Zum Inhalt:
Das größte Experiment der Geschichte

Das größte Experiment der Geschichte

Die Sozialpsychologin Katy Hilander spricht im Rubikon-Interview über psychologische Kriegsführung und Wege der Versöhnung.

Karolin Ahrens: Liebe Frau Hilander, ich habe mich sehr über ihre positive Rückmeldung zu meiner Interviewanfrage gefreut. Zum einen bin ich sehr interessiert an psychologischen Fragestellungen, zum anderen gilt meine besondere Aufmerksamkeit ihrem neuen Projekt, mit dem sie uns Juristen in der Argumentation unterstützen möchten und ihre Zusammenarbeit anbieten. Wie kam es zu dieser Initiative, was ist konkret geplant und wobei können wir Sie gegebenenfalls noch unterstützen?

Katy Hilander: Für die Gründung des Projekts und des gleichnamigen Vereins „Psychologie für Demokratie“ war zum einen die Tatsache ausschlaggebend, dass der Pandemie-Wahnsinn auf psychologischer Manipulation und psychologischer Kriegsführung beruht — also, dass das Wissen aus der Psychologie als Waffe gegen die Menschen eingesetzt wird. Und zum anderen die Erkenntnis, dass es mittlerweile leider schon fast naiv ist, wenn Juristen auf eine objektive und unabhängige Sichtung und Bewertung ihrer Argumente hoffen, da die Wirkung besagter Manipulation und Kriegsführung bis in den Gerichtssaal hinein reicht.

Der eingangs erwähnte Pandemie-Wahnsinn beinhaltet zwei Experimente, die beide historisch einmalig sind, nämlich das medizinische und das psychologische Experiment. Entscheidend ist die Reihenfolge, denn das sozialpsychologische Experiment diente zur Vorbereitung für die Akzeptanz des medizinischen Experiments und für die Bildung und Etablierung des „Corona-Polizisten“ — also den Bürger in der Polizeirolle. Anders formuliert: Als Sozialpsychologin bin ich zur Zeitzeugin des größten sozialpsychologischen Experiments der Menschheitsgeschichte geworden und würde ich mich in dieser Situation passiv verhalten, würde ich mich am Verbrechen gegen die Menschheit moralisch mitschuldig machen. Daher unterstützt der von mir gegründete Verein „Psychologie für Demokratie“ weltweit all jene Juristen und Menschen, die dem Wahnsinn die Stirn bieten.

Auf die Frage nach Inhalt und Leistung des Projekts würde ich gerne am Ende eingehen, da ich hoffe, dass das Interview selbst für jenes Verständnis sorgt, das notwendig ist, um das Ziel und die Tragweite auch entsprechend zu erkennen.

Als Juristin habe ich vergangenes Jahr die offizielle Ausrufung der epidemiologischen Lage von nationaler Tragweite mit Irritation, fast Sprachlosigkeit zur Kenntnis genommen. Zum einen hielt ich das Infektionsschutzgesetz für sämtliche Bürger weder personal, noch sachlich für anwendbar, noch war der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt worden, durch dessen Einhaltung gerade „Kollateralschäden“ vermieden werden sollen. Bis heute ist die Ermächtigungsgrundlage — sprich rechtliche Grundlage unklar, was es in einem Rechtsstaat eigentlich nicht geben dürfte. Wie haben Sie als Wirtschaftspsychologin diesen — wohl historischen - Zeitpunkt erlebt?

Kurz gesagt als psycho-logische Konsequenz der bisherigen politischen Handlungen. Aus der psychologischen Forschung wissen wir wie Entscheidungsfindungsprozesse ablaufen und eines ist klar: Je mehr bereits investiert wurde (Zeit, Geld, Wissen et cetera), desto mehr wird man auch weiter „investieren“ — im Sinne von Handlungen setzen, um den Kurs halten zu können. Und das bedeutet automatisch, dass auch weiterhin die Hemmschwelle für unmoralisches oder rechtswidriges Handeln entsprechend abgesenkt werden wird, was ich als eine ernstzunehmende Tendenz und allzu reale Gefahr einstufe, wie uns auch die Geschichte eindrucksvoll zeigt.

Erschwerend kommt hinzu, dass viele sich ihrer Schuld und ihrer Taten bewusst sind und nun mit allen Mitteln dafür sorgen müssen, dass der primitive Psycho-Terror samt Rattenschwanzeffekt nicht als solcher auffliegt, denn die Angst vor dem Volkszorn ist massiv, da uns auch hier die Geschichte zeigt, was Volkszorn bedeuten kann. Aber wir wissen auch, dass das Böse über kurz oder lang immer verliert und die Wahrheit am Ende siegt. In diesem Sinne liegt es in unseren Händen dafür zu sorgen, dass dieser Zeitpunkt in greifbare Nähe rückt. Was es aber für eine relativ zeitnahe Erreichung von Recht und Ordnung = Normalität braucht, sind „psychologische Mittel“ — auch im Sinne einer gezielten psychologischen Gegenstrategie.

Gerade wird über den direkten und insbesondere den indirekten Impfzwang diskutiert. Ich halte aus rechtlicher Sicht eine Impfverpflichtung oder auch einen Zwang — unabhängig von der Gefährlichkeit der zu bekämpfenden Erkrankung — für ausnahmslos verfassungswidrig. Da eine individuelle Nebenwirkung oder ein Impfschaden nicht ausgeschlossen werden kann, ist bei jeder dennoch vorgenommen Impfung der Kernbereich des Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit betroffen beziehungsweise verletzt. Die Impfung selbst stellt aus juristischer Sicht ohne Zustimmung des Betroffenen zudem eine Körperverletzung dar, zumal es sich bei den Geimpften in der Regel um gesunde Menschen handelt. Eine staatliche Maßnahme darf meiner Meinung nach in ihrer Folge niemals eine genötigte Selbstgefährdung oder Schädigung fordern, da dies die individuelle Menschenwürde des Betroffenen verletzt. Und diese ist — bekanntermaßen — unantastbar.

Gleichgelagerte Problematik sehe ich bei einem „indirekten“ Impfzwang, der ebenfalls den freien Willen des Betroffenen missachtet. Dies ist insbesondere der Fall, wenn eine Täuschung, Irreführung, aber auch — gerade bei älteren und hilfsbedürftigen Menschen — fehlende und unzureichende ärztliche Aufklärung zu beklagen ist. Auch die Einschränkung der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, die Wahl des Arbeitsplatzes, die Forderung eines „grünen Impfpasses“ und somit die Abbedingung der verfassungsmäßig geschützten Grundrechte dürfte eine Form von Zwang darstellen. Zudem begründen diese Forderungen neben den staatlicherseits angeordneten Corona — Maßnahmen - die mehrfach in zahlreichen Einzelmaßnahmen eingesetzt werden — eine besondere Kontrollmöglichkeit des Staates über die Bürger, ohne dass eine Einwilligung des Betroffenen vorliegt.

Wie beurteilen Sie aus ihrer wirtschaftspsychologischen Sicht diese Thematik, insbesondere den Aspekt der „Freiwilligkeit“ und „Kontrolle“?

Als ich mich vor Jahren auf evidenzbasiertes Arbeiten spezialisiert habe und damit den Kampf gegen den sogenannten „Knowing Doing Gap“ aufnahm, wusste ich zwar, dass sowohl in der Wirtschaft als auch in der Politik bewusst auf „evidence based management“ beziehungsweise auf „evidence based policy making“ verzichtet wird, aber ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass der Verzicht auf Evidenz sich binnen Wochen auch innerhalb der Medizin wie ein Geschwür ausbreiten würde. Der Arzt Ignaz Philipp Semmelweiß, der als Urvater der evidenzbasierten Medizin gilt, würde sich mit Sicherheit im Grab umdrehen, wenn er miterleben müsste, wie Ärzte sich dazu anstiften lassen, Menschen zu Opfern einer klinischen Studie zu machen.

Ich bin im spannenden Feld der Psychologie der Urteilsbildung und Entscheidungsfindung zuhause und daher ist es für mich wenig überraschend zu sehen, dass die unkritische Masse mit der Illusion lebt frei zu denken und zu wählen (Ja oder Nein zur Impfung? BioNTech Pfizer oder AstraZeneca?). In Wahrheit bewegt sich die Masse jedoch in einem von Politik und Medien konstruierten und vorgegebenen Denk- und Handlungsraum und besitzt nicht einmal die gedankliche Wahlfreiheit zwischen Ja oder Nein oder zwischen Impfstoff A oder B, denn die verkaufspsychologischen Tricks, die im Prinzip kaum plumper sein könnten, haben beispielsweise bereits früh für ein „Ja zu Pfizer“ gesorgt — ohne dass das einzelne Manipulationsopfer sich dessen bewusst ist.

Der einzige Spielraum, also ein gewisser Grad an Kontrolle und Freiwilligkeit, ist lediglich der Zeitpunkt, wann der einzelne mit „Ja zu Pfizer“ stimmt und wie laut oder leise die Zustimmung dabei ist. Der Rest der Menschen, also jene die noch halbwegs bei Bewusstsein sind, werden über Angst zu einem „Ja“ getrieben. Allerdings nicht aus Angst vor einem Killervirus, sondern aus Angst das Gewohnte aufgeben oder aus der Komfortzone zu müssen. Wenn man sich wie ich mit der Manipulationsstrategie der weltweiten Corona-Politik beschäftigt, dann wird ersichtlich, dass in Österreich/Deutschland alles darauf baut, den Bürger zum Corona-Polizisten zu machen, der dann die „Drecksarbeit“ für die Politik erledigt.

Diese Bürger-Polizei wurde sogar mit einer entsprechenden Uniform, nämlich der Maske, ausgestattet. Denn diese bewirkt zwei wesentliche Dinge: Sie bietet dem „Polizisten im Einsatz“ Schutz und Anonymität, wodurch die Bereitschaft zum skrupellosen Verhalten (zum Beispiel Denunziation, Kinder-Impfung, Isolation von Alten) schlagartig aktiviert wird und sie teilt in In-Group und Out-Group (Freund oder Feind). Damit ist die Maske das zentrale Instrument der psychologischen Kriegsführung und der „Impfkampagne“.

Seit Kenntnis des Strategiepapiers des Bundesinnenministeriums wissen wir, dass es sich um eine geplante und gesteuerte Angst — und somit Kontrollstrategie der Verantwortlichen handelt. Beurteilt man die Rolle der Medien nach der Art der Verbreitung und Weges, des Wortlautes und der Art der Berichterstattung drängt sich der Verdacht auf, dass hier ein bewusstes Zusammenwirken stattfand und -findet. Können Sie dem zustimmen beziehungsweise welche Rolle spielen die Medien ihrer Meinung nach in der Coronakrise?

Vorweg muss man festhalten, dass wir es der Änderung der Pandemie-Definition seitens der WHO zu verdanken haben, dass überhaupt die Corona-Pandemie ausgerufen werden konnte — und damit der Krieg gegen Menschenrechte und geltende Normen und Regeln. Und in diesem Zusammenhang spielen die Medien die zentrale Rolle, denn es gilt „kein Krieg ohne Propaganda und keine Propaganda ohne Medien“. Oder abgekürzt ausgedrückt „kein Krieg ohne Medien“.

Die Medien haben durch massiv einseitige Darstellung der Sachlage bis hin zur verzerrten Darstellung von Zahlen und Fakten sowie durch gezielte Manipulation mittels Wortwahl und anderer „Psycho-Tricks“, wie Deformierung der Kritiker und vieles mehr, die Corona-Pandemie „gemacht“. Gemacht deshalb, weil die echten Covid-19-Opferzahlen, bei allem Respekt vor dem Einzelschicksal, nicht für die Durchsetzung der wohl verfassungswidrigen und gesellschaftsnormwidrigen Maßnahmen gereicht hätten.

Ohne gezielte Unterstützung seitens der Medien hätte sich einfach niemand für Corona samt Impfung interessiert. Dass die Medien hier sehr zentral zur Meinungsbildung in die von der Politik gewünschte Richtung, beispielsweise zur „Ja zu Pfizer“ Sackgasse, eingesetzt wurden, und dass die Manipulation via Medien auf die Entscheidungsfindung des Einzelnen zentral Einfluss genommen hat, lässt sich zweifelsfrei auch empirisch beziehungsweise experimentell beweisen — und damit auch deren Rolle in einer Schuldfrage.

Mit der Schuldfrage werden sich noch zahlreiche Juristen— über viele Jahre beschäftigen. Neu könnte diesmal der Ansatz der „psychologischen Beweisführung“ sein, auf die das gesamte Pandemie Szenario, fußt - von der Akzeptanz einer evidenzbefreiten Corona-Politik bis hin zum unterwürfigen Volksgehorsam à la Milgram-Experiment.

Mein Eindruck ist, dass bei einem Teil der Bevölkerung das Vorgehen der Regierung und ihrer jeweiligen Hilfskräfte nicht als eine Form von Gewalt bewertet wird, die sich gegen das Leben, die Freiheit und körperliche Unversehrtheit richtet. Doch hierunter fällt nicht nur ein bewaffnetes Vorgehen, sondern auch psychisch schädigende Einwirkungen auf den Menschen. Wie definieren Sie den Begriff „psychische Gewalt“ in diesem Kontext?

Psychische Gewalt ist jede „unsichtbare Waffe“, die zur psychischen, körperlichen und finanziellen Schädigung führt oder potenziell führen kann — so würde ich psychische Gewalt festmachen. Psychische Gewalt hat viele Gesichter und kann sogar, wenn man so möchte, zur „Mordwaffe“ werden. Wir wissen beispielsweise aus der sozialpsychologischen Forschung zum Thema „Kontrollverlust bei alten Menschen“, dass wahrgenommener Kontrollverlust mit einer signifikanten Erhöhung der Sterberate in der Versuchsgruppe einherging (Experimente in Altenheimen, bei der einer Gruppe gewisse Formen von Kontrolle, wie beispielsweise die Zimmerpflanze gießen oder frei über Besuchszeiten bestimmen, entzogen wurde).

Und trotz einer Fülle an empirischen Erkenntnissen, die die lebensnotwendige Bedeutung von Kontrolle und Zuwendung außer Frage stellen, wurden alte Menschen weggesperrt und haben so über Nacht die Kontrolle über sich — und im wahrsten Sinne des Wortes — über ihr Leben verloren. Das ist ein Beispiel für unsichtbare aber gezielt angeordnete Gewalt — unter dem wohlklingenden Marketingtitel „Schutz“.

Die Politik führt einen schmutzigen und brutalen psychologischen Krieg gegen das eigene Volk und Krieg bedeutet automatisch Gewalt. Was es aber für die Masse schwer macht, diesen Krieg auch als solchen zu erkennen, ist die untypische Form. Kriege werden mit eindeutigen Uniformen, Kriegsgeräten, Blut et cetera assoziiert und zum anderen können und wollen es die meisten nicht wahrhaben, dass Politik und Pharmaindustrie skrupellos agieren.

Es ist für die Masse leichter am Wunschbild „Sie wollen nur das Beste für uns“ festzuhalten, als der grausamen Wahrheit ins Gesicht zusehen. Das Wegsehen geht sogar so weit, dass es schulterzuckend hingenommen wird, dass alte Menschen in Pflegeheimen an Einsamkeit sterben und Kinder körperlicher und psychischer Folter ausgesetzt sind. Spätestens bei Kindern könnte der gesunde Menschenverstand aufschreien und Eltern dazu bringen, aus dem Schatten der Komfortzone ins Licht zu treten, aber nicht einmal Kinder sind dieser Gesellschaft, die von sich selbst behauptet kultiviert und gebildet zu sein, heilig.

Opfer der psychischen Gewalt seitens des Staates werden selbst zu Tätern. So schließt sich aktuell der Gewalt-Kreis. Wie gesagt, das Volk erledigt selbst die „Drecksarbeit“. Die Gegenwart zeigt uns wieder einmal eindrucksvoll, wie gut Manipulation und psychologische Kriegsführung, vor allem aber mit welcher Geschwindigkeit und Leichtigkeit, greifen und zum Ziel führen. Für mich als Sozialpsychologin ist und war die Entwicklung zwar zu jedem Zeitpunkt gut vorherseh- und -sagbar, aber die Realität ist dennoch erschreckend.

Im Hinblick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt habe ich die Anfangssituation in einem meiner Artikel mit dem Milgram-Experiment(en) verglichen, bei dem die jeweilige Gehorsamsbereitschaft auf den Prüfstand gestellt wurde und auch weiterhin wird. Nach der — oftmals auch unbewussten oder konkludenten — Entscheidung „für eine Seite“ wandelte sich die Situation dann in eine Art „stanfort prison“-Experiment. Der Mitmensch entweder als „Mitgefangener“ oder „Wärter“ — was sich aus meiner Sicht in unerträglichem Denunziantentum, Machtdemonstrationen, aber auch gegenseitiger Aggression steigerte.

Zunehmend gewinne ich den Eindruck, dass die Stimmung leicht wieder in Richtung Versöhnlichkeit kippt. Dennoch — viele Risse, die sich durch ganze Familie, Arbeitsverhältnisse und Freundschaften ziehen, sind tief. Wut, Aggression, die Abwertung des Anderen, sind jetzt Gleichgültigkeit bis hin zum absoluten Kontaktabbruch gewichen. Manchmal sicher notwendig, vielleicht überfällig. Manchmal aber auch traurig und bedauerlich. Für eine Gesellschaft jedenfalls ein denkbar ungünstiger und unfruchtbarer Boden.

Sehen Sie hier aus psychologischer Sicht Möglichkeiten, eine — wenn auch erst einmal rudimentäre Grundlage — zu schaffen, ohne belehrend, übergriffig oder tendenziell abwertend zu sein?

Vor allem im engeren Familien- und Freundeskreis würde ich von jeder Form der Überzeugungsarbeit abraten. Ich würde sogar das Thema Pandemie und Corona bewusst streichen und es damit erklären, dass Sie es nicht zulassen, dass ein Keil zwischen Ihnen und Menschen, die Ihnen wichtig sind, getrieben wird, was ja eines der Ziele seitens der Politik ist. Es ist sinnvoller, über eine gelassene Haltung Neugierde beim Gegenüber zu wecken, als jemanden mit Fakten, die die Masse ohnehin nicht hören und wahrhaben möchte, dem Gegner regelrecht weiter in die Hände zu treiben. Denn der Mechanismus der psychologischen Reaktanz greift wunderbar und kann im Prinzip sogar dazu führen, dass die ursprüngliche Meinung verteidigt und damit „radikalisiert“ wird.

Was wir aber aus der juristischen Psychologie wissen ist, dass es beispielsweise ausreicht, eine zweite Person an seiner Seite zu haben, um auch den „Rest der Truppe“ zu überzeugen. Aus diesem Grund raten Sozialpsychologen beim Einsatz von Geschworenen immer zu 12 anstatt zu nur 5 oder 6, da so automatisch die statistische Wahrscheinlichkeit erhöht wird, einen Querdenker dabei zu haben, der wiederum einen zweiten an seine Seite holen und damit das Ruder rumreißen kann.

Und aus der juristischen Psychologie wissen wir auch, dass eine chronologische Aufbereitung der Argumente zu mehr Siegen führt als die Taktik der Platzierung des Hauptzeugen am Ende der Verhandlung. Und last but not least sollte man sich im Gespräch auf wenige Informationen beschränken, da die Kapazitätsgrenze der Informationsverarbeitung einen Schwellenwert von 3 bis 4 Informationen hat. Richtersprüche tendieren beispielsweise bei mehr als vier Angeklagten auf der Anklagebank zu einem „Durchschnittsurteil“, da die Verarbeitung der Einzelinformationen mit jeder Zahl und jeder individuellen Information schwieriger wird.

Um den Bogen zurück zum Anfang des Interviews spannen zu wollen: Was werden die nächsten Schritte ihres Projektes sein? Wo finden Interessenten Informationen? Und wie kann man Sie unterstützen?

Bevor ich das Projekt und dessen Ziele etwas genauer erkläre, möchte ich mich vorweg für die Einladung zum Interview und die Gelegenheit, das Projekt vorstellen zu dürfen, herzlichst bedanken.

Wie aus dem Interview vielleicht bereits hervorgegangen ist, geht es vordergründig darum, Juristen den Rücken zu stärken, indem sie den bis dato blinden Fleck — nämlich die tragende Säule Psychologie — zum fixen Bestandteil der Beweisführungs- und Argumentationsstrategie machen. Hier geht es nicht nur um die bloße Darlegung der Wirkung von Manipulation et cetera, sondern um die generelle Erweiterung einer evidenzbasierten Untermauerung. Diese kann allgemeiner Natur oder wie am gebrachten Beispiel „Wirkung von Kontrollverlust“ auch sehr spezifisch sein. Ebenfalls werden Konzeption und Durchführung wissenschaftsbasierter Aktivitäten, die für eine gezielte Erweiterung empirischer Evidenzen sorgen, Teil der Arbeit sein.

Es gibt schier unzählige Themen und Fragen, die ausgearbeitet und beantwortet werden müssen. Daher wird das Projekt-Team mit etwa acht Personen starten und bei Bedarf aufgestockt. Jedes generierte Wissen wird umgehend professionell in die gängigsten/verbreitetsten Sprachen übersetzt und allen Juristen und Menschen weltweit kostenlos zur Verfügung gestellt (inkl. chinesisch und arabisch; weniger verbreitete Sprachen nach Bedarf beziehungsweise Angebot zur Übersetzung).

Neben Psychologen, Statistikern, wissenschaftlichen Assistenzen, Journalisten sowie einer Bürokraft wird auch eine Juristin/ein Jurist fixes Teammitglied sein. Diese/dieser wird für den Kontakt mit den Juristen und den weltweiten „Vertrieb“ zuständig sein und auch als Ansprechperson agieren. Mit seiner/ihrer Arbeit möchte das Team von „Psychologie für Demokratie“ der Menschheit und der Wiedererlangung von Recht und Demokratie dienen.

Da es sich für alle im Team praktisch um einen Vollzeitjob handelt, muss die Finanzierung weitestgehend im Vorfeld gesichert sein, weshalb ich auf eine rasche Finanzierung über Spenden hoffe, damit wir mit der notwendigen Intensität und Konzentration loslegen können. In diesem Sinne darf ich hier das Vereinskonto bekannt geben und bedanke mich bereits vorab für die wertvolle Unterstützung! Bei Fragen, Anliegen oder konkretem Interesse an unserer Arbeit bitte ich um eine E-Mail an office@stiftung-hilander.com. (Die Vereins-Homepage ist noch in Arbeit.)

Herzlichen Dank, Frau Hilander.


Katy Pracher-Hilander ist Dipl. Wirtschafts- und Sozialpsychologin. Sie studierte an der Hauptuniversität Wien und gründete das Büro für Psychologie in Wirtschaft & Politik, das sie auch leitet. Sie ist spezialisiert auf Evidenzbasiertes Arbeiten und Angewandte Psychologie für die Praxis. Sie ist zudem die Gründerin und Obfrau des Vereins Psychologie für Demokratie:


Quellen und Anmerkungen:

Wenn Sie die Arbeit des Vereins Psychologie für Demokratie unterstützen möchten, können Sie dies über eine Spende an folgendes Konto tun:

Sparkasse Herzogenburg-Neulengbach
Bank Aktiengesellschaft
IBAN: AT67 2021 9000 2109 6888
BIC: SPHEAT21XXX
Name: Psychologie für Demokratie
ZVR-Zahl 1496250305
Verwendungszweck: Spende Verein Psychologie für Demokratie

Spenden per SMS
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann senden Sie einfach eine SMS mit dem Stichwort Rubikon10 an die 81190 und mit Ihrer nächsten Handyrechnung werden Ihnen 10 Euro in Rechnung gestellt, die abzüglich einer Gebühr von 17 Cent unmittelbar unserer Arbeit zugutekommen.
Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Weiterlesen

Grenzen setzen
Thematisch verwandter Artikel

Grenzen setzen

Maßnahmen greifen so lange, wie wir sie dulden — mittlerweile gibt es Fälle aus der Praxis, in denen sich Menschen erfolgreich befreit haben.

Der Impfdruck
Aktueller Artikel

Der Impfdruck

Im Rubikon-Exklusivinterview erläutert die Fachanwältin für Medizinrecht Beate Bahner, welche Informationen für Patienten und Ärzte im Hinblick auf die Corona-Impfung aus medizinischer und juristischer Perspektive unabdingbar sind.