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Das Intensivbetten-Paradoxon

Das Intensivbetten-Paradoxon

Der Ausnahmezustand wurde mit einer möglichen Überlastung der Intensivkapazitäten begründet, aber seitdem wurden diese gekürzt.

Der Merkur schrieb voriges Jahr, am 23. März 2020:

„Die Kanzlerin gab sich bei ihrer Pressekonferenz bestimmt, den Weg gehen zu wollen, und zeigte sich beeindruckt von der Mehrheit der Bürger, die verstanden hätten, dass es nun auf sie ankäme. Merkel sei sich dabei bewusst, welche Opfer ein jeder bringen muss. ‚Wir müssen alles dafür tun, um einen unkontrollierten Anstieg der Fallzahlen zu verhindern und unser Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten,‘ erklärte sie den Ernst der Lage“ (1).

Am 16. April 2020 hieß es im Tagesspiegel:

„‚Schon wenn wir darauf kommen, dass jeder 1,1 Menschen ansteckt, dann sind wir im Oktober wieder an der Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems mit den angenommenen Intensivbetten‘, sagte Merkel. ‚Wenn wir 1,2 haben, also jeder steckt 20 Prozent mehr an, also von fünf Menschen steckt einer zwei an und vier einen, dann kommen wir im Juli schon an die Belastungsgrenze unseres Gesundheitssystems‘, so die Kanzlerin weiter“ (2).

Die Daten des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) zeigen: Am 12. Mai 2020 waren es noch 31.401 Intensivbetten in Deutschland. Heute — Anfang April 2021 — sind es 23.603 Betten (3, 4).

Das ist ein Minus von 7.798 Intensivbetten oder 24,8 Prozent, also etwa ein Viertel der Kapazitäten. Ein großer Teil davon ist auf die Schließung von Krankenhäusern zurückzuführen (5).

Hinzu kommt diese verblüffende Tatsache: Die Zahl der in Deutschland gemeldeten intensivmedizinisch behandelten Covid-Fälle war nie so hoch wie die Zahl der abgebauten Intensivbetten in Deutschland (6). Die Maximalzahl der gleichzeitig intensivmedizinisch behandelten Covid-Patienten liegt den Daten des Intensivregisters zufolge am 3. Januar 2021 in der Spitze bei 5.745 Patienten. Abgebaut wurden seit dem 12. Mai 2020 jedoch 7.798 Betten.

Angela Merkel nutzt aktuell immer noch — oder schon wieder — die angebliche Überlastung der Intensivstationen als Begründung für ihre „Corona-Maßnahmen“.

In der Zeit heißt es am 25. März 2021 — also ein ganzes Jahr nach der Einführung dieser Maßnahmen — unter einem Videobeitrag einer aktuellen Rede von Bundeskanzlerin Merkel im Bundestag:

„Die Bundeskanzlerin warnt vor überlasteten Intensivstationen durch derzeit zunehmende Corona-Fälle. Es müsse verhindert werden, dass weitere Tausende Menschen sterben“ (7, 8).


Quellen und Anmerkungen:

(1) https://www.merkur.de/welt/kontaktverbot-deutschland-corona-freiburg-bayern-ausgangssperre-saarland-pandemie-ausnahmezustand-schutz-sars-cov-2-isolation-zr-13603671.html
(2) https://www.tagesspiegel.de/politik/bei-1-3-sind-wir-im-juni-an-der-belastungsgrenze-das-steckt-hinter-merkels-corona-rechnung/25745104.html
(3) https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen
(4) https://blog.fdik.org/2021-04/s1617638049.html
(5) https://kenfm.de/die-gesund-luegner-krankheit-predigen-und-gesunde-zerstoeren/
(6) https://blog.fdik.org/2021-04/s1617646787.html
(7) https://www.zeit.de/video/2021-03/6243781368001/angela-merkel-es-lohnt-sich-um-jeden-zu-kaempfen
(8) http://blauerbote.com/wp-content/uploads/2021/04/angela_merkel_intensivstationen.png

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