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Das aufgewiegelte Land

Das aufgewiegelte Land

Im zweiten Jahr seiner Ermächtigung hat es das Corona-Regime geschafft, die Gesellschaft komplett zu spalten.

Aus Deutschland hat Merkel ein Angstland gemacht mit einem Volk aus vielen Mitläufern, Denunzianten und Versuchskaninchen. Kritikern und Andersdenkenden sollen diese an die Gurgel gehen. Ihre übergriffige Repressions-Politik macht nicht einmal Halt vor den Körperöffnungen unserer Kinder.

Die Hauptwidersprüche unserer Zeit wie „Kapital und Arbeit“, „reich und arm“, „satt und hungernd“, „Macht und Ohnmacht“, „ungezügelte Gier und begrenzte Ressourcen“ wurden im weltweit synchronisierten Politik-Orchester mithilfe des Killervirus-Narrativs auf billigste Weise übertüncht. Willfährige Propaganda-Medien und „Wissenschaftler“ verstärken noch diese Märchenerzählung.

Und die größten Profiteure des völlig enthemmten Neoliberalismus, die Superreichen, Konzernlenker und Mächtigen, haben sich vor dem bevorstehenden Finanz-Kollaps selbst eine Zeitspanne geschaffen, in der sie ihren Besitzstand weiter vermehren und absichern konnten. Zur Rettung ihrer Pfründe eignen sie sich nun die begrenzten Werte wie Grund und Boden sowie Edelmetalle an.

An dieser Stelle folgen drei hierauf referierende Zitate, das erste von Marcus Tullius Cicero und die zwei weiteren von Albert Einstein:

„Was anderes sind also Reiche, wenn ihnen die Gerechtigkeit fehlt, als große Räuberbanden?“

„Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“

Und: „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

Erinnert sei in diesem Zusammenhang auch an den erhellenden Dokumentarfilm „Der gewöhnliche Faschismus“ aus dem Jahr 1965 unter der Regie von Michail Romm, der präzise, einem Pathologen gleich, seziert, wie sich die Bilder des Alltags in Nazi-Deutschland ab 1933 auf den öffentlichen Plätzen, anfangs eher noch schleichend, bis zur völligen Gleichschaltung in der alles vereinnahmenden Totalität gewandelt haben.

Angst-Deutschland scheint aufgrund seines hohen Anteils besonders duldsamer und obrigkeitshöriger Untertanen, eingeübt durch bereits erlittene Diktaturen und ohne jegliche erfolgreiche Revolutionserfahrung, für den Weg in die „neue Normalität“ geradezu prädestiniert.

Es ist wie geschaffen als „Frontstaat“ des neuen Totalitarismus, den Hannah Arendt so sehr fürchtete und vor dem sie eindringlich warnte. Die totalen Herrscher in Nazi-Deutschland scheiterten, wie sie schreibt, noch daran, dass sie zwar Menschen töten, ihr Wesen aber nicht zerstören konnten.

Ökologie und Gesundheitssorge als Tarnung

Die Transformation des Menschen ist das erklärte Ziel der Apologeten einer neuen Weltordnung, die im Tarngewand von Ökologie und Gesundheitssorge daherkommt und unter „intellektueller“ Führung des Weltwirtschaftsforums (WEF) die „schöne neue Welt“ anpreist. Der private, von Großindustrie und Finanzgesellschaften getragene Club fungiert seit Langem auch als „Königsmacher“. Kanzlerin Merkel war bereits 1992 Teilnehmerin seines Nachwuchsprogramms.

Auch der österreichische Kanzler Sebastian Kurz und der französische Präsident Emmanuel Marcron sind „Young Global Leader“, ebenso wie der Pharmalobbyist und deutsche Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Aktuell gehört auch Annalena Baerbock, die Kanzlerkandidatin der Kriegstreiberpartei Bündnis 90/Die Grünen, zu den Auserkorenen des WEF, um sie auf Linie der neuen totalitären „Elite“ zu bringen. (1).

Individuelle Freiheitsrechte stören die geplante Transformation. Sie werden abgeschafft. Bestimmend im Modell der „schönen neuen Welt“ sind vielmehr Monotonie, Unlust und Tod.

An der Spitze steht eine kleine führende „Elite“ und ansonsten besteht die Gesellschaft aus vielen Sklaven, deren Zahl insgesamt drastisch reduziert wurde.

Die durch ihre Analysen gestählte Hellsichtigkeit Hannah Arendts zeichnet sich schon heute ab. Denn tief beunruhigt warnte sie davor, nicht zu vergessen, dass der Versuch der Transformation des Menschen in der Vergangenheit daran scheiterte, „dass dieses Experiment bisher noch immer in beschränktem Maßstab ausgeführt worden ist und dass es zwingend Ergebnisse nicht zeitigen kann, bevor nicht die ganze Welt unter seiner Kontrolle steht“ (2).

Als Ausweg aus dieser Hölle ruft sie alle zum selber Denken und zum Ungehorsam auf. Hoffnung schöpfte sie auch daraus, dass sich die totalitären Drahtzieher selber zuwider sind:

„Ganz gleich wie lange die gegenwärtigen totalitären Systeme sich halten können — und der erstaunlich schnelle Untergang des ‚tausendjährigen Reiches‘ der Nazis ist ein Zeichen für diesen Regimen innewohnende Instabilität ...“ (3).

Erinnern möchte ich auch an Fritz Eberhard, den 1982 gestorbenen Professor der Publizistik an der Freien Universität Berlin. Wie erschüttert wäre der ehemalige Widerstandskämpfer in Nazi-Deutschland und später einer der Verfassungsväter, wenn er mit ansehen müsste, wie heute die Grundrechte, die er mitformuliert hatte, wie Dreck mit Füßen getreten werden. Einer der integersten Menschen, die ich je kennen lernen durfte, würde heutzutage vermutlich als Schwurbler verhöhnt und angepöbelt.

Ganz im Sinne dieses Intellektuellen und „Querdenkers“ zum Schluss noch Aphorismen und Zitate von Platon:

„Die schlimmste Art der Ungerechtigkeit ist die vorgespielte Gerechtigkeit.“

Von Mahatma Gandhi:

„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“

Und ganz zum Schluss von der von Eberhard hochgeschätzten Rosa Luxemburg, deren Analyse sich, samt der ironischen Einsprengsel, beinahe eins zu eins auf den gegenwärtigen politischen Zustand in Angst-Deutschland übertragen lässt:

„Ohne allgemeine Wahlen, ungehemmte Presse- und Versammlungsfreiheit, freien Meinungskampf erstirbt das Leben in jeder öffentlichen Institution, wird zum Scheinleben, in der die Bürokratie allein das tätige Element bleibt. Das öffentliche Leben schläft allmählich ein. Einige Duzend Parteiführer von unerschöpflicher Energie und grenzenlosem Idealismus dirigieren und regieren. Unter ihnen leidet die Wirklichkeit.

Ein Dutzend hervorragender Köpfe und eine Elite der Arbeiterschaft wird von Zeit zu Zeit zu Versammlungen aufgeboten, um den Reden der Führer Beifall zu klatschen und vorgelegten Resolutionen einstimmig zuzustimmen. Im Grunde also eine Cliquenwirtschaft — eine Diktatur allerdings, aber nicht die Diktatur des Proletariats, sondern die Diktatur einer Handvoll Politiker, das heißt Diktatur im rein bürgerlichen Sinne.“


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Diskriminierung in Merkels Sinne, Marktsstand in Kreuz Kölln Mai 2021; Foto © Falke

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„Graffity“ in Kreuzberg, Frühling 2021; Foto © Falke

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Randerscheinung bei „Jetzt reicht‘s Demo“, Mai 2021; Foto © Falke.jpg

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Geduldet von der BVG, Hallesches Tor, April 2021; Foto © Falke.jpg


Quellen und Anmerkungen:

(1) Norbert Häring, KenFM, 22. April 2021 "Warum Baerbock dank WEF eine hochkompetente Nachfolgerin für Merkel wäre", sowie unter anderem zur Rekrutierung von politischen Führungspersonal, Aaron Rosenbaum, Rubikon, 28. November 2019, „Die Weltherrschaft des Geldes“, vgl. auch den PR-Beitrag von Cordula Tutt, Wirtschaftswoche 29. Mai 2021, "Einblicke in die globale Wirtschaftselite – Das ist ein einzigartiges Netzwerk", sowie: Georg Rammer, Ossietzky 10/2021, „Grüner Militarismus“
(2) Hannah Arendt, „Denken ohne Geländer — Texte und Briefe“, vgl. Ulrich Falke, Rubikon, 4. März 2021, „Die zweite Schöpfung“
(3) ebd.

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