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Das Verbrechen an den Schwächsten

Das Verbrechen an den Schwächsten

Unter dem Vorwand des Gesundheitsschutzes wird das Kindeswohl in Schulen systematisch gefährdet.

In diesem ganz bewusst persönlich gehaltenen Artikel möchte ich einen Eindruck davon vermitteln. Ich war lange Jahre Sozialpädagogin an einer Grundschule in Süddeutschland. Bis ich mich nach fast zwei Jahren Coronazeit bis zum Burnout verausgabt habe bei dem Spagat, einerseits empathische Ansprechpartnerin für die Kinder bleiben zu wollen, und andererseits gegen meine pädagogischen und menschlichen Werte den Anweisungen der Schulbehörde folgen zu müssen.

Wie alles begann

Ich erinnere mich noch sehr genau, wann ich das erste Mal irritiert war. Obwohl zu der Zeit schon längst bekannt war, dass Kinder nur äußerst selten bis gar nicht an Corona erkranken, gab es von der Schulbehörde die Anweisung, dass die Kinder ab 6 Jahren mindestens zweimal in der Woche getestet werden sollten. Das Testen sei neben dem Impfen eine der wichtigsten „Strategien zur Pandemiebekämpfung“ hieß es in einer der regelmäßigen Propaganda-Mails der Schulbehörde.

Ich war verwirrt. Gesunden Kindern sollte permanent vermittelt werden, dass sie potentiell krank sein könnten?

  • Wieviel Vertrauen in den eigenen Körper geht dadurch verloren?
  • Was macht das mit dem selbstverständlichen Gefühl, gesund zu sein, was die meisten Kinder in dem Alter noch haben?
  • Wieviel an Schuldgefühlen und Verunsicherung löst es in Kindern aus, wenn sie hören, dass sie sich testen lassen müssen, um ihre Eltern und Großeltern nicht anzustecken?
  • Und wieviel Angst und Stress löst es in den Kindern aus, wenn ihnen die chemische Flüssigkeit über die Finger läuft und die Lehrerin sie hektisch zum Händewaschen schickt?

Zusätzlich las ich im Beipackzettel der Tests, dass sie nur im Labor und von medizinisch geschultem Personal durchgeführt werden dürfen.

In meiner anfänglichen Naivität schrieb ich einen Brief mit meinen Gedanken und Zweifeln an die Schulleitung mit der Bitte, mich vom Testen zu entbinden. Wo es bis dahin geheißen hatte, dass niemand zur Durchführung der Tests gezwungen werden würde, wurde ich nun „gebeten“, dass ich zumindest dabeibleibe, und es wurde mir die „geschulte“ Mutter eines Schülers zur Seite gestellt, die mir helfen sollte.

Dass dieses Vorgehen die Anforderung aus dem Beipackzettel nicht erfüllte, interessierte die Schulleitung nicht, aber so musste ich die Tests zumindest nicht mehr selbst durchführen. Ab da sah ich meine Aufgabe darin, die Kinder während des morgendlichen Testens mit Gesprächen in ihrer Gesundheit und ihrem Selbstwert zu bestärken und ihnen die Schuldgefühle zu nehmen.

Irritiert war ich auch, als es in der Antwort der Schulleitung hieß, die Kinder würden es ja so „gut und brav mitmachen“, dann könne es ja nicht so schlimm sein. Ich fragte mich, wo das pädagogische und psychologische Wissen der Schulleitung geblieben war?

Natürlich machen die Kinder es brav mit! Kinder tun sehr viel dafür, um Erwachsenen zu gefallen und sich ihr Wohlwollen zu erhalten. Ein psychologisches Prinzip, mit dem die Kinder schon früh sicherstellen, dass die Bezugspersonen sich ausreichend um ihre Grundbedürfnisse kümmern.

Wenn Kinder „brav“ sind, heißt das noch lange nicht, dass das, was wir mit ihnen tun, angemessen ist und sie keine Schäden davontragen.

Ganz im Gegenteil. Zusammen mit dem Lockdown im Jahr 2020, dem Fernunterricht, den fehlenden sozialen Kontakten, dem Bewegungsmangel, den ständigen Ermahnungen, Abstand zu halten, oder dem Maskenzwang selbst im Sportunterricht hatte ich schnell den Eindruck, dass hier eine systematische und geplante Kindeswohlgefährdung stattfand.

Besonders schwer erträglich war es, wenn eines der Kinder positiv getestet wurde. Dazu wurde uns vorher mitgeteilt, wir sollten sensibel damit umgehen und das Kind sofort isolieren, ohne dass die anderen Kinder das mitbekommen. Wie das mit 6- bis 10-jährigen Kindern in einem gemeinsamen Klassenraum möglich sein soll, wurde uns nicht mitgeteilt.

Das betreffende Kind musste sofort die Klasse verlassen und sich in eine weit entfernte Ecke des Flures begeben. Bis dahin flossen dann oft schon die ersten Tränen. Ihm wurde mit viel Abstand sein Schulranzen gebracht und die Eltern mussten das vollkommen gesunde Kind abholen und zum PCR-Test bringen, der meiner Erfahrung nach in 80 bis 90 Prozent der Fälle negativ war.

  • Wie sehr ängstigt es ein Kind, das plötzlich potentiell gefährlich für alle anderen in seiner Umgebung ist?
  • Wieviel Scham löst es bei Kindern aus, die derartig und völlig abrupt ausgegrenzt werden?
  • Wieviel Angst entsteht, nicht mehr zur Gruppe dazuzugehören?
  • Wieviel Frust und Wut kommt bei Kindern hoch, die sich darauf gefreut hatten, mit ihren Freunden den Tag zu verbringen?
  • Wieviel Einbruch des Selbstwertgefühles bedeutet es, wenn ein Kind der Klasse dasjenige ist, das an dem Tag sofort wieder nach Hause geschickt wird, ohne dass es krank ist oder Symptome hat?
  • Und wieviel Stress gibt es vielleicht in der Familie, weil seine Eltern extra deshalb von der Arbeit kommen müssen, um es sofort zum Arzt zum „großen Test“ zu bringen?

Das sind Schäden, die bei Kindern lebenslängliche Folgen haben können. Vieles von dem, was Kinder brauchen, um sich physisch, emotional und sozial gesund entwickeln zu können, war plötzlich nicht mehr existent im pädagogischen Alltag: Nähe, Kontakt, Spiel, Spaß, Bewegung, Lebendigkeit, spontane Ausgelassenheit.

Die meisten pädagogischen Werte für eine gesunde Kindesentwicklung waren plötzlich wie ausradiert aus den Köpfen der Erwachsenen und der Schulbehördenmitarbeiter, die uns in wöchentlichen E-Mails immer unlogischer werdende Anweisungen gaben.

Dadurch wurden die Kinder permanent mit Doppelbotschaften bombardiert, die selbst Erwachsene auf Dauer mürbe und unsicher machen können. Was macht so etwas dann erst mit den Kindern?

  • „Wir kümmern uns zwar darum, dass ihr euch wohlfühlt, aber ihr müsst frieren und notfalls in Winterjacken am offenen Fenster sitzen.“
  • „Ihr sollt hier in der Schule natürlich eure Freunde treffen, aber ihr müsst Abstand von ihnen halten.“
  • „Wir sorgen dafür, dass ihr in der Schule gut lernen und euch konzentrieren könnt, aber ihr müsst auf jeden Fall die Masken aufbehalten, auch wenn ihr damit keine Luft und nicht genug Sauerstoff zum Denken bekommt.“

Wieviel Leid können Kinder ertragen?

Eine regelrechte Zäsur war es für die Kinder, als die Maskenpflicht begann. Ich war entsetzt, dass selbst 6-jährige Kinder jetzt auch noch zum Maskentragen gezwungen wurden.

Die Stimmung in den Klassen verschlechterte sich schlagartig, und viele Kinder waren völlig verstört und wie gelähmt, als sie mir das erste Mal komplett maskiert gegenübersaßen. Das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Klassen ging massiv verloren, und die Leistungen und das Konzentrationsvermögen nahmen ab.

Mit der Zeit kamen Sprachstörungen dazu, weil eine normale Mundmotorik mit den Masken für die Kinder nicht mehr möglich war.

Das war dann auch die Zeit, in der die Verhaltensauffälligkeiten der Kinder drastisch zunahmen. Einige der bis dahin fröhlichsten Kindern wurden in kürzester Zeit still und traurig, manche hatten ab da ständig Bauch-, Kopfschmerzen oder Schwindel und weinten regelmäßig in den Pausen, einige fingen an, Wutanfälle zu entwickeln, andere eine tiefe Resignation, viele wollten nicht mehr zur Schule gehen. Oft sagten mir die Kinder, dass sie uns Erwachsenen nicht mehr trauen und anfangen würden, uns regelrecht zu hassen, wenn wir sie zu Dingen wie Maskentragen oder Abstandhalten zwingen würden.

Wieder hatte ich Fragen über Fragen:

  • Was macht es mit Kindern, wenn sie in diesem frühen Alter schon das Vertrauen zu den Erwachsenen verlieren?
  • Wieviel Ohnmacht und Misstrauen entstehen dadurch?
  • Wieviel Zeit wird es brauchen, um die Wunden, die durch diese fürchterlichen Maßnahmen bei den Kindern entstanden sind, zu heilen?
  • Wird sich jemals jemand von den Verantwortlichen bei den Kindern entschuldigen für das immense Leid, was ihnen in der Schule zugefügt wurde?
  • Wer übernimmt die Verantwortung dafür, dass die Kinder um zwei Jahre ihrer Kindheit betrogen wurden?
  • Wer steht dafür gerade, dass diese Kindergeneration vom Lernstoff her circa ein Jahr zurückliegt?
  • Was macht das mit den Kindern in den nächsten Jahren, und was hat das für Folgen auf den weiterführenden Schulen?
  • Ist das noch Chancengleichheit?

Das erste Mal richtig schockiert war ich, als ein Kind weinend vor einer Lehrerin stand und ihr sagte, dass es mit der Maske keine Luft bekäme. Die Antwort war nur ein harsches „Du behältst die Maske auf, das ist sonst gefährlich“. Eine Antwort an ein 8-jähriges Kind, das sowieso schon traumatisiert war, weil es als Frühgeburt zur Welt kam und als Säugling lange mit einer Maske beatmet werden musste.

Das ist doch nur eine Kleinigkeit? Unser Unterbewusstsein vergisst solche einschneidenden Dinge nicht. Und je früher solche Erlebnisse geschehen, desto intensiver werden sie wie die Prägung einer Münze im Gefühlszentrum unseres Gehirns gespeichert und haben Einfluss auf unser Verhalten und Erleben. Für uns Erwachsene vermeintlich unbedeutend erscheinende Ereignisse richten bei Kindern oft nachhaltigen Schaden an. Ich habe das Kind dann mit in den Nebenraum genommen und es am offenen Fenster die Maske abnehmen lassen. In den folgenden Wochen war der Junge häufig krankgemeldet, weil er laut seiner Mutter plötzlich unerklärliche Ängste vor der Schule hatte.

Kommunikation mit den Kindern? Fehlanzeige!

Die Kinder wurden mit Ihren Nöten und Sorgen komplett alleine gelassen. Als ich merkte, dass die Kinder keinerlei Möglichkeiten zum Verarbeiten ihrer Erlebnisse hatten, fing ich mit ihnen Gespräche über den Sinn beziehungsweise Unsinn der Maßnahmen an, wenn ich mit ihnen alleine war. Die Erleichterung, dass zumindest ein Erwachsener offen und ehrlich mit ihnen umging, war immer deutlich spürbar, und die Kinder teilten ihre Sorgen, Fragen und Ängste.

  • „Wie lange dauert das alles noch?“
  • „Warum macht Frau Merkel sowas mit uns Kindern?“
  • „Wir wollen nicht mehr so behandelt werden von den Erwachsenen.“
  • „Ich will nicht mehr zur Schule gehen.“
  • „Warum macht ihr uns Angst, dass es meiner Oma wegen mir schlecht gehen könnte?“
  • „Meine Eltern streiten sich so viel, das macht mich traurig.“
  • „Wann können wir endlich alle Masken im Garten verbrennen?“
  • „Ich habe Angst, dass es nie wieder aufhört.“

Das sind nur einige der Fragen und Kommentare von 6- bis 10-jährigen Kindern, die sie an mich herantrugen. Keine meiner Kolleginnen traute sich, mit den Kindern über Corona zu reden, um sich nicht angreifbar zu machen. Und wenn ein Kind sich bei ihnen traute, eine Frage zu stellen, kam nur: „Das müssen wir so machen, Corona ist eine sehr schlimme Krankheit.“

Empathie gleich null

Am fassungslosesten war ich darüber, in welcher Geschwindigkeit die Kollegen und die Schulleitung ihre Empathie und die Fürsorgepflicht für die Kinder verloren beziehungsweise beides in Zeiten der Massenhypnose tief in ihr Unterbewusstsein verdrängt haben.

Oft genug war ich an das Milgram-Experiment erinnert, bei dem die Teilnehmer einer eingeweihten Testperson für falsche Antworten Elektroschocks geben sollten. All das „nur“ deshalb, weil eine Autorität im weißen Kittel stoisch wiederholte, dass sie weitermachen sollten.

Wie schnell es möglich ist, dass intelligente Menschen aufhören, selbst zu denken und Anweisungen zu reflektieren, wenn eine Autorität im Außen ihnen sagt, was sie zu tun haben! Die Schulbehörde hat es erlassen? Also stellen wir es nicht in Frage, selbst wenn es den Kindern schadet. Stattdessen erfinden wir lieber Argumente, die die Anweisungen der Behörde in einem guten Licht dastehen lassen und einem eingebildeten Schutz der Kinder dienen.

Hinzu kam die Angst, dass die eigene Schule ins Gerede kommen könnte, wenn es dort „zu viele“ Fälle gibt. Zusammen mit den eigenen Ängsten vor Corona entstand ein unheilvolles Gemisch, was das Verständnis für die Kinder, das pädagogische Wissen und den gesunden Menschenverstand völlig in den Hintergrund treten ließ.

Es ging sogar so weit, dass die eigene Empathiefähigkeit für die Kinder damit gleichgesetzt wurde, ein Coronaleugner zu sein. Das wollte natürlich niemand, also wurde die offensichtliche Kindeswohlgefährdung kurzerhand zum Tabu erklärt, damit die Welt wieder in Ordnung war. Wenn ich die Maßnahmen in den Teamsitzungen zum Thema machte, gab es als Reaktion meist noch nicht einmal eine Antwort, sondern nur eisiges Schweigen, bevor ohne Kommentar wieder zur Tagesordnung übergegangen wurde.

Bei einer Kollegin ging der Empathieverlust so weit, dass sie ein Mädchen, das aufgrund von Schmerzen bei einem vergangenen PCR-Test das morgendliche Testen verweigerte, in der Pause im Klassenraum einschloss. Die Begründung dafür war, dass sie draußen auf dem Schulhof andere Kinder anstecken könne.

Kinder einzusperren ist eigentlich in Schulen absolut tabu und verboten. Beim Mittagessen wurde es abseits von der Klasse alleine an einen Einzeltisch verbannt, und den anderen Kindern wurde untersagt, sich ihr zu nähern. In den Freistunden musste es der Kollegin mit FFP2-Maske und einem Abstand von zwei Metern hinterherlaufen wie ein Hund. „Damit Du niemanden ansteckst, wenn Du ungetestet bist“, hieß es.

Das Kind war 9 Jahre alt und hat drei Tage durchgehalten, bis sein Wille gebrochen war und es morgens weinend beim Testen mitgemacht hat. So wurde es nach seiner schmerzhaften Erfahrung mit dem PCR-Test ein zweites Mal traumatisiert.

Ich bin mir sicher, dass es an anderen Schulen ähnlich drakonische Maßnahmen gibt. Grausamer Alltag an Schulen im besten Deutschland aller Zeiten.

Als die Kollegin auf ihr Verhalten angesprochen wurde, verbat sie sich jeden Kommentar, denn sie sei ja schließlich die Lehrerin des Kindes und wisse am besten, wie man mit dem Mädchen umzugehen habe. Vom Direktor kam nur die hilflose Aussage: „Sie wird schon wissen, was sie tut.“

Für mich war damit die rote Line zum Kindesmissbrauch weit überschritten. Mit nichts, wirklich mit absolut gar nichts ist ein solches Verhalten von Erwachsenen Kindern gegenüber in der heutigen Zeit zu rechtfertigen. Besonders nicht von Menschen, die so viel Wissen über Entwicklungspsychologie und gesunde Kindesentwicklung haben sollten wie Fachkräfte an einer Schule.

Angste essen Seele auf

Wenn ich an all die furchtbaren Ereignisse der letzten zwei Jahre in der Schule zurückdenke, gibt es für mich ein Grundübel, eine Hauptursache, auf die sich dieses völlig irrationales Verhalten von eigentlich engagierten und kompetenten Kolleginnen zurückführen lässt: ANGST.

Angst vor Corona, Angst, eine andere Meinung zu haben, Angst vor einer Verurteilung von anderen Kolleginnen, Angst, seinen Beamtenstatus oder seine Arbeit zu verlieren, Angst, nicht mehr dazuzugehören, Angst, als Verschwörungstheoretiker oder Coronaleugner bezeichnet zu werden, Angst, anders zu sein als die anderen, Angst vor Autoritäten oder Angst, seinem Gefühl und seiner Intuition zu trauen.

Wenn wir nicht in der Lage sind, unsere persönlichen, die politisch geschürten, die kollektiven und sogar zum Teil die archaischen Ängste mit einem Minimum an gesunder Distanz zu reflektieren, dann entstehen diese völlig absurden Verhaltensweisen, die unschuldigen Kindern unumkehrbaren Schaden zufügen können.

Diejenigen Teilnehmer, die das Milgram-Experiment auch bei noch so viel Druck des Versuchsleiters nicht weiter mitgemacht haben, waren diejenigen, die in der Lage waren, ihr eigenes Verhalten empathisch zu hinterfragen, und als Folge den eigenen menschlichen und moralischen Werten und der Empathie einen höheren Stellenwert gaben als einer äußeren Autorität.

Selbstreflexion zusammen mit faktenbasiertem Wissen kann in diesem Sinne ein Schutz davor sein, den Kontakt zur eigenen Empathie und Menschlichkeit nicht zu verlieren und danach zu handeln.

Warum ich nicht früher gekündigt habe, werden sich manche Leser fragen?
Einerseits, weil ich jeden Tag wieder die Hoffnung hatte, dass der Spuk bald ein Ende hat. Ich konnte und wollte einfach nicht glauben, dass Kinder über längere Zeit derartig drangsaliert und regelrecht gequält werden. Und anderseits, weil ich es lange nicht übers Herz gebracht habe, diese großartigen Kinder mit ihrem Schrecken und den Traumatisierungen alleine zu lassen.

Heute kann ich sagen, dass ich meine Kündigung nicht einen Tag bereut habe, auch wenn mich noch einige Wochen Schuldgefühle plagten, weil ich die Kinder nicht mehr „beschützen konnte“.

Mittlerweile habe ich die Schuldgefühle, das Mobbing durch die gentherapierten Kollegen und die Hilflosigkeit, den Kindern nicht genug helfen zu können, verarbeitet und bin wieder gesund geworden.

All diejenigen, die in derselben Situation sind, wie ich es war, möchte ich bestärken, bewusst hinzufühlen, wo ihre persönliche rote Linie ist, und diese nicht zu überschreiten. Jeder und jede hat das Recht dazu.

Auch die Eltern von schulpflichtigen Kindern möchte ich ermutigen: Hinterfragen Sie die Maßnahmen weiter, fragen Sie Lehrer und Schulleitungen, wie sich die Maßnahmen und eine gesunde Kindesentwicklung miteinander vereinbaren lassen, und fragen Sie auch, ob und wie die Pädagogen all das mit ihrem Gewissen vereinbaren können.

Und vor allen Dingen: Reden Sie immer wieder mit Ihren Kindern über deren Gedanken und Gefühle, über ihre Sorgen und Ängste. Bestärken Sie sie in ihrem Selbstwert und vermitteln Sie ihnen, dass sie trotz der unsinnigen Maßnahmen genau so in Ordnung sind, wie sie sind.

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