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An der Gesundheitsfront

An der Gesundheitsfront

Im Interview mit Jens Lehrich erweist sich Sven Böttchers neues Buch „Die Apotheker“ als hellsichtiger Kommentar zur real existierenden Pharma-Verschwörung.

After Dark mit Sven Böttcher und Jens Lehrich

Wenn Sven Böttcher und Jens Lehrich sich treffen und reden, gelegentlich begleitet von einer geheimnisvollen Stimme aus dem Off, so ist das ein essayistisches Driften durch die Nacht. Mal fein ironisch, mal zynisch, lakonisch, oft liebenswürdig. Witzig auf jeden Fall und fürs Gemüt — bitternötig in dieser Zeit! —, aber auch erhellend.

Anlass des Gesprächs ist Sven Böttchers neuer Roman „Die Apotheker“. Doch das Buch selber bleibt am Rand — und das ist gut, denn es wird hier bald besprochen. Stattdessen geht es, nach einem kurzen Rückblick auf „Rette sich, wer kann“, Böttchers letztes Buch über das Gesundheitssystem genannte Krankheitssystem, vorerst um einen neuen, anderen Fokus auf eben diese Maschinerie, einen romanhaften Blick mit Apothekern als Helden.

Und nein, es sind nicht fiese, geldgierige Kerle, sondern es sind wahre Helden, welche die gleiche Medizin, von der Pharma für teures Geld abgeworfen, viel günstiger und erst noch ohne Nebenwirkungen individuell zusammenmixen könnten — könnten, ja, denn wenn sie‘s tun oder täten, sind schnelle Pferde gefragt. Und die brauchen nicht mal abgefangen zu werden, denn es gibt da andere Methoden. Etikettierungen. Auch Apotheker können Nazis sein, Kontaktschuld ... wir kennen das und mehr wird nicht verraten.

Vielmehr mäandert — oh ja, es ist kein Kanal, es ist ein lebendiger Fluss — das Gespräch hin zu immer Grundsätzlicherem, ausgehend von Studiendesigns, die zum Himmel schreien, Designs, an welche die Menschheit geschleust wird, auf Viren bauend, die niemals nirgendwo isoliert worden sind. Wie lässt sich ein Virus finden, das nie gefunden worden ist? Wie suchen, wenn man nicht weiß, wie das Gesuchte aussieht?

Fragen über Fragen, die Pharma kennt die Antworten und beschränkt die Testerei mit dem neuen Impfstoff schon mal auf 143 Personen (gibt ja stattdessen PCR-Tests genug, nicht wahr?), 143 Personen, die passen und den richtigen Verlauf haben. Reicht für die Zulassung. Verlauf von was? Durch was? Positiv zu welcher Vergleichsgröße?

Böttcher und Lehrich stellen die Groteske heraus, die Lügen auch, ohne Mission, ohne Eifer, Ungeheuerlichkeiten poppen auf, mal zart, mal deftig, fixe Wahrheiten werden vermieden, Denken lanciert.

Das Impfen, naturgemäß, ist längst ein Thema, konkret („Würdest du dich impfen lassen?“) und systemisch. „Darf ich mal in die Rohdaten gucken?“ Frage an die Pharma.

Selbstverständlich nicht. Das ist gesetzlich. Die unbearbeiteten Zahlen bleiben geheim, nur die geglätteten sind zur Verkündigung bestimmt.

Weiter geht die Reise After Dark, zuweilen mehr Duett denn Interview, das Dasein als Schreiber, als Künstler — was beide ja auch sind — wird thematisiert. Existenzbedingungen, Bürokratie und der Steuerberater werden gestreift, ein Steuerberater, der sich durch Berge von Dokumenten hindurchfressen muss, auf dass irgendwann in der Zukunft 75 Prozent des lockdownmäßig implodierten Einkommens zurückkäme — erfundenes Geld, Güte der Macht, was es 2025 wert ist: Keiner weiß es.

Kurz nach der Mitte — die Zeit vergeht schnell, eine gute Zeit, noch scheint das Recht darauf nicht verwirkt — die Frage, die sich selber stellt: Was passiert gerade in der Welt? Mit der Welt? Mit uns?

Kein Besitz mehr — klingt gut. Boettcher nimmt sie ernst: Schwabs Parole. Das Hineinspringen in die andere Perspektive, in die der Gates‘ und Schwabs: Es mag überraschen und ermöglicht neue Sichten. Verhindert Verschanzung. „Auch ich will eine neue Weltordnung.“ So Böttcher. Aber nicht in Schwabs Variante. Bleibt nur: selber in die Hand nehmen. Aber geht das? Kann man anders ausscheren aus dem old normal? Ohne auf Gedeih und Verderb ausgeliefert zu sein? Ohne Säuberung?

Am Ende der Sendung geht‘s durchs Fenster raus. Auf die Toilette zumindest. Sozusagen das Leitmotiv dieser After Dark-Sendung. Ein Gespräch, das schwingt und in Schwingung versetzt. Doch guckt selbst! Zwei Menschen, eine Stimme im Off, keine Talk-Show. Was sicher ist: „Ich werde mich nicht impfen lassen.“ Und der Titel des neuen Buches von Sven Böttcher steht auch schon: „Verschwört euch!“


After Dark mit Sven Böttcher und Jens Lehrich


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