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Apokalyptischer Jahresstart

Apokalyptischer Jahresstart

Im ersten Monat der 2020er Jahre gab es mehr Katastrophen als sonst meistens in einem ganzen Jahr.

„Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen“ lässt die Figur des Colonel Bill Kilgore seine Kameraden in dem Antikriegsfilm „Apokalypse Now“ wissen. Komprimiert man das vor uns liegende Jahr 2020 auf einen Tag, so wäre der Morgen dieses Jahres, also der Januar, für Colonel Kilgores Geruchssinn ein wahres Freudenfest. Es schepperte, brannte, grassierte und trennte sich an allen Ecken und Enden. War das die dunkelste Stunde, ehe das Dämmerlicht am Horizont erscheint oder der beginnende Sog in ein schwarzes Loch, welches wir Menschen selber erschaffen haben?

Ein Kontinent brennt

Aus dem All könnte die Erde wie eine comicartige, kugelrunde Bombe aussehen, auf der an einer Stelle die Lunte brennt. Diese Lunte war aktuell Australien. Rückt die Feuerwehr für gewöhnlich dann aus, wenn ein Gebäude brennt, musste die australische Feuerwehr nun einen ganzen Kontinent löschen. Oder zumindest große Teile davon.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Lunge der Erde, namentlich der Amazonas-Regenwald, lichterloh brannte, schon stehen wieder weite Flächen der Erde in Flammen. Und das mit Folgen, die in ihren verheerenden Auswirkungen denen des Amazonas-Regenwaldes in nichts nachstehen.

Die viral gehenden Bilder dürften in etwa der Vorstellung entsprechen, die christliche Gläubige von der Hölle haben. Ein feuerroter Himmel, ganz gleich wohin man sieht, und dichte Rauchschwaden, die sich ihren Weg durch tote Bäume bahnen. Religionen dürften es dieser Tage schwer haben, ihre Glaubensgemeinschaft mit der Angst vor einer Hölle zu disziplinieren, denn diese Hölle schaffen wir Menschen uns gerade hier und jetzt im Diesseits.

Soleimani

Wer bis ins Jahr 2020 wahrlich noch geglaubt hatte, den USA sei etwas an Menschenrechten oder am Völkerrecht gelegen, der hat die Kontrolle über sein Leben verloren! Nicht nur die Kontrolle, sondern das ganze Leben verloren hat der iranische General Kassem Soleimani, Gallionsfigur des Anti-IS-Kampfs, starb durch eine völkerrechtswidrige Ermordung durch das US-Imperium. Am 3. Januar 2020 waren die Kracher der Silvesterraketen keine 48 Stunden verhallt, da schepperte es erneut. Diesmal jedoch gezielt und mit Tötungsabsicht. Soleimani war gerade in Bagdad gelandet und in eine Fahrzeugkolonne umgestiegen. Kaum dass die Fahrzeuge das Flughafengelände verlassen hatten, schoss eine amerikanische MQ-9-Reaper Drohne – gesteuert von einem schäbigen Feigling – eine Rakete auf sie ab. Diese Rakete vernichtete binnen Sekunden in neunfacher Weise das, was neun Monate benötigt um das Licht der Welt zu erblicken, ehe dieses – wie in diesem Falle – durch einen kurzen Lichtblitz sein jähes Ende findet.

Selten brachen die USA mit einer solch schamlosen Selbstverständlichkeit das Völkerrecht und riskierten dabei, einen Flächenbrand auszulösen. Die westlichen Medien indes konstruierten eine derartig unverschämte Täter-Opfer-Verdrehung, bei der einem nur noch schwindelig werden kann.

Anstatt Ross und Reiter auch nur in einem Nebensatz zu erwähnen, wurde der staatsterroristische Akt der USA medial in ein Wattebett der Selbstverständlichkeit gebettet — Soleimani war eben ein „Terrorist“. Lieber spekulierten sie, was der Iran denn nun als Rache im Schilde führen könnte. Welche Bedeutung ein solcher Mord für den Weltfrieden bedeutet, wurde ebenso verschwiegen. Iran befindet sich seit geraumer Zeit in einem engen Bündnis mit China und Russland. Das Trio hat vereinbart, weitere Aggressionen der USA nicht länger zu dulden. Ein direkter Angriff auf den Iran durch die USA – der Mord an Soleimani entsprach nahezu dieser Kategorie – würde China und Russland zum Handeln zwingen, damit dieses Bündnis nicht zu einer Ansammlung bedeutungsloser Wörter verkommt.

Und natürlich richtet sich die Destabilisierung des Irans letztlich gegen das größte Menschheitsprojekt – Chinas neue Seidenstraße. Für diese ist der Iran ein essentieller Landbrückenkopf, um Zentralasien mit Europa zu verbinden. Die USA versuchen, dieses Projekt so massiv wie nur irgend möglich zu sabotieren, da das unausweichliche Zusammenwachsen beider Kontinente die Isolation der USA und damit letztlich das Ende der angloamerikanischen Dominanz bedeuten würde. Es wäre der Beginn eines chinesischen Jahrhunderts. Apropos China!

In China ist ein Sack Reis umgefallen!

Dieser Spruch steht sinnbildlich für ein Ereignis, welches die wesentlichen Dinge in der Welt nicht tangiert. Was der chinesische Reissack nicht schafft, schafft anscheinend hingegen ein Tiermarkt in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan. Nach offizieller Darstellung ist dieser Fischmarkt die Urquelle des Coronavirus 2019 nCoV. Dass sich nur wenige Kilometer entfernt eines der weltweit 39 Hochsicherheitslabore mit der höchsten biologischen Schutzstufe 4 befindet, wird in der Regel geflissentlich verschwiegen. Wer den Fakt erwähnt und einen möglichen Zusammenhang zur Diskussion stellt, wird sofort als „Verschwörungstheoretiker“ stigmatisiert.

Nun jedenfalls erreichen uns Bilder aus China, wie sie einem post-apokalyptischen Blockbuster entsprungen sein könnten. Leere Straßen und dichter Smog. Millionen Menschen stehen unter Quarantäne. China wird sukzessive isoliert, Flüge ins Reich der Mitte werden eingestellt und Zugverbindungen einstweilen stillgelegt.

Auf einer Livekarte der Johns Hopkins University kann man – sofern man den Zahlen Glauben schenkt – die Verbreitung des Virus live mitverfolgen. Hier eröffnet sich nun ein breites Feld der Spekulation. Wird das Thema rund um das Virus künstlich zugunsten einiger — mächtiger — Nutznießer aufgeblasen? Oder werden die Fakten unter den Teppich gekehrt und die Zahl der Infizierten und Verstorbenen ist weitaus höher? Die symptomfreie Inkubationszeit von 14 Tagen mag die Fantasie dazu beflügeln, sich vorzustellen, wie weit sich dieses Virus in der Welt verbreiten kann, wenn die „Infiziertuenser“ wochenlang und unwissentlich als Keimschleuder durch die Öffentlichkeit tingeln.

Auch stellt sich die Frage, ob es sich bei dem Virus um einen gezielten biologischen Angriff der USA auf China im Rahmen des Handelskrieges beider Großmächte handelte. Obgleich die Märkte weltweit durch das Virus in Mitleidenschaft gezogen werden, ist die Volksrepublik doch der Hauptleidtragende. Nicht nur, dass dieses Großreich nun logistisch isoliert wird. Auch Xi Jingping gerät nun im Inland unter Druck und im Ausland dürfte China in dem ohnehin sehr sinophoben Klima des Westens („Safe a dog! Eat a Chinese!“) noch mehr an Ansehen verlieren.

Ob das Coronavirus die Gefahr darstellt, als die es medial gehandelt wird, oder ob man bei dem Namen bald wieder an mexikanisches Bier denkt, werden die kommenden Wochen zeigen.

BREXIT! Es ist geschehen!

Nach beinahe vier Jahren war es nun so weit. Die Briten haben sich in der letzten Januarnacht aus dem Klammergriff der EU befreit. Bei all der berechtigten Abneigung gegenüber der EU darf jedoch stark bezweifelt werden, dass die britische Insel nun ein Hort der Freude und der Lebenslust wird.

Vergessen wir nicht: Bereits als Großbritannien noch Teil der vermeintlich so demokratischen und vor Philanthropie triefenden EU war, wurde dort ein Journalist – Julien Assange – gefoltert! Nochmal zum Mitschreiben: Im Herzen der EU wurde ein Journalist gefoltert. Was wird auf der britischen Insel nun alles möglich sein, wenn diese nicht mehr Teil der EU ist und entsprechend kaum mehr den Schein der Demokratie aufrechterhalten muss — vergleiche oben USA-Soleimani? Bereits jetzt wird in London über orwellsche Gesetze nachgedacht, beispielsweise über Haftstrafen von 15 Jahren, wenn man auf „falschen“ Internetseiten surft. London selber, oder zumindest die Außenbezirke, wandelt sich bereits jetzt zu einem Austragungsort grausamster Gewaltausbrüche.

Es sieht ganz danach aus, als ob die gemütliche Tea-Time der Briten vorerst vorbei ist.

Nur Mut!

„Well, that escaleted quickly!“ mag man im Hinblick auf den ersten Monat des Jahres 2020 resümieren. Wie soll man bei diesem Hagel schlechter Nachrichten noch Mut und Hoffnung schöpfen, wenn die Menschheit gerade augenscheinlich dabei ist, ihren eigenen Sarg zu zimmern? Eines sei gewiss:

Man ist nicht gut beraten, wenn man wie das Kaninchen vor der Schlange erstarrt und angesichts der negativen Meldungen in eine Lähmung verfällt! Wir wissen, dass der Geist die Materie formt und das Außen stets ein Spiegel des Inneren ist.

Was bewirken wir also im Außen, wenn wir in eine Angststarre fallen oder panisch überreagieren?

Der Schlüssel liegt in der grundsätzlichen Arbeit an uns selber, da eine bloße Veränderung im Außen lediglich das Alte in einem neuen Gewand herbeibringt, wenn sich dabei unser Bewusstsein nicht verändert.


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