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Der soziale Klimawandel

Der soziale Klimawandel

Die Erfahrung früher sicherer Bindung ist eine entscheidende Voraussetzung für eine zu Empathie und Mitgefühl fähige Gesellschaft.

Das verrohte Land

„Das verrohte Land“ ist der Titel eines ARD-Dokumentarfilms, der kürzlich in die deutschen Wohnstuben flimmerte. Man hört darin von aggressiven Übergriffen in der Öffentlichkeit, von Messerattacken in Schulen oder auf Bürgermeister. Krankenschwestern werden mit Fäusten traktiert, Ärzte bewusstlos geschlagen, schwere Unfälle werden mit dem Handy gefilmt, Mitarbeiterinnen in Ämtern beschimpft und bedroht. Zahlreiche Betroffene kommen zu Wort, die ihre Sicht der wahrgenommenen Veränderungen in Deutschland schildern.

Diese subjektiven Eindrücke lassen sich aber auch statistisch belegen. Im Beitrag bestätigt Andreas Zick, Gewaltforscher an der Universität Bielefeld, „Unsere Gesellschaft entwickelt sich in einer Richtung, dass Gewalt tatsächlich ein mögliches Mittel ist, um sich durchzusetzen“. Zwar hätten die schwersten Gewaltformen, wie Tötungsdelikte, im Verlauf abgenommen, andere Aggressionsdelikte würden aber seit den 90er Jahren deutlich häufiger beobachtet (1).

Es scheint weitgehend unstrittig, dass in vielen westlichen Ländern die Tendenz zu mangelnder Empathie und Verrohung, zu aggressivem und gewalttätigem Handeln im Alltag zunimmt (2). Der amerikanische Psychologe Daniel Goleman sieht über „die letzten drei Jahrzehnte einen drastischen Rückgang der grundlegenden sozialen und emotionalen Fähigkeiten“ (3). Hierunter leiden Bürger, Mitarbeitende von Feuerwehr, Krankenhäusern, Polizei und Ämtern.

Derzeit leiden aber in besonderem Maß auch Flüchtlinge, die Opfer von rassistischen Pöbeleien, persönlichen Angriffen oder systematischer Verfolgung werden.

Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, äußerte kürzlich in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Was uns gerade umtreibt, ist die Verrohung unserer Gesellschaft und die krasse Klimakrise, die wir derzeit erleben“ (4). Bemerkenswert, dass hier eine Partei mit ökologischem Schwerpunkt das Thema Verrohung noch vor den Klimawandel setzt.

„Deutschland geht’s so gut wie nie“ titelte andererseits die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung im letzten Jahr. Zunehmende Lebenserwartung, fast alle haben Arbeit, steigende Vermögen, „keiner hat so viel Urlaub wie wir“. Wie lässt sich dieser Widerspruch klären? Warum entwickelt sich eines der wohlhabendsten, freiesten und sichersten Länder der Welt in diese Richtung?

Die Neurowissenschaften können einen Beitrag zur Erklärung leisten, der bisher allerdings in Politik und Öffentlichkeit nur wenig Aufmerksamkeit erfahren hat. Ein großer Vorteil dieses Ansatzes ist, dass die Frage nach „Schuldigen“ dabei eher in den Hintergrund tritt und ein tieferes Verständnis für Ursachenketten entstehen kann.

Dekade des Gehirns

Angestoßen durch die in den USA in den 90er Jahren ausgerufene „Dekade des Gehirns“ ist in den letzten drei Jahrzehnten eine überwältigende Zahl an wissenschaftlichen Ergebnissen aus der Forschung am menschlichen Nervensystem hervorgegangen.

Wesentlich hierzu beigetragen haben neu entwickelte Techniken der Bildgebung, der Funktionsmessung, der Genetik und Epigenetik, der Messung von Botenstoffen und Hormonen. Wichtig ist auch, dass diese Ergebnisse zunehmend beginnen, den berühmten „wissenschaftlichen Elfenbeinturm“ zu verlassen. Die Translation, die Übertragung der Erkenntnisse in unser Alltagsleben, spielt eine immer größere Rolle. Dies gilt ganz besonders für die frühe Kindheit. „From Neurons to Neighborhoods“ – von den Nervenzellen zur Nachbarschaft – ist der Titel einer breiten Initiative amerikanischer Forscher zur Wissenschaft der frühen kindlichen Entwicklung, geleitet von Kinderarzt Jack Shonkoff von der amerikanischen Harvard Universität (5).

Auch in Europa lässt sich dieser Trend verfolgen. Gerhard Roth, Philosoph und Neurobiologe, langjähriger Leiter des Instituts für Hirnforschung an der Universität Bremen, wurde 2001 als erster Biologe zu den bekannten Lindauer Psychotherapiewochen eingeladen. Sein damals noch durchaus provokant erscheinender Vortragstitel „Wie das Gehirn die Seele macht“ wird mittlerweile als einer der wesentlichen Stützpfeiler der Brücke zwischen Natur- und Geisteswissenschaften angesehen. Gemeinsam mit seiner Kollegin Nicole Strüber hat Roth den aktuellen Kenntnisstand in seinem lesenswerten, gleichnamigen Buch auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht (6).

Es ist mehr als eine Herausforderung, die wichtigsten neurowissenschaftlichen Ergebnisse in einem Einzelbeitrag zu umreißen. Es soll daher auf wenige prägnante Bereiche eingegangen werden, insbesondere solche, die die Verbindungslinie vom frühkindlichen Umfeld hin zu impulsivem und aggressivem Verhalten ausleuchten.

Die ACE-Studie – Verwandlung von Gold in Blei

Wenn es im naturwissenschaftlichen Geläuf um methodisch gut konzipierte Studien geht, ist die Vorreiterrolle der USA weiterhin unangefochten. Und so stammt auch eine der wichtigsten Grundlagenstudien zum Zusammenhang von Lebensumständen in der Kindheit mit Störungen im Erwachsenenalter aus den Vereinigten Staaten.

In der Studie „Adverse Childhood Experiences“ (ACE) stellte sich ein Team von Ärzten um den Internisten Vincent Felitti, das über detaillierte Gesundheitsdaten eines großen Kollektivs von Patienten einer Krankenkasse verfügen konnte, die Aufgabe, mögliche Zusammenhänge häufiger Erkrankungen der Versicherten mit Ereignissen der Kindheit aufzudecken. Fast 10.000 Teilnehmer füllten detaillierte Fragebögen zu ihren kindlichen Lebensumständen aus, welche dann anonymisiert ausgewertet wurden.

Die erstmals 1998 veröffentlichten Ergebnisse schockierten die Fachwelt (7). Kaum jemand hatte das Ausmaß belastender Kindheitserfahrungen vorhergesehen. 63 Prozent hatten mindestens ein schwer traumatisierendes Ereignis erfahren. 28 Prozent wurden körperlich misshandelt, 21 Prozent sexuell missbraucht, 15 Prozent erfuhren erhebliche emotionale, 10 Prozent körperliche Vernachlässigung.

13 Prozent mussten Misshandlung ihrer Mutter miterleben, bei 27 Prozent lebte eine Alkohol- oder Drogenabhängige, bei 19 Prozent eine psychisch kranke Person im Haushalt. 23 Prozent verloren einen Elternteil durch Trennung oder Scheidung, und bei 5 Prozent befand sich ein Familienmitglied zeitweilig im Gefängnis.

Je mehr dieser Ereignisse zutrafen, je höher der sogenannte ACE-Wert war, desto kränker waren die erwachsenen Patienten. Und das Risiko betraf fast alle der häufigen Zivilisationserkrankungen. Die Centers for Disease Control, das wichtigste Institut für den öffentlichen Gesundheitsdienst der USA, haben eine Übersichtsgrafik erstellt, die den Zusammenhang veranschaulicht. Demnach erhöhen traumatische Kindheitserlebnisse sehr eindeutig das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle, Diabetes, Bewegungsmangel und schweres Übergewicht, Krebs, Knochenbrüche, sexuell übertragbare Erkrankungen, Depression und Selbstmordversuche, Rauchen, Alkohol- und Drogenabhängigkeit sowie Arbeitsunfähigkeit (8).

Die Ergebnisse wurden zusammengefasst unter dem Titel „Turning Gold into Lead“, die Verwandlung von Gold in Blei, veröffentlicht. Der Weg dieser Erkenntnisse in die Öffentlichkeit gestaltet sich indes eher langwierig. Eine neuere ACE-Veröffentlichung trägt den bezeichnenden Titel „Die wichtigste öffentliche Gesundheitsstudie, von der Sie noch nie gehört haben“.

Die ACE-Studie hatte einen internistischen Schwerpunkt. Andere Studien, die sich genauer mit den psychischen Folgen früher Traumatisierung auseinandersetzten, fanden darüber hinaus auch Zusammenhänge mit posttraumatischen Belastungsstörungen, Angststörungen, Störungen der Impulskontrolle (ADHS) und des Sozialverhaltens, psychopathischen Zügen und Partnerschaftsproblemen (9).

Stress als Kernproblem

Eine große Frage ist, durch welchen körperlichen Mechanismus schwerwiegende, traumatische Erlebnisse in der Kindheit einen derart durchgreifenden Einfluss auf unsere seelische und körperliche Gesundheit nehmen können. Auch hier ist die Wissenschaft einen großen Schritt vorangekommen. Es hat sich gezeigt, dass unser Stressregulationssystem eine zentrale Rolle in diesem Geschehen einnimmt (10). Besondere Bedeutung haben hier Systeme, die mit den Hormonen Adrenalin und Cortisol arbeiten.

Unser Gehirn gleicht unseren Erfahrungsstrom ständig mit einem großen Satz angeborener und erworbener Erwartungshaltungen ab. Werden Ereignisse als problemlos zu bewältigend eingestuft, so wird das Stresssystem nicht aktiviert. Komplexere Situationen, die uns deutliche, aber gut zu bewältigende Herausforderungen stellen, aktivieren das Adrenalinsystem, eventuell auch sehr kurzzeitig das Cortisolsystem.

Werden wir von Ereignissen überfordert oder überwältigt, so kommt es zu einer längerfristigen Anschaltung des Cortisolsystems, was typisch für einen traumatisierenden Erlebnisinhalt ist.

Die Harvard-Arbeitsgruppe hat diese Einteilung der Hormonreaktion sehr anschaulich in eine „Ampelfassung“ übertragen: problemlos wird grün, herausfordernd gelb und überfordernd wird rot dargestellt (11). Rot-Situationen, auch als toxischer Stress bezeichnet, führen zu einer langdauernden Flutung des Körpers mit Cortisol. Dieses Hormon wird von der Nebenniere in den Blutkreislauf ausgeschüttet, überschreitet auch die Blut-Hirn-Schranke, erreicht praktisch alle Körperzellen, wird über Rezeptoren in diese eingeschleust und führt zu zahlreichen Schaltvorgängen im Zellplasma und im Zellkern.

Im Gehirn ist das Limbische System, das unser sozial-emotionales und moralisches Verhalten steuert, besonders stressempfindlich. Im Endeffekt wird der gesamte Körper in einen Notfallzustand versetzt. Gleichzeitig werden viele Wartungs-, Aufbau- und Regenerationsprogramme für längere Zeit deaktiviert. Dabei können selbst Gene an- oder abgeschaltet werden, und dies unter Umständen lebenslang, zum Teil sogar auf die Nachkommen vererbbar.

Die Empfindlichkeit vieler Gene für solche, sogenannten epigenetischen Schaltvorgänge ist im frühen Kindesalter besonders hoch. Dies erklärt die besondere Traumasensibilität in den ersten Lebensjahren. Auf die immense Bedeutung von frühkindlicher Traumatisierung und Stressbelastung weisen auch Roth und Strüber in ihrem oben genannten Buch immer wieder hin.

Die Epigenetik der frühen Eltern-Kind-Beziehung war auch Gegenstand einer Untersuchung von amerikanischen und russischen Forschern. Sie verglichen die epigenetischen „Schalterstellungen“ von Kindern, die direkt nach der Geburt wegen finanziell belasteter familiärer Verhältnisse in qualitativ zufriedenstellende Pflegeeinrichtungen kamen, mit denen von Kindern, die in vergleichbar armen, aber intakten Familien in Russland aufwuchsen. Die Unterschiede waren eindrucksvoll. Es zeigte sich, dass die Kinder ohne Kontakt zu ihren leiblichen Eltern erhebliche Veränderungen ihres Epigenoms aufwiesen.

Mehr als 900 Gene zeigten abweichende Schaltzustände, sehr viele davon zuständig für den Gehirnstoffwechsel, die Stressregulation und die psychosoziale Entwicklung (12).

Wir haben gesehen, dass Misshandlung, Missbrauch und belastete familiäre Umstände mit Stress und Verhaltensstörungen verbunden sind. Können wir die anfangs beschriebene gesellschaftliche Verrohung also vielleicht auf eine Zunahme dieser Traumaformen zurückführen? Statistische Erhebungen sind in diesem Bereich naturgemäß schwierig, aber die verfügbaren epidemiologischen Daten legen eine solche Interpretation nicht nahe.

So ist zum Beispiel die Zahl von Kindern, die durch Misshandlung zu Tode kamen gegenüber 1980 auf etwa ein Drittel gesunken. Eine größere retrospektive Erhebung in Deutschland aus dem Jahr 2011 ergab im Vergleich zu 1995 keine Zunahme von verschiedenen Misshandlungsformen (13). Repräsentative Umfragen unter Eltern zeigen einen ständigen Rückgang von Körperstrafen. So meinten 2005 noch fast 2 Prozent der Befragten, dass eine Tracht Prügel mit Bluterguss manchmal sein müsse. 2016 waren es nur noch 0,1 Prozent (14).

Wenn man sich auf die Suche begibt, welche Veränderungen Kinder in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten, speziell in den ersten, besonders stress-sensiblen Lebensjahren erfahren haben, so stößt man auch auf den großen Bereich der frühen Betreuung. Bis in die 80er Jahre hinein war familiäre Betreuung von Kleinkindern zumindest in den westlichen Bundesländern mehrheitlich die Regel.

Ein erster Veränderungsschub stellte sich mit dem in den 90er Jahren eingeführten Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ein. Die zuvor langsam steigenden Betreuungsquoten stiegen jetzt deutlich rascher bis auf 95 Prozent an. Eine ähnliche Dynamik zeigt sich jetzt nach Einführung des Anspruchs auf U3-Tagesbetreuung für Ein- und Zweijährige. Ferner zeigt sich für alle außerfamiliären Betreuungsformen im Verlauf ein Anstieg der Gesamtbetreuungsdauer.

Oxytocin ermöglicht gutes Leben

Wie ist dieser Trend zur Defamilisierung und Institutionalisierung der frühen Kindheit aus neurobiologischer Sicht zu bewerten? Aus psychologischer Perspektive hatte die Bindungsforschung schon seit den 50er Jahren die besondere Bedeutung der frühen Eltern-Kind-Beziehung herausgearbeitet und dabei insbesondere die ersten drei Lebensjahre als entscheidende Phase erkannt und beschrieben. Seit den 90er Jahren konnten die damals gewonnenen Erkenntnisse durch die Neurobiologie Zug um Zug bestätigt werden. Dabei wurden auch revolutionäre neue Einsichten zu einer schon sehr viel länger bekannten Körpersubstanz gewonnen, dem Hormon Oxytocin.

Oxytocin war seit Anfang des 20. Jahrhunderts geläufig als ein Hormon, das steuernd beim Geburtsprozess und beim Stillen eingreift. Nun aber zeigte sich, dass es darüber hinaus viele Eigenschaften besitzt, die ihm eine fundamentale Rolle in der Regulation des menschlichen Sozialverhaltens verschaffen. So fanden Forscher heraus, dass Oxytocin beruhigt und entspannt, Angst löst, Heil- und Lernprozesse anstößt, Vertrauen fördert, die Fähigkeit unterstützt, soziale Signale korrekt zu deuten und damit die soziale Interaktion verbessert, den Blutdruck und den Cortisolspiegel senkt und somit hervorragende stressabbauende Wirkung zeigt. Oxytocin wird vor diesem Hintergrund auch als „Great Facilitator of Life“, der große Unterstützer des (guten) Lebens, bezeichnet (15, 16).

Die hier beschriebenen Eigenschaften sollten Pädagogen und Politiker in aller Welt hellhörig werden lassen. Der „gemeinschaftsfähige, sozial-kompetente, liebevolle, empathische Mensch“ ist in Leitlinien und Gesetzen vielfach als höchstes Bildungsziel für die frühe Kindheit genannt worden. Hier wurde offenbar ein Weg entdeckt, der uns diese Richtung weist. Denn der wesentliche Mechanismus, der zur Ausschüttung von Oxytocin führt, ist die Eltern-Kind-Interaktion, das Zusammensein, miteinander sprechen, miteinander spielen, insbesondere auch der vertraute Körperkontakt (17). Mit diesem neuen Wissen kann man die frühe Eltern-Kind-Bindung jetzt neu und umfassender als bisher als ein bio-psycho-soziales Band beschreiben.

Man kann dieses hoch bedeutsame Band zerschneiden, durch Verlust eines Elternteils aufgrund von Trennung oder Tod. Das Band kann porös werden durch Misshandlung, Missbrauch oder belastete familiäre Umstände. Man kann es aber auch dehnen oder überdehnen, so dass es wichtige Teile seiner Funktion verliert, zum Beispiel durch zu frühe oder zu lange Trennungen.

Von Beginn an kam immer wieder die Frage auf, ob frühe Gruppenbetreuung dieses Band möglicherweise überstrapaziert, es fehlten aber lange Zeit die wissenschaftlichen Methoden, um sich hierüber Klarheit verschaffen zu können. Eine erhebliche Schwierigkeit besteht alleine darin, dass Kinder in den ersten drei Lebensjahren sich weder sprachlich zu ihrer subjektiven Befindlichkeit äußern können, noch sich später an diese Lebensphase erinnern können, da ein kohärentes Langzeitgedächtnis sich erst ab dem Vorschulalter ausbildet.

In den vergangenen 25 Jahren wurden aber entscheidende Fortschritte bei Studiendesigns und Untersuchungsmethoden erzielt, so dass wir allmählich ein klareres Bild gewinnen. Einer dieser großen Schritte war die Möglichkeit, dass das – wie oben geschildert – eminent wichtige Stresshormon Cortisol nunmehr zuverlässig in Speichelproben gemessen werden konnte.

Risiken früher Gruppenbetreuung

Etwa seit dem Jahr 2000 zeigte Studie um Studie, dass Kleinkinder in Gruppenbetreuung deutlich abnormale Cortisolwerte zeigen. Entgegen dem Regelfall steigen ihre Werte im Tagesverlauf an, die Profile werden insgesamt flacher, was eine erhebliche chronische Stressbelastung anzeigt, wie sie ähnlich auch bei misshandelten und vernachlässigten Kindern gefunden wird. Dies betrifft nicht alle gruppenbetreuten Kinder, aber je nach Studie bis zu 90 Prozent. Und es betrifft besonders unter dreijährige und länger als halbtags betreute Kinder (18).

Die Forscher waren in ihren Interpretationen betont defensiv, wiesen auf potentielle Risiken hin, wollten aber allein aufgrund dieser Messwerte nicht generell von U3-Betreuung abraten. Es sind also weitere Mosaiksteine notwendig, um ein stimmiges Bild zu erhalten. Mehrere dieser Mosaiksteine liefert uns wiederum eine amerikanische Studie, die in den 90er Jahren gestartet wurde.

Frustriert von widersprüchlichen Ergebnissen aus kleinen und schwach konzipierten Vorläuferstudien fand sich damals unter dem Dach des National Institute of Child Health und Human Development (NICHD) eine Gruppe hochkarätiger Experten zusammen, die – ausgestattet mit üppigen Finanzmitteln – eine Langzeitstudie aus der Taufe hob, die ein Meilenstein der Entwicklungsforschung werden sollte. Zehnmal so viele Probanden wie bei bisherigen Studien, mehr als 1.300, wurden rekrutiert, ihre Betreuungsverhältnisse und ihre Entwicklung von der Geburt bis zum Erwachsenenalter minutiös begleitet und gemessen.

Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem zeitlichen Umfang und der Qualität der Betreuung in den ersten vier Lebensjahren. Außerdem wurden alle relevanten familiären Faktoren, deren Bedeutung für die Entwicklung bereits bekannt war, wie zum Beispiel der Familienstand, der Bildungsstand der Eltern oder familiäre Interaktionsmuster, detailliert erfasst. Durch eine multivariate Analyse konnten dadurch neben dem Betreuungssetting bedeutsame andere Einflüsse herausgerechnet werden.

Man stellte fest, dass eine sehr hohe Qualität außerfamiliärer Gruppenbetreuung mit leicht verbesserten kognitiven Testergebnissen im Vorschulalter und bei Jugendlichen verbunden war. Besonders frühe oder besonders lange Betreuung hatte dabei keinen Einfluss.

Bedenklich war, dass die „Gruppenkinder“ ein signifikantes Risiko für Verhaltensprobleme entwickelten. Im Vorschulalter waren sie ungeduldig, stritten sich, zeigten Wutanfälle, schrien, störten, hänselten, ärgerten, kasperten, waren eifersüchtig, gemein, grausam, zeigten aggressives und zerstörerisches Verhalten (19).

Diese Verhaltensweisen waren umso ausgeprägter, je früher und länger die Kinder sich in außerfamiliärer Gruppenbetreuung befunden hatten. Kinder, die schon sehr früh ganztags betreut waren, zeigten dieses Verhalten mit 10-fach höherer Wahrscheinlichkeit als „Familienkinder“. Und hohe Betreuungsqualität konnte diesen Zusammenhang nicht auflösen (20). Im Jugendlichenalter waren die Auffälligkeiten weiterhin nachweisbar, jetzt jedoch altersbedingt verändert als impulsives und risikoreiches Verhalten wie Stehlen, Vandalismus, Waffengebrauch, Rauchen, Alkoholkonsum, Drogenkonsum oder ungeschützter Geschlechtsverkehr (21). Nachfolge-Studien und Meta-Analysen konnten diese Befunde bestätigen (22).

Ausführlich diskutiert wurden in wissenschaftlichen Kreisen die sogenannten Effektstärken der aufgetretenen Verhaltensstörungen. Diese lagen in einem geringen bis moderaten Bereich, so dass über eine möglicherweise nur geringe Bedeutsamkeit dieser Befunde spekuliert wurde. Hilfreich ist hier, die Effektstärke mit der von anderen Risikofaktoren zu vergleichen. Jay Belsky, einer der Initiatoren und Leiter der Studie, wies bereits 2001 darauf hin, dass der Einfluss familiär-materieller Armut gleiche Effektstärken bezüglich Verhaltensstörungen aufweist (23).

Ein Vergleich mit neueren Meta-Analysen deckt ferner auf, dass körperliche Misshandlung mit Verhaltensstörungen der gleichen Effektstärke wie frühe mehr als halbtägige Gruppenbetreuung einhergeht (24). Man kommt also nicht umhin, frühe Gruppenbetreuung als Risikofaktor hinsichtlich der langfristigen Entwicklung einzustufen, eine Tatsache, die ich erstmals in einem Essay für die Frankfurter Allgemeine Zeitung vor sechs Jahren thematisiert habe (25), die aber in der deutschen Debatte bisher weitestgehend ignoriert wird.

Spurensuche in Deutschland

Wir haben gesehen, dass kindliche Stressbelastungen eine Vielzahl von sozialen, psychischen und somatischen Problemen nach sich ziehen und dass frühe Gruppenbetreuung hier eine bislang stark unterschätzte Rolle spielt. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, den Blick wieder nach Deutschland zu richten. Schließlich haben wir zwei Landesteile, die sich hinsichtlich der historisch gewachsenen Praxis der frühen außerfamiliären Betreuung fundamental unterscheiden. Krippenbetreuung gehört in den neuen Bundesländern seit DDR-Zeiten zur selbstverständlichen Sozialisation einer Mehrheit aller Kinder. Was also finden wir in Deutschland?

Die Befunde sind bemerkenswert. Tatsächlich finden sich fast alle der von den Centers for Disease Control in den USA zusammengestellten Folgestörungen von kindlichem Stress in den neuen Bundesländern in stärkerem Ausmaß als im Westen. Dazu gehören unter anderem Herzerkrankungen, Diabetes, Übergewicht, Rauchen, körperliche Inaktivität (26), Krebserkrankungen (27), Knochenbrüche (28), Medikamentenverbrauch (29) und Selbstmorde (30). Wenn wir den Blick stärker auf psychosoziale Aspekte richten, so finden wir in den neuen Ländern geringere Lebenszufriedenheit (31), mehr Fälle von Aufmerksamkeitsstörungen (32), mehr registrierte Fälle von Kindeswohlgefährdung (33), mehr Alleinerziehende (34).

Ferner ist ein Trend zu fremdenfeindlichen Ausschreitungen, zu rechtsextremen und rechtspopulistischen Aktivitäten oder deren Befürwortung besonders in den neuen Bundesländern unverkennbar. Der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, selbst aus den neuen Ländern stammend, bezeichnet die Menschen im Osten als „empfänglicher für menschenfeindliche Botschaften“, „Hass und Gewalt sind im Osten stärker sichtbar und hörbar“ (35).

Selbstverständlich handelt es sich hierbei nicht um Beweise, sondern ausschließlich um Indizienketten. Neben der frühkindlichen Betreuungssituation gibt es viele andere Aspekte, in denen sich die neuen Bundesländer unterscheiden, so zum Beispiel die spezifischen Umwälzungen im Zuge der politischen Wende, die wirtschaftliche Entwicklung, das Einkommensniveau oder das um rund zwei Jahre höhere Durchschnittsalter der Bevölkerung.

Idealerweise wären die Effekte frühkindlicher außerfamiliärer Betreuung in einer Gesellschaft zu untersuchen, die deutlich homogenere Grundvoraussetzungen aufweist. Tatsächlich finden wir eine derartige Konstellation in Form eines sogenannten „natürlichen Experiments“ in Kanada. Werfen wir daher abschließend einen Blick auf die dort gemachten Erfahrungen.

Lehren aus Kanada

Die Landesregierung des kanadischen Bundesstaats Quebec entschied sich 1997 zur schrittweisen Einführung eines allgemeinen, qualitätskontrollierten und hochsubventionierten Bildungs- und Betreuungsprogramms für alle 0- bis 4-jährigen Kinder. Die anderen 9 Bundesstaaten Kanadas hingegen beließen ihre Betreuungspolitik unverändert.

Die Untersuchung der Effekte dieser neuen Politik ermöglichte die National Longitudinal Study of Canadian Youth (NLSCY), eine regelmäßig kanadaweit durchgeführte epidemiologische Studie zur Entwicklung und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien. Das für alle Familien finanziell sehr günstige Kinderbildungs- und Betreuungsprogramm in Quebec wurde gut angenommen. Die Quoten und Zeiten der öffentlich qualitätskontrollierten frühen Gruppenbetreuung nahmen stark zu, ebenso die Erwerbsbeteiligung junger Eltern, vor allem der Mütter.

Bereits in der ersten NLSCY-Auswertungswelle, die 2008 veröffentlicht wurde, zeigten sich deutliche Unterschiede. Die Kinder in Quebec waren nun unaufmerksamer, hyperaktiver, aggressiver, hatten geringere soziale Kompetenzen, erkrankten häufiger an Infektionen. In den Familien verschlechterten sich alle Eltern-Kind Interaktionsparameter. Insbesondere kam es zu einer Zunahme inkonsistenter und feindseliger Erziehungspraktiken.

Die psychische Gesundheit der Eltern litt, vor allem durch mehr depressive Störungen bei den Müttern. Die elterliche Beziehungszufriedenheit nahm ab (36). Eine zweite Auswertungswelle 2015, die jetzt bereits bis ins junge Erwachsenenalter reichte, ergab weiter zunehmende Werte für Aggression, Angst, Hyperaktivität, Verschlechterungen der selbsteingeschätzten Gesundheit, der Lebensqualität und Lebenszufriedenheit sowie eine deutliche uniforme Zunahme der Kriminalitätsraten quer durch alle Deliktformen. Ein positiver Bildungseffekt, gemessen an den kanadischen PISA-Resultaten, war für Quebec nicht nachzuweisen (37).

Anders als bei Kohortenstudien, wie der NICHD-Studie, die „nur“ statistische Zusammenhänge nachweisen können, kann durch das vorliegende experimentelle Design eine Ursache festgemacht werden. Das in Quebec eingeführte Betreuungsprogramm ist mit hoher Wahrscheinlichkeit als Grund für die durchgreifende Verschlechterung der Entwicklung und des Wohlbefindens der hierdurch adressierten Kinder, Jugendlichen und Familien anzusehen.

Das renommierte National Bureau of Economic Research (NBER), das die Untersuchung federführend durchführte, eine Kaderschmiede, die mehrere Nobelpreisträger hervorbrachte, titelte „Canada's Universal Childcare Hurt Children and Families“ – Kanadas Kinderbetreuung schadet Kindern und Familien (38). Das Beispiel führt uns prägnant vor Augen, wie wir durch falsche familien- und bildungspolitische Weichenstellungen ungewollt einen möglicherweise fatalen sozialen Klimawandel auslösen können.

Wir haben die Wahl

Selbstverständlich brauchen wir mehr Forschung, um das Gesamtbild weiter abzurunden. Bindungstheorie, Entwicklungspsychologie, Primatenforschung, Neurobiologie und Bildungsökonomie führen uns mit ihren neuen Ergebnissen aber schon jetzt vor Augen, wie wichtig die Pflege der frühen Eltern-Kind-Beziehung als wichtigster Modulator des kindlichen Stress-Regulations-Systems ist.

Die ausgiebige Erfahrung einer sicheren frühen Bindung ist eine entscheidende Voraussetzung für eine zu Empathie und Mitgefühl fähige, prosoziale, beziehungskompetente und demokratiefähige Persönlichkeit. Sie ist ferner eine der wichtigsten Grundlagen für Wohlbefinden, Lebenszufriedenheit und allgemeine Gesundheit.

Um unseren Kindern dieses fundamentale Menschenrecht zu garantieren, müssen wir alle Quellen von chronischen kindlichen Stressbelastungen konsequent bekämpfen. Dazu gehören Misshandlung und Missbrauch sowie familiäre Belastungen. Ebenso gravierende Folgen verursachen jedoch zu frühe und zu langdauernde Trennungen junger Kinder von ihren Eltern und die damit einhergehende Vernachlässigung unabweisbarer emotionaler Bedürfnisse.

Millionen von Erwachsenen leiden noch heute unter den Folgen körperlicher Misshandlung in ihrer Kindheit. Die Autorin Ingrid Müller-Münch hat dies kürzlich in ihrem Buch „Die geprügelte Generation“ eindrucksvoll beschrieben (39). Wir beginnen soeben, dieses dunkle Kapitel hinter uns zu lassen. Begeben wir uns jetzt stattdessen auf den Weg zur „Verlassenen Generation“ mit ähnlich fatalen Folgen?

Wir haben die Wahl.


Quellen und Anmerkungen:

(1) Das verrohte Land – wenn das Mitgefühl schwindet. Dokumentarfilm ARD, Ausstrahlung 23. Juli 2018
(2) Konrath SH, O’Brien EH, Hsing C (2011): Changes in Dispositional Empathy in American College Students Over Time: A Meta-Analysis. Personality and Social Psychology Review 15(2) 180–198
(3) Goleman A (2008): Unsere Kinder – Opfer des Fortschritts. SPIEGEL Online 28. Oktober 2008
(4) Des Glückes Unterpfand – von Frank Pergande. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 29. Juli 2018
(5) Committee on Integrating the Science of Early Childhood Development (2000): From Neurons to Neighborhoods: The Science of Early Childhood Development. National Academies Press
(6) Gerhard Roth, Nicole Strüber (2014): Wie das Gehirn die Seele macht. Klett-Cotta
(7) Felitti VJ et al. (1998): Relationship of Childhood Abuse and Household Dysfunction to Many of the Leading Causes of Death in Adults – The Adverse Childhood Experiences (ACE) Study. Am J Prev Med 14:245–258
(8) www.cdc.gov/violenceprevention/acestudy/index.html Zugriff 2015
(9) Egle UT et al. (2016): Gesundheitliche Langzeitfolgen psychosozialer Belastungen in der Kindheit – ein Update. Bundesgesundheitsblatt 59:1247–1254
(10) Overfeld J, Buss C, Heim C (2016): Die Bedeutung früher traumatischer Lebenserfahrungen. InFo Neurologie & Psychiatrie 18 (9): 30-36
(11) Shonkoff JP (2009): The Childhood Roots of Health Disparities. CDC Web Conference, slide 10
(12) Naumova, OY et al. (2012): Differential patterns of whole-genome DNA methylation in institutionalized children and children raised by their biological parents. Development and Psychopathology, 24 (1), 143–155.
(13) Häuser W et al. (2011): Maltreatment in Childhood and Adolescence - Results From a Survey of a Representative Sample of the German Population. Dtsch Arztebl Int 108(17): 287–94
(14) Osterloh F (2016): Gewalt in der Erziehung wird seltener. Deutsches Ärzteblatt 113 (27/28), A1303
(15) Uvnäs-Moberg K (2011): Die Funktion von Oxytocin in der frühen Entwicklung, in: Bindung und frühe Störungen der Entwicklung, hrsg. von Karl-Heinz Brisch, Klett-Cotta, Stuttgart, S. 13-33
(16) Lee HJ et al (2009): Oxytocin: the Great Facilitator of Life. Prog Neurobiol 88(2): 127–151
(17) Roth, Strüber (2014): S. 123
(18) Vermeer HJ und van Ijzendoorn M (2006): Children´s elevated cortisol levels at daycare: A review and meta-analysis. Early Childhood Research Quarterly 21, 390-401
(19.) NICHD Early Childcare Research Network (2006): Child Care Effect Sizes for the NICHD Study of Early Child Care and Youth Development. American Psychologist 61, 99-116
(20) Belsky J (2011): Short and long term effects of daycare: Results of the large-scale American study. Vortrag bei der 63. wissenschaftlichen Jahrestagung der DGSPJ, Bielefeld
(21) Vandell DL et al. NICHD Early Child Care Research Network. (2010): Do effects of early child care extend to age 15 years? Results from the NICHD study of early child care and youth development. Child Dev. 81(3):737-56
(22) Jacob J (2009): The Socio-Emotional Effects of Non-Maternal Childcare on Children in the USA: A Critical Review of Recent Studies. Early Child Development and Care, v179 n5. 559-70
(23) Belsky, J. (2001). Emanuel Miller Lecture – Developmental Risks (Still) Associated with Early Child Care. Journal of Child Psychology and Psychiatry, 42 (7), 845–59
(24) Gershoff ET, Grogan-Kaylor A (2016): Spanking and Child Outcomes: Old Controversies and New Meta-Analyses. Journal of Family Psychology 30 (4), 453–469 (S. 461)
(25) Böhm, R. (2012). Die dunkle Seite der Kindheit. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 04.04.2012. Nachdruck u. a. in: Glanzlichter der Wissenschaft – Ein Almanach. Herausgegeben vom Deutschen Hochschulverband, Lucius 2012.
(26) Stang A, Stang M (2014): An inter-state comparison of cardiovascular risk in Germany—towards an explanation of high ischemic heart disease mortality in Saxony-Anhalt. Dtsch Arztebl Int 111: 530–6.
(27) Geteilte Republik: Wo das Sterberisiko in Deutschland am höchsten ist. Focus online 6.1.2014
(28) Knochenbruch-Risiko ist im Osten besonders hoch – Bundesweite Frakturen-Statistik zeigt Großstädte in den neuen Ländern ganz vorn. Wissenschaftliches Institut der AOK. http://www.presseportal.de/pm/32294/2633788
(29) Barmer GEK Arzneimittelreport 2014
(30) 1980 gab es doppelt so viele Suizide wie heute. Spiegel 33-2016
(31) GlücksTREND 2013 – Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap im Auftrag von WDR und DIW
(32) Stang A (2007): Hyperkinetische Störungen: Ein bundesweiter Vergleich der Hospitalisationsraten. Deutsches Ärzteblatt 104(19):A 1306–11
(33) Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe – Gefährdungseinschätzungen nach § 8a Absatz 1 SGB VIII. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2014
(34) Anteil von Familien mit Alleinerziehenden. Mikrozensus 2015 Statistisches Bundesamt
(35) Hass und Gewalt sind im Osten stärker sichtbar. Spiegel Online 22.2.2016
(36) Baker M, Gruber J, Milligan K (2008): Universal Child Care, Maternal Labor Supply, and Family Well‐Being. Journal of Political Economy, 116, 709-45
(37) Baker M et al. (2015): Non-Cognitive Deficits and Young Adult Outcomes: The Long-Run Impacts of a Universal Child Care Program. NBER Working Paper No. 21571. http://www.nber.org/papers/w21571
(38) http://www.nber.org/digest/jun06/w11832.html
(39) Ingrid Müller-Münch (2012): Die geprügelte Generation – Kochlöffel, Rohrstock und die Folgen. Klett-Cotta

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