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Die Blöße der Kanzlerin

Die Blöße der Kanzlerin

Ein Auftritt Merkels zeigt: Vielleicht war die Corona-Politik doch kein geplanter Coup — für einen solchen ist sie offenbar zu inkompetent.

Am 23. Juni 2021 gab Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundestag ein Statement über PCR-Tests und den Ct-Wert ab. Sie belehrte, redete herum und stellte dabei, wie zu erwarten war, jede Menge falscher Behauptungen auf. Aber an einer Formulierung konnte man sehen, dass sie wirklich keine Ahnung hat. Nur eine „kleine“ Formulierung, aber bemerkenswert, dass sich die Kanzlerin die Blöße gab zu zeigen, dass sie nicht verstand, wovon sie redete.

Boris Reitschuster hatte ja gezeigt, wie die Bundeskanzlerin betonte, dass es bei den Corona-Maßnahmen vor allem um eine politische Entscheidungen geht (1). Kann man daraus, schlussfolgern, dass die Kanzlerin sehr bewusst und präzise planend vorgeht, um die Bevölkerung aus politischen Gründen an der Nase herumzuführen? Wer die Festigung autokratischer Herrschaft im Mantel der Demokratie organisiert, muss doch ein klares Konzept haben? Gewiss ist man geneigt, das anzunehmen, aber gibt es da noch etwas anderes?

Dieser Artikel soll nun sicher kein Statement werden, in dem nachgewiesen wird, dass es die Kanzlerin nur gut meint und sie nur unschuldiges Opfer von Verständnisfehlern wurde. Zu offensichtlich ist, dass sie stets auf der Seite der Ultra-Milliardäre steht und beispielsweise die Forderungen von demokratisch völlig unlegitimierten Menschen wie Bill Gates als Ultima Ratio versteht und nachspricht. Letzteres tat sie auch wieder in dieser Fragestunde des Bundestages, als sie erneut die Durchimpfung der ganzen Weltbevölkerung verlangte. Und viel zu offensichtlich ist, dass sie nicht auf der Seite derjenigen steht, die unter dem System der Bereicherungs-Ökonomie und der staatlichen Maßnahmen leiden.

Trotz alledem sollten wir neben der geplanten Machtakkumulation noch einen anderen Aspekt sehen, weil eine klare und differenzierte Einschätzung der Verhältnisse immer die Voraussetzung dafür ist, dass man zu erfolgreichen politischen Veränderungen kommen kann.

Wahn und Sinn

Wahrscheinlich jeder, der nach Ausrufung der „Pandemie" rechtzeitig durchschaute, was gespielt wurde, fragte sich sehr bald, ob die Corona-Zäsur mehr ein Ergebnis präziser politischer Planung oder mehr ein Ergebnis des allgemeinen Wahnsinns ist — oder um es neutraler zu sagen: ein Ergebnis einer allgemeinen Fehlwahrnehmung mit verheerenden Folgen.

Die nun getätigte Aussage von Frau Merkel vor dem Bundestag, mit der sie ihre Ahnungslosigkeit beweist, spricht neben ihren bekannten, zweckdienlichen Falschbehauptungen auch für Zweiteres. Warum? Nun, wenn die Kanzlerin die Bevölkerung an der Nase herumführen will, so sollte sie sich bewusst sein, dass sie keinesfalls eine Stellungnahme abgeben darf, aus der offensichtlich wird, dass sie ein wesentliches Moment dessen, worüber sie spricht, nicht verstanden hat. Es wäre bei aller geplanten Absicht äußerst dämlich, sich freiwillig eine solche Blöße zu geben und damit eine Angriffsfläche zu bieten. Oder anders gesagt, frei nach Hans Christian Andersen: Der Kaiser sollte tunlichst nicht auf die Straße treten, wenn er weiß, dass er nackt ist.

Des Kaisers neue Kleider

Im Märchen von „Des Kaisers neue Kleider“ (2) ist es so, dass der Kaiser nur deshalb nackt auf die Straße tritt, weil er überzeugt ist, dass er bekleidet sei. Er sieht sich zwar nackt im Spiegel, aber er denkt, die anderen sehen ihn angezogen. Und es gibt einen Grund, warum er nicht zugeben will, dass er seine Bekleidung nicht sehen kann: Betrügerische Schneider hatten ihm erklärt, er wäre dumm oder zu seinem Amt nicht geeignet, wenn er den Stoff seiner Kleider nicht sehen könne. Der Betrug funktionierte also, weil der Kaiser süchtig nach Anerkennung für seine schöne Bekleidung war und weil er den Betrügern abergläubisch vertraute.

Im Märchen sind es also die Schneider, die den Kaiser an der Nase herumführen, indem sie ihm ein Gewand vorzaubern, das in Wahrheit aus nichts besteht. Und es gelingt diesen Schneidern mit dem genannten Trick, den Kaiser so sehr in die Enge zu drängen, dass er überzeugt ist, dass er wunderschön gekleidet sei, als er nackt auf die Straße tritt. Und da die Betrüger auch die Menschen in der Stadt vorbereiteten, jubeln alle Menschen dem stolz einherschreitenden nackten Kaiser mit Begeisterung zu, weil auch sie befürchten, als dumm oder ungeeignet zu gelten, wenn sie seine Bekleidung nicht sehen können. Bis schließlich ein „unschuldiges“ Kind laut ruft: Aber der Kaiser ist doch nackt! Und dann auf einmal, nach einer Schrecksekunde, verstehen die Menschen, was mit ihnen gespielt wurde.

Wer sind die Schneider?

Wer aber sind die Schneider? Sind sie alleine auf die Idee gekommen? Das erzählt uns das Märchen nicht. Immerhin mussten die Betrüger wissen, dass ihnen ihr Betrug zweifelsohne das Leben kosten könne. Oder wurden sie beauftragt? Wie gesagt, darüber erzählt uns das Märchen nichts. Aber das Märchen, das sich aktuell vor unser aller Augen abspielt, erzählt darüber sehr wohl etwas. Und ob die Schneider dabei Namen haben, die wie Drosten, Wieler oder Lauterbach klingen, spielt für die Gesamtfrage keine Rolle.

Jedenfalls verstehen sie es, ein Gewand aus — fast — nichts zu schneidern und dabei so zu tun, als ob sie ständig wahren Stoff zuschneiden und kunstvoll nähen würden. Ob das ein Verbrechen ist? Nun, wenn es noch demokratische Gerichte gibt, die Verbrechen solcher Art aufrollen, so können und sollten sie sich damit befassen. Entscheidend ist aber vor allem die Frage, welche Kraft die Schneider anstößt oder beauftragt. Denn zuerst kommen jene, die die Schneider losgeschickt haben, dann kommt der Betrug durch die Schneider und dann erst kommt der unfähige Kaiser, der nackt auf die Straße tritt.

Anders gefragt: Führt die Politik die Menschen nur aus eigener Machtlust an der Nase herum? Oder gibt es jemanden, der die Politik selbst an der Nase herumführt? Dahinter versteckt sich die grundlegende Frage: Wer beauftragt generell die Politiker zu handeln?

Stellen wir zuerst die naive, aber notwendige Frage: Ist es der Souverän, wie es in einer Demokratie sein sollte? Oder — sprechen wir es gleich offen aus — sind es die Gewinner einer Bereicherungs-Ökonomie, die Ultra-Milliardäre, deren Einfluss längst jede Idee demokratischer Staatsmacht obsolet werden ließ und die ihr neoliberales Ziel längst erreicht haben, nämlich den Staat zu einem Nachtwächter (3) zu machen, der ihnen nichts mehr vorschreiben kann, der nur mehr die Bevölkerung an der Nase herumführt und Widerstand brutal unterdrückt und insofern auch ein starker, autoritärer Staat ist (4), aber jedenfalls einer, der der neuen Oligarchie jederzeit dienend zur Stelle ist?

Bill Gates 2017: Wir brauchen Gentechnik-Impfung

2017 bereits hatte Bill Gates bei der Münchner Sicherheitskonferenz vor versammelten Militärs gefordert, dass man mRNA- oder DNA-Impfstoffe entwickeln muss und dass man dabei die Entwicklungs- und Überprüfungszeit radikal herabsetzen muss auf unter 90 Tage! —, und er hat triumphierend erklärt, dass diese Impfstoffe auch deshalb so unglaublich schlau und brauchbar wären, weil man sie in kurzen Zeitabständen beliebig neugestaltet auf den Markt bringen kann (). Das ist keine Fantasie, das kann jeder nachlesen (5). Von Anfang an konnte man erkennen, dass die Pharmaindustrie mit der Ausrufung des Gesundheitsnotstandes und der Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen außerordentlichen Sieg anstrebte.

Es liegt also, zumindest in eine Richtung betrachtet, sehr nahe, wer die unmittelbaren Auftraggeber der Schneider sind. Ob es dahinter mehr Auftraggeber und weitere Pläne gibt? Mit Sicherheit gibt es solche. Beispielsweise wird jede Gelegenheit genützt, um die Länder des Südens weiter in Abhängigkeit zu bringen (6) oder weltweite Machtstrukturen über alle Systeme hinweg aufzubauen (7) oder Willkür zum Staatsprinzip werden zu lassen (8). Aber zum Verständnis des Ausbruchs des welt-kollektiven Wahn-Sinns braucht man dieses ganz große Konstrukt der Planung als letzte Ursachenerklärung nicht.

Der ganz normale Neoliberalismus

Die Erklärung, dass der ganz normale Kapitalismus und Neoliberalismus seine bekannten Bahnen gezogen hat, reicht fürs Erste. Und alles, was sich abgespielt hat, ist bei näherer und detaillierter Betrachtung daraus erklärbar, einschließlich der kollektiven Unfähigkeit, die Wirklichkeit noch richtig wahrnehmen zu können.

Letzteres vor allem deshalb, weil seit Jahrzehnten das öffentliche Ideologiegebäude, das notwendig ist, um die stete Umverteilung von unten nach oben zu organisieren, notwendig ein Gebäude aus Lügen und Falschdarstellungen sein muss. Man denke als alltägliches Beispiel nur an die Werbung. Da steht zum Beispiel auf dem Trocken-Katzenfutter mit großen Lettern: „Mit 20 Prozent Hühner-Frischfleisch“. Alle kaufen es und wohl nur die wenigsten werden sich fragen, wie kann bei Trocken(!)-Futter frisches (!) Fleisch serviert werden?

Die „Elite“ ist verkommen und strategisch schwach

Meine persönliche Einschätzung ist, die Klasse der Ultrareichen (9) ist vollkommen verkommen und lässt nur eine Show spielen und ist daher auch nicht imstande, strategische Planungen für einen neuen Zustand dieser Welt vorzunehmen. Das soll nicht heißen, dass sie nicht grausame Machtausübung versucht, dabei auch Planungen vornimmt und vor allem „ihr" Geld wo immer möglich einsetzen lässt, um es weiter auf Kosten der 99 Prozent der Menschheit zu vermehren. Aber wer keinen Plan zustande bringen kann, kann auch keinen umsetzen.

Was wie Weltenrettung aussehen soll, entpuppt sich letztlich als Sägen am eigenen Ast, auf dem die herrschende Oligarchie selbst sitzt. Wie soll jemand einen auch nur irgendwie realistischen großen Plan haben, die Welt zu retten, wenn das Problem der Welt doch das eigene gierige Profitstreben ist. Also ist doch immer nur die Rettung der eigenen Herrschaft gemeint, und das ist eben jene von der Show überdeckte Perspektivlosigkeit, die, so sie erkannt wird, die Macht der Herrschenden ein wenig relativiert. Vielleicht ist das sogar einer der wichtigsten Erkenntnisschritte, den die Menschheitsfamilie gehen muss, um die Herrschaft der Bereicherungs-Oligarchien abschütteln zu können.

Mit den Tests die Welt an der Nase herum führen

Aber kommen wir zurück zur Corona-Zäsur und der Frage, warum es so gekommen ist. Für jene, die sich mit dem PCR-Test beschäftigt haben, ist schon bald klargeworden, dass diese Tests das eigentliche Instrument sind, um die Welt an der Nase herumzuführen. Eine große Zahl von Artikeln, Büchern, Studien und Aussagen von WissenschaftlerInnen (14, 15) belegen das immer deutlicher. Auch aus rein mathematischen Gründen ist klar, dass es bei dieser Art der Massentestung immer eine weit überwiegende Zahl von falsch-positiven Testergebnissen geben muss (10).

Besonders möchte ich auf das Büchlein „Das PCR-Desaster“ (11) verweisen. Es stellt die Zusammenhänge sehr gut und gut belegt dar. Hier ein Beispiel: Weitsichtig kaufte schon 1991 der heute weltgrößte Pharmakonzern, Hoffmann-La Roche, die Patentrechte für PCR-Tests für 300 Millionen Dollar von jener Firma auf, die den Nobelpreisträger Kary Mullis beschäftigte, als er die PCR-Erfindung entwickelte.

Die Manager des Konzerns Hoffmann-La Roche wussten schon, dass PCR-Tests, richtig eingesetzt, eine Quelle ständiger Einnahmen werden würden — auch wenn es gegen die Idee des Erfinders ging. Sie zahlten noch einmal 2 Milliarden für Lizenzgebühren und investierten weitere 21 Milliarden, um die Monopolmacht an der Weltspitze erlangen zu können. So eine Politik macht man nicht, ohne sich des „Return on Investment“ sicher zu sein und ohne die goldene Melkkuh vor Augen zu haben.

Wir dürfen uns nichts vormachen, es ist einfach so, die Pharmaindustrie verdient an Krankheit und nicht an Gesundheit.

Ist die Krankheit nicht ausreichend vorhanden, so kann man sie mit verschiedenen Mitteln in den Köpfen der Menschen erzeugen. PCR-Tests sind dafür offensichtlich ein Goldstandard. Und ohne Zweifel — diese „Pandemie“ ist ein glanzvoller Sieg der Pharmaindustrie. Sie müssen nicht einmal mehr selbst ihr Zeug am Markt anbieten, seien es Tests oder seien es Gentechnik-Spritzen. Die Regierungen kaufen es mit dem Geld der Bürger, sogar im Vorhinein und für alle möglichen Staaten des Südens, die sie dabei noch mehr unter Kontrolle bringen wollen, und zwingen dann die Bürger, es einzunehmen oder es mit sich geschehen zu lassen.

Wer kann sich eine „genialere“ oder besser gesagt schäbigere Marketing-Strategie ausdenken? Eine Zeit lang wird man das Spiel schon spielen können — egal, hinter uns die Sintflut. Oder glaubt wirklich jemand, dieses Szenario läuft auf die allgemeine Volksgesundung hinaus?

Tatsache ist, die massenhaft an gesunden Menschen angewandten PCR Tests sind in der Hand der Pharmaindustrie ein wunderbares Mittel, um allen einzureden, dass sie Teil einer großen universellen, nie gekannten Krankheit geworden sind. Und den wirklich Kranken wird in vielen Fällen mit Tests „bewiesen“, dass es nur mehr eine Erklärung für ihre Krankheit gibt, nämlich Corona.

So bekam man von Anfang an alles, was man brauchte, um das ganz große Bereicherungs- und Machtspiel zu spielen: eine verängstigte Bevölkerung, den Beweis der Millionen Toten — spielend von falschen PCR-Test-Ergebnissen abgeleitet —, das Drama auf den Intensivstationen, von dem in der Zwischenzeit auch die breite Öffentlichkeit weiß, dass es nie stattgefunden hat (12), jedenfalls nicht mehr als sonst — und so weiter und so fort.

Aber halt, bevor man mich steinigt, weil es ja tatsächlich erkrankte Menschen gegeben hat: Ja, ein Drama hat stattgefunden, ein entsetzliches Drama. Niemand konnte sich seit dem Zweiten Weltkrieg einen schlechteren Zeitpunkt aussuchen, als diese „Corona-Zeit“, um krank zu werden oder zu sterben. Wie viel davon tatsächlich einem Virus zuzuschreiben ist, wissen wir nicht.

Denn der PCR-Test war ein wunderbares Zaubermittel, um in Wahrheit unerkennbar zu machen, ob nun das Sterben auf ein Virus zurückgeht oder auf Sterben aus Angst oder auf Sterben infolge der Maßnahmen. In der Massenanwendung hat der PCR-Test jedenfalls gerade das Gegenteil dessen bewirkt, was er in wohlüberlegter Einzel-Anwendung möglicherweise zu leisten vermag: wirklich die Spur einer Krankheit zu finden (13).

Die Wirklichkeit soll kollektiv nicht mehr erkennbar sein

Die Wirklichkeit kollektiv nicht mehr richtig erkennen zu können, das war wohl die erste Voraussetzung dafür, dass eine Impf- und Machtindustrie ihr ganz großes Geschäft planen konnte. Diese Planung braucht die kollektive Irreführung: für die einen den Wahn, für die anderen den Sinn — Profit und Macht. Es ist zutiefst erschütternd zu sehen, wie gut das gelingen kann. Und wenn der Menschheit kein Befreiungsschlag gelingt, wird sie wohl getestet und geimpft untergehen.

Merkel‘s Blöße

Aber kommen wir nun zu dem Detail, das Angela Merkels Unwissenheit verraten hat.

Der Abgeordnete Sebastian Münzenmaier hält ihr bei der Fragestunde des Bundestages eine Studie der Universität Duisburg (14) und Essen mit über 160.000 Teilnehmern entgegen, die klar belegt, dass zumindest 60 Prozent, ja bis zu 80 Prozent (15) der positiv Getesteten nicht ansteckend waren. Die Kanzlerin merkt wohl, dass sie zunehmend und ernsthaft in Bedrängnis kommt, und beginnt die wissenschaftliche Aufklärerin zu mimen (16). Dabei trifft sie unter Verweis auf den Staatsvirologen folgende falschen Aussagen:

1) „Mal ist man mehr ansteckend, mal kommt man in den ansteckenden Bereich.“

Nein, wer gesund mit Ct-Wert 45, wie von Drosten empfohlen, positiv getestet wird, war nie ansteckend und wird aller Voraussicht nach auch nie ansteckend werden. Das ist es ja gerade: Jener Herr Drosten, auf den sich Frau Merkel beruft, hat einen PCR-Test entwickelt, von dem nun die Kanzlerin selbst sagen müsste, dass er ungeeignet ist, weil er weit mehr als 25 Amplifikationszyklen, nämlich 45 (!), verordnete.

2) „Und die einzige Frage ist, haben wir ... vielleicht manchen Menschen drei oder vier Tage zu lange Quarantäne gesagt.“

Nein, das ist nicht die einzige Frage. Sondern die Frage ist, ob die Pandemie zu Recht ausgerufen wurde und ob die Maßnahmen sinnvoll waren und ob die Maßnahmen Verheerungen angerichtet haben — auf allen Ebenen. Diese Fragen wird die Geschichte stellen, da kann sich die Kanzlerin sicher sein.

3) „Mit einem PCR-Test kriegt man mit 100 Prozent raus, ob jemand die Krankheit hat.“ Und: „Im Grundsatz ist der PCR-Test immer ein hervorragender Indikator für die Frage, ob jemand krank ist.“

Nein! Ganz im Gegenteil, man muss von sehr hohen Raten von falschen Ergebnissen ausgehen, da der PCR-Test gar keine Kranken erkennen kann, sondern nur Gen-Schnipsel, und die Falsch-Positiv-Rate schon bei einer geringen Fehlerquote — ein wenig verminderte Spezifität — infolge der Massentestungen an Gesunden hochschnellt. Das gilt besonders bei geringem Krankheitsgeschehen — Krankheitsgeschehen also, das ja eben erst durch die falsch-positiven Tests im öffentlichen Bewusstsein groß gemacht wird!

4) „Wenn man natürlich unendlich viele solcher Tests hat, könnte man die Quarantänezeit hinten und vorne noch ein bisschen abschneiden.“

Nein, genau umgekehrt! Je mehr Tests, desto mehr falsch-positive, desto mehr Menschen müssen in Quarantäne, obwohl sie gesund sind. Desto mehr Angst, desto mehr Folgewirkungen — ein Teufelskreis, der ständig von den PCR-Tests am Köcheln gehalten wird! Richtig wäre gewesen, wie bisher klinische Untersuchungen als das erste Mittel der Wahl anzuwenden. PCR-Tests, in Massenform an Gesunden angewandt, müssen für diesen missbräuchlichen Zweck dringend verboten werden! Dann ist Schluss mit dem Zinnober.

5) „Dass verschiedene Varianten auftauchen können, damit müssen wir rechnen, solange nicht die gesamte Weltbevölkerung geimpft ist.“

Nein, immer werden, entsprechend der heutigen virologischen Standardmeinung, verschieden Varianten auftauchen. Egal, was man von der Impfung hält — obwohl ein „egal" so gut wie unmöglich ist (!) —, mit Sicherheit wird sie nicht verhindern, dass stets neue Varianten auftauchen.

6) „Ein PCR-Test ist positiv, dann hat der Mensch Sars-CoV-19.“

Nein, ein positiver PCR-Test ist kein Beweis für eine Infektion und erst recht nicht für eine Krankheit, weil er, wie schon gesagt, nur Gen-Schnipsel finden kann, egal ob die von einer akuten Krankheit oder einer überwundenen Krankheit herkommen, oder ob sie von anderen Viren kommen oder trotz eines gesunden Zustandes aufgefunden wurden. Ohne klinische Diagnose kann keine brauchbare Aussage getroffen werden.

7)„Ist er über 25, ist der Mensch ansteckend, ist er unter 25, ist er nicht ansteckend.“

Nein, andersrum, aber das mag ein Versprecher gewesen sein. Bemerkenswert ist aber trotzdem, in welchem Licht die Kanzlerin dasteht, wenn sie sich selbst solche Versprecher leistet, aber gerade davor den Abgeordneten mit den folgenden Worten von oben herab geschulmeistert hat:

„Jetzt werde ich mal versuchen zu ordnen, was sie jetzt hier gesagt haben.“

Das Entscheidende aber an der Aussage, dass PCR-Tests mit Ct-Werten über 25 keine Infektionen nachweisen, ist, dass hier die Bundeskanzlerin öffentlich bestätigt, was von den Pandemie-Ideologen die ganze Zeit über stets abgestritten wurde! Da ein Großteil der Labore sich eben nicht an diese 25er-Grenze des Ct-Wertes gehalten haben und der „Drosten-Test“ sogar 45 Amplifikationszyklen verlangte, ist damit von der Kanzlerin selbst bestätigt, dass alles auf Fake-Zahlen beruhte.

8)„Die Inzidenz ist die Zahl der Menschen, die einen positiven PCR-Test hatten, pro 100.000 Einwohnern in 7 Tagen.“

Nein! Nun hat diese Frau die diktatorischen Ausnahmegesetze machen lassen und kann den Inhalt nicht wiedergeben! Im zweiten Infektionsschutzgesetz, § 28a lautet es:

„Bei Überschreitung eines Schwellenwertes von über 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen sind umfassende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.“

Es heißt im Gesetz: „Neuinfektionen" und nicht „positiv PCR-Getestete“! Neuinfektionen sind immerhin etwas, das, wenn man es ernst nimmt, abgrenzbaren sachlichen Inhalt hat. Auf positive PCR-Test-Ergebnisse trifft das eben eindeutig nicht zu. Der Umstand, dass das Gesetz — wenigstens —von Neuinfektionen spricht, macht das Gesetz zwar nicht besser, aber es verrät eine Menge, wenn die Kanzlerin sich verbal sogar noch über dieses Gesetz stellt! Das war eben gerade der Inhalt der Studie, die der Abgeordnete Münzenmaier Frau Merkel vorgehalten hat, dass mehr als die Hälfte der angeblich „Neuinfizierten“ gar keine Neuinfizierten sind!

9) „Haben wir eine Evidenz gehabt, ... dass die Krankenhaushäufigkeit ... so und so hoch ist."

Nein, genau diese Evidenz haben wir nicht gehabt, weil die Zahlen über die Intensivbettenbelegung manipuliert waren, wie es nun öffentlich bekannt ist (12)!

Keine Konzentration in Abhängigkeit von der Zeit!

Punkt 1 bis 9: So weit, so falsch. Aber alles, was ich bisher zitierte, weist nur darauf hin, dass Merkel das tut, was sie die ganze Zeit getan hat. Nichts ist erstaunlich an der Präsentation dieser geballten Ladung falscher Aussagen.

Der folgende Punkt aber ist sehr wohl erstaunlich:

„Der Ct-Wert ist irgendeine Konzentration in Abhängigkeit von der Zeit.“

Nein! Ct-Wert bedeutet: „cycle threshold-Wert“, also Zyklus-Schwellenwert. Da geht es nicht um Zeit! „Abhängigkeit von der Zeit“, das hört sich wissenschaftlich und wissend an, ist aber völlig falsch.

Es geht bei einem Ct-Wert um einen Schwellenwert, bei dem Replikations-Zyklen, die ein eventuell vorhandenes Gen-Schnipsel auf das Zig-Billionenfache vermehren können, abgebrochen werden sollen. Es geht also um einen mengenmäßigen Grenzwert und nicht um eine zeitliche Abhängigkeit, ein zeitliches Auf und Ab! Dass natürlich der Ablauf eines Tests Zeit kostet, wird als Ausrede nicht reichen!

Aber Frau Merkel hat eine Ausbildung als Physikerin erhalten. Und in der Physik gibt es tatsächlich die typische Abhängigkeit eines Wertes von der Zeit. Zum Beispiel zeigt ein Weg-Zeit-Diagramm eine Kurve, die den zurückgelegten Weg in Abhängigkeit von der Zeit darstellt, und man schreibt s(t) oder st. Nun sieht man, dass Frau Merkel diesen — über Pandemie oder Not-Pandemie entscheidenden — Ct-Wert einfach wie einen ihr noch aus Studienzeiten bekannten physikalischen Wert behandelt.

Oder anders gesagt, es zeigt sich, dass sich die Bundeskanzlerin nicht einmal mit dem Rudimentärsten beschäftigt hat, obwohl es eine Frage von allergrößter Bedeutung ist und sie die politische Verantwortung trägt! Und ungeniert tritt sie mit dieser Blöße hinaus an die Öffentlichkeit! Es mag nur um eine „kleine“, scheinbar nebensächliche Formulierung gehen, aber sie verrät eine Menge!

Und das scheint mir dann doch ein Beispiel zu sein, dass wir weniger von präzise strategisch Planenden als mehr von Ahnungslosen, aber deshalb nicht weniger stur ihr Ziel verfolgenden „Leadern" bestimmt werden, die zuvor von Schneidern und deren Auftraggebern in wunderbare profitträchtige Kleider gesteckt wurden. Ob uns das Hoffnung machen kann, solange die 99 Prozent der Menschheitsfamilie nicht einheitlich und entschlossen ihre legitime Rolle des Souveräns einnehmen, sei dahingestellt.


Quellen und Anmerkungen:

(1) Boris Reitschuster: Merkel: Harter Corona-Kurs ist politische Entscheidung, https://reitschuster.de/post/merkel-harter-corona-kurs-ist-politische-entscheidung/
(2) Hans Christian Andersen, Sämtliche Märchen, 1862: „Des Kaisers neue Kleider“, https://maerchen.com/andersen/des-kaisers-neue-kleider.php

(3) „Nachtwächterstaat oder Minimalstaat bezeichnet einen Staat, der sich am Prinzip des Laissez-faire orientiert und sich auf den Schutz des Privateigentums und die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung beschränkt.“, Wikipedia
(4) Ulrich Mies: „Im Sinne des neoliberalen Konzepts ist die Demokratie ein Fremdkörper. Der muss weg. Neoliberalismus und Demokratie geht nicht zusammen. ... Die zweite Medaillenseite des Neoliberalismus ist der autoritäre Staat. Da machen wir uns nichts vor.“, https://www.heise.de/tp/features/Die-Entzauberung-neoliberaler-Propaganda-und-Desinformation-4010804.html?seite=all und: „Der ,neue Liberalismus‘ setzt, ... auf einen ,starken Staat‘, geformt durch ,Autorität und Führertum‘.“ Walter Ötsch: „Marktradikalismus als Politische Ökonomie“, https://www.jku.at/fileadmin/gruppen/108/ICAE_Working_Papers/wp38.pdf
(5) Ich zitiere Bill Gates wörtlich aus seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2017. Allerdings setze ich seine Sätze oder Satzfragmente etwas anders zusammen, um das, was ich meine, was er zwischen den Zeilen sagt, besser verständlich zu machen. Lesen Sie das Original, Sie werden sehen, dass ich nicht verfälsche. Das Original ist hier aufrufbar: https://securityconference.org/assets/02_Dokumente/03_Materialien/MSC2017_Speech_Bill_Gates.pdf
„Wenn die nächste Pandemie zuschlägt, könnte dies ein außerordentlicher Triumph des menschlichen Willens sein ... Über eines können wir uns fast sicher sein — eine hochgradig tödliche globale Pandemie wird zu unseren Lebzeiten auftreten ... Die Situation ist, dass wir heute mit biologischen Bedrohungen konfrontiert sind. Wir wissen vielleicht nicht, ob diese Waffe vom Menschen oder ein Produkt der Natur ist.“ Aber, „was wir tun müssen, ist, uns auf Epidemien vorzubereiten, so wie sich das Militär auf einen Krieg vorbereitet ... Zunächst und vor allem müssen wir ein Arsenal an neuen Waffenimpfstoffen („weapons-vaccines“) aufbauen. Aber heute dauert es normalerweise bis zu 10 Jahre, einen neuen Impfstoff zu entwickeln und zu lizenzieren. ... Wir müssten diesen Zeitraum erheblich verkürzen — auf 90 Tage oder weniger. ... Das wirklich große Durchbruchspotenzial liegt in den neu entstehenden Technologieplattformen, die die jüngsten Fortschritte in der Genomik nutzen, um die für die Entwicklung von Impfstoffen benötigte Zeit drastisch zu verkürzen ... Neue Plattformtechnologien schaffen ein Trägersystem für synthetisches genetisches Material, das Ihre Zellen anweist, einen Impfstoff in Ihrem eigenen Körper herzustellen. ... Und das Tolle daran ist, dass man, wenn man einmal eine Impfstoffplattform für einen Erreger gebaut hat, sie auch für andere Erreger wieder verwenden kann. Man muss nur einige wenige Gene ersetzen.“
Wie dieses, von Bill Gates angestoßene Konzept weiter wirkt, formulierte unlängst der Molekularbiologe und „professioneller“ Corona-Märchenerzähler Martin Moder bei einer Veranstaltung des Österreichischen Bundeskanzleramtes unter dem euphorischen Titel: „Corona: eine Veranstaltung zu Ehren der Wissenschaft“ mit diesen Worten:

„In Wirklichkeit ist es so, dass wenn die Pandemie ein paar Jahre früher aufgetreten wäre, dann hätten wir eigentlich noch viel größere Probleme gehabt. Weil, wir waren gerade an dem Punkt, dass wir bei diesen Impfstoffen, die dann als erstes fertig waren, so kurz davor waren, wirklich einsatzfähig zu sein. So dass dann alles ganz schnell gegangen ist.“
https://www.facebook.com/Bundeskanzleramt.gv.at/videos/1281290202268109
(6) Rubikon, Kit Knightly: „Der Pandemie-Putsch“, https://www.rubikon.news/artikel/der-pandemie-putsch
(7) Rubikon, Angela Mahr: „Der Unbestechliche“, https://www.rubikon.news/artikel/der-unbestechliche-2
(8) Boris Reitschuster: „Via Etikettenschwindel? Corona-Maßnahmen teilweise um ein Jahr verlängert — Armutszeugnis für den Bundestag!“ https://reitschuster.de/post/via-etikettenschwindel-corona-massnahmen-sollen-teilweise-um-ein-jahr-verlaengert-werden/
(9) „Es ist meine Klasse, die reiche Klasse, die Krieg macht, und wir siegen!“ Warren Buffett: “There’s class warfare, all right,” Mr. Buffett said, “but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.” https://www.nytimes.com/2006/11/26/business/yourmoney/26every.html?_r=0%20Referenz:%20https://beruhmte-zitate.de/zitate/126606-warren-buffett-es-herrscht-klassenkrieg-richtig-aber-es-ist-mei/ Vergleiche auch (gut fürs Gemüt): https://www.youtube.com/watch?v=U46bbmFaq74

(10) Siehe meine Berechnungen und Darlegungen: InzidenzFalschBeweis: https://vimeo.com/516305100; https://vimeo.com/539673529; https://t.me/InzidenzFalschBeweis

(11) ILLA: „Das PCR-Desaster — Zur Genese und Evolution des ,Drosten-Tests'“, mit einem Beitrag von Prof. Ulrike Kämmerer, Thomas Kubo Verlag, 2021
(12) Intensivbetten-Skandal — Punkt.PRERADOVIC mit Tom Lausen: https://youtu.be/0sBM7MVG8Lo
(13) Vergleiche Wolfgang Wodarg: „Falsche Pandemien", Kapitel 8
(14) „Rund 190.000 PCR-Tests ausgewertet: Ergebnisse allein ungeeignet als Grundlage für Pandemie-Maßnahmen!“, https://www.uni-due.de/2021-06-18-studie-aussagekraft-von-pcr-tests. Man fragt sich, wo die Menschheit hingekommen ist, wenn ein Universitätsprofessor der Öffentlichkeit, der Politik und der Ärzteschaft folgenden Satz sagen muss: „Auch das Abfragen von COVID-19-Symptomen bei Getesteten würde helfen ...“
(15) RTL: https://www.rtl.de/cms/studie-pcr-tests-als-grundlage-zur-bekaempfung-der-corona-pandemie-nicht-sinnvoll-4781888.html Ein Transskript findet sich bei den NachDenkSeiten: https://www.nachdenkseiten.de/?p=73735#h01
(16) Hier das Transskript: Abgeordneter Sebastian Münzenmaier und Bundeskanzlerin Angela Merkel am 23. Juni 2021, Plenartagung des Deutschen Bundestages, Befragung der Bundesregierung. https://www.bundestag.de/mediathek?videoid=7530154#url=bWVkaWF0aGVrb3ZlcmxheT92aWRlb2lkPTc1MzAxNTQ=&mod=mediathek Minute 32:10 ff

Sebastian Münzenmaier: „Frau Bundeskanzlerin, laut einer aktuellen Studie der Universität Duisburg und Essen, mit über 160 000 Teilnehmern, sind die momentan durchgeführten PCR-Tests, die ja die Grundlage für den Inzidenzwert bilden, nicht aussagekräftig über die Ansteckungsgefahr eines Getesteten. Und laut dem Autor der Studie, Prof. Dr. Stang, waren im Vergleichszeitraum der Studie über 60 Prozent der positiv Getesteten nicht mehr ansteckend, da der Ct-Wert über 25 und die Viruslast dementsprechend zu gering für eine Ansteckung war. Und da die positiven PCR-Tests — ich hab es ja gerade eben gesagt — momentan die Grundlage für den Inzidenzwert sind, und dieser Inzidenzwert ist dieser Bundesregierung nach ja die Voraussetzung für massive Einschränkung von Grund- und Freiheitsrechten. Und deswegen — Prof. Dr. Andreas Stang äußert sich dazu wie folgt — ich zitiere mit Erlaubnis der Präsidentin: ,Die am Ende errechnete Zahl von Sars-CoV 2 positiv Getesteten sollte daher nicht als Grundlage für Pandemie-Bekämpfungsmaßnahmen wie Quarantäne, Isolation oder Lockdown benutzt werden.' Zitat Ende. Vor diesem Hintergrund frage ich Sie: Stimmen Sie dieser Aussage zu, und wenn nein, warum nicht.“
Bundeskanzlerin Merkel: „Nein, ich stimme der Aussage so nicht zu. Ich glaube, dass auch gute wissenschaftliche Antworten, die ich hier nicht wiedergeben kann — zum Beispiel von Herrn Professor Drosten in seinem letzten Podcast — gegeben wurden, ich will nur ganz allgemein sagen: Schauen Sie, wenn Sie sich den PCR-Wert eines Erkrankten anschauen, dann baut der sich auf und dann baut er sich nach einem Höhepunkt auch wieder ab, und das heißt, man hat im Verlaufe der Krankheit, wenn man jetzt jeden Tag einen PCR-Test machen würde, immer eine bestimmte Verlaufskurve und da sind Teile davon unterhalb von 25 und Teile davon sind über 25. Mal ist man mehr ansteckend, mal kommt man in den ansteckenden Bereich, dann ist man wieder gar nicht mehr ansteckend. Und die einzige Frage ist, haben wir — und wir hatten ja nur eine endliche Zahl von PCR-Tests zur Verfügung — vielleicht manchen Menschen drei oder vier Tage zu lange Quarantäne gesagt. Sie können aber mit einem PCR-Test, bei dem sie 100 Prozent rauskriegen, ob jemand die Krankheit hat, nicht sagen, ist der auf dem aufsteigenden Ast des PCR-Wertes, auf dem absteigenden Ast des PCR-Wertes, — also weil es gerade andersrum geht, meine Handbewegung müssen sich andersrum denken — aber ist er genau, in welchem Stadium der Infektion ist er. Und deshalb glaube ich, dass wir im großen Ganzen im Blick auf die Verfügbarkeit von PCR-Tests verantwortlich gehandelt haben und wenn man natürlich unendlich viele solcher Tests hat, könnte man die Quarantänezeit hinten und vorne noch ein bisschen abschneiden, aber das wäre nicht verantwortlich, da man für das Individuum auch gar nicht weiß, wie sich die PCR-Konzentration dann verändert. Das kann beim einen schnell gehen, beim anderen langsam gehen. Wir können ja nicht stündlich testen und fragen, ist er jetzt über 25 oder unter 25 und darf ich den auf die Straße lassen. So, und deshalb ist das nach bestem Wissen und Gewissen gut gemacht.“
Sebastian Münzenmaier: „Also, es ist ja so. Sie haben ja in einigen ihrer Maßnahmen wie zum Beispiel auch in der Bundes-Notbremse, da haben Sie komplett auf die Inzidenz abgestellt. Da gibt es keine weiteren Maßnahmen, wie zum Beispiel die Belegung der Intensivbetten, die haben Sie vorhin angesprochen, auch da gibt es Manipulationsvorwürfe. Der Bundesrechnungshof hat gesagt, da war wohl nicht alles ganz korrekt. Jetzt haben wir den Fall der PCR-Tests, wo eine namhafte Studie — es ist ja nicht so, dass ich die erfunden habe — eine namhafte Studie sagt, na ja, da gibt es einiges an Unklarheiten. Das bedeutet, ihre Maßnahmen, die Sie bisher getroffen haben, die stehen alle auf sehr wackeligen Füßen. Und deswegen, vor diesem Hintergrund, möchte ich Sie noch mal fragen, wie geht es in Zukunft weiter? Jetzt wurde ja schon von der Delta-Variante geredet. Auch da gibt es Aussagen dazu, dass die zwar ansteckender, aber nicht gefährlicher im Sinne von schweren Verläufen sei. Wie stellen Sie sich vor, wann kann man denn die Maßnahmen wirklich aufheben oder müssen wir damit rechnen, dass wir Ende des Jahres wieder in Lockdown gehen müssen? Müssen wir damit rechnen, dass eine Epsilon-Variante auftaucht und so weiter.“
Bundeskanzlerin Merkel: „Also, dass verschiedene Varianten auftauchen können, damit müssen wir rechnen solange nicht die gesamte Weltbevölkerung geimpft ist. Und jetzt werde ich noch mal versuchen zu ordnen, was Sie jetzt hier gesagt haben. Ein PCR-Test ist positiv, dann hat der Mensch Sars-Cov-19. Zweitens, mit einem PCR-Test ist ein Ct-Wert verbunden — irgendeine Konzentration in Abhängigkeit von der Zeit — und dieser Ct-Wert kann über oder unter 25 sein. Ist er über 25, ist der Mensch ansteckend, ist er unter 25, ist er nicht ansteckend. Sie wissen aber nicht, in welchem Moment des Krankheitsverlaufes Sie diese Messung machen. Also hat er morgen einen höheren Ct-Wert oder einen niedrigeren Ct-Wert, und davon hängt ab, ob er morgen noch ansteckend ist oder nicht. Das heißt also, im Grundsatz ist der PCR-Test immer ein hervorragender Indikator für die Frage, ob jemand krank ist, und wenn ich mir den Zeitverlauf von Ct angucke, kann ich auch sagen, wann ist er mit großer Wahrscheinlichkeit ansteckend, wann nicht. Jetzt fragen Sie nach der Inzidenz. Die ist ja was ganz anderes. Die Inzidenz ist die Zahl der Menschen, die einen positiven PCR-Test hatten, pro 100.000 Einwohnern in 7 Tagen. Und diese Inzidenz, da haben wir eine Evidenz gehabt, dass bei den bisherigen Varianten (ich tue das bei der nächsten Frage rein) bei den bisherigen Varianten die Krankenhaushäufigkeit so und so hoch ist und die schweren Erkennungsverläufe so und so hoch sind und Long Covid vielleicht so und so hoch sind. Durch das Impfen wird sich das ändern. Das heißt, das, was wir im letzten Winter hatten, dass die Inzidenz in dieser und jener Weise mit der Zahl der belegten Intensivbetten verbunden ist, das wird nicht mehr eins zu eins so gelten. Wie das gilt, wie die einzelnen Impfstoffe auf schwere Verläufe wirken, auf die Ansteckbarkeit anderer Menschen, selbst wenn ich selber nicht schwer erkranke, das hängt von der Impfquote ab, wie viel Menschen lassen sich impfen? Je mehr sich impfen lassen, umso leichter haben wir aber es. Aber es wird sich durch das Impfen verändern. Und deshalb kann ich Ihnen für den Herbst diesen Jahres noch keine Aussage machen.“

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