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Der Todesstoß

Der Todesstoß

Die Regierenden machen aus dem Notstand einen Dauerzustand — wehren wir uns jetzt, sonst war‘s das mit Freiheit und Demokratie.

„Gruppen feiernder Menschen sind inakzeptabel“, sagte Angela Merkel verkniffenen Munds und sichtlich mit der Schwere ihrer Entscheidung ringend. Und Karl Lauterbach, der SPD-Dementor, dessen Ausstrahlung jede Lebensfreude und jede Zuversicht verschluckt wie ein schwarzes Loch, wurde deutlicher: „Die Unverletzbarkeit der Wohnung darf kein Argument mehr für ausbleibende Kontrollen sein.“

Es gibt kein Halten mehr auf der abschüssigen Bahn in Richtung Despotie, auf der sich Deutschland und viele Länder der Erde befinden. Wir müssen uns den Tatsachen stellen: Die Macht im Land hat eine Clique ähnlich gesinnter Putschisten inne — ein freiheitsfernes Milieu, das wild entschlossen scheint, sein Zerstörungswerk an unserer Demokratie zu vollenden. Es gibt für sie kein Maß mehr und kaum mehr ein Tabu. Die Menschenwürde darf kein Argument mehr für ausbleibende Erniedrigung sein, könnte man Lauterbachs Diktum weiterspinnen. Wir müssen diesem Treiben ein unüberhörbares „Nein“ entgegensetzen. Gruppen Phrasen herunterleiernder Politiker sind inakzeptabel.

Die Mächtigen spucken uns ihre Verachtung unserer Würde und unserer Selbstbestimmung mittlerweile offen ins Gesicht. Etwa, wenn sowohl Merkel als auch Söder davon sprechen, „die Zügel anzuziehen“. Diese Politiker behandeln uns Bürger wie zu dressierende Nutztiere — oder besser: so, wie man auch Tiere eigentlich niemals behandeln sollte. Wir fühlen die immer strammer angezogenen Zügel, und unsere Flanken bluten schon unter ihren Sporen. Bäumen wir uns auf, werfen wir diese schlechten Reiter ab! Leben wir zügellos und nur eingeschränkt durch eine natürliche Ethik, die uns eine Rücksichtnahme für die Kranken und Schwachen nahelegt!

Eine Politik des heruntergezogenen Mundwinkels

Diese „Obrigkeit“ ist in vielen Belangen zu frech geworden, sie verhält sich uns gegenüber arrogant und zunehmend bedrängend. Der heruntergezogene Mundwinkel eines Leucht-Smileys begrüßt mich schon, wenn ich mit 51 km/h in eine Ortschaft einfahre. Bei um 6 km/h erhöhter Geschwindigkeit bekomme ich einen Bußgeldbescheid in wichtigtuerischer Juristensprache zugesandt — mit einem Foto von mir, das ohne meine Zustimmung aufgenommen wurde.

Pinkeln im Freien, auch im Wald, ist verboten — viele wissen das nur nicht, weil derartige „Vergehen“ schwer kontrollierbar sind. Vor einer Woche bestimmte mein Staat, dass es nicht mehr 3 Uhr ist, sondern 2 Uhr. Auf bestimmten Plätzen befiehlt er mir, einen Lappen über mein Gesicht zu ziehen, selbst in frischer Luft und wenn niemand in meiner Nähe ist. Ab 22 Uhr ist vielerorts das Biertrinken verboten, das Limotrinken dagegen erlaubt. Halt, das ist noch die alte Regelung: Ab November ist es Wirten unter Strafe verboten, irgendetwas — auch Limonade — auszuschenken. Bei Zuwiderhandlung wird man sie behandeln wie Verbrecher.

Der heruntergezogene Mundwinkel eines Riesensmileys am Straßenrand ist zum Symbol dieses anmaßenden Staates geworden, dem wir eigentlich nie fügsam genug sind. Völlig in Vergessenheit ist dabei geraten, dass es eigentlich die „Volksvertreter“ sind, die sich uns gegenüber zu bewähren und sich um unsere Zustimmung zu bemühen hätten. Doch diese Grundregel eines gesunden Bürger-Selbstbewusstseins ist nicht nur bei den Regierenden, sondern auch bei den Regierten in Vergessenheit geraten.

Man behandelt uns eigentlich, als wären wir Puppen, die nach dem Willen ihres Besitzers mal hier und mal dorthin gezerrt oder nach Belieben für Wochen in den Schrank gesperrt werden können.

Nicht annäherungsweise wurden wir gefragt, ob wir mit alldem einverstanden sind. Meinungsumfragen gibt es immer erst hinterher, und die fallen auffälliger Weise immer im Sinne des Regierungshandelns aus.

Mit dem nahenden 9. Monat der Krise wird die mit der Diktatur schwangere politische Kaste nun ein Ungeheuer gebären, und wir bekommen es mit einem regelrechten Repressions-Amoklauf zu tun. Das Schlimme dabei: Die meisten Menschen beginnen, sich daran zu gewöhnen. Die wichtigste Frage, die eigentlich intelligente Menschen derzeit in ihren Köpfen bewegen, ist: „Was darf ich eigentlich noch?“ Wobei mit dem Wort „noch“ das kontinuierliche Zusammenschrumpfen dieser Domäne des Erlaubten bereits einkalkuliert ist. Ich habe schon erlebt, dass ein Verwandter Wochen vor dem neuerlichen Lockdown angstvoll fragte: „Darf man jetzt eigentlich nach 21 Uhr auf die Straße gehen?“ Er verwechselte wohl die Ausgangssperre mit einer Sperrstunde.

Politik, die kränkt und krank macht

Worauf derart übereifrige Regelmacher überhaupt nicht kommen: Es interessiert erwachsene Menschen vielleicht gar nicht so sehr, was sie — die Politiker und Behörden — von ihnen wollen könnten und wie sie unser Verhalten beurteilen. In peinlicher Weise drängen sie uns ihre Auffassung und ihre Forderungen jedoch ständig auf.

Sie sollten uns in Ruhe lassen und ihre Arbeit machen — das heißt: die Aufgaben lösen, die wirklich anstehen. Dazu gehört es mit Sicherheit auch, die Rahmenbedingungen für eine gute „Volksgesundheit“ mitzugestalten. Aber das Gegenteil geschieht: Diese Politik macht krank — vor allem in der Seele. Millionen Menschen spüren das bereits, sofern sie Zugang zu ihren Gefühlen haben. Rigide, autoritäre Politik macht krank, weil sie kränkt. Weil sie Menschen ihrer Würde und ihrer Selbstbestimmung beraubt und ihnen eine Situation weitgehender Machtlosigkeit aufzwingt.

Wir sehen am Geschehen rund um den „Zweiten Lockdown“, was jetzt anstünde und was wir selbst falsch eingeschätzt haben. Er wird ja verniedlichend gern als „Lockdown light“ bezeichnet, weil Kinder noch in die Schule, Arbeitende in die Betriebe gehen „dürfen“. Angesichts der die Luft abschnürenden Masken und Regelkataloge müsste es wohl besser heißen: gehen müssen.

Einiges, was im vergangenen Dreivierteljahr an illusionären Vorstellungen im Umlauf war, muss spätestens jetzt revidiert werden. Und ich mache es niemandem zum Vorwurf, wenn er sich — speziell in der Anfangsphase — einmal in Bezug auf die Corona-Situation geirrt hat. Die Lage war unübersichtlich, die Zukunft schwer vorhersehbar, und auch ich wäre — obwohl ich sicher mehrere hundert Artikel und Videos dazu konsumiert habe — nicht in der Lage gewesen, alles vorherzusehen, was bis jetzt geschehen ist.

Der Irrtum der Bagatellisierer

Aufgegeben werden müssen bagatellisierende Deutungen des Geschehens. Oft hießt es im März und April, die Grundrechtseingriffe seien zwar lästig, jedoch angesichts der gefährlichen Lage für einen kurzen Zeitraum akzeptabel. Man müsse sich zunächst fügen, dabei aber den Mächtigen genau auf die Finger schauen, damit sich die sichtbar gewordenen diktatorischen Tendenzen nicht verfestigten. Nun, die Tendenzen haben sich stabilisiert, es ist kein Ende in Sicht, und die meisten der damals politisch Unentschlossenen haben weder in der Anfangsphase noch in der fortgeschrittenen Phase des Grundrechtsabbaus ernstlich rebelliert. Richtig wäre gewesen, von Anfang an sehr deutlich und sehr vehement kontra zu geben.

Wenn damals jeder ohne Rücksicht auf möglichen Gegenwind frei heraus gesagt hätte, was er von dem ganzen Spuk hält, hätte sich eine ungute Dynamik gar nicht erst entwickeln können. Man denke nur an das beklemmende Schweigen der meisten Künstler und Prominenten sowie praktisch der gesamten Opposition zu den Grundrechtseinschränkungen, durch das sich potenziell Protestwillige zusätzlich entmutigt sahen. Das insgesamt beschämende regierungstreue Meinungsklima, das einen enormen Gruppendruck auf Abweichler ausübte, führte dazu, dass sich fast alle, die dem herrschenden Narrativ nicht freien Herzens zustimmen konnten, gedrängt sahen, eine solche Zustimmung zumindest zu heucheln.

Aufgegeben werden muss die Hoffnung, das Problem würde sich demnächst von allein regeln, da unser Politiker im Kern integer, die Demokratie im Großen und Ganzen intakt sei. Allenfalls das heiß ersehnte Impfmittel könnte diesbezüglich Erleichterung schaffen — jedoch zu einem hohen gesundheitlichen Preis.

Aufgegeben müssen auch spirituelle Wohlfühl-Narrative der Art „Ich fand den Lockdown ganz o.k., endlich hatte ich mal Zeit, zur Ruhe zu kommen.“ In diesem Herbst und Winter ist Schluss mit lustig, es droht eine große kollektive Depression, die wiederum die Widerstandskräfte in doppelter Bedeutung des Wortes schwächen wird und vielleicht gerade deshalb von den Regierenden in Kauf genommen wird.

Freiheit als Fügsamkeitsprämie

Wir könnten eine schwarze Weihnacht erleben, vergiftet durch die Verbote der Ordnungsmacht — oder durch die „Lockerungen“, die man uns gnadenhalber gewährt. Freiheit — und auch diese nur partiell — wird somit von einer Selbstverständlichkeit zu einer Fügsamkeitsprämie, die man dem Volk unter Vorbehalt hinwirft, wie man Vierbeinern in einer Hundeschule ein Leckerli in den Mund steckt, wenn sie brav gewesen sind. Das Licht am Ende des Tunnels sind mögliche „Hafterleichterungen“ an Weihnachten.

Während die Tage kürzer werden und das Licht analog zu Freiheit und Lebensfreude abnimmt, sollen sich die Unterworfenen, um noch eine Weile durchzuhalten, auf das Christkindl freuen.

In der Gnaden bringenden Weihnachtszeit könnte den Bürgern nun die außergewöhnliche Gunst zuteilwerden, Familienmitglieder treffen zu „dürfen“. Merkel und ihr Umfeld werden dann sicherlich in einer grandiosen Warmherzigkeitssimulation die Metapher vom „Licht in der Finsternis“ bemühen, das Impfstoffhersteller in der Jesusnachfolge dem erlösungshungrigen Volk verkünden werden. Damit es aber so weit kommen kann, muss dieses erst mal noch eine Weile stillhalten. Und auch wenn es — natürlich nur in kleinen Häppchen — zu Lockerungen kommen sollte, dann gibt es auch diese wieder nur unter Vorbehalt. Bis zur unweigerlich vor der Tür stehenden dritten Welle.

Dass die Pausen zwischen den Misshandlungen in gewisser Weise schwerer zu ertragen sind als die Misshandlungen selbst, hat Reinhard Mey in seinem Lied „Irgendein Depp bohrt irgendwo immer“ grandios in Worte gefasst.

Doch die härteste Prüfung für Psyche und Ohren
Ist die quälende Stille plötzlich nach dem Bohren,
Das Wissen, es kann jeden Moment wieder einsetzen
Oder nicht, oh, dieser Zweifel ist zum Nervenzerfetzen.
Du hörst nur deinen Puls, du hältst den Atem an und bang
Wartest du starr — manchmal tagelang!
Denn Bohren ist schlimm, aber nicht Bohren ist schlimmer.

Die Stille vor dem Schuss

Auf diese Weise hält die Regierung uns selbst in den relativ freizügigen Lockdown-Pausen stets in Atem und in Alarmbereitschaft — übrigens ist dies eine Definition für Stress, der extrem schädlich für Gesundheit und Immunsystem ist. Nach der Grundrechtseinschränkung ist immer vor der Grundrechtseinschränkung. Es wird — selbst eine Besserung der Situation im nächsten Frühjahr vorausgesetzt — keine ruhige Zeit mehr geben, in der wir uns in punkto Freiheitsrechte sicher fühlen können. Wenn man sogar im Sommer 2020, der weitgehend ohne Corona-Tote verlief und sich selbst angestrengten Aufbausch-Bemühungen zu entziehen schien, die Grundrechte ohne nennenswerte Gegenwehr einschränken konnte, dann wird man es zu jeder Zeit wieder tun können.

Harmloser wird die Lage über viele Monate nicht mehr werden. Viren und andere gesundheitliche Gefahren hat es immer gegeben und wird es immer geben, also auch Vorwände für Angriffe auf die Freiheit, sofern der politische Wille dafür vorhanden ist. Auch mit Infektionen und leider auch mit Todesfällen ist stets zu rechnen. Vor dem Hintergrund der neuen politischen Agenda wird der virologische Normalfall jedoch — medial etwas aufgeplustert — verhindern, dass die aus unserem Land vertriebene Freiheit hier je wieder wird Fuß fassen können. Dafür sorgen schon die allfälligen Grippewellen oder — auch die kann es ja geben — etwas überdurchschnittlichen Gesundheitsbedrohungen.

„Und sie werden nicht mehr frei sein ihr ganzes Leben“, sagte Hitler, als er in einer Rede den typischen Lebenslauf eines Staatsbürgers skizzierte, einschließlich HJ-, Wehrmacht- und Parteizugehörigkeit. Halten Sie sich bitte nicht mit dem Gedanken auf, ich verharmlose das „Dritte Reich“. Ich weiß durchaus um die Unterschiede zu den heutigen Verhältnissen. Aber lassen Sie diese Vision für einen Moment in ihrer ganzen beklemmenden Gewalt an sich herankommen:

Es könnte sein, dass wir nicht mehr frei sein werden unser ganzes Leben.

Viele von uns könnten noch Jahrzehnte der Drangsalierung, der Terrorisierung durch ein Stakkato von Angst-Nachrichten, der Gesichtsverhüllung, der Totalüberwachung und Vergiftung durch erzwungene Medikation und Impfung vor sich haben, bevor sie dann an ihrem Sterbebett gewahr werden, dass sie kaum gelebt haben. Allenfalls noch vor dem Jahr 2020.

Freiheit unter Virus-Vorbehalt

Es muss nicht so kommen. Ich konstatiere sogar in den Mainstream-Medien und in den Parteien derzeit ein stärkeres Unbehagen über die neuerlichen rigiden Maßnahmen als zuvor. Ich erlebe, wie „normale“ Menschen, die sicher keine Leser der alternativen Medien sind, sehr gut informiert und kritisch über Corona reden — auch wenn das Narrativ „Wir leben immer noch in einer Demokratie“ in diesen Kreisen noch stark ist.

Ich erlebe aber auch, wie „Hygiene-Rituale“, Duckmäusertum und Freizeitpolizistenmentalität in der Bevölkerung zur Gewohnheit werden. Sogar im fortgeschrittenen Stadium eines grassierenden Corona-Überdrusses werden mancherorts die Zügel immer noch stärker angezogen, werden Corona-Opportunisten radikaler und unduldsamer. Vielleicht ist dies auch als Abwehr gegen einen in ihnen selbst unterdrückten Widerstandsimpuls zu deuten, den sie stellvertretend in Gestalt der „Corona-Leugner“ bekämpfen.

Die Sache der Freiheit steht Spitz auf Knopf. Wir sind erschöpft und müssen dennoch und gerade jetzt weiterkämpfen. Ein Nachlassen der Widerstandsenergie dürfte sich auf längere Sicht rächen, weil uns dann noch Unerträglicheres bevorsteht, das uns weiter ermüden und schwächen wird.

Was bevorsteht, wird vielleicht keine komplett vollendete und eindeutig als solche erkennbare Diktatur sein. Eher ein fragiler Tanz zwischen Freiheit und Despotismus, bei dem sich mal die eine, mal die andere Kraft in den Vordergrund schiebt, immer aber beide auf der Tanzfläche bleiben. Wir werden es — falls die Maßnahmen einmal wieder „gelockert“ werden — mit einer Freiheit unter Vorbehalt und unter dem Damoklesschwert ihrer immer möglichen Wiederaufhebung zu tun haben.

Dabei ist zu bedenken: Wir werden nicht alle Argumente widerlegen können, die besagen, dass man an Covid-19 und anderen Viren erkranken und — wenn auch mit geringerer Wahrscheinlichkeit — sterben kann. Wir können noch so viele „skeptische“ Artikel sammeln oder selbst produzieren — eine Restunsicherheit bleibt. Dies gilt aber auch für alle anderen potenziellen Gesundheitsbedrohungen, denen wir permanent ausgesetzt sind und von denen viele gefährlicher sind als Covid-19, nur offenbar weniger medientauglich.

Wir sind immer in Gefahr

Leben heißt, mit verschiedenartigen Bedrohungen zu leben. Es heißt, sich dennoch das Glück und die Leichtigkeit, die als Potenzial ebenfalls in unserem Wesen angelegt sind, immer neu voll Tapferkeit und Zuversicht wiederzuerobern.

Wir müssen uns an dieser Weggabelung entscheiden, wie wir leben wollen.

Die Annahme, Corona sei gänzlich ungefährlich, könnte nur eine Form des Ausweichens vor dieser Entscheidung sein. Die Frage ist vielmehr: Mit wie viel Gefahr wollen und können wir leben, bevor wir in eine Existenzform als vollkommen entmündigte Schutzbefohlene fliehen? Von Machthabern ist eine sinnvoll abgewogene Hilfe bei dieser Entscheidung jedenfalls nicht zu erwarten. Die verfolgen ihre eigene Agenda, die sich von unserem Wohl weitgehend abgekoppelt hat.

Wir müssen uns auch dessen bewusst sein, dass die Entscheidungen, die wir treffen — zum Beispiel in der Öffentlichkeit „corona-skeptische“ Auffassungen zu vertreten oder entgegen den „Vorschriften“ viele Leute zu treffen — Auswirkungen auf die Gesundheit anderer Menschen haben können. 40 oder 80 „an und mit Corona Verstorbenen“ sind viel. Wenn auch die teilweise über 300 täglichen Todesfälle der „Ersten Welle“ damit längst nicht erreicht sind. Und auch wenn die meisten von ihnen eher „mit“ als „an Corona“ starben und wenn es sich dabei um überwiegend sehr betagte und gesundheitlich angeschlagene Menschen handelte. Diese brauchen besonderen Schutz, jedoch ohne dass Altenheime zu Haftanstalten mutieren — keine leichte Güterabwägung in der Praxis.

Wir müssen uns dabei stets bewusst sein, dass wir handeln, wie wir handeln, um Schlimmeres zu verhindern — gegebenenfalls auch den Tod von Menschen infolge der „Kollateralschäden“ wie Selbstmord, verschobene Operationen oder — in Ländern des Südens — Hunger.

Wir stehen in der Verantwortung gegenüber unseren Kindern und den kommenden Generationen, denen wir ein Leben in Bedrückung und polizeistaatlicher Unterdrückung, mit Maskenzwang und permanentem Psychoterror ersparen wollen.

Aber dieses Handeln, Sprechen und Schreiben ist nicht ohne Risiko. Wie jede Entscheidung, deren Konsequenzen nicht gleichgültig sind. Dies gilt natürlich auch für die Entscheidungen der „Gegenseite“.

Politikwechsel tut not

Wir brauchen den kompletten Austausch des gegenwärtigen untauglichen Führungspersonals oder zumindest einen umfassenden Gesinnungswandel in diesem „Milieu“.

Wir brauchen einen Untersuchungsausschuss, der die Vorgänge seit Februar dieses Jahres restlos aufklärt und Beteiligte zur Verantwortung zieht, sofern sie sich gegen die Verfassung und das Wohl von Millionen Menschen vergangen haben.

Wir brauchen eine neue Politik, die auf der Basis aussagekräftiger, nicht manipulierter Zahlen Entscheidungen trifft, anstatt die Bevölkerung mit aufgeblasenem Zahlenmaterial zu verstören, das sich allein auf richtig- oder falsch-positive PCR-Testergebnisse stützt.

Wir brauchen eine stärkere Einbeziehung der Bevölkerung bei schwerwiegenden Entscheidungen dieser Art. Wir wollen mehr gefragt werden, anstatt nur Verfügungsmasse der vermeintlich fürsorglichen Bevormundungsversuche seitens der Mächtigen zu sein.

Wir brauchen eine breite und zugleich zügige, ergebnisoffene Debatte über die Corona-Politik. Dabei ist eine stärkere Einbeziehung des Parlaments, wie es jetzt vielerorts gefordert wird, demokratisch angemessen, jedoch nicht ausreichend. Denn was hilft es, wenn die Regierung nur von einem ihr in den meisten Belangen mentalitätsgleichen Personal „kontrolliert“ wird? Andere gesellschaftliche Gruppen und unabhängige Experten aller diesbezüglich relevanten Fachgebiete — also zum Beispiel nicht nur Virologen, sondern auch Psychologen und Altenpfleger — müssen miteinbezogen werden.

Wir brauchen eine massive Kampagne zur Stärkung unserer körperlichen und psychischen Gesundheit, um uns widerstandsfähiger gegen „Erreger“ aller Art zu machen. Anstatt das Virus zu hassen, müssen wir damit beginnen, unser Immunsystem nach Kräften zu verbessern — wie auch andere Indikatoren ganzheitlicher Gesundheit.

Die Energie, die Politik und Medien derzeit aufwenden, um ein einziges Ziel — die Vermeidung des Kontakts zwischen einem Virus und einem Menschen — zu verfolgen, muss künftig auch in andere wirksame Methoden der Gesundheitsvorsorge fließen: Bewegung, Ernährung, angemessene auch psychische Entspannung, Naturmedizin, „Abhärtung“ durch gezielte Wärme-Kälte-Reize, geeignete Nahrungsergänzungsmittel zur Stärkung der Immunabwehr, die Verbesserung der ökologischen und sozialen Rahmenbedingungen für ein „gutes Leben“.

„Aussperren“ freilich werden wir den Tod auch durch sehr hilfreiche Informationen und Maßnahmen nicht können. Der menschliche Körper bleibt verwundbar. Wie auch seine Seele. Ebenso diese Demokratie, deren Angreifbarkeit wir gerade in den letzten Monaten spüren konnten. Die Tatsache, dass dieses Staatsgebilde schon vorher alles andere als perfekt war, könnte viele zu Zynismus verführen. Zynismus, der wiederum die Widerstandskräfte gegen die Demokratie-Zerstörer schwächen könnte.

Bleiben wir den Werten verbunden, die wir als gut und richtig erkannt haben und die jetzt zur Disposition zu stehen scheinen. Bleiben wir ihnen treu auch noch in ihrer Verformung und Pervertierung durch destruktive Kräfte.

Bleiben wir wachsam, wenn man uns Menschlichkeit schlecht zu schwatzen versucht. Fassen wir Mut. Handeln wir — jetzt!

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