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Die große Konspiration

Die große Konspiration

Es scheint, das Land braucht neue Verschwörungstheorien — sonst werden die bereits bekannten durch zu häufiges Wiederholen abgenutzt.

Wer die Mainstream-Medien in den letzten Monaten verfolgte, musste den Eindruck gewinnen, sie hätten sich verschworen, überall jenseits der Regierungsnarrative Verschwörungstheorien (VT) zu sehen. Oft schien es auch, als ob die Medien mit ihren Bildern die Stimmung vorgaben, in die die Regierenden dann einstimmten, und mit ihren Schlagzeilen den Takt angaben, nach dem die Politiker und ihre Experten dann marschierten.

Es kann auch nicht jedem Politiker unterstellt werden, an einer Verschwörung als Aktiver beteiligt zu sein — das würde den Kreis der Verschworen dann doch zu sehr erweitern. Aber jede Katastrophe liefert die große Bühne für den „starken Mann“! Jens Spahn und Markus Söder zum Beispiel haben dies bestens genutzt.

Doch da mit Corona selbst aktuell keine besondere Verschwörungstheorie mehr zu machen ist, müssen wir uns der brennenden und alle betreffenden Thematik zuwenden: Der Impfung!

Offenbar gibt es Menschen, die zwei Kategorien von menschlichem Leben unterscheiden: wertvolles und unwertes. Menschen, die sich selbst als wertvoll definieren, dürfen alles machen — mit unwerten Menschen darf man alles machen.

Und genau da scheiden sich die Geister: Wer daran glaubt, dass in Regierungen wertvolle Menschen zu finden sind, Experten und Unternehmer ebenfalls dazu gehören, der traut diesen Menschen nichts Böses zu. Für den sind Theorien, die das Gegenteil behaupten, Verschwörungstheorien, was für sie gleichzeitig bedeutet: bösartige Unterstellungen, mit denen sie nichts zu tun haben wollen.

Die Impf-Verschwörung

„Wertvolle“ Menschen erkennen sich daran, dass sie erfolgreich und vor allem steinreich sind. Wie Bill Gates. Der darf sich Gedanken über den Rest der Menschheit machen, über die 99,99 Prozent, die keine Milliardäre sind. Er beansprucht für sich das Recht zu entscheiden, was diese Menschen machen dürfen und was sie sich gefallen lassen müssen. Oder Elon Musk. Der Tesla-Chef kann mal eben beschließen, 42.000 Satelliten rund um den Erdball zu positionieren — offenbar geht das leichter, als in Deutschland eine Baugenehmigung für ein Hotel zu bekommen.

Doch bleiben wir bei Bill Gates. Der will die Menschheit durch Impfen von Krankheiten befreien. Sagt er. Leute, die nicht an die Philanthropie von Gates glauben, sagen, er habe mit seinen bisherigen Projekten in Asien und Afrika den Menschen dort mehr geschadet als genutzt. Sie mutmaßen gar, er wolle die Menschheit durch Impfungen, die nicht ausreichend getestet wurden, dezimieren. Solche Gedanken habe bereits sein Vater gehabt. Zumindest, wird ihm unterstellt, sei ihm egal, welche Nebenwirkungen diese Impfungen haben, denn es würde ihm und seinen Gleichgesinnten in erster Linie um die riesigen Gewinne gehen, die ihnen die Impfungen einbringen.

Schließlich habe er auch Beteiligungen an Impfstoffentwicklern und -herstellern erworben. Misstrauisch macht auch, dass die Haftungsrisiken von den Impfstoffherstellern vorsichtshalber auf die Regierungen verlagert wurden — die zu erwartenden Risiken sind anscheinend so wenig versicherungsfähig wie die Risiken der Atomkraft.

An dieser Stelle möchte ich drei Verschwörungstheorien zum Impfen in den Fokus nehmen:

Theorie 1

Wenn es um die Dezimierung der Weltbevölkerung ginge — die beschleunigten Verfahren wie das Weglassen von Tierversuchen verstärken diesen Verdacht —, dann wäre es doch kontraproduktiv, wenn in den Tests an Menschen, die ja bereits laufen, sich schon bald schwerwiegende Nebenwirkungen zeigten. Also ist davon auszugehen, dass entweder Fake-Impfstoffe getestet werden und anschließend zum Einsatz kommen, die keine (Neben-)Wirkungen haben können — oder, wenn tatsächlich die neuartigen mRNA-Impfstoffe verwendet werden, diese eine so lange Wirkzeit haben, dass auftretende beabsichtigte und unbeabsichtigte Folgen kaum mehr mit der Impfung in Verbindung gebracht werden können.

Eine langfristige Reduktion der Bevölkerung wäre natürlich auch damit zu erreichen, dass der Impfstoff einen Zusatz enthält, der unfruchtbar macht — was ja bereits in Asien und Afrika nachgewiesen wurde.

Theorie 2

Theorie 2 ist offenbar bereits auf dem Weg in die Praxis: Die Impfung soll nicht nur medizinischen Zwecken dienen, sondern der Digitalisierung, Erfassung und damit Kontrollierbarkeit aller Menschen.

Theorie 3

Kommen wir zu Theorie 3, die meines Wissens noch nirgendwo verbreitet wurde: Wenn es bei den Impfungen allerdings „nur“ darum ginge, Profite im großen Stil zu machen und das dürfte bei den meisten der Großinvestoren der Fall sein, denen nicht unbedingt das gleiche Sendungsbewusstsein unterstellt werden kann wie Bill Gates — warum dann nicht völlig ungefährliche Substanzen verabreichen? Und das nicht nur Politikern wie Jens Spahn und Markus Söder bei Show-Impfungen vor laufenden Kameras?

Eine Impfung ohne Nebenwirkungen! Und für die Schutzfunktion gegen das Virus sorgt der Plazebo-Effekt sowie „Experten“. So wie diese dafür sorgten, dass es in der Statistik bisher möglichst viele „Corona-Tote“ gab, so können sie auch echte Corona-Opfer, die in Zukunft sterben sollten, obwohl sie geimpft waren, einer anderen Todesursache zuschreiben. Wer testet, findet — wer nicht testet, findet nicht. It´s so simple!

Und wer würde sich dann langfristige noch einer Impfung verweigern, die so erfolgreich und ohne Nebenwirkungen ist?! Wenn alle rundherum so begeistert davon sind! Spätestens nach zwei bis drei Jahren würde wohl auch der Letzte schwach werden, wenn er dann endlich mit seinem Impfnachweis wieder Freizügigkeit gewönne und am gesellschaftlichen Leben teilhaben könnte!

Was für eine geniale Geschäftsidee! Und jedes Jahr muss die Impfung wiederholt werden, und allen geht es gut, und weil sie nicht gestorben sind, werden sie weiter und weiter mit Impfstoff versorgt ...

Ich geh gleich mal Pharma-Aktien kaufen ...

Nachspann

Andere wie Marc Elsberg, Andreas Eschbach, Frank Schätzing machen aus ihren Verschwörungstheorien lange Science-Fiction-Romane. Das ist sehr zeitaufwändig, denn dazu müsste ich mir nicht nur eine Dramaturgie, sondern vor allem Figuren überlegen. Und das in der heutigen Zeit, wo überall ideologische Tretmienen herumliegen? Das Romanpersonal müsste natürlich ausgewogen sein: Männer, Frauen und Dritte müssen vorkommen — noch kein Problem. Alle Ethnien müssen vertreten sein — schon schwieriger.

Mit der Aufgabe aber, die Rolle der Guten, der Bösen und der Mitläufer politisch und gendermäßig korrekt zu verteilen, sehe ich mich rettungslos überfordert! Oder gibt es da inzwischen eine amtliche Handreichung für Romanautoren? Dann würde ich noch einmal darüber nachdenken, statt über eine weitere Verschwörungstheorie, doch einen Science-Fiction-Roman zu schreiben, in der reale Personen vorkommen. Den würden dann vielleicht sogar Frau Merkel und Herr Söder lesen — zur Entspannung nach getaner Verschwörung.

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