender Menschen auf den Flüchtlingsrouten verantwortlich.

Zur Identität als Europäer

Die Preisredner beklagen das mangelnde Zusammengehörigkeitsgefühl in der EU und machen Vorschläge, wie ein solches Identitätsgefühl herbeigeführt werden kann: durch „Investition in eine europäische (Medien-)Öffentlichkeit“, Erleben Europas als Heimat, einen „European Service“, „Hausparlamente“ und einen „europäischen Feiertag“.

„Europäische Medien in ganz großem Stil (...) eine Art europäische ARD (...) die Hochskalierung von Arte, und eine europäische Le Monde“ — das sind die Forderungen der Preisredner. Hierzu ist festzustellen: Bevor zusätzliche länderübergreifende Medienprojekte in Europa geplant werden, müssen die Massenmedien, zunächst auf nationaler Ebene wieder zu Vertrauenswürdigkeit, echter und ausgewogener Information, Toleranz und Meinungsvielfalt zurückgefunden haben. Zeigt der Bürger nach intensivem öffentlichem Diskurs den Wunsch nach Schritten in Richtung größerer und übernationaler Informationseinheiten, könnte eine derartige „Hochskalierung“ im Sinne von Wahrheit, Demokratie und Frieden sein.

„Heimat“ verorten die Preisredner geografisch, indem sie sagen, Heimat könne vieles sein „eine Stadt, eine Region, ein Land und eben auch Europa.“ Es sei „eine Frage des Reifegrades des Herzens, eine solche Mehrdimensionalität von Heimat zuzulassen.“

Allerdings: Wenn Politiker und politische Redner wie in Deutschland von den Grünen bis zur CSU und zur AfD das Wort „Heimat“ in den Mund nehmen, instrumentalisieren sie es für ihre jeweiligen politischen Zwecke.

Leider muss der Autor dieses Artikels bekennen, dass ihm mit seinen 75 Jahren bisher noch der „Reifegrad des Herzens fehlt“ — was immer das sein mag —, sich als Europäer zu fühlen. Er muss auch zugeben, dass ihn spätestens beim Anblick des schwarzrotgoldenen Fahnenmeers bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in und außerhalb der Stadien, dem sogenannten Sommermärchen, ein mulmiges Gefühl beschlich. Das ist angesichts der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland und anderen europäischen Ländern leider bestätigt worden (13).

Ein „European Service“ sollte auf Wunsch der Preisredner geschaffen werden, „der Europäer unabhängig von Nationalität, sozialem Status und Bildungsabschluss verbindet und an konkreten Projekten für ein besseres Europa arbeiten lässt“. Das klingt gut, dagegen wäre grundsätzlich nichts einzuwenden — wenn die Redner nicht ausdrücklich den Airbuskonzern als beispielhaft für die Realisierung empfehlen würden. Denn dieser Konzern, mit dem „wir gezeigt haben“, so die Preisredner, „wie man Utopien mit Industriepolitik umsetzt“, ist heute mit seiner Sparte AirbusDefence & Space immerhin der zweitgrößte Rüstungskonzern der EU, womit er nicht gerade zur Befriedung Europas und der Welt beiträgt.

Die Preisredner favorisieren als „konsultatives Bürgerbeteiligungsinstrument“ bei Entscheidungen europäischer Institutionen „von Tragweite (...) sogenannte Hausparlamente“ mit drei bis acht Teilnehmern. Diese diskutieren die Fragestellung, deren Ergebnis sie der betreffenden Institution übermitteln. Die Institution ihrerseits hat sich „im Vorfeld verpflichtet, die Ergebnisse der Hausparlamente in die Entscheidungsfindung einzubeziehen und eine qualifizierte Rückmeldung über die Entscheidung an die Hausparlamente zurückzumelden“.

Grundsätzlich spricht nichts gegen die Erprobung dieses Verfahrens. Allerdings liegt der Verdacht nahe, dass dieses Bürgerbeteiligungsinstrument gerade zu dem Zweck eingesetzt werden könnte, eine Einflussnahme nur vorzugaukeln, die in Wirklichkeit von den politischen Entscheidungsträgern nicht erwünscht ist.

Gegen einen europäischen Feiertag, „an dem alle Europäerinnen und Europäer zusammen feiern und an dem natürlich ganz Europa gleichzeitig frei hat“, wäre grundsätzlich nichts einzuwenden, der Rheinische Karneval müsste ja nicht unbedingt sein Vorbild sein. Statt „Europa wie es singt und tanzt“ wäre eine Bezeichnung wie „Tag des Menschen“ angemessener, um mit Ken Jebsen und Erich Fromm zu signalisieren, dass der Mensch im Mittelpunkt steht, und nicht ein Land oder ein Kontinent. Allerdings bezog Fromm diesen Feiertag nicht auf Europa, sondern auf die ganze Welt, „die Menschheit, die ganze menschliche Familie, und nicht ein einziges Volk, eine einzige Rasse oder ein einziges politisches System“ (14, 15).

Ein Gefühl von Zusammengehörigkeit, wie es in der Preisrede gefordert wird, kann nicht durch die Schaffung zusätzlicher EU-Institutionen herbeigeführt werden; bestenfalls könnten diese einen Rahmen für derartige Prozesse bilden.

Bewusstseinswandel in Richtung auf eine Verbundenheit der Menschen in Europa braucht Wachstum, und zwar kein wirtschaftliches, sondern eines durch gemeinsame Erlebnisse von Menschen. Das wussten sogar schon der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer beim Abschluss des Elysée-Vertrags (1963), in dessen Folge vor mehr als einem halben Jahrhundert Schüleraustauschprogramme zwischen Deutschland und Frankreich zustande kamen.

Insgesamt sind beide Reden, die Laudatio und die Fromm-Lecture, populistische Stimmungsmache für den gigantischen Wirtschaftsblock Europäische Union. Dabei werden Fehlentwicklungen der EU komplett ausgeklammert. Die Leistungen der EU werden verherrlicht, es wird nicht andeutungsweise danach gefragt, zu wessen Lasten sie gehen. Unter Beschwörung der Schrecknisse zweier Weltkriege und des Naziterrors wird versucht, die EU alternativlos erscheinen zu lassen. Dass es die Politik der EU unter dem Diktat der deutschen Bundesregierung ist, die für krasse Fehlentwicklungen der EU die Hauptverantwortung trägt, wie Militarisierung und soziales Elend, wird in den Reden nicht andeutungsweise thematisiert.

Stattdessen werden getreu den Mainstreammedien in martialischer Sprache innere und äußere Feinde identifiziert, die der EU den Kampf angesagt hätten: ein viel erprobtes Ablenkungsmanöver des politischen und medialen Establishments. So kann zum Beispiel die von den beiden Karlspreisträgern Macron und Merkel jüngst betriebene Militarisierung und Spaltung der EU in aller Seelenruhe vorangetrieben werden, siehe hierzu etwa den Vertrag von Aachen vom 22. Januar 2019, der unter anderem den Einsatz deutschen Militärs in Frankreich und umgekehrt erlauben wird. Ein Bewusstseinswandel, der wohl mit dem Aufruf der Preisredner „Lasst uns unsere Herzen radikal verändern“ intendiert wird, kann Menschen nicht eingetrichtert werden, schon gar nicht vom Katheder herab wie Lernstoff in der Schule, mit Diffamierungsrhetorik, singend und fähnchenschwingend — das hatten wir alles schon.

Die Reden, „Pulse of Europe“, die IEFG und Erich Fromm

Der Juryvorsitzende Jürgen Hardeck, Referent im Kulturministerium des Landes Rheinland-Pfalz, zeigte sich nach beiden Reden überwältigt und erleichtert: Dem Laudator dankte er „sehr herzlich“ für diese „fulminanten und sehr persönlichen Worte“ und äußerte „nach dem großartigen Vortrag der Röders“ seine Überzeugung, „dass wir die Richtigen ausgezeichnet haben“ (16, 17).

Mit dem Erich-Fromm-Preis sind nach Darstellung der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft (IEFG) zwei Zielsetzungen verbunden (18): Zum einen sollen Personen ausgezeichnet werden „die mit ihrem Engagement Hervorragendes für den Erhalt oder die Wiedergewinnung humanistischen Denkens und Handelns im Sinne von Erich Fromm geleistet haben beziehungsweise leisten.“ Zum anderen dient die Preisverleihung auch dazu, „einer möglichst großen Öffentlichkeit das Vermächtnis Erich Fromms bekannt zu machen und in Erinnerung zu halten.“ In der Preisverleihungsurkunde heißt es zu der ersten Zielsetzung (16):

„Das gesellschaftspolitische Engagement von Sabine und Daniel Röder und aller Pulse-of-Europe-Aktiven entspricht dieser Zielsetzung in hohem Maße. Die von Sabine und Daniel Röder begründete überparteiliche und unabhängige Bürgerinitiative ‚Pulse of Europe‘ will nach eigener Aussage einen Beitrag dazu leisten, dass es auch in Zukunft ein vereintes demokratisches Europa gibt, ein Europa, in dem die Achtung der Menschenwürde, die Rechtsstaatlichkeit, freiheitliches Denken und Handeln, Toleranz und Respekt, selbstverständliche Grundlagen des Gemeinwesens sind.“

Ferner stünde „Pulse of Europe“ (PoE) „für das Bekenntnis zu einem solidarischen Miteinander in Europa“, nähme „Stellung gegen narzisstische und gruppennarzisstische Tendenzen, die den anderen zum Bedroher machen, um sich selbst wertvoll erleben zu können“, setze sich „für eine bessere Europäische Union als die heute schon verwirklichte ein“ und teile die „Vision Erich Fromms von einer besseren Welt“.

PoE will also „nach eigener Aussage“ einen Beitrag zu einem auch künftig demokratischen Europa leisten. Das heißt, eine Absichtsbekundung und die Organisation von Veranstaltungen, vielleicht bis zur Entscheidung der Jury für die Preisverleihung 2019 maximal anderthalb Jahre Organisationsarbeit allein sind der IEFG und der Preisjury schon preiswürdig. Dies erinnert fatal an eine Preisverleihung, die heute zehn Jahre zurückliegt; der damalige hochgelobte „Hoffnungsträger“ und Merkelfreund Barack Obama hat Europa und die Welt aufgrund seiner Politik nicht gerade dem Frieden nähergebracht.

„Realisierung humanistischen Denkens“, „Menschenwürde“, „solidarisches Miteinander“, „bessere EU“, „bessere Welt“: Diese Schlagworte, ja Worthülsen, könnten aus dem Vokabular politischer Redner jeglicher Couleur stammen, also auch von denen, die Europa angeblich auf das Heftigste angreifen, wie die „Orbans, Kaczynskis, Le Pens und Wilders“ — siehe die Preisrede.

„Überparteilich“ sei die „Bewegung“, es sei auch nicht daran gedacht, dass aus PoE jemals eine Partei hervorginge: „Die These, aus einer Bürgerbewegung müsse irgendwann eine Partei werden, ist schon sehr gewagt“, betonte Röder in seiner Fromm-Lecture unter dem Beifall des dankbaren Publikums (19). Sie gibt sich auch gerne als „unabhängig“, doch fiel schon zu Anfang ihres Auftretens im Jahr 2017 auf, dass die Demonstrationen vor allem Menschen ansprechen, „die vom Status-Quo-Europa profitieren: international Orientierte, besser Gebildete und besser Verdienende“, so der Berliner Soziologe Simon Teune (20). Dies lässt die Frage aufkommen, wie denn die „Bewegung“ neben Spenden- und Preisgeldern finanziert wird, eine Frage, die Röder neben anderen aus einem umfangreichen Katalog bis heute nicht beantwortet hat — wie alle anderen Fragen aus dem Katalog von 2017 (21).

Ein „solidarisches Miteinander“ scheint nicht einmal zwischen den proeuropäischen Bewegungen, die jetzt in den Wahlkampf für den Erhalt der EU ziehen, möglich zu sein.

Dabei würde eine Einigung diese Bewegungen schlagkräftiger und nicht zuletzt glaubwürdiger machen. Jedenfalls weiß der Spiegel (2018) von Misshelligkeiten zwischen und innerhalb einzelner Bewegungen zu berichten (22). Über Artikel und Autor beklagte sich allerdings Röder gegen Ende seiner Erich-Fromm-Lecture bitterlich mit den Worten (19):

„Der Autor hatte offensichtlich vor in einer, ja, enthüllungsjournalistischen Art darzustellen, dass proeuropäische Gruppierungen und Parteien sich wechselseitig in einem Kampf, Wettbewerb, geprägt von Neid und Missgunst, befinden. Nichts daran ist wahr! Nichts daran ist wahr. Was ich mich aber an der Stelle aber gefragt habe, ist: Was treibt diesen Menschen? Verantwortungsvoll ist dieser Artikel nicht.“

Was Röder bei seiner Rede „vergaß“ zu erwähnen: In dem Artikel von Tim Kummert ging es vorrangig um „Pulse of Europe“. Darin war unter anderem die Rede davon, dass die Bewegung aktuell nur „wenige Unentwegte auf die Straße“ brächte, von einem „Alarmschreiben an führende Mitglieder“ und von einem Treffen Röders mit der Parteichefin Nahles und Bundeskanzlerin Merkel (22).

Hinsichtlich einer „besseren EU“, für die „Pulse of Europe“ einträte, wäre zunächst eine schonungslose Analyse der Missstände und Fehlentwicklungen erforderlich, eine solche hat die Initiative nicht andeutungsweise zu bieten. Die Initiative möchte in erster Linie „für etwas“ sein und — wie der Laudator sie sah — „gewaltfrei, ohne Schaum vorm Mund, überparteilich, fröhlich, cool“. Leider findet dieses Auftreten seine Grenzen, zumindest bei den Röders, wenn es um die Gegner der EU geht, gegen diese teilen die Geehrten mächtig aus und schrecken auch nicht vor Diffamierungsrhetorik und kaum belegbaren Unterstellungen zurück — siehe die Preisrede.

Gemessen an den Redebeiträgen des Laudators und der Preisträger sowie dem Anliegen des Preises muss sich die IEFG fragen lassen, was es mit „Humanismus“ im Sinne Fromms zu tun hat, wenn bestens etablierte, mit zahlreichen Preisen des politischen und medialen Establishments bedachte Anwälte (23) eine Propaganda-Aktion starten für die Wahrung der neoliberalen Interessen eines gehobenen Mittelstands in einer waffenstarrenden, kriegsexportierenden, unsozialen, sich zunehmend gegen Kriegsflüchtlinge und Armutsmigranten abschottenden Europäischen Union?

Und Erich Fromm? Fromm (1900 bis 1980) war ein unabhängiger, unbestechlicher Denker, der sich weder vom herrschenden wissenschaftlichen Paradigma noch von einer politischen Ideologie vereinnahmen ließ.

In der Wissenschaft setzte er sich zwischen alle Stühle, indem er die Freud‘sche Psychoanalyse um das marxistisch-gesellschaftliche Element bereicherte und daraus die psychoanalytische Sozialpsychologie entwickelte. In den USA war er Mitbegründer der größten US-amerikanischen Friedensbewegung „SANE“, wandte sich gegen den Vietnamkrieg und vertrat einen demokratischen Sozialismus — seine FBI-Akte umfasste über 600 Seiten. Als die Anwälte der in Stammheim einsitzenden Baader-Meinhof-Terroristen mit dem wie Sartre damals weltberühmten Fromm eine ähnliche Public-Relations-Aktion starten wollten wie diejenige, der Sartre ein Jahr zuvor zum Opfer gefallen war, ließ Fromm sie mit Brief vom 25. April 1976 abblitzen; noch dreißig Jahre später zeigte sich die Tageszeitung davon beeindruckt und titelte: „Die Kunst der Abfuhr“ (24).

Es ist müßig, darüber zu spekulieren, ob die Preisverleihung nun im Sinne Fromms gewesen ist oder nicht. Jedenfalls kritisierte Fromm jegliche suggestive politische Propaganda wie zum Beispiel Wahlkampfreden als „Untergrabung von Vernunft und Realitätssinn“ scharf, ebenso eine Gesellschaft, in der das Prinzip des Marktes, nach dem schließlich der Mensch nur noch Ware ist, vorherrschend ist (25, 26). Der Leser selbst möge seine Schlussfolgerungen ziehen.


Quellen und Anmerkungen:

(1) Christian Nürnberger: Laudatio, Erich-Fromm-Preis 2019, Stuttgart, 18. März 2019 (Manuskript, PDF-Fassung) https://www.fromm-gesellschaft.eu/images/pdf-Dateien/Fromm-Preis_2019/2019-03_Laudatio.pdf Sämtliche Internetlinks wurden letztmalig am 16. Mai 2018 überprüft.
(2) Sabine und Daniel Röder: Erich-Fromm-Lecture: Warum das Überleben der europäischen Idee von einer radikalen Veränderung des Herzens abhängt, Erich-Fromm-Preis 2019, Stuttgart, 18. März 2019 (Manuskript, PDF-Fassung) https://www.fromm-gesellschaft.eu/images/pdf-Dateien/Fromm-Preis_2019/2019-05_Fromm-Lecture.pdf
(3) Anne Morelli: Die Prinzipien der Kriegspropaganda, Verlag zu Klampen, Springe 2004
(4) Neues Potsdamer Toleranzedikt: Stoppt Hasspropaganda http://www.stoppt-hasspropaganda.de/
(5) Zum Beispiel: Süddeutsche Zeitung (Anne Perras und Vivien Timmler, 18.01.2019: Vermülltes Idyll. Deutschland gibt sich gern als Recycling-Weltmeister. Doch Hunderttausende Tonnen Plastikabfall aus deutschen Haushalten landen jedes Jahr im Ausland — vor allem in Malaysia. Eine Spurensche. https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/wirtschaft/deutscher-plastikmuell-verschmutztmalaysia-e590969/
(6) Frankfurter Allgemeine Zeitung (Reinhart Merkel, 8.4.2014, 16:02 Uhr): Die Krim und das Völkerrecht. Kühle Ironie der Geschichte https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-krim-und-das-voelkerrecht-kuehle-ironie-der-geschichte-12884464-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_1
(7) Rubikon (Gabriele Krone-Schmalz, 30.04.2019, 15:58): Die Verleumdung (Abdruck aus Krieg und Frieden in den Medien https://www.rubikon.news/artikel/die-verleumdung
(8) Spiegel Online (13.04.2019, 13:25 Uhr): Europäische Geheimdienste. Russland ändert Taktik bei Wahlbeeinflussung https://www.spiegel.de/politik/ausland/europawahl-2019-taktikwechsel-beirussischer-wahlbeeinflussung-a-1262732.html
(9) German Foreign Policy (Eigener Bericht, 16.04.2019) https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7916/
(10) Bild am Sonntag (14. / 15. April 1968, Seite 64): Dutschke flucht wieder ... (Beginn des Textes: „Rudi Dutschke geht es zwar besser, aber er schwebt noch immer in Lebensgefahr.“) https://www.medienarchiv68.de/#/medienarchiv/dutschke-flucht-wieder

(11) Frankfurter Allgemeine Zeitung 12.04.2018, 09:57): Wegen fehlender Familien: Viele Syrer verlassen Deutschland https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/viele-syrer-verlassen-deutschlandfreiwillig-15538285.html
(12) Medico International: Dossier Fluchtursachen: Warum Menschen fliehen https://www.medico.de/fluchtursachen/
(13) Laut einer Umfrage der Universität Marburg stieg der Nationalstolz respektive Patriotismus nach der WM an, siehe: Philipps Universität Marburg (14.12.2007): Wie Nationalismus, Patriotismus und Fremdenfeindlichkeit zusammenhängen https://www.uni-marburg.de/aktuelles/news/2006/20061213studie/20061213studie Siehe auch: Wilhelm Heitmeyer, Deutsche Zustände. Folge 5, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2007.
(14) Ken Jebsen: Zielgruppe bleibt ... der Mensch https://kenfm.de/

15) Erich Fromm, Gesamtausgabe in 12 Bänden, herausgegeben von Rainer Funk, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1999, Band II, Die Seele des Menschen (1964), Seite 220f.
(16) Fromm Society (18.03.2019): Fromm-Preis 2019 an Pulse of Europe: Preisübergabe https://www.youtube.com/watch?v=78gR9klm1M&list=PLafQXa0USonmePtfeVsw_O1MMJJf2LMBM&index=3 (0:02 bis 0:15 min.: Dank an Nürnberger; 5:34 bis 6:13 bis 6:49 min.: Auszüge aus dem Urkundentext, transkr. M.Z.)
(17) Fromm-Society (18.03.2019): Fromm-Preis 2019 an Pulse of Europe, Verabschiedung https://www.youtube.com/watch?v=cFGdu_L0ONY&list=PLafQXa0USonmePtfeVsw_O1MMJJf2LMBM&index=5 (1:09 bis 1:17 min.: großartiger Vortrag, transkr. M.Z.)
(18) Internationale Erich-Fromm-Gesellschaft: Erich-Fromm-Preis. Über den Erich-Fromm-Preis https://www.fromm-gesellschaft.eu/index.php/de/aktivitaeten/erich-fromm-preis/aktueller-traeger

(19) Fromm Society (18.03.2019) Fromm-Preis 2019 an Pulse of Europe: Fromm-Lecture (Sabine und Daniel Röder) https://www.youtube.com/watch?v=PsbNOeZdukI&list=PLafQXa0USonmePtfeVsw_O1MMJJf2L
MBM&index=4 (34:50 bis 37:30 min.: über den Spiegel-Artikel, dazwischen 36:40 bis 36:56 min.: Bürgerbewegung zur Partei?, transkr. M.Z.)
(20) zitiert aus: Sächsische.de (Ira Schaible, 17.03.2017, 08:53): Für Europa auf die Straße https://www.saechsische.de/fuer-europa-auf-die-strasse-3638221.html

(21) Der Freitag (Martin Betzwieser, 31.03.2017, 14:00 Uhr): Zehn Fragen an Dr. Daniel Röder https://www.freitag.de/autoren/martin-betzwieser/zehn-fragen-an-dr-daniel-roeder

(22) Der Spiegel (Tim Kummert,15.12.2018): Krieg der Sterne, Seite 24
(23) Die Frommpreisträger 2019 waren bis zur Frommpreisverleihung mit den folgenden Preisen bedacht worden: Europapreis „Blauer Bär“ der Berliner Senatsverwaltung; Europäischer Bürgerpreis des Europäischen Parlaments; Sonderpreis des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises der Stadt Osnabrück; Förderpreis zum Marion-Dönhoff-Preis für Internationale Verständigung und Versöhnung; Bürgerpreis der deutschen Tageszeitungen (für Daniel und Sabine Röder); Bundesverdienstkreuz für Daniel und Sabine Röder (Wikipedia: Pulse of Europe, https://de.wikipedia.org/wiki/Pulse_of_Europe#Auszeichnungen ). Und die Auszeichnung Röders als „Mensch des Respekts“ durch das Hessische Europaministerium, denn „Pulse of Europe passt zu den Zielen der Landesregierung“ (https://www.hessen.de/pressearchiv/pressemitteilung/daniel-roeder-ist-ein-mensch-des-respekts-0 )
(24) Tageszeitung (Jan Feddersen, 10.09.2007): Erich Fromm. Die Kunst der Abfuhr http://www.taz.de/!5195299/

(25) Erich Fromm, a.a.O. Band II, Haben oder Sein (1976), Seite 403f.
(26) Erich Fromm, a.a.0., Band X, Die psychischen Folgen des Industrialismus (1964), Seite 286.

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